Alle instrumentalisieren

Mal schauen, wer in der Zukunft mehr Realität für sich instrumentalisieren kann als der andere. Und wer mehr Realität für sich instrumentalisieren kann, der hat die bessere Theorie und damit auch die bessere Politik, beschreibt Pfarrer Achijah Zorn.

imago images / Ralph Peters

Ein schrecklicher Mord im Frankfurter Bahnhof hat Deutschland in dieser Woche erschüttert. Ein Mord, der bei aller persönlichen tiefen Tragik ganz gewiss auch eine politische Dimension hat.

Doch sogleich wird „den Rechten“ vorgeworfen, dass sie diesen schrecklich Mord für ihre politischen Zwecke „instrumentalisiert“. Wobei wohl zwischen den Zeilen mitschwingen soll: „Instrumentalisieren von persönlichem Leid“, das ist fies und schmutzig; so etwas tun nur die bösen Rechten. Und damit wird der Rahmen gesetzt („Framing“): Wer die politische Dimension des Mordes in Frankfurt anspricht, der ist böse!

Ich persönlich sehe das allerdings ganz anders. Die Instrumentalisierung der Realität für die eigene Politik ist völlig legitim! Jede Politik instrumentalisiert das, was im Alltag erlebt wird, für ihre eigenen theoretischen Ansätze. Und genau das macht gute Politik aus! Die Grünen z.B. behaupten, dass Atomkraft ein Teufelszeug ist, letztlich nicht kontrollierbar, darum letztlich für Mensch und Umwelt mehr Fluch als Segen.

Wie bitte?
New York Times berichtet über Mord in Stuttgart – Deutschlandfunk will nicht
Passiert in Fukushima eine Atomkatastrophe, dann stürzen sich natürlich alle Grünen begierig darauf und fühlen sich in ihrem Ansatz bestätigt. Jedes Leiden, jede Krebserkrankung eines Japaners wird in wie eine Trophäe hochgehalten und als Beweis für die eigene Partei instrumentalisiert. Das mag nicht schön sein für den krebserkrankten Japaner. Aber der wird sowieso schon festgestellt haben, dass auch grüne Politik keine einfühlsame therapeutische Selbsthilfegruppe ist, sondern schlicht und einfach ein harter Kampf um Interessen, Einfluss, Macht und Geld. Und bei diesem Kampf nutzt man jede Chance, die sich ergibt, und seien es noch so schreckliche Krebsgeschwüre eines schwer leidenden Menschen.

Und wenn die Grünen die Theorie haben, dass die größte Gefahr unserer Demokratie von „den Rechten“ ausgeht und es von daher absolut notwendig ist, jährlich Millionen von Steuergeldern in den Kampf gegen Rechts zu pumpen, dann ist es nur logisch, dass bei den Grünen jede Gewalttat von Rechts dankbar aufgenommen wird. Weil damit die Richtigkeit des eigenen Ansatzes legitimiert wird. Natürlich zeigt man nach außen empathische Betroffenheit, was sicherlich auch gut und berechtigt ist. Aber die Instrumentalisierung der rechten Gewalttat auf politischer Ebene wird dadurch nicht vermindert. Und vielleicht haben die Opfer rechtsextremder Gewalt noch nicht einmal etwas gegen diese politische Insturmentalisierung ihres Leidens. Wenn man schon leidet, dann sollen dadurch zumindestens andere Leiden von den gleichen Tätern verhindert werden!

Linke Deutungshoheit
Wenn das R-Wort fehlt
Also: Grüne Politik instrumentalisiert die Realität und individuelle Leiden für ihre eigenen theoretischen Ansätze. Und das ist völlig o.k. und gut so! Und genau dasselbe tun mit gutem Recht auch all die Kräfte in Deutschland, die eine naive Willkommenskultur ablehnen! Sie haben die Theorie: Die massenhafte und unkontrollierte Einwanderung meist krass-unqualifizierter Asylbewerber aus undemokratischen Ländern gefährdet zutierfst unsere sozialen Sicherungssysteme, gefährdet jüdisches Leben in Deutschland, gefährdet die öffentliche Sicherheit, gefährdet unsere Demokratie.

Das ist ihre Theorie. Und da ist es doch nur zu verständlich, dass auch sie all die Erfahrungen aufgreifen, die diese Theorie bestätigen. Denn das ist nun mal die beste Politik: Wo Theorie und Realität möglichst nahe beieinanderliegen.

