Die Rolle der Kirchen: Blinde Flecken unterm Kreuz

Große Zuneigung der christlichen Kirchen zu den Palästinensern kennzeichnet auch ihre Verlautbarungen nach dem Massaker vom 7. Oktober. Sie ist umso verwunderlicher, wenn man sich Unterdrückung und Verfolgung der Christen in Gazastreifen und Westjordanland anschaut.

IMAGO / ABACAPRESS
Innenansicht der Grabeskirche (Auferstehungskirche) am 14. Dezember 2023 in Jerusalem, Israel. Aus Solidarität mit dem Leid in Gaza beschlossen christliche Führer und Kommunalbehörden, alle öffentlichen Feierlichkeiten abzusagen.
Viele Würdenträger christlicher Kirchen machen keinen Hehl aus ihrer Abneigung gegen Israel; Palästinenser sind für sie Opfer israelischer Politik, selbst nach den Massakern vom 7. Oktober. Die Verfolgung und Diskriminierung von Christen in den Palästinenser-Gebieten – wie in der gesamten islamischen Welt – ist für die Kirchen eher selten Thema.

Für die Christenheit weltweit ist Jerusalem – wie für die Juden – der heiligste Ort in der Welt. Heute leben hier zwar nicht mehr als 13000 Christen – neben mehr als einer halben Million Juden und knapp 400.000 Muslimen –, dennoch ist das Christentum in der biblischen Stadt sehr präsent. Neben der mächtigen, ehrwürdigen Grabeskirche, jenem Ort, an dem Jesus nach der Kreuzigung begraben worden sein soll, gibt es 157 weitere Gotteshäuser sowie zahlreiche andere, teilweise große, eindrucksvolle Kirchengebäude.

Sie repräsentieren die großen christlichen Religionsgemeinschaften in der Welt, die oft keinen Aufwand scheuen, um hier Flagge zu zeigen. Allein in der Kirche vom Heiligen Grab leben und beten Angehörige von sechs großen Kirchen: der griechisch-orthodoxen, katholischen, armenischen, koptischen, syrisch-orthodoxen und äthiopischen Religionsgemeinschaft; aber auch die evangelischen, anglikanischen und zahlreiche evangelikale Gemeinschaften sind in Jerusalem vertreten.

Fast alle Kirchen engagieren sich mit großem Einsatz für Frieden und Versöhnung in dieser vom israelisch-palästinensischen Konflikt zerrissenen Region. Allerdings tun sie das traditionell meist sehr einseitig und parteiisch für die arabische Seite.

Angesichts des Massakers der Hamas in Israel am 7. Oktober und des israelischen Waffengangs im Gazastreifen haben kirchliche Würdenträger ihre durchaus gewichtigen Stimmen erhoben und sich für Gewaltlosigkeit und Verständigung eingesetzt. Darüber dürften sich wieder einmal vor allem die Palästinenser gefreut haben – sämtliche Terrorgruppen eingeschlossen. Denn durch fast alle Stellungnahmen schimmert die grundsätzliche Sichtweise der christlichen Würdenträger durch: Die Araber sind vor allem die Opfer, die Israelis meist die Täter.

Das Massaker nur eine „Operation“

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, verurteilte zwar die unbeschreiblich grausamen Gewalttaten des 7. Oktober, ohne allerdings die Terrororganisation, die dafür verantwortlich zeichnete, beim Namen zu nennen oder überhaupt das Massaker als Terrorismus zu geißeln. Stattdessen sprach der Repräsentant des Vatikans im Heiligen Land peinlich verharmlosend von einer „Operation“ und verwies angesichts der aktuellen Gewaltausbrüche auf den historischen Hintergrund „jahrzehntelanger Besatzung und ihre tragischen Folgen“.

Erst wenn diese „beendet werden und dem palästinensischen Volk eine klare und sichere nationale Perspektive gegeben wird, kann ein ernsthafter Friedensprozess beginnen“, so der Geistliche weiter. Die Bombardierungen Gazas brächten nur noch „mehr Tod und Zerstörung“, verstärkten nur noch „Hass und Groll“.

