Im ausgebeulten Trachtenjanker gibt er den Bodenständigen. Markus Söder will im ZDF-Sommerinterview offenkundig die Union zusammenhalten. Er hetzt gegen die AfD, bringt sich für 2028 in Stellung, windet sich bei Kritik wie ein Aal und stützt Merz – mit kleinen Nadelstichen. Von Brunhilde Plog
Screenprint ZDF / Sommerinterview
Markus Söder arbeitet weiter am „neuen Söder“. Der ehemalige Food-Influencer und bayerische Ministerpräsident will sachlich wirken, fällt aber inhaltlich komplett durch. Das Interview beantwortet keine Fragen, die Vision fehlt. Selbst zum Terroranschlag auf den CSD in Berlin fallen Söder nur die üblichen Floskeln ein: „Das tut uns allen weh“ – „Dürfen uns nicht die gesamte Lebensfreude nehmen lassen“ – „Bewusster Anschlag auf die Freiheitsidee unseres Landes“ – „Mit aller Härte“…
Wenn es um die aktuellen Krisen geht, vermeidet Söder große Provokationen. Er wirkt kontrolliert und weicht aus, sobald es unangenehm wird. Deutlich widerspricht er Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der jüngst ein Ende der Brandmauer zur Debatte gestellt hat: „Dies würde zu einer massiven Spaltung der Union führen. Am Ende ist die AfD die Nummer eins. Die Union wäre dann eine Art Steigbügelhalter.“ Söder sei „dagegen, grundlegend“.
Die AfD gehöre einfach nicht dazu. Sie habe „sehr brutal“ erklärt, sie wolle die Union aus dem Amt jagen, und das mit Worten „jenseits dessen, was demokratische Kultur ist. Mit solchen Leuten, vor allem den Menschen dort in der Partei und den Führungskräften Höcke und Co. kann und will ich nicht zusammenarbeiten“.
Während seine Union in Bayern selbst auf AfD-Themen wie Migration setzt, nutzt er weiterhin die Brandmauer, um sich bundespolitisch als starke Säule ins Schaufenster zu stellen.
Besonders angespannt wirkt Söder, als Wulf Schmiese ihn mit der Abwanderung bayerischer Unternehmen ins Ausland konfrontiert. In letzter Zeit hätten mehrere namhafte Firmen Standorte in Bayern reduziert oder ins Ausland verlagert. Konkret nennt Schmiese Mahle, MAN sowie den Roboter-Hersteller KUKA, die nicht so recht zu Söders ewigem Hohelied vom Wirtschaftsparadies passen wollen.
Der Franke reagiert sichtlich genervt und defensiv. Er bestreitet die Dramatik der Situation. Bayern liege noch immer „weit, weit, weit vor allen anderen“ und sei einer der stärksten Wirtschaftsstandorte Europas. Er selbst trage sowieso keine Schuld. Das sei eher „eine einzelunternehmerische Entscheidung“, und wenn, dann sei die EU schuld. Wofür er „die tatsächliche Verantwortung“ habe, das seien ausschließlich die positiven Entwicklungen, etwa die bayerische Hightech-Agenda. Konkrete Lösungen liefert er nicht, sondern versucht, das Thema schnell umzudrehen und positiv zu rahmen.
Gegenüber dem Kanzler der zweiten Wahl bleibt Söder nur vordergründig loyal. Zum Personalkarussell in Berlin sagt er: „Wenn man mit jemandem am Abend ausmacht, dass er kommt, und dann in der Früh um 4.00 Uhr hört, dass es nicht klappt, das macht es manchmal nicht leichter. Da liegt also die Verantwortung sicher nicht beim Bundeskanzler.“ Die Kabinettsumbildung sei „sehr gut“ und eine „Stärkung“.
Aber das Ansehen der Politik sei doch „miserabel, das ist richtig schlecht“, hält ihm Schmiese vor. Söder gibt zu, dass Image sei „nicht so gut, wie es sein müsste, sein sollte“. Dann stichelt er Richtung Berlin: „Sie kommen net hin, wenn der Inhalt net stimmt.“ Das werde sich jetzt aber bessern, und „die Menschen müssen spüren, dass im Land Veränderungen auch wirken“. Söder kritisiert Merz indirekt, ohne ihn direkt zu attackieren – schließlich hängt seine eigene bundespolitische Rolle am Erfolg der schwarz-roten Koalition. Der selbsternannte „Macher“ sieht sich auch nach 2028 noch als Ministerpräsident: „Wenn die Partei und die Wähler das wollen, ja gerne.“
Die CSU-Verluste bei den Kommunalwahlen wischt er weg: Man habe in einigen Landkreisen verloren, aber insgesamt das gleiche Ergebnis wie bei den letzten Wahlen erzielt und einige Städte überraschend dazu gewonnen. Mehr noch: Die CSU sei derzeit „wahrscheinlich die stärkste politische Kraft im demokratischen Spektrum überhaupt.“
Dann teilt er nochmal gegen den Angstgegner AfD aus – und zieht einen hanebüchenen Vergleich. Man dürfe nicht den Rechtsextremen an die Macht verhelfen, so wie Franz von Papen einst den Nationalsozialisten den Weg an die Macht geebnet habe, sagt Söder.