Falls wir in den kommenden Monaten also wirtschaftlich in eine Rezession kommen werden und unsere sozialen Sicherungssysteme schneller als gedacht ins Taumeln geraten sollten, dann ist doch klar, dass die Menschen, die der gegenwärtigen Völkerwanderung kritisch gegenüberstehen, die kommende Krise der Sozialsysteme instrumentalisieren werden. Mit all den dazugehörigen Notlagen für viele Menschen.
Und natürlich werden „die Rechten“ es auch instrumentalisieren, wenn unqualifizierte Flüchtlinge weniger ins Sozialsystem einzahlen als sie herausbekommen und wenn sie damit den demographischen Wandel noch wesentlich verschärfen werden.

Was darf gezeigt werden?
Mord auf offener Straße in Stuttgart: Darf das Verbrechen gezeigt werden?
Und natürlich ist jeder Jude, der auf offener Straße von einem Muslim bespuckt wird, ein Beleg für die Ausgangsthese von Karl Lagerfeld: „Man kann nicht Millionen Juden töten und später dann Millionen ihrer schlimmsten Feinde ins Land holen.“ Und natürlich darf jedes Opfer von Kriminalität durch Migranten politisch instrumentalisiert werden, die Willkommenskultur zu hinterfragen. Gerade auch, um weitere sinnlose Gewaltopfer zu vermeiden. Und das schließt ja auch keineswegs aus, den Opfern bisheriger Gewalt größtmögliche finanzielle und psychologische Hilfe zugute kommen zu lassen.

Die Grünen haben offen ihre These ausgesprochen: „Deutschland wird sich durch die unbegrenzte Migration verändern. Und wir freuen uns darauf.“ Und es ist gut und richtig, dass die Grünen alle Befunde der Realität insturmentalisieren werden, die für ihre These sprechen.

Die Menschen, die gegen eine unbegrenzte Willkommenskultur sind, haben auch ihre Thesen klar auf den Tisch gelegt. Mal schauen, wer in der Zukunft mehr Realität für sich instrumentalisieren kann als der andere. Und wer mehr Realität für sich instrumentalisieren kann, der hat die bessere Theorie und damit auch die bessere Politik!


Pfarrer Achijah Zorn

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Kommentare ( 69 )

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MartinLa
1 Jahr her

Volle Zustimmung, aber eine Anmerkung bezogen auf ‚Jedes Leiden, jede Krebserkrankung eines Japaners wird in wie eine Trophäe hochgehalten und als Beweis für die eigene Partei instrumentalisiert.‘ In der Tat habe ich nur sehr wenige Artikel gefunden, die genau das tun. Denn ein Zusammenhang zwischen Krebs und dem Atomunfall ist meines Wissens nicht belegt. Ich fand einen etwas seltsamen Artikel in der TAZ von 11.03.2017, wo über ein Zusammenhang insinuiert wurde. Vielleicht glaubt der Autor ja, dass ein echter Zusammenhang besteht, aber das kann zu recht bezweifelt werden.

Ursula Schneider
1 Jahr her

Was für ein vergnüglicher Artikel! Das nenne ich im besten Sinne „hinterfragen“. Dem ständig negativ konnotierten Modewort „Instrumentalisieren“ wird hier so richtig der Wind aus den Segeln genommen. Große Klasse!
Aber ist das nicht wieder „Wasser auf die Mühlen von …“?

Sandrarichter
1 Jahr her

Ein schöner und anschaulicher Vergleich von Herrn Zorn, hinzuzufügen wäre noch, dass der Vorwurf des „instrumentalisierens“ inflationär von grün-links verwendet wird und somit zum linken Kampfbegriff geworden ist. Was das Framing betrifft, wird von dieser Seite die wahrlich perfide politische Instrumentalisierung des Lübke-Mords natürlich nicht als „instrumentalisieren“ beschrieben, sondern als notwendiges „thematisieren“. Der Perfidie nochmal eins drauf setzt beispielsweise BILD, die nach dem Bahnhofsmord der AfD vorwirft, sie würde diesen Mord „in Hetzattacken“ instrumentalisieren, nachdem sie sich zuvor darüber beklagt hätte, wie der Lübcke-Mord gegen sie instrumentalisiert worden ist.

flo
1 Jahr her
Antworten an  Sandrarichter

Ja, schöner Beitrag von Herrn Zorn. In der Tat, es ist ein allgemeines psychologisches Gesetz: Wenn etwas meinem Weltbild und -modell/meiner Grundansicht entspricht, fühle ich mich ge- und bestärkt; wenn nicht, verunsichert das und verursacht Dissonanzen, die man normalerweis reduziert, indem man feststellt, etwas sei ein Einzelfall/Einzeltäter, die Ausnahme, das Weltbild stimme doch bitte dennoch. In seltenen Fällen könnte man sein Weltbild nachjustieren. Das passiert aber gerade bei klassischen gesellschaftlichen Streitthemen, in denen Fraktionen verbittert um die Meinungshoheit kämpfen, vermutlich eher selten. Instrumentalisieren tut grundsätzlich immer die andere Seite, die sich eben in ihrem Weltbild durch eine Entwicklung oder ein… Mehr

