Einwandern und Auswandern – zwei Seiten einer Medaille

Die islamischen Denkweise - eine Erstarrung des freien Denkens - zieht in deutsche Unternehmen ein: schlecht für Patentanmeldungen, Forschung, Entwicklung, für die Renditeerwartungen von Investoren.

Bernd Zeller
http://www.zellerzeitung.de

Ausländische Investoren werden mehr in den Transfer von High Potentials und Start-ups in „safe haven countries“ investieren und weniger in deutsche Firmen. Das wird eine der Konsequenzen der Veränderung der Mitarbeiterstruktur sein, die jetzt durch politischen Druck beschleunigt werden soll. Mitte September soll ein „Flüchtlingsgipfel“ bei der Bundeskanzlerin hier Abhilfe verschaffen. Bereits 2010 hatte der Zentralrat der Muslime in Deutschland Quoten für den Öffentlichen Dienst gefordert. Im August 2016 erst hatte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes Quoten für Einwanderung in die Unternehmen und verschärfte Sanktionsmöglichkeiten zur Durchsetzung gefordert. Bereits jetzt ist die Rolle von streng gläubigen Muslimen am Arbeitsplatz gegenüber anderen Religionen richterlich privilegiert.

Islam am Arbeitsplatz

Die Welle der bisher fast 1,5 Millionen Migranten erreichte 2016 den deutschen Arbeitsmarkt. Wie die Arbeitsagentur im Juli mitteilte, waren im Mai 2016 400.000 Personen aus den acht Asylzugangsländern Afghanistan, Eritra, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien als erwerbsfähig gemeldet und bezogen Grundsicherung, weitere 99.000 hatten einen Job. Es sind zu über 80% streng religiöse Muslime aus Ländern, wo jegliches Abweichen von den Vorschriften der Religionsausübung bestraft wird. Doch kaum jemand sieht den Zusammenhang von Einwandern und Auswandern.

Die gesetzlichen Regelungen in Deutschland zur Religionsausübung am Arbeitsplatz ermöglichen es Muslimen, sich zu Hause zu fühlen wie im Orient. Muslime setzten bisher schon diese islamischen Regeln in deutschen Betrieben durch:

  • 2 bis 3 bezahlte Gebetspausen während der Arbeitszeit (Urteil 2002) und unbezahlte Freistellung zum Besuch der Moschee am Freitagmittag
  • Verweigerung des Transports von Alkohol aus religiösen Gründen (Urteil 2011)
  • Tragen des islamischen Kopftuchs (Urteil 2012)

Wer nun glaubt, um die Integration in Unternehmen zu fördern, gäbe es reichlich Literatur und Handreichungen von Industrie- und Handelskammern oder Handwerkskammern, der täuscht sich. Testen Sie selbst bei Google oder Amazon.de „Gebetspausen am Arbeitsplatz“ oder „Muslime am Arbeitsplatz“. Sie finden keine Hinweise zu den umfassenden Rechten streng religiöser Muslime. Auch auf den Webseiten der Industrie- und Handelskammern oder bei Germany Trade and Invest finden Sie beim Suchwort „Muslim“ keinen Eintrag.

Warum diese Zurückhaltung, wo bis Ende 2017 etwa 2 Mio. orientalische Muslime auf den deutschen Arbeitsmarkt drängen werden? Was hat das für Konsequenzen, z.B. für ausländische Investoren? Es scheint, als müssten alte Gewissheiten zu politischer Stabilität, Rechtssicherheit und Profitabilität in Deutschland ab sofort in Frage gestellt werden.

Streng religiöse Muslime, unterstützt von ihren Verbänden (finanziert durch islamische Länder und deutschen Steuern) werden ab 2017 versuchen, vor den Arbeitsgerichten durchzusetzen:

  • Einführung der Geschlechtertrennung am Arbeitsplatz und Klärung der Frage, ob Frauen Männern Weisungen geben können bzw. Männer an Frauen rapportieren müssen.
  • Tragen der Ganzkörperverschleierung am Arbeitsplatz (Burka, Niqab, Tschador). Ein Burka-Verbot hielt der Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestages schon 2010 für ausgeschlossen. Anders in Österreich, Urteil vom Juli 2016.
  • Getrennte Essenszubereitung in Kantinen (nicht da, wo Schweinefleisch verarbeitet wird).

