Energieversorgung in Deutschland – Realpolitik? Nein, Fatalpolitik!

Immer mehr Unternehmen spüren die hohen Energiekosten, vor allem diejenigen, die in den letzten Jahren auf Gas umgestellt haben. Denn Gas ist das große Problem. Gar nicht gut kommen bei denen, deren Existenz nicht steuergeldfinanziert ist, die „Lösungsversuche“ unserer Politik an. Von Annette Heinisch

IMAGO / Future Image
Regierungsbank im Bundestag, 19.05.2022

Gerade flattern wieder Einladungen zu Gesellschafterversammlungen ins Haus. Die Tagesordnung vieler Unternehmen dürfte neben der üblichen Erläuterung der Bilanz, Entlastung des Vorstands oder der Geschäftsführung sowie Berichten über das abgelaufene Jahr beim Ausblick auf die zukünftige Geschäftstätigkeit Stichworte wie Auswirkungen der Corona-Pandemie, Berücksichtigung der Kriegsfolgen, Kostensteigerung und Materialverknappung enthalten. 

Material ist in vielerlei Hinsicht knapp: Nickel fehlt komplett, Roheisen ist rar, manche Halbleiter gibt es nicht, andere können voraussichtlich frühestens Ende 2023 geliefert werden, aber auch das nur ganz vielleicht. Die Mangelwirtschaft erinnert zunehmend an sozialistische Zeiten. Hinzu kommt ein fast alle verbindendes Problem: Energie. Die Kosten explodieren, manche Unternehmen können sie nicht mehr stemmen. 

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Das war allen klar, völlig unabhängig vom Krieg in der Ukraine, denn die Deindustrialisierung Deutschlands war und ist erklärtes Ziel der Grünen, die keine energieintensive Produktion wollen. Zumindest nicht bei uns, denn Dekarbonisierung heißt nichts anderes als Schicht im Schacht. In anderen Teilen der Welt kann passieren, was will, bei diesem Thema geht Deutschland voran; wir „retten“ das Klima im Alleingang – wovor nur, frage ich mich häufig. Aber gleichgültig, ob unsere Deindustrialisierung den Klimawandel kalt lässt, uns aber ruiniert, von moralischer Überlegenheit beseelt schreiten wir munter in den Abgrund, das können wir Deutschen gut. 

Nun beginnt es, viele Unternehmen direkt zu treffen, speziell diejenigen, die auf Drängen der Regierung in den letzten Jahren auf Gas umgestellt haben. Denn Gas ist das große Problem Deutschlands. Gar nicht gut kommen bei denen, deren Existenz nicht steuergeldfinanziert ist, die „Lösungsversuche“ unserer Politik an. Ein Satz, den man häufiger hört, ist: „Die verar… uns doch!“ 

Die Nichtlösung

Man stelle sich einen Unternehmer und seine Mitarbeiter vor, die ums Überleben kämpfen und dann von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in einem Interview lesen:

WELT: Hieße das, dass in Niedersachsen anders als in den vergangenen Jahren Fracking-Gas gefördert werden soll?

Weil: Nein. Nach einem jahrelangen heillosen und emotionalen Streit hat auch die Gasindustrie erkannt, dass es dafür an Akzeptanz fehlt. Es würden langwierige Streitigkeiten wegen neuer Förderstellen folgen, und das hilft uns nicht. Wir brauchen jetzt schnelle Lösungen

WELT: Bei Ihnen in Niedersachsen, im Emsland steht auch eines von jenen drei Atomkraftwerken, die noch am Netz sind. Das kann man angesichts der Lage nicht vom Netz nehmen, oder?