Franziskus hätte auch eine jüdische Familie anrufen sollen, die bei
den Massakern Angehörige verloren hat

Während der Kardinal für die barbarischen Taten der Hamas und die Entführung von 230 Menschen, darunter Kinder, Frauen und Greise, in seinem Hirtenbrief nur wenige, recht allgemeine Worte fand, beschrieb er Israels Militärschläge als „Tragödien, die nicht verstanden werden können und die wir vorbehaltlos anprangern und verurteilen müssen“.

Papst um „Neutralität“ bemüht

Der erst vor wenigen Wochen zum Kardinal geweihte Kirchenmann konnte darauf bauen, dass auch Papst Franziskus vermied, eventuell palästinensische Gefühle zu verletzen. Sehr allgemein hatte der Heilige Vater nach dem Angelusgebet Anfang November auf dem Petersplatz gesagt, er verfolge „mit Besorgnis und Trauer die Geschehnisse in Israel, wo die Gewalt stärker eskaliert ist und Hunderte von Toten und Verletzten gefordert hat“. Zumindest sprach er von „Stunden des Terrors“.

Israels Regierung reagierte „extrem enttäuscht“ über die Stellungnahmen der katholischen Kirche. Die Reaktionen aus Jerusalem und Rom seien gekennzeichnet von einer „unmoralischen sprachlichen Zweideutigkeit“, heißt es in einer Erklärung der israelischen Botschaft beim Heiligen Stuhl. Wer die Texte lese, könne „nicht verstehen, was passiert ist, wer die Aggressoren und wer die Opfer waren“.

In der Tat bemüht sich Papst Franziskus im Nahostkonflikt – ebenso wie im russischen Krieg gegen die Ukraine – um eine moralisch äußerst eigenwillige „Neutralität“. Die Tatsache, dass es das erklärte Ziel der Hamas ist, den jüdischen Staat und seine Bürger völlig von der Landkarte zu tilgen, ist weder ihm noch anderen kirchlichen Würdenträgern eine Erwähnung wert.

Jan-Heiner Tück, Professor für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, warf dem Vatikan vor diesem Hintergrund „blinde Flecken“ beim Umgang mit der Gewalt in Israel vor. Zwar werde Israel das Recht auf Selbstverteidigung zugebilligt, aber „sofort der Fokus auf die bedrohte Zivilbevölkerung im Gazastreifen gelegt“, schrieb Tück in der österreichischen „Presse“. Die vatikanische Friedensdiplomatie bemühe sich um Neutralität, auch um „Kommunikationskanäle offen zu halten und zwischen den Streitparteien vermitteln zu können“. Es gebe aber Situationen, in denen Neutralität aufhöre, neutral zu sein. Wer angesichts des Massakers der Hamas nicht den Aggressor klar beim Namen nenne, verhöhne die Opfer ein weiteres Mal und verspiele moralische Autorität.

Verharmlosung des Hasses

Die Telefonanrufe des Papstes bei Priestern in Bethlehem und Gaza, um sich über die Lage in den Palästinensergebieten zu informieren und Solidarität zu zeigen, sind nach Ansicht des Theologen zu einseitig. „Der Papst scheint nicht bedacht zu haben, wie sein waches Interesse für die Palästinenser auf Juden wirkt, die über die potenzierten Gräuel der Hamas zutiefst verstört sind.“ Franziskus hätte auch eine jüdische Familie anrufen sollen, die bei den Massakern Angehörige verloren habe oder deren Familienmitglied entführt worden sei.

