Wham führt mit „Last Christmas“ die deutschen Singlecharts an

"Last Christmas" ist es seit seinem Erscheinen jedes Jahr gelungen, zu Weihnachten erneut in den deutschen Charts aufzutauchen – Nummer eins war es aber bisher noch nie gewesen.

Screenprint: Youtube

„Last Christmas“ steht auf Platz eins der deutschen Singlecharts. Das hat GfK Entertainment mitgeteilt, die im Auftrag des Bundesverbands der Musikindustrie die Charts ermitteln. Auch andere Klassiker haben es demnach in die Charts geschafft. Die Retrowelle ist auch in der Musik angekommen. Und wie. Die meist verkaufte Single war demnach in Deutschland vergangene Woche „Last Christmas“ vom britischen Popduo Wham. Der Song ist 37 Jahre alt. Das Duo gibt es längst nicht mehr und der Komponist des Songs George Michael ist auch schon tot.

Nachdem sich das Duo trennte, überließ Michael die Rechte an dem Song seinem ehemaligen Partner Andrew Ridgeley. Der 58-Jährige erhält dafür jedes Jahr zwischen 2 und 10 Millionen Euro, hat der Musikmanager Thomas M. Stein in „Die Ultimative Chart Show“ auf RTL einst erzählt. Ridgeley verwendet das Geld für caritative Zwecke, denen er sein Leben mittlerweile verschrieben hat.

Das Geld stammt aus den direkten Verkaufserlösen. Aber auch wenn es wieder mal auf einer Sammel-CD landet oder jedes mal, wenn es im Radio läuft, profitieren Ridgeleys Projekte davon. Laut Chart Show ist es „Last Christmas“ seit seinem Erscheinen jedes Jahr gelungen, zu Weihnachten erneut in den deutschen Charts aufzutauchen – Nummer eins war es aber bisher noch nie gewesen.

Dass es jetzt  zur Spitze reicht, dürfte einerseits den generell sinkenden Verkaufszahlen geschuldet sein – aber auch der aktuellen Retrowelle. Denn neben Wham haben es auch andere Klassiker in die aktuellen Charts gebracht: etwa Chris Rea mit „Driving Home for Christmas“ oder Mariah Carey mit „All I want for Christmas is you“.

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Kommentare ( 12 )

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Andreas aus E.
7 Monate her

Spaßig ist, daß „Last Christmas“ gar kein Weihnachtslied ist. Manche meinen ja, das habe erst „Last Eastern“ heißen sollen, aber das Marketing…
Einerlei, „Last Autumn“ oder „Vergangenen Mittwoch um halb Drei“ wären ebenso geeignet wie „Last Christmas“.

Dessenungeachtet ein scheußliches Stück Musik und allseits Frohe Weihnacht!

Tacitus
7 Monate her

Ich finde es gut und sehr beachtlich, dass die meisten Menschen in Europa tatsächlich noch ein Weihnachtsfest hören und erleben wollen.
Darum geht es!
Ob man nun ‚Last Christmas‘ oder andere Lieder bevorzugt, ist eine andere Sache.
Ich mag zwar nicht jedes Lied, jedoch ist mir ein echtes Weihnachtslied viel lieber, als irgendein diverser Sabber-Schwachsinn.

The Voice from Beyond
7 Monate her

Ich verstehe nicht, wieso sich die Leute so einen Dreck in die Ohren tun. Das hat soviel mit musikalischem Können zu tun, wie die Abfalltonne von Mc Donalds mit einem Sternerestaurant. Während Cris Rea wenigstens noch Gitarre spielen kann und seine Songs selbst schreibt und Mariah Carey stimmlich noch mehr als eine Oktave überstreichen kann, ist „Wham“ absoluter, synthetischer Plastik-Fraß – selbst als Klobeschallung zu widerwärtig. Der Schrecken wäre nur noch zu toppen, wenn sich Würschtel-Collins noch einen Weihnachtssong zum Winseln ausdenken würde. Dann wäre der für mich vorstellbare Super-GAU des Weihnachts-Heuchel-Gefühlskitschs erreicht. Aber der ist zum Glück so kaputt,… Mehr

Last edited 7 Monate her by The Voice from Beyond
Endstadium0815
7 Monate her

Musik scheint nicht so ihr Ding zu sein. George Michel war ein wirklich guter Komponist und Sänger. Und hier Chris Rea ins Spiel zu bringen ist echt traurig. Weil er Gitarre spielen konnte? Was ein dummer Kommentar.