Klagen von Muslimen vor Arbeitsgerichten wegen „religiöser Diskriminierung“ haben bei der aktuellen Gesetzeslage in Deutschland sehr gute Aussichten auf Erfolg. Aber das reicht den Verantwortlichen in der Antidiskriminierungsstelle und in verschiedenen Parteien nicht. Sie möchten das weitergefasste als von der EU vorgegebene deutsche Recht novellieren. Dabei sollte man sich ins Gedächtnis rufen, dass 2006 zuerst das AGG im Frühjahr verabschiedet wurde und dann, sechs Wochen nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger, der damalige Innenminister Schäuble in einer CDU/SPD-Regierungserklärung sagte:

„Der Islam ist Teil Deutschlands und Teil Europas, er ist Teil unserer Gegenwart und er ist Teil unserer Zukunft. Muslime sind in Deutschland willkommen. Sie sollen ihre Talente entfalten und sie sollen unser Land mit weiter voranbringen.“

Hätte er das vorher im Frühjahr gesagt, wären wohl doch einige Industrievertreter munter geworden und das AGG hätte nicht in dieser Form das Parlament passiert.

Ernüchterndes
Der deutsche Arbeitsmarkt 2017 – bereit für zwei Millionen orientalische Muslime?
Die DAX-Konzerne – mit ihren internationalen Erfahrungen zur Beschäftigung von Muslimen – haben sich 2016 schon entschieden und wollen keine streng religiösen Muslime, die bei ihnen „ihre Talente entfalten“. Nur drei der 30 deutschen DAX-Unternehmen mit insgesamt über 3,5 Millionen inländischen Beschäftigten hatten bis Juni 2016 den Flüchtlingen 54 Arbeitsplätze angeboten. Das ist eine Quote von 0,0000154%.

Hätten sich die deutschen Mittelständler an dieser Quote der Konzerne orientiert, so hätten sie nur etwa 500 Asylanten eingestellt. Im Mai 2016 beschäftigten sie 99.000 Migranten aus diesen acht Ländern. Verdoppelt sich diese Zahl der streng religiösen Muslime am Arbeitsplatz jedoch, verlagern sich die in meinem Buch „Gebetspausen am Arbeitsplatz – Erwartungen geflüchteter Muslime“ beschriebenen religiösen Forderungen bundesweit in die Unternehmen und können dort zum „Sprengsatz“ werden, mit entsprechenden Folgen für Investoren und deren Rendite.

Bis zu zwei Millionen orientalische Muslime werden Ende 2017 neue Stammkunden im Sozialamt sein. Sie werden viele Kinder mit mehreren Frauen in islamischer Ehe zeugen, 5x täglich beten, im Verein Tee trinken, kein Deutsch lernen und vermutlich lebenslänglich von den Steuern der Ungläubigen leben, die deswegen erhöht werden müssen. Und trotzdem werden sie die Gastgeber hassen, weil diese Ungläubige sind und es so im Koran steht. Aus Sicht islamischer Prediger eine optimale Islamisierung.

Einwandern und Auswandern

„Auswanderungsland Deutschland“ nannte die NZZ jetzt – wo alle über Einwanderung sprechen – ihre Podiumsdiskussion im Juli 2016 in Berlin. Weil sich die Anzahl der in der Schweiz lebenden deutschen Leistungsträger seit 2006 verdoppelt hat? Ein Kollateralschaden von Schäubles Diktum, dass der Islam zu Deutschland gehört? 2015 lebten schon über 300.000 Deutsche in der Schweiz. Beispiel: Von den 35.000 Ärzten sind aktuell 6.000 Deutsche, 2007 waren es nur 2.565. Die Schweiz gibt jährlich 1,4 Mrd. Franken für das Medizinstudium aus, wo sich zwar 4.500 Studenten anmelden, aber nur etwa 1.000 jährlich abschließen. Die Ausbildungskosten (200.000 €) pro ausgewanderten Mediziner finanziert der deutsche Steuerzahler. In der Schweiz kostet ein Medizinstudium das Doppelte.