Auch Schmiese hat einen Vergleich parat. Söder bezeichne die AfD gern als Systemgegner. „Die DDR-Bonzen, die SED-Opas, die haben es zu den damaligen Bürgerrechtlern, den Dissidenten, denen die weggesperrt werden sollten, gesagt. Glauben Sie ernsthaft, dass gerade im Osten das zieht?“
Söder windet sich, weicht aus. Er werde in Umfragen als der Einzige genannt, „der auch in Bayern das alles zusammenhalten kann“. Dabei ballt er die Faust, und der Janker wackelt.
Ein bebender Söder – nach den nächsten Landtagswahlen könnte dies zum Standardbild werden.



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Dieser Söder kann nur große Reden schwingen.
Für unser Land hat der nach meinem Wissen noch nie etwas positives geleistet.
Außer, er wollte 2025 sein AKW weiter betreiben und dann machte er genau das Gegenteil, wie der Merz. Statt das letzte bayrische AKW zu erhalten ließ im es Oktober 2025 einfach so in die Luft sprengen. Unglaublich frech diese Wählertäuschung – wie beim Merz
Während der Coronazeit hat die Ehefrau eine eigene Maskenproduktion für die Deutschen organisiert. Abnehmer war die BRD. War sicher ein gutes Geschäft für die Söders.
Söder ist ein Fähnchen im Wind. 2011 drohte Söder als bayerischer Umweltminister mit Rücktritt, falls Bayern nicht bis 2022 aus der Kernenergie aussteigt. https://www.welt.de/politik/deutschland/article13395920/Koalitionskrach-in-Bayern-Streit-um-Atomausstieg-Soeder-droht-mit-Ruecktritt.html
Söder und Merz könnten ideale Partner im
Remake des Films „Die Supernasen“. Da kommen ihre besonderen Stärken so richtig zur Geltung.
Heute hü und morgen hott, Politik a la Söder. Auch ein Politiker der Altparteien, der genauso Schuld am Untergang Deutschlands ist wie Merkel, Merz, Habeck, Baerbock und Co.
Und der will sich jetzt noch mit seiner CSU, die übrigens in Brüssel alles für einen Überwachungsstaat getan hat, als Rettter darstellen.
Einfach erbärmlich und lächerlich.
Auf Söder, Merz und einige Brandmaurer passen 1:1 die Worte des Götterberaters Loge zu Ende des Rheingolds anlässlich des Einzuges der Götter in das schuldenfinanzierte Walhall: „Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich wähnen.“
Ich empfinde jede Berichterstattung über Typen wie Söder nur noch als pure Belästigung.
In der CDU rumort es gewaltig. Das ist keine geschlossene Partei mehr, sondern ein Haufen gackernder Hühner in Panik. Jeder weiß, dass Merz nur Mist macht ne damit die CDU in den Sand setzt. Selbst für Ministerposten findet er keinen mehr, der sich opfert. Merz steht mit dem Rücken zur Brandmauer, die ihm alle Macht genommen hat. Allein fiese Idee ist unvorstellbar dumm, denn so konnte die SPD mit ihm machen, was sie wollte und will. Und der Trottel merkt es nicht mal. Die anstehenden Wahlen werden ihn und die Regierung derart deklassieren, dass die Regierung aufgelöst werden muss. Deshalb… Mehr
„Vor zehn Jahren war er für eine Amtszeitbegrenzung auf 10 Jahre. 2028 würde er sie überschreiten, wenn die Bayern seinem Haufen folgen.“ Die ödp strebt ein Volksbegehren an, die Amtszeit des bayerischen Ministerpräsidenten auf zehn Jahre zu begrenzen. Vor acht Jahren machte Söder den Vorschlag, weil er fest davon ausging, Merkels Nachfolger im Kanzleramt zu werden. Als sich die CDU dann aber für Laschet als Kanzlerkandidat entschied, tat Söder alles in seiner Macht stehende, um Laschet im Wahlkampf zu beschädigen. Und nach der Wahl schloss Söder als CSU-Chef eine Koalition mit den Grünen aus, sonst hätte es Laschet trotz schlechtem… Mehr
Man kann nicht alle Menschen die ganze Zeit für dumm verkaufen, aber man kann einen Teil der Menschen die ganze Zeit für dumm verkaufen, und auf die muss man sich konzentrieren.
Ein minder begabter Schauspieler und leider wieder Micros und Reporter für das sinnlose Geplapper … der Totengräber der CSU haut wieder Parolen ohne Folgen raus .. auch diese Type sollte endlich verschwinden.
Ein ganz mieser Betrüger und Gaukler, mehr ist der nicht. Sobald er abgesägt ist, werden alle über ihn herfallen und ihn zerlegen wie eine Weihnachtsgans.
Im Moment trauen sich die Mittäter das noch nicht, weil sie elendig feige sind und nur auf das Geld schauen, aber man kenn diese Mischpoke. Merz Abgang, ist entweder der Untergang der CDU/CSU, oder eine neue Chance innerhalb einer kleinen Beteiligung in der AfD Regierung.
Just my 2 cents.
Zum Glück muss man sich nicht merken, was Söder heute so erzählt, weil er schon morgen etws völlig anderes sagen kann. Das macht ihn zum aussichtsreichesten Kandidaten einer AfD-Unions-Kooperation – wenn er merkt, dass es ihm nützt und auch die Leute (nicht die Journalisten) mehrheitlich dafür wären, macht er es.