Vox critica
1 Jahr her

Genau so sehe ich das auch. Ich habe vor einigen Tagen versucht, ein Statement mit genau dieser Argumentation in ZON zu posten, was leider misslang. Beim Klima ist Panik legitim, bei unkontrollierter Masseninvasion nicht. Das ist die mediale Wirklichkeit in Deutschland heute. Die Debatte wird abgewürgt.

humerd
1 Jahr her

Der Grünen Politiker Eike Lengemann twitterte: „Im Autoverkehr sterben jährlich mehr als 3000 Personen – keine allzu großen Diskussionen. Im Bahnverkehr stibt eine Persión – (…) Bundesminister unterbricht Urlaub. Bitte immer die Verhältnismäßigkeit wahren (…)“
Grüne Politiker verhöhnen nicht zum ersten Mal die Opfer, aber die Rechten instrumentalisieren!

Judith Panther
1 Jahr her
Antworten an  humerd

Echt jetzt? Das hat er geschrieben?? Nein. Das kann einfach nicht sein. Das glaube ich nicht! Sowas käme einem noch nicht einmal als Gedanke in den Sinn! Der Rumänische Innenminister, in dessen Nation garantiert auch Tausende im Straßenverkehr umkommen, ist gerade zurückgetreten. Wegen „nur“ zwei toter Frauen. Wie würde dieser grüne Lurch denn dann diesen Schritt kommentieren?? Kann er zwischen ungeplanten Verkehrsunfällen und einer geplanten Gewalttat nicht unterscheiden? Ist für ihn der Tod eines Menschen ein rein quantitatives Geschehen? Ein weiterer Skandal ist, daß unsere unerträgliche Bundeskanzlerin die Zähne bisher nicht auseinandergekriegt hat!! https://de.nachrichten.yahoo.com/die-burgernahe-merkel-gratuliert-irischem-paar-zur-hochzeit-093828313.html „HOCHZEITSGRÜSSE UND SELFIES: DIE BÜRGERNAHE KANZLERIN… Mehr

h.milde
1 Jahr her
Antworten an  Judith Panther

„Der Tod eines Mannes(Menschen) ist eine Tragödie, der Tod von Millionen Statistik.“ J.Stalin(?), Auch die Nichtnennung/Depersonaliserung von Verbrechens-Opfer -(Vor)Namen dient dazu, sa. -> Chaim Noll. Hier soll mM ein verhinderbares Verbrechen „runtergerechnet“ werden, dh. man kann es leichter vergessen (machen).

Hoffnungslos
1 Jahr her
Antworten an  humerd

Unglaublich was Lengemann da schreibt. Die Menschen, die im Autoverkehr sterben, wurden von niemandem willentlich getötet. Der Mord an dem kleinen Jungen war aber ein absichtliche Tat. Herr Lengemann sollte nicht im Stande sein, diesen Unterschied zu erkennen? Das ist eine bewusste Verdrehung der Tatsachen. Übel!

manfred_h
1 Jahr her
Antworten an  humerd

….und SOLCHE Polit-„Experten“ sitzen in unseren Parlamenten und an den Hebeln der Macht.

Da kann, nein, MUß einem Angst u. Bange werden.

Michael M.
1 Jahr her
Antworten an  humerd

Wahnsinn, was für eine arrogante geistesschlanke Aussage. Manch einer kennt scheinbar noch nicht einmal den Unterschied zwischen Schicksalsschlag/Augenblicksversagen/Höher Gewalt etc. und einem von einer Person bewusst ausgeübten Kapitalverbrechen.

Es würde auf alle Fälle nicht schaden vor dem Schreiben das Gehirn einzuschalten, fürchte aber, dass das bei solchen Kreaturen (Menschliche Züge wie Empathie etc. kann ich leider nicht erkennen daher verbietet sich diese Bezeichnung) vermutlich technisch gar nicht möglich ist.