Weil: Doch, so wird es sein. Erstens haben wir ein Gas- und kein Stromproblem. Zweitens steht das Abschalten der Atomkraftwerke schon seit langer Zeit fest, und alle Beteiligten haben sich darauf eingestellt. Deswegen bedürfte es eines erheblichen zusätzlichen Sicherheitsaufwands und ebensolcher Investitionen, um diese Entscheidung wieder rückgängig zu machen. Das alles bräuchte wieder Zeit, und um diese Investitionen zu refinanzieren, bedürfte es dann wieder erheblich längerer Laufzeiten. Der wievielte Ausstieg aus dem Ausstieg wäre das dann?

Wie bitte? Wir haben ein Gas- und kein Stromproblem? Und womit produzieren wir Strom, Herr Weil? Na? Bingo, mit Gas! Das benötigen wir sogar in immer höherem Maße, jedenfalls nach Plan der Regierung, denn Gaskraftwerke müssen die abgeschalteten AKW ersetzen, die wir dann mit Gas, dessen Lieferung unsicher ist, betreiben. Das klingt definitiv nicht hochbegabt. Aber weil wir ja kein Stromproblem haben, stellen wir auch noch die letzten AKW ab? „Verar…“ ist fast noch höflich formuliert.

Jedermann und seine Oma wissen, dass die noch am Netz befindlichen AKW weiterbetrieben werden müssen, weil wir sonst auf eine Katastrophe zulaufen, diese zudem für die Energiewende essentiell sind.

Unsere Regierung tut – nichts. Oder doch, sie schaltet weiter ab. 

Und wie war das mit der „Gasindustrie“, die resigniert hat? Weiß die das oder ist das frei erfunden? Wenn man bedenkt, wie viel Zeit und Ärger es kostet, LNG-Terminals nebst Hinterlandanbindung zu bauen, das sind ja nicht nur Kaianlagen, sondern Leitungen, Regasifizierungsanlagen, Lagertanks u. v. m., und wie viele Proteste es dagegen gibt, dann erscheint die Behauptung wenig plausibel. 

Wir brauchen jetzt schnelle Lösungen“ – wie definiert Weil „schnell“? „Schon in zwei Jahren soll Deutschland verflüssigtes Erdgas (LNG) aus Katar geliefert bekommen.“ Jedenfalls hofft der Vizepremier des Golfstaats, Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, bereits dann liefern zu können. Sonst eben nicht. Oder später. Bestimmt irgendwann.

Für Ministerpräsident Weil sind also bestenfalls erhoffte zwei Jahre schnell? Dann hoffen wir mal, dass Putin das auch so sieht, denn was ist, wenn er uns im Herbst oder Winter den Gashahn zudreht? 

Am Ende der Brücke
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Bei den ganzen Debatten geht es nämlich immer nur darum, was WIR wollen, ob WIR Gas boykottieren wollen. Das ist reiner Hochmut, der bekanntlich vor dem Fall kommt. Bei einer Lieferverbindung, bei welcher der Empfänger auf die Lieferung angewiesen ist, hat der Lieferant die Karten in der Hand. Er entscheidet, was gespielt wird, nicht der Empfänger. Wir sind nichts als ein aufgeblasener Frosch. Was ist, wenn Putin den platzen lässt?

Und Katar – das ist ja ein Vorzeigestaat sondergleichen. Damit bekommt man die strategische Unabhängigkeit aber so etwas von hin … wer könnte bloß denken, dies sei keine gute Idee, wir würden eine Abhängigkeit durch die andere ersetzen? Das sei Realpolitik heißt es. Denn was muss, das muss, es geht eben nicht anders. Wirklich nicht? 

Gasförderung in Deutschland

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat im Februar 2022 ihre Energiestudie für 2021 mit dem klangvollen Titel „Daten und Entwicklungen der deutschen und globalen Energieversorgung“ vorgestellt. Darin stehen hochinteressante Fakten. 

Danach ist Erdgas mit 27 Prozent des Primärenergeiverbrauchs der zweitwichtigste Energieträger Deutschlands. Der derzeitige Verbrauch (also ohne zusätzliche Gaskraftwerke für die Energiewende) beträgt 90,8 Milliarden m³. 