The Voice from Beyond
7 Monate her
Antworten an  Endstadium0815

Was Musik angeht: Mein Großvater war klassisch ausgebildeter Berufsmusiker und Konzertmeister und hat ein bißchen auf mich gewirkt; ich selbst habe ein paar Jahre Klavierausbildung gehabt. Daher denke ich, dass ich die musikalische Originalität und Substanz eines Musikstücks grob bewerten kann.
Ich kann keine schöpferische, musikalische Substanz in den Liedchen von „Wham“ erkennen – war ja auch vorrangig für pubertäres Publikum gemacht. Eher schlicht und am unteren Ende des Massengeschmacks.
Chris Rea ist auch nicht mein Geschmack, hat aber um Größenordnungen substanziellere Sachen vorzuweisen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Chris_Rea

Last edited 7 Monate her by The Voice from Beyond
Deutscher
7 Monate her

„Wham führt mit „Last Christmas“ die deutschen Singlecharts an“
Es kann halt nicht nur schöne Nachrichten geben – so ist nunmal das Leben…
😉 😀

Allen hier (trotzdem) frohe Weihnachten und besinnliche Tage!

Last edited 7 Monate her by Deutscher
Harry Charles
7 Monate her

GRUß AUS LÄNGST VERGANGENER ZEIT Wir hatten noch die Bonner Republik (heute weiß man erst, was man daran hatte), als das Lied gerade neu heraus kam. Wenig Stress. Mehr Ordnung. Keine legalisierten Drogen. Keine rote Hauptstadt. Teppichartig gute Straßen. Meinungsfreiheit. Kein Asyl-, political correctness-, woke- oder Genderterror. Unsere Fußballnationalmannschaft hat meist gewonnen. Die Bundesrepublik war eine der führenden Wirtschaftsmächte. Funktionierende Demokratie. Unsere Wälder und Wiesen noch nicht mit Windmühlen verunstaltet. Journalisten waren investigativ und nicht Marionetten des Establishments. Keine Pandemie. Keine nervigen FFF-Kiddies. Unsere Schulen, zumindest in Bayern und Baden-Württemberg waren noch top. Keine PISA-Katastrophe. Keine Great Reset-Spinner. Normalität. Kann… Mehr

Fulbert
7 Monate her

In den Militärdiktaturen Lateinamerikas blühten die Telenovelas auf, andere undemokratische Systeme des 20. Jahrhunderts frönten der leichten Muse in Form von Schlager und Komödie. Das Autoritäre scheint sich bevorzugt in den Deckmantel des Belanglosen zu hüllen. .

Last edited 7 Monate her by Fulbert
Schwabenwilli
7 Monate her

Ein wunderschönes Weihnachtsfest für die gesamte TE Redaktion alle Leser und überhaupt für alle Christen die nicht nur in der Not zusammen stehen sollten.

Cabanero
7 Monate her

„Last Christmas“ ist eines jener Ohrwurmlieder, die,hört man sie einmal, man 48 Stunden am Stück nicht mehr aus den Ohren bekommt, selbst wenn sie einem nicht gefallen. Und es hat ja auch so eine schöne Mitsummmelodie. Der Hit hier in meiner Firma ist allerdings „Feliz Navidad“ von José Feliciano, aber auch diesen Refrain wird man so schnell nicht wieder los. Was auch noch an Fritz Goergens Liste auffällt: Nicht EIN Lied davon ist deutsch. Das verrät zweierlei: Deutsche Popmusiker, die ohnehin, vom Schlagergewchäft abgesehen, nur Englisch singen können, können mit dem Thema Weihnachten nichts anfangen. Und wir haben generell ein… Mehr

egal1966
7 Monate her
Antworten an  Cabanero

Vielleicht hatte die SPD-Politikerin, die „abseits der Sprache keine deutsche Kultur erkennen könne“, ja nicht ganz unrecht.

In heutigen Deutschland soll sich also der zugewanderte Ausländer in ‚was“ integrieren?