Danton
1 Jahr her

Man nennt es auch das Weibliche-Prinzip. Deutschland verweiblicht. Kein Mann dieser Welt ist so dumm und öffnet Grenzen vor denen genau die stehen vor denen man sich seit den Mongolenkriegen mit diesen Grenzen schützt. Kein vernünftiger Mann schaltet Atomkraftwerke ab solange er keine adäquate Alternative hat. Kein Mann der wehrfähig ist wird sein Land, seine Stadt oder Dorf dem moslemischen Mob überlassen. Kein männlicher Bundeskanzler oder Politiker kann nicht unterscheiden zwischen terroristischer Indoktrination linker Apparatschiks und ein paar brauner Hansel. Ein Mann denkt bei Taten wie auf dem Frankfurter Bahnhof sofort an seine eigene Familie und zieht Konsequenzen um wieder… Mehr

Judith Panther
1 Jahr her
Antworten an  Danton

Danton! Hier aus meinem Buch WORTE DIE ICH DIR NICHT ERSPAREN KANN: „Millionen Frauen haben jahrzehntelang darum gekämpft, ernstgenommen zu werden. Und dann schaffen Angie, AKK und von der Ursel, diese drei Grazien, es in Rekordzeit, alle negativen Vorurteile und Klischees über Frauen so triumphal zu bestätigen, daß man darüber die Dummheit und Unfähigkeit unserer männlichen Politiker glatt vergessen könnte. Aber immer, wenn man es mit einem Feind zu tun hat, der nicht greifbar ist, artet es in irgendeine Form von Anti … ismus aus und mit geradezu peinigender Stumpfheit ergänzt vorwiegend männlich-weiße Phantasie die Lücke mit „semit“ oder „femin“.… Mehr

Danton
1 Jahr her
Antworten an  Judith Panther

Frau Panther. Es geht darum eine Gesellschaft und deren Meinungsfreiheit und Lebensfreiheit zu schützen. Da können sie mir intellektuell keinen Strick daraus drehen wenn ich behaupte das dieses Land entmännlicht wird und somit Führungslos geworden ist. Ihre Argumentation ist mir schon wieder zu vorgefertigt und bedingt einer Ablehnung dessen was Männer historisch geleistet haben. Sie kämpfen gegen meine Worte an und sind weit davon entfernt zuzuhören. Mir geht es keineswegst um meine persönliche Neigungen oder den Willen mein Geschecht in den Vordergrund zu rücken, es geht um das Problembewusstsein in diesem Land ohne damit eigene Interessen zu verfolgen. Ich bin… Mehr

Judith Panther
1 Jahr her
Antworten an  Danton

Danton – Sie unterstellen mir eine Geringschätzung dessen, „was Männer historisch geleistet haben“ und bieten damit jeder in der Wolle gefärbten Feministin damit geradezu eine Steilvorlage, denn die muß nur auf die beiden jüngsten historischen, ausschließlich von Männern erbrachten Leistungen „1. und 2. Weltkrieg“ verweisen und wenn das noch nicht reicht, deren weit überdurchschnittliches Vorkommen in jeder Gewalt- und Kriminalstatistik – gewissermaßen die „kleine Nazi-Keule“ der Frau – und schon hat sie gewonnen. Doch dann setzen Sie Ihrer „Deutschland verweiblicht“-These mit der Behauptung, „daß dieses Land entmännlicht wird und somit führungslos“ noch richtig einen drauf, denn das zeigt ja wohl,… Mehr

Michael M.
1 Jahr her
Antworten an  Judith Panther

Warum so dünnhäutig Frau Panther? Den Kommentar des Users „Dante“ als Anti-Feminismus zu bezeichnen halte ich für deutlich übertrieben. Das was hier aufgezählt wird würde ich zu 100% unterschreiben und Nein, es geht nicht um den Geschlechterkampf (wer die Kompetenzen für eine Aufgabe hat soll es machen, unabhängig von Herkunft, Quoten etc.) , es geht einzig und allein um unsere Gesellschaft und um gesunden Menschenverstand. Die aufgezählten Damen haben sehr viel Probleme geschaffen und kaum welche gelöst, die von Ihnen aufgezählten Herren sind ganz sicher auch nicht besser. In Summe mangelt es massiv an Kompetenzen, unabhängig von Geschlecht und Herkunft.… Mehr

Philokteta
1 Jahr her
Antworten an  Judith Panther

Frau Panther, ich finde, Danton hat recht. Wir sind ein „verweiblichtes“ Land geworden.
Ob nun „kein Mann“ all das nicht getan hätte, das Danton aufführt, da bin ich allerdings auch im Zweifel.
Jedenfalls habe ich als Frau die Frauen in Machtpositionen genauso satt, wie ich einige Männer satt habe.
Und satt habe ich auch dieses Feminismus/Antifeminismus- Getue.
Nichts für ungut.