Nach dieser Studie hat Deutschland eigene Erdgasmengen in Höhe von 1,36 Billionen m³ – geschätzt (1 Billion = 1000 Milliarden), davon sind 0,02 Billionen m³ konventionelles Erdgas, 0,45 Billionen m³ Kohleflözgas, 0,09 Billionen m³ aus Tight – Gasvorkommen und Erdgas aus Schiefergasvorkommen (was nichts anderes ist als das Gas, was via LNG-Terminals kommen soll) in einer Größenordnung von 0,32 bis 2,03 Billionen m³ bezogen auf eine Tiefe von 1.000 bis 5.000 m.

Anders ausgedrückt: Deutschland hat reichlich eigenes Gas und ist mitnichten auf Katar oder ähnliche Staaten angewiesen.

Die Bohrtechnik ist mittlerweile weit fortgeschritten, Bohrungen können umweltschonend erfolgen. Mehr konventionelles Gas könnte man ebenso wie Kohleflözgas relativ schnell fördern. Bohrungen bis 4.500 m dauern im Schnitt drei Monate. Nimmt man die Exploration hinzu (wobei in Deutschland die potenziellen Lagerstätten bekannt sind), könnte in einem guten halben Jahr ein neues Erdgasfeld erschlossen sein.

Wie schnell gesetzgeberische Vorhaben durchgepeitscht werden können, hat die Corona-Pandemie gezeigt. Das galt selbst für intensive Grundrechtseingriffe. „Wo ein Wille, da ein Weg“, dies hat die Pandemie deutlich gezeigt. Hinter dem Vorwand umfangreicher gesetzgeberischer Notwendigkeiten kann sich die Politik also nicht mehr verstecken. Das geht deutlich schneller und auch gesetzgeberisch keineswegs komplizierter als das Bauen von LNG-Terminals. Warum passiert das also nicht? Mehr noch: Warum werden die neuen Abhängigkeiten von „Schurkenstaaten“ als alternativlose Realpolitik dargestellt?

Alternativlos ist der Bau von Kernkraftwerken, und bis diese fertig sind, haben wir ausreichend eigene Rohstoffvorkommen, um unseren Bedarf zu decken. Die Politik „vera…“ tatsächlich die Bürger.

Gasexporte aus Deutschland

Dieser BGR-Studie lässt sich ebenfalls entnehmen, dass Deutschland 159,7 Milliarden m³ Gas importiert. Wie bereits erwähnt, verbrauchen wir davon 90,8 Milliarden m³. Jedem, der die Grundrechenarten auch nur halbwegs beherrscht, fällt eine Diskrepanz auf: 159,7 – 90,8 = 68,9. 

68,9 Milliarden m³ exportiert (!) Deutschland und ist damit einer der größten Gas-Exporteure weltweit. 57 Prozent gehen an Tschechien, gefolgt von den Niederlanden mit 16,1 Prozent sowie an Österreich, die Schweiz und andere Staaten. 

Nun stellt sich die Frage nach den vertraglichen Bedingungen der Exportverträge. Normalerweise würden Juristen für derartige Fälle eine Klausel einarbeiten, dass bei ausbleibender Vorlieferung zunächst einmal der eigene Bedarf gedeckt wird. Gibt es derartige Klauseln? Dann wäre unser Problem deutlich geringer. Ungefähr 45 Prozent des verbrauchten Erdgases bezieht Deutschland aus Norwegen, den Rest aus Russland. 

Selbst wenn das aber nicht der Fall ist, müsste insoweit mit den fraglichen Staaten verhandelt werden, welche Anpassungsmöglichkeiten es gäbe. Natürlich kann und darf man nicht zum Beispiel Tschechien frieren lassen, aber es darf auch nicht sein, dass bei uns alles zusammenbricht, wir aber unsere Gasexporte unbeschränkt fortführen. Das dürfte den Bürgern und der heimischen Wirtschaft nur schwer zu vermitteln sein. Israel beispielsweise erhöht seine Erdgasförderung, um Europa zu helfen.