„Eine Theologie, die Auschwitz als Zäsur ernst nimmt und sich der Erinnerungssolidarität mit den jüdischen Opfern verpflichtet weiß“, dürfe nicht vergessen, dass Israel „für Juden aus allen Ländern der Welt zum Zufluchtsort geworden“ ist, schrieb Tück. Wer den Terror der Hamas, der die Auslöschung des Staates Israels zum Ziel habe, als „Befreiungskampf“ eines unterdrückten Volkes rechtfertige, verharmlose den Hass, der hinter der islamistischen Terrororganisationen stehe. Und weiter: „Die päpstliche Empathie mit den Palästinensern liegt auf der Linie der lateinamerikanischen Befreiungstheo­logie, die die Solidarität mit den Ar­men und Unterdrückten einfordert“, so Tück. Dabei blende der Papst aus, dass die Hamas seit 2007 ein Regime eta­bliert habe, das grundlegende Rechte wie Religions-­, Gewissens-­ oder Presse­freiheit mit Füßen trete.

Im Geburtsort Christi waren 1950 noch 86 Prozent der Einwohner christlich. 1967 waren es 35, heute nur noch zwölf Prozent

Zur Ehrenrettung der katholischen Kirche muss festgehalten werden, dass sich der Vorsitzende der Deutschen Bi­schofskonferenz, Georg Bätzing, sehr viel klarer äußerte als der Vatikan und „die feigen Attacken der Hamas“ aufs Schärfste verurteilte. Wie der Papst dar­auf kommen kann, nach den Ereignis­sen des 7. Oktober eine „Friedensreli­gion“ im Islam zu sehen, ist erst recht rätselhaft. Sollte sich Franziskus die Qual angetan haben, die Videos mit den Gräueltaten der Hamas anzuschau­en, hätte er gehört, wie sich die fanati­schen Terroristen beim Vergewaltigen, Massakrieren und Verschleppen von Unschuldigen mit dem ständigen Got­tesruf „Allahu akbar“ hörbar zum Islam bekannten.

Vergleich mit Apartheidstaat

Eine ähnliche verzerrte Wahrnehmung lässt sich bei der griechisch­-orthodo­xen Kirche in Jerusalem beobachten. Für sie steht vor allem Israel am Pran­ger. Das Patriarchat der Orthodoxen beschuldigte Israel unverblümt der „Kriegsverbrechen“ und begründete diese vor allem mit der Zerstörung der Porphyrius­-Kirche.

Die Bombardierung der ältesten Kir­che im Gazastreifen (aus dem 12. Jahr­hundert) habe „tiefe Spuren in der christlichen Gemeinschaft in Gaza und im übrigen Heiligen Land“ hinter­lassen, so die Griechisch­-Orthodoxen. Bei Explosionen in der Porphyrius­-Kir­che waren 18 Menschen getötet worden. Der Kirchenkomplex sei beim Angriff auf eine Kommandozentrale der Hamas in unmittelbarer Nähe mitgetroffen worden, sagte ein Sprecher der israeli­schen Armee. Die Kirche sei keineswegs Ziel gewesen.

Im Unterschied zur evangelischen Kirche Deutschlands vertritt ihre inter­nationale Dachorganisation, der Welt­kirchenrat, ähnlich dem Vatikan die recht fragwürdige Position der „Neut­ralität“. Der Ökumenische Rat der Kir­chen, wie der Zusammenschluss von 352 evangelischen und orthodoxen Kirchen mit 580 Millionen Gläubigen offiziell heißt, verurteilte nach dem 7. Oktober alle Gewalt und setzte sich für „aufrichtigen Dialog“ und die Suche nach „dauerhaften Lösungen“ ein.

Aber die Aufrichtigkeit entpuppt sich schnell als einseitige Parteinah­me. Die Organisation werde „seit Jahr­zehnten von einer wenig reflektierten Befreiungstheologie dominiert […], die die Palästinenser den angeblichen Emanzipationsbewegungen zuordnet und Israel einem angeblichen Kolonia­lismus“, erläuterte die Kirchenhistori­kerin Katharina Kunter in der „Welt“. Der Weltkirchenrat unterstütze zwar die kleine christliche Minderheit in den Palästinensergebieten, dabei gehe es aber fast immer um die von den Israe­lis ausgelösten Probleme. Die Christen, die seit vielen Jahren in wachsendem Maß vor den Islamisten ins Exil fliehen müssten, und die Schwierigkeiten und Nöte der verbliebenen Christen „im pa­lästinensischen Alltag mit Verletzun­gen von Menschenrechten“ seien für die evangelisch-orthodoxe Dachorgani­sation dagegen kein Thema, so Kunter.