Judith Panther
1 Jahr her
Antworten an  Philokteta

Michael M. – Sie sind ausgezogen mit dem Ziel, meine Aussagen zu widerlegen und enden damit, sie zu bestätigen mit den Worten: „Die aufgezählten Damen haben sehr viel Probleme geschaffen und kaum welche gelöst, die von Ihnen aufgezählten Herren sind ganz sicher auch nicht besser. In Summe mangelt es massiv an Kompetenzen, unabhängig von Geschlecht und Herkunft.“ Vielen Dank! Genau das meinte ich! Danton – Sie unterstellen mir eine Geringschätzung dessen, „was Männer historisch geleistet haben“ und bieten damit jeder in der Wolle gefärbten Feministin damit geradezu eine Steilvorlage, denn die muß nur auf die beiden jüngsten historischen, ausschließlich von… Mehr

Hoffnungslos
1 Jahr her

Da findet leider kein regulärer Wettbewerb statt, dem wir beiwohnen. Sind es die deutschen Grünen, denen die deutschen Medien gehören und jede kritische Stimme als Nazi diffamieren? Wer finanziert denn die NGOs, die sich jeder demokratischen Kontrolle entziehen? Ein fairer, demokratischer Wettbewerb unter politischen Meinungsträgern sieht anders aus.

nachgefragt
1 Jahr her

Ich muss wirklich noch einmal insistieren. Das kann doch nicht wahr sein, dass so viele vernunftbegabte Menschen auch hier im Forum, der Autor und in Deutschland insgesamt es nicht verstehen. Vielleicht bin ich ja auch hier der Geisterfahrer. Dann möge man mein Argument widerlegen. Man kann Fakten n i c h t instrumentalisieren. Man kann Menschen instrumentalisieren, meinetwegen auch Opfer von Straftaten (sofern diese selbst anderer Ansicht sind als der angeblich Intrumentalisierende oder man sie einfach pauschal für zu dumm hält, ihre Lage selbst beurteilen zu können). Man instrumentalisiert Menschen, in dem man sie als Leumund für eine Sache einspannt,… Mehr

Vox critica
1 Jahr her
Antworten an  nachgefragt

Man kann viele Einzelphänomene wie in einem Mosaik zu einem Gesamtbild zusammensetzen und dann in die politische Debatte einbringen. Die aufgelesenen Phänomene können instrumentalisiert werden (jeweils pars pro toto), die Zielgruppe vielleicht überzeugt oder auch nicht. Natürlich können neben Ereignissen auch Menschen instrumentalisiert werden oder sie können sich freiwillig instrumentalisieren lassen. Von Instrumentalisierung spricht man allerdings immer nur beim politischen Gegner.

Judith Panther
1 Jahr her
Antworten an  nachgefragt

Da sprechen Sie ein Problem an, für das mir schon lang ein Kommentar auf der Zunge liegt, umso mehr, nachdem ich den Artikel auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/wenn-das-r-wort-fehlt/#comment-737317 … Artikel gelesen und kommentiert habe: Der Mißbrauch der Sprache durch undifferenzierten Gebrauch und der rasante Wandel an Bedeutung, den bestimmte Wörter hierzulande gerade erfahren. „Instrumentalisieren“ gehört definitiv dazu und NATÜRLICH wird es formell falsch gebraucht. Das Schlimme ist: es bekam inzwischen trotzdem Bedeutung – und dadurch Macht. Der nur versehentlich falsche Gebrauch eines Wortes ist vielleicht ein bißchen peinlich, aber im Fall des Wortes „Instrumentalisieren“ wird´s inhaltlich fatal. Da muß man übers formelle hinwegsehen.

Vivi_Virtual
1 Jahr her

Danke für diesen wohltuenden Artikel. Denn genau SO ist die REALITÄT.
Zu eben dieser Erkenntnis gelangte ich vor Monaten, besonders aber wieder nach den Vorkommnissen der vergangenen Woche mit den allgegenwärtigen Vorwürfen der Instrumentalisierung durch „Rechte“. Und so agiere ich mit meinen geringen Möglichkeiten: indem ich immer wieder gegenhalte, widerspreche, Instrumentalisierung hier verstehe als Augen öffnen, informieren, thematisieren, also begrüße.
Wir brauchen Verbündete, die Realität könnte unser bester werden.

AnSi
1 Jahr her

Was ich besonders schlimm finde:
in einer oder zwei Wochen spricht leider kein Mensch mehr von dieser abscheulichen Tat! Vergessen ist all der Zorn. Er musste Neuem weichen, weil ein anderer von diesen Irren geschubst, gemessert, gesäbelt oder vergewaltigt hat.

Bitte Sachsen, weist sie in die Schranken! Seid schlau, wählt blau!