Der Punkt ist: Warum wird diese Debatte nicht öffentlich und mit korrekten Zahlen und Daten geführt?

Fatalpolitik

Eines ist jedenfalls klar: Mit LNG-Terminals kann man das russische Gas nicht ersetzen. Diese Anlagen werden nicht schnell genug fertig und reichen auch nicht aus. Im Internet kursiert eine Berechnung, die von mir nicht überprüft wurde, aber nachvollziehbar erscheint. Sie geht zutreffend davon aus, dass derzeitige LNG-Tanker ein Fassungsvermögen von maximal 147.000 m³ Gesamttankvolumen haben. 

Um Nord Stream 1 zu ersetzen, wären 374.150 Fahrten nötig, was rechnerisch 1.025 Tanker/Tag ergäben, die gelöscht werden müssten. Vorhanden sind aber weltweit nur 470 Tanker. Selbst wenn also der gesamte Rest der Welt Deutschland zu Liebe auf Flüssiggas verzichten würde, würde die Versorgung nicht funktionieren. 

Manchmal wäre es vielleicht hilfreich, Rechnen statt Genderwirrwarr zu lehren. Leuten, die beruflich rechnen müssen und Anlass haben, sich mit der Thematik zu befassen, fällt naturgemäß auf, was für einen Unfug die Politik erzählt. Da fragt man sich, warum unsere Politiker offensichtlich bewusst und gewollt den Karren an die Wand fahren. Sind sie dumm oder böswillig – oder gar beides?

So manchen beschleicht der Gedanke, dass Robert Habeck eine exzellente Show abzieht: Sein Aktionismus wirkt beeindruckend, aber er tut de facto nichts, um Schaden von Deutschland abzuwenden. Seine Aussagen, nur Sparen und Erneuerbare helfen, ist jedenfalls Unfug. Das, was hilft, macht er gerade nicht. Damit nimmt er einen Blackout und erheblichen wirtschaftlichen Schaden in Kauf, um dann mit Hilfe der Bundesnetzagentur drakonische Maßnahmen bis hin zur Enteignung durchsetzen zu können. Man könnte denken, der Ukraine-Krieg käme ihm wie gerufen und er warte nur darauf, dass es zum Gaslieferstopp kommt.

Dies könnte auch erklären, warum der Bundeskanzler seinerseits die Ukraine ins Messer laufen lässt. Bei derzeitiger Lage hat sich Habeck – wieder mithilfe der Presse – in die Rolle des Filmhelden manövriert. Den politischen Schaden für die fatalen Folgen eines Gasstopps würde Scholz tragen müssen. Das will er nicht, ergo versucht er, Deutschland klein zu machen, um Putin halbwegs bei Laune zu halten, damit er hübsch weiter liefert. Dass sich Deutschland dadurch in ein höchst fragwürdiges Licht setzt, scheint ihn nicht zu stören. Das Gemeinwohl scheint beide Herren wenig zu interessieren. 

Das hat alles nichts mit Realpolitik zu tun. Es ist schlicht Fatalpolitik.

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Kommentare ( 73 )

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Hartwig Sendner
30 Tage her

Betrifft: LNG Lieferungen (250.000 m³ Füllung)
Bitte auch noch einen durchaus wichtigen Punkt berücksichtigen:
Hat mal jemand ein worst case scenario berücksichtigt, wenn solch eine „Bombe“, sei es durch Dummheit, Zufall oder Terror leck schlägt und explodiert.
Welchen Schaden würde das anrichten und mit wievielen Toten wäre dann zu rechnen.
Bei den heute rumlaufenden Schwachmaten die die Gasversorgung zu sabotieren versuchen, ein nicht zu unterschätzendes Risiko