In der Tat beklagen Kirchenvertreter wie der Präsident des renommierten Bethlehem Bible College, Jack Sara, die schwierige Lage der Christen im West­jordanland und in Gaza, prangern dabei aber nur israelische Politiker, Militärs und Siedler an, die den Palästinensern das Leben dramatisch erschwerten. Ob­wohl er selbst in Bethlehem lebt, geht der viel gefragte Geistliche in seinen aktuellen Reden und Interviews nicht auf den drastischen Schwund der Christen in Bethlehem ein. Im Geburtsort Chris­ti waren 1950 noch 86 Prozent der Ein­wohner christlich. 1967 waren es noch 35 Prozent, heute sind es nur noch zwölf Prozent.

Auch im Westjordanland sank der Anteil der Christen von früher fünf auf heute weniger als zwei Prozent: Etwa 47.000 Christen leben unter mehr als drei Millionen Muslimen. Ursachen sind eine niedrigere Geburtenrate christlicher Familien, aber auch eine hohe Emigrationsrate unter Christen.

Schweigen und Christenfeindlichkeit

Die Kirchen verweisen auf die schwie­rigen ökonomischen Perspektiven und die alltägliche Konfrontation mit der Militärbesatzung. Auch eine aktuelle Studie der Konrad-­Adenauer-­Stiftung ergeht sich ausführlich in der Beschrei­bung der Probleme mit der israelischen Besatzung und jüdischen Siedlern, er­wähnt die zunehmende Islamisierung im Westjordanland aber nur in einem Nebensatz. In Wirklichkeit belasten wachsende Feindseligkeit und die Zu­nahme von Schikanen das Leben in der Westbank, wo Islam und Scharia das Leben dominieren, von den Aktivitäten der offen christenfeindlichen islamis­tischen Terrororganisationen ganz zu schweigen.

Während die christlichen Geistlichen im Heiligen Land sich nachvollziehbar sehr vorsichtig, wenn überhaupt, über Repressalien im islamischen Umfeld beklagen, ist es höchst fragwürdig, wie sehr Vatikan und Weltkirchenrat die vom wachsenden Islamismus ausgelös­te Not der Christen offenbar ignorie­ren. Der Weltkirchenrat konzentriere sich auf Christen, „die als privilegier­te Theologen, Kirchenleitungen und christliche Politiker vor Ort sind und nolens volens ein sehr weitreichendes Appeasement gegenüber der Hamas und anderen islamistischen Organisa­tionen praktizieren“, erklärt Kunter die Schweigsamkeit der Kirchen.

Die einfachen Gläubigen interessiert das offensichtlich nicht. „Zum arabischen Terrorismus schweigen viele Kirchenvertreter ebenso konsequent wie zur systematischen Unterdrückung und Benachteiligung ihrer Glaubensgeschwister im Gebiet der Palästinensischen Autonomiebehörde und im Gazastreifen“, kommentierte schon vor einem Jahr der Leiter des TV-Senders „Fokus Jerusalem“, Jürgen „Tommy“ Müller. Der Sender wird von der „Christlichen Medieninitiative pro“ getragen, einem Zusammenschluss evangelikal orientierter Journalisten.

