„Citizen Vigilante“: FSK gibt Film nun doch „ab 18″ frei

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat ihre Haltung jetzt geändert: Der deutsch-kroatische Action-Thriller „Citizen Vigilante" (2026) von Regisseur Uwe Boll erhielt für die Kinoauswertung das Kennzeichen „ab 18". Damit darf der Film künftig in deutschen Kinos volljährigen Zuschauern gezeigt werden.

Screenprint: Citizen Vigilante / X

Der auf allen Social-Media-Kanälen emotional geführte Streit um die zunächst vorenthaltene Freigabe des Streifens und ein Eingreifen des Tech-Multimilliardärs Elon Musk haben dem Film bereits jetzt eine gewaltige Bekanntheit gebracht: In zwei unabhängigen Prüfverfahren hatte die FSK dem Film zunächst das Label „Kein Kennzeichen“ (KK) erteilt. Das bedeutet in der Praxis: Keine Altersfreigabe, keine Kinoauswertung, keine Werbung in den üblichen Kanälen und massive Einschränkungen beim Vertrieb.

Jugendschutz als Zensurinstrument
Warum 'Citizen Vigilante' in Deutschland blockiert wird
Der Film durfte also weder in normalen Kinos laufen noch in den meisten Geschäften oder auf gängigen Plattformen beworben werden – eine de-facto-Sperre für eine breite öffentliche Rezeption, auch für Erwachsene.

Regisseur Uwe Boll kritisierte die anfängliche Entscheidung deutlich – sie sei politisch motiviert. In einem Interview mit der Berliner Zeitung sprach er von einer „Fassade für politische Zensur und Meinungskontrolle“. Die FSK habe mit dem Vorwand des Jugendschutzes versucht, einen Film zu unterdrücken, der sich mit migrationsbedingter Kriminalität und dem Versagen staatlicher Behörden auseinandersetze.

die verbotene Frucht
In Deutschland zensiert – auf X verfügbar: Uwe Bolls „Citizen Vigilante“
„Acht von der FSK ausgewählte Personen entscheiden, was erwachsene Bürger in Deutschland sehen dürfen und was nicht“, sagte Boll. Die Entscheidung spiegele ein größeres gesellschaftliches Problem wider und diene letztlich dem Erhalt des Status quo.

Die Debatte um die erste Ablehnung war intensiv: Kritiker warfen der Institution vor, durch ihre Entscheidungen faktisch Zensur auszuüben – auch wenn sie formal keine staatliche Behörde ist. Ihre Bewertungen haben durch das Jugendschutzgesetz (JuSchG) ja eine rechtliche Wirkung und werden von den obersten Landesjugendbehörden anerkannt.

Viral dank Elon Musk
Zensur macht Citizen Vigilante zum Sommerhit
In sozialen Medien und von Unterstützern des Films wurde dieser „Zensurversuch“ und „politisch korrekte Unterdrückung unbequemer Themen“ kritisiert. Und der bekannte Streisand-Effekt trat ein: Die Sperre machte den Film international bekannt.

Elon Musk spielte dabei eine zentrale Rolle: Der X-Eigentümer postete den Film und stellte ihn für 48 Stunden kostenlos auf der Plattform zur Verfügung. Millionen Nutzer sahen ihn – ein enormer Publikumserfolg für einen Low-Budget-Film mit geschätzten zwei Millionen Dollar Produktionskosten. Musk kommentierte später: „Citizen Vigilante 2 wird noch besser.“ Boll bedankte sich öffentlich und kündigte bereits eine Fortsetzung an, die in den USA spielen soll.

Kriminalität von Migranten sollte nicht gezeigt werden

„Citizen Vigilante“ handelt von einem gut bewaffneten US-Amerikaner (Armie Hammer), der in einem nicht näher definierten europäischen Land Jagd auf Kriminelle macht. Viele der Täter sind Migranten – darunter eine syrische Familie, deren Sohn an einer Gruppenvergewaltigung beteiligt war. Der Protagonist tötet nicht nur den Täter, sondern auch dessen Eltern und Schwester. Der Film thematisiert Selbstjustiz als Reaktion auf die Untätigkeit der Behörden bei der Kriminalitätsbekämpfung. Boll inszeniert ihn in der Tradition von Death Wish und Dirty Harry und widmet ihn explizit europäischen Frauen, die seiner Ansicht nach vom Staat im Stich gelassen würden.

Interview mit Uwe Boll
„Citizen Vigilante“: Zensur im Kino
Auch die Besetzung mit Armie Hammer sorgte zusätzlich für Kontroversen: Der Schauspieler („Call Me by Your Name“) sah sich 2021 mit schweren Vorwürfen von sexuellem Missbrauch und zu Kannibalismus-Fantasien konfrontiert. Eine Anklage wurde nicht erhoben, seine Hollywood-Karriere war jedoch beendet.

