Parteien werben um Stimmen, meiden aber den Namen ihres Auftraggebers: des deutschen Volkes. In 539 Seiten Wahlprogrammen taucht es fast nicht auf. Das ist kein Zufall, sondern ein politischer Befund.
picture alliance / Michael Kappeler/dpa