Gottlieb Frank
30 Tage her

Wir sollten uns daran erinnern, daß die Preissteigerungen bereits vor der Ukraine-Krise begannen und zum großen Teil hausgemacht sind: Steigende Energiepreise sind direkte Konsequenz der grünen Politik, einerseits die unzuverlässige Sonnen- und Windenergie massiv auszubauen, wofür man aber andererseits zusätzlich ein Backup vorhalten muß, falls gerade nicht ausreichend Sonne scheint und Wind weht. Ubd wenn man dann im Hauruckverfahren gleichzeitig aus Kohle und Ketnenergie aussteigen will, dann steigen halt die Preise für Gas und Strom massiv. Die Steigerung der Treibstoffpreise war ebenfalls politisch gewollt, weshalb bisher auch nicht wirklich dagegen vorgegangen wurde. Und diese beiden Effekte treffen den Verbraucher nicht… Mehr

Hueckfried69
1 Monat her

Sie haben keine Chance! Es sei denn, Sie können detailliert nachweisen, wer sich in diesem grün-rot- medialen Sumpf durch sein Erneuerbaren-„Sponsoring“ eine goldene Nase verdient. Vielleicht gibt es ja- man kann es nur hoffen- in der Szene einen „Maulwurf“…

Last edited 1 Monat her by Hueckfried69
Kappes
1 Monat her

Der Gastautor macht an einer Stelle einen fatalen Fehler. Auch ich halte nichts von LNG, aber die „Berechnung“ bezüglich der notwendigen LNG Tanker, die im Netz kursieren soll und plausibel erscheinen soll, kann nur Unfug sein. Der Autor sollte dieser Berechnung nicht trauen. Zwischen „verflüssigtem Erdgas“ und „gasförmigem Erdgas“ gibt es ein Volumenverhältnis von ca 1:600. Ein Tanker, welcher ca 140000 Kubikmeter LNG transportiert, liefert also nach Rückgewinnung des „gasförmigen Gases“ ca 140000 x 600 = 84 Millionen Kubikmeter Gas. Über North Stream 1 kommen pro Jahr etwa 60 Milliarden Kubikmeter „gasförmiges Gas“. Wenn wir dies durch die 84 Millionen… Mehr

Politikmausi
1 Monat her

Wir betreiben Energie-Lyssenkoismus.
Und wer ist eigentlich genau überrascht, dass uns die Grünen abwracken? Das kündigen die seit Jahrzehnten an und jetzt ist es halt da.

Hartwig Sendner
1 Monat her

Bitte aber bei den oben zitierten Rechnungen berücksichtigen, dass man Gasmengen über Pipelines erst einmal umrechnen muss (Druck, Temperatur berücksichtigen) um dann auf die eigentlich wichte Größe (Masse, Tonnen) zu kommen.
Dann kann man (mit Hilfe der Dichte von LNG) auch diese Lieferungen in Masse = Tonnen umrechnen. Erst dann kann sie vergleichen.
Ansonsten kommt nur Quatsch heraus

Kappes
30 Tage her
Antworten an  Hartwig Sendner

Ich gebe Ihnen Recht. Ohne korrekte Betrachtung der Parameter kann bei solchen Berechnungen nur Quatsch herauskommen. Der Absatz „Fatalpolitik“ in diesem Artikel ist fataler Unsinn. LNG hat eine um ca 600- fach größere Dichte (bei ca -160 Grad Celsius) als „gasförmiges Erdgas“ bei Normaltemperatur. Ein Tanker, der ca 140000 Kubikmeter LNG transportiert, transportiert also nach Rückgewinnung des „gasförmigen Gases“ 140000 x 600 = 84 Millionen Kubikmeter Erdgas bei „normalen“ Bedingungen. Alle weiteren Betrachtungen in diesem Artikel bezüglich der Anzahl der benötigten Tankschiffe sind 600- facher Unfug. Warum wohl bemühen sich die Exporteure von Gas darum, dieses Gas „flüssig“ zu machen?… Mehr