Auch das internationale, überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors, das sich in mehr als 70 Ländern der Welt für verfolgte und diskriminierte Christen einsetzt, beschreibt die schwierige Lage der Christen in den Palästinensergebieten. Aufgrund der angespannten Lage und der Radikalisierung im Gazastreifen sei der Druck auf Christen hoch. Open Doors erwartet, dass es in wenigen Jahrzehnten keine Christen mehr in den Palästinensergebieten geben wird.

https://www.tichyseinblick.de/meinungen/woke-opferpyramide-christenverfolgung/Aber auch bei Open Doors verliert man sich gleich wieder in Relativierung. Sowohl die israelische Besatzungspolitik mit den vielen Kontrollen und den Reisebeschränkungen als auch die Probleme mit dem muslimischen Umfeld seien Ursachen für die schwierige Lage der Christen, so die kirchliche Organisation.

Verfolgung trotz „Religionsfreiheit“

Der Einfluss der radikalen islamischen Ideologie wachse, heißt es im Länderdossier 2023 von Open Doors. Im Allgemeinen seien Christen in allen palästinensischen Gebieten von islamischer Unterdrückung betroffen – wie überhaupt die Organisation so gut wie in der gesamten islamischen Welt seit vielen Jahren ein mehr oder minder hohes Maß an Diskriminierung und Verfolgung von Christen feststelle, auch wenn in den jeweiligen Verfassungen Religionsfreiheit festgeschrieben sei. Im Gazastreifen sei „die Feindseligkeit gegenüber Christen intensiver“ als im Westjordanland; die etwa 900 Christen unter den zwei Millionen Muslimen müssten sich gegen militante Islamisten und eine besonders traditionell islamisch geprägte Gesellschaft behaupten.

Besonders schwierig ist wohl die Situation der zum Christentum konvertierten Muslime im Westjordanland und in Gaza. Viele Christen hielten deshalb ihren wahren Glauben geheim. Alle Christen müssten in den Palästinensergebieten vorsichtig sein, wenn sie Themen ansprechen, die mit dem islamischen Glauben zu tun haben, heißt es. Kommentare in sozialen Medien, die sich gegen den Islam richten, haben in den letzten Jahren demnach zu Gewalt durch den Mob, Verhaftungen und Inhaftierungen geführt. Auch der Besitz einer Bibel könne problematisch werden. Übergriffe auf Christen würden aus Furcht vor weiteren Repressalien gar nicht erst angezeigt.

Auch die Kirchen müssten inzwischen wissen, dass es zahlreiche islamische Kräfte gibt, deren Kampf keineswegs nur Israel und dem Nahen Osten gilt. Der ranghohe Hamas-Funktionär Mahmoud al-Zahar beispielsweise ruft in einer Videobotschaft zur islamischen Eroberung der Welt auf. Prophet Muhammad habe den Muslimen die Weltherrschaft prophezeit, so al-Zahar.

Ziel ist die Weltherrschaft des Islam. Auf dem gesamten Planeten werde es dann „keine Ungerechtigkeit, keine Unterdrückung, keinen Zionismus, kein verräterisches Christentum und keine Morde und Verbrechen geben, wie sie gegen die Palästinenser und gegen die Araber in allen arabischen Ländern, im Libanon, in Syrien, im Irak und in anderen Ländern begangen werden“, schwadronierte der Islamist. Wobei er ja nur einer der vielen in der muslimischen Welt prominenten Wortführer ist, die seit Jahrzehnten aller Welt verkünden, wie sehr sie den Westen, die Juden und die Christen hassen.

Nicht nur die regelmäßigen Terroranschläge, auch die enorme Zunahme von Anschlägen und Verwüstungen von Kirchen und christlichen Orten in Europa demonstrieren, dass der Kampf der Islamisten längst im Zentrum des Abendlandes angekommen ist. Warum gerade die Kirchen darüber nicht reden wollen, ist ein unergründliches Rätsel.

Zweifelhafte „Friedensreligion“

Für die Würdenträger der christlichen Kirchen scheinen weder die zahllosen großen und kleinen Anschläge von Menschen, die dabei stets „Allahu akbar“ rufen, noch die islamistischen Hass- und Propagandareden Anlass zu wirklich großer Sorge zu sein. Dabei gibt es im Iran und in Afghanistan genug Anschauungsmaterial für die Realitäten in Ländern, die von der „Friedensreligion“ Islam dominiert werden.