Die FSK betont in ihrer offiziellen Mitteilung zur neuen Entscheidung, dass die Prüfung allein nach den Kriterien des Jugendschutzgesetzes erfolge und unabhängig von wirtschaftlichen oder politischen Einflüssen sei. Mehr als 160 ehrenamtliche Prüfer aus Pädagogik, Psychologie und Medizin bewerten die möglichen Auswirkungen auf Minderjährige. Dennoch bleibt die Kritik an der Institution bestehen: Immer wieder wird ihr Inkonsistenz oder eine zu starke Ausrichtung an gesellschaftspolitischen Strömungen vorgeworfen.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 14 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

14 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
MartinKienzle
28 Minuten her

Die sogenannten „Behörden“ (die keine sind, da die BRD kein Staat, sondern ein alliiertes Besatzerkonstrukt ist https://www.youtube.com/watch?v=UlM1tBAO5XEhttps://www.youtube.com/watch?v=hIu80oSC728 ab Minute 3:25) „versagen“ mitnichten, sondern sie handeln mittels der Massenmigration mit Vorsatz gegen das ethnische Deutsche Volke, das dadurch vernichtet werden soll (https://archive.org/stream/Rabbi-Rabinovich-Rede-zur-Ausrottung-der-Weissen/Rabbi-Rabinovich-Rede-zur-Ausrottung-der-Wei%C3%9Fen_djvu.txt), das wir Autochthonen keineswegs erkennen sollen, indem die Gewalttaten der sogenannten „Flüchtlinge“ möglichst unter Verschluss gehalten werden (mir ist beispielsweise bekannt, dass die sogenannten „Polizeibeamten“ des Freistaates Bayern angehalten sind, über die Gewalttaten der sogenannten „Flüchtlinge“ Stillschweigen zu bewahren), sodass aus jener Tatsache speisend die zuerst verweigerte Freigabe des im Artikel genannten Films Sinn ergibt!

Nibelung
31 Minuten her

Romanschreiberlinge und deren Verfilmer zielen zumeist auf die Psyche oder niederste Instinkte ab, im Gegensatz zum Sachbuch oder aufklärender Lektüre, wo man sich an den Tatsachen orientieren muß und deshalb frei sein müßten von eigenen Interpretationen, die nicht immer förderlich sein müssen, aber leider auch vorkommen, wenn man nicht ordentlich recherchiert oder bewußt Fakten verfälscht, damit auch diese Desinformation der Nachwelt erhalten bleibt. Die unterste Ebene von Unterhaltung stellt das triviale Romanheftchen dar, gefolgt von den seichten Fernsehoperetten, die alles andere darstellen als gepflegte Kultur und in den untersten Schubladen wühlen, was dem Geist der meisten Betrachter entspricht und die… Mehr

Sonny
35 Minuten her

Da sieht mans mal wieder: GELD REGIERT DIE WELT.
Zum Glück hat der reichste Mann der Welt ein Gewissen – ganz im Gegensatz zu kleinkrämerischen, deutschen Möchtergern-Meinungsvorgebern. Sich mit Elon Musk anzulegen, war denen dann wohl doch ein Nummer zu groß.
Das peinliche, aber völlig gerechtfertigte, Einknicken vor dem getätigten Unrecht ist der Offenbarungseid für eine winzige, selbsternannte Truppe von „Politisch-Korrekten“ Sektenmitgliedern des Altparteienkartells.
Schon der Vergleich mit Kulfilmen der Vergangenheit („Dirty Harry“), der immer noch im Gedächtnis der Menschen verankert ist, zeigt, dass Uwe Bolls Film wahrscheinlich genauso ein Kultfilm werden wird. Weil er das Gerechtigkeitsgefühl der Menschen befriedigt.

Last edited 32 Minuten her by Sonny
Supersilent
43 Minuten her

Jetzt können die staatlich unterstützten linken Schlägertruppen, die schon in Erfurt erfolgreich waren, vor den Kinos jeden zusammenschlagen der es wagt sich diesen Film anzusehen. „Unsere Demokratie“ muss mit allen Mitteln verteidigt werden.

Last edited 39 Minuten her by Supersilent
Ein Leser aus Franken
50 Minuten her

Der Großvater des Hauptdarstellers (der, der den Mörder spielt) Armand Hammer, hat Geschäfte mit der Sowjetunion gemacht und war auch in andere zwielichtige Geschäfte verwickelt.

Positivsteuerung
56 Minuten her

Die U18 sind bei der Thematik ja live dabei.
Bereits von den Dreijährigen in der KiTa kommen Sätze wie „Ich f*ck dei Mudda“.
In den höheren Klassen begleiten die Ramadan-Einhaltenden dann ihre Mitschüler in der Pause in den Supermarkt, um sie über die richtigen Ernährungsvorschriften zu belehren.
Sollten sie also ihren 18. Geburtstag lebend erreichen, kann der Film ihnen nichts neues vermitteln.

Laurenz
57 Minuten her

Ja, die FSK ist schon geil, eine bessere PR hat es nie gegeben.

Bernd Bueter
1 Stunde her

Zensur hat noch nie funktioniert. Die, die meinen, dazu greifen zu müssen, offenbaren damit immer ihre politische Kriminalität, die sie meinen, damit verstecken zu können.

Ohanse
1 Stunde her

Jetzt, da ihn jeder gesehen hat, der wollte, auch die unter 18jährigen. Diese komischen Prüfer machen sich ein zweites Mal lächerlich, an demselben Film. Da weiß man gleich: Das ist Deutschland.

humerd
1 Stunde her

einfach nur noch peinlich unsere „Eliten“.