Waldorf
1 Monat her

Bis auf den letzten Absatz volle Zustimmung Durch Taktieren für russische Lieferungen zu sorgen entspricht unseren Interessen, insofern ist das Vorgehen von Scholz erst einmal vernünftig, wenn er eben aus diesem unterstellten Motiv so vorgeht. Das Zocken Habecks entspricht natürlich nicht unseren Interessen, wenn er auf baldigen Lieferstopp durch Russland hofft, um dann per Bundesnetzagentur hier alles dirigieren und umkrempeln zu können. Dieses Gedankenspiel führt direkt auf die politische Ebene und mitten in die Regierungskoalition. Scholz pro Gaslieferungen (egal für wie lang/kurz) und Habeck/Grüne für schnelles Abkoppeln/Gasstop Wie von Ihnen richtig dargestellt, haben wir gerade keinerlei realistische Alternativen zum russischen… Mehr

NurEinPhilosoph
1 Monat her

Eine rein wetterabhängige Stromproduktion ist keine Stromversorgung, sondern eine Stromlotterie…

Sonny
1 Monat her

Deutschland war einmal ein Land, das erfolgreich war und glückliche Menschen hatte. Und dann kam eine Bundeskanzlerin, die angeblich alles vom Ende her denken würde. SIE hat mit der Vera… angefangen, denn ihr gewünschtes Ende sah ganz anders aus, als man es den überaus dämlichen Deutschen vorgemacht hat. Dazu gehörte auch, Idioten und Wasserträger in alle relevanten Stellen zu befördern, die in Deutschland auch nur ein Fitzelchen systemrelevant waren und irgendetwas zu entscheiden hatten. Schlußendlich ist SIE die Hauptschuldige auch daran, dass unsere politischen Vertreter mittlerweile die Schlechtesten aller entwickelten Länder sind, die man sich nur vorstellen kann. Am besten,… Mehr

Last edited 1 Monat her by Sonny
LadyGrilka55
30 Tage her
Antworten an  Sonny

„Schlußendlich ist SIE die Hauptschuldige auch daran, dass unsere politischen Vertreter mittlerweile die Schlechtesten aller entwickelten Länder sind …“ Ist sie nicht. Und nein, ich bin kein Merkel-Fan, sondern eher das Gegenteil davon. Aber: „SIE“ wäre mit ihren üblen Machenschaften nicht weit gekommen, hätten wir eine funktionierende „Vierte Gewalt“ im Lande. Die Mainstreammedien hätten jederzeit die Macht gehabt, die katastrophalen Entwicklungen im Land zu stoppen. Stattdessen haben sie alles bejubelt. Die Mainstreammedien sind die Hauptschuldigen, ohne ihre Unterstützung wäre es nie soweit gekommen. „Raus aus diesem Land“? So langsam aber sicher beginnt mich dieses ständige Gerede vom Auswandern, das hier… Mehr

egal1966
30 Tage her
Antworten an  LadyGrilka55

Nun ja, dann soll man sich aber auch nicht beschweren, daß es z.B die „vierte Gewalt“ schon lange nicht mehr in Deutschland gibt, wenn man daraus keine Lehren zieht.

Ehrlich gesagt haben sich viele Deutsche doch schon längst an diese „Vater-Staat“ Mentalität gewöhnt, wo sich der Staat von der Wiege bis zur Bahre um seine „Schäfchen“ liebevoll kümmert und sind schon alleine deshalb zu einer solchen Auswanderung gar nicht mehr fähig, denn dieses bedeutet ja ein Risiko eingehen.

Ja und was würde man machen, wenn man mal alleine auf seinen Beinen stehen müßte…?

Also bitte bleiben sie lieber in Deutschland…

Maria Andersen
1 Monat her

DE ist durch die USA fremdgesteuert, besetzt, aber mal zu sagen, wir behalten NS2 und nutzen das, sollte Scholz in der Lage sein. Ist nicht schwer und tut nicht weh und wäre des Kanzlers würdig.