In großen Teilen der islamischen Welt sind Christen Bürger zweiter Klasse, dürfen christliche Kirchen nur leise und verschämt auftreten. Der Terrorkampf und die Unversöhnlichkeit der Islamisten demonstrieren zudem, wie wenig dialog- und friedensfähig diese Menschen sind. Aber die Kirchen sorgen sich, wie die Ereignisse nach dem 7. Oktober erneut zeigen, vor allem um die Taten der Israelis.


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Kommentare ( 26 )

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Teiresias
2 Monate her

„In großen Teilen der islamischen Welt sind Christen Bürger zweiter Klasse“.
In großen Teilen?
Gibt es irgendein islamisches Land, in dem Christen nicht diskriminiert werden?
Welches wäre das denn?
Der Islam teilt die Menschen in Moslems, Dhimmys und Kuffar ein.
Es ist eine spätantike Herrenmenschenideologie ohne wenn und aber.
Europa ist auf dem Weg, ein großer Libanon zu werden.
Den Kirchen scheint´s zu gefallen.

Kassandra
2 Monate her

Während bislang auch in der Ukraine mit den russisch-orthodoxen Weihnachten im Januar gefeiert wurde schloss Selenskyj das Land in diesem Jahr dem westlichen Termin an.
„Die ukrainisch-orthodoxe Kirche hatte seit dem 17. Jahrhundert als Zweig der russisch-orthodoxen Kirche zum Moskauer Patriarchat gehört.“
Wohin gehören die also jetzt? Und weshalb erfolgte die Trennung durch wen? Und aus welchem Grunde?
Und welche Bedeutung muss dem beigemessen werden?
Zumal diese Macht allerorten bei den politischen Gegebenheiten vor unseren Augen so gut wie gar nie mitbedacht wird.

Ralf Poehling
2 Monate her

Folgendes ist nicht respektlos gemeint, aber ich drücke es mal sehr leger aus, damit es nicht falsch verstanden wird: Das Christentum ist so etwas wie die Fangemeinde von Jesus. Das Christentum ist also Anhängerschaft einer ganz bestimmten Person und gehört nicht zur Familie. Die Familie von Jesus ist hingegen das Judentum. Aus diesen unterschiedlichen Positionen ergeben sich natürlich unterschiedliche Sichtweisen auf die Person Jesus. Dass Familienmitglieder ein anderes Verhältnis zueinander haben als Fans zu ihrem Idol, kennt jeder noch auch aus der heutigen Welt. Während der Blick der Familienmitglieder aufeinander meist viel realistischer daherkommt, als der im wahrsten Sinne des… Mehr

Last edited 2 Monate her by Ralf Poehling
Clemens Anton
2 Monate her

Ich habe bis heute nicht verstanden, wie es passieren konnte, daß das Konklave nach den drei großen Päpsten Johannes Paul I + II und Benedikt XVI den jetzigen Amtsinhaber wählen konnte. Es bewahrheitet sich wieder einmal: der Fisch stinkt vom Kopf her….

Juergen P. Schneider
2 Monate her

Von Ratzinger zu Tango-Franz war für die katholische Kirche ein starker intellektueller Abstieg. Benedikt hat ja einmal gesagt: Nenn mir etwas Gutes, das der Islam in die Welt gebracht hat! Franziskus lebt in der gleichen links-grünen islamophilen Gesinnungsblase wie ein Großteil des Westens. Wer das Eigene verleugnet, verteufelt und herabwürdigt wird früher oder später vom Fremden überrannt. Die Muslime sehen mit wachsender Hoffnung und Gewaltbereitschaft wie ein schwacher und vulgär-pazifistischer Westen sich in den eigenen Untergang fügt. Alles Wertvolle, das der Westen geschaffen hat, wird zerstört zugunsten des Sieges einer primitiven mittelalterlichen Welteroberungsideologie, die im Gewand der Religion ihre weltweite… Mehr