Alle Länder, die ausschließlich hochqualifizierte Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen, haben jetzt gute Chancen, deutsche Leistungsträger dauerhaft zu integrieren – während die BRD zum Mekka streng religiöser, orientalischer Analphabeten wird. Die Regierung wird auch ihnen die Ausbildung mit Steuergeldern zahlen, weshalb viele High Potentials auswandern werden in Länder mit geregelter Migration, niedrigeren Sozialabgaben/Steuern, aber ohne bezahlte Gebetspausen und Muslim-Quoten. Der jährliche Wanderungssaldo Deutscher beträgt seit Jahren etwa minus 25.000 Personen, Tendenz steigend.

Merkposten

Aber nicht vergessen, die Zeit läuft: 1931 – acht Jahre nach Ende der Inflation – führte das Deutsche Reich die „Reichsfluchtsteuer“ ein für alle, die ihren Wohnsitz ins Ausland verlegten. Sie betraf überwiegend Unternehmer und Wissenschaftler, nach 1933 Juden. Die Steuer wurde in der Bundesrepublik erst 1953 (acht Jahre nach dem Krieg!) abgeschafft, sofort zogen ab 1954 über 100.000 Personen jährlich fort – überwiegend Leistungsträger. Das erzeugte in der DDR (Ostdeutschland) einen Sog – insbesondere auf Unternehmer, Wissenschaftler und Hochschulabsolventen.

Wiederum acht Jahre später – am 13. August 1961 – baute die DDR gegen die Abwanderung in den Westen die Berliner Mauer, die bis 1989 stand. Für die Genehmigung von Ausreisen ihrer Bürger kassierte sie Westmark, Grundstücke und Antiquitäten.

Am 30. Oktober 1961 wurde in Bonn das Anwerbeabkommen mit der Türkei unterzeichnet, um schnell Hilfskräfte für die boomende Wirtschaft zu bekommen. So manchen Deutschen waren Muslime vertraut, waren sie doch Waffenbrüder im Krieg. Heute leben in Deutschland etwa 3 Mio. Menschen aus der Türkei, davon die Hälfte deutsche Staatsbürger.

Wie wird der Staat nach acht Jahren Einwanderung von Millionen orientalischer Muslime in die Sozialsysteme und zunehmender Auswanderung deutscher Leistungsträger reagieren (müssen)?

Erfindungen in Ländern mit dualer (halal – haram) Denkweise: In 20 der 56 Länder der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (1,5 Mrd. Menschen) wurden 2012 insgesamt 17.500 Inländer-Patente angemeldet, in 36 Ländern, darunter Saudi-Arabien und Kuweit, keine. In Ländern ohne dualer Denkweise (erlaubt – verboten) wie China, meldeten Inländer 535.000 Patente an, in Japan 287.000 und in Deutschland fast 47.000.

Ausländische Investoren werden mehr in den Transfer von High Potentials und Start-ups in „safe haven countries“ investieren und weniger in deutsche Firmen. Denn der Einzug der islamischen dualen Denkweise (eine Erstarrung des freien Denkens) hat begonnen – schlecht für Patentanmeldungen, Forschung, Entwicklung und noch schlechter für die Renditeerwartungen von Investoren in Deutschland.

Arbeitsplätze per Ordre de Mufti? Am 14. September plant die Kanzlerin einen Gipfel mit den wichtigsten Wirtschaftsvertretern zur Schaffung von Arbeitsplätzen u.a. durch Einführung von „Migrantenquoten“. „Migranten“ ist eine verbindliche Sprachregelung, man meint Muslime: über 80% der Migranten sind Muslime. Steht zukünftig in deutschen Stellenausschreibungen: „Migranten werden bevorzugt eingestellt“?

Eines ist schon heute sicher: Bei den internationalen Wettbewerbern deutscher Unternehmen werden nach Novellierung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) mit Einführung von Beschäftigungsquoten für Muslime und Verbandsklagerecht – z.B. für Muslimverbände auf Besetzung von Chefposten zur „Vermeidung religiöser Diskriminierung“ – garantiert die Sektkorken knallen. Inshallah.

Michael Wolski hat das Buch Gebetspausen am Arbeitsplatz geschrieben.

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