Kassandra
2 Monate her

Sie, die Kirchenmänner, arbeiten ihnen zu – oder? „Ziel ist die Weltherrschaft des Islam. Auf dem gesamten Planeten werde es dann „keine Ungerechtigkeit, keine Unterdrückung, keinen Zionismus, kein verräterisches Christentum und keine Morde und Verbrechen geben, wie sie gegen die Palästinenser und gegen die Araber in allen arabischen Ländern, im Libanon, in Syrien, im Irak und in anderen Ländern begangen werden“, schwadronierte der Islamist. Wobei er ja nur einer der vielen in der muslimischen Welt prominenten Wortführer ist, die seit Jahrzehnten aller Welt verkünden, wie sehr sie den Westen, die Juden und die Christen hassen.“ . Auf Sciencefiles berichten sie… Mehr

Helfried Petersen
2 Monate her

Hier die aktuelle Statistik Israels, die eine wachsende christliche Bevölkerung dokumentiert: https://www.youtube.com/watch?v=ufb8sBfTdfQ

Heide F.
2 Monate her

„Die Zeit ist da, dass das Gericht anfängt beim Haus Gottes“ (Bibel: 1. Petr. 4,17). Die feigen opportunistischen Kirchenvertreter haben – nicht erst in jüngster Zeit – als Wölfe im Schafspelz durch ihr schändliches Verhalten und ihr Schweigen, wo es geboten gewesen wäre zu sprechen sowie durch ihr falsches Zeugnis, die Misere der Christenheit zu verantworten. Für Christen ist das Bekenntnis eminent, ein Hinken auf beiden Seiten darf es nicht geben. Jesus hat gesagt, „weil du lau bist, und weder kalt noch heiss, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund“ (Bibel, Offbg. 3,16). So geschehe es!

Klaus Kabel
2 Monate her

Die Kirchen hatten schon immer ein gutes gespür für den weltlichen Herren. Bischöfe praktizierten stramm den Hitlergruß bis die Nähte unter den Achseln rissen, oder sie legten devot das Kreuz vor dem Islam ab(so verleumdeten sie den christlichen Glauben „bevor der Hahn kräht“ und fielen den christlichen Märtyrern in den Rücken, die für ihren Glauben starben). Heute sind sie grüner als die Grünen Faschisten.

Last edited 2 Monate her by Klaus Kabel
Biskaborn
2 Monate her

Es ist die Angst vor dem Islam! Die Politiker in vielen westlichen Ländern, Deutschland ganz vorn dabei und nicht zuletzt die Kirchenfürsten wissen, in naher Zukunft übernimmt der Islam die Herrschaft über die westliche Welt, da muss man sich frühzeitig mit den künftigen Herrschern gut stellen. Ob es hilft steht in den Sternen!

Kassandra
2 Monate her
Antworten an  Biskaborn

Sie haben das mit der Islamisierung wohl selbst in die Wege geleitet – aus welchem Grunde auch immer. Bereits im II. Vatikanischen Konzil haben sie Allah unserem Gott gleich gemacht. Und seitdem gewinnt der Islam wohl Überhand – was sich auch in er Enzyklika „fratelli tutti“ als deren „Pate“ der Großimam der al-Azhar-Universität von Kairo, Scheich Ahmad al-Tayyeb zeichnet – bestätigt, obwohl wir von den uns gesandten „Brüdern“ eindeutig als „ungläubig“ deklariert und aktiv verfolgt werden: https://www.conservo.blog/2016/12/01/allah-und-der-gott-der-christenheit. Nicht nur der Vatikan scheint seitdem in Selbstauflösung – nein, der gesamte Westen hat sich der Unterwerfung angeschlossen – aber vielleicht läuft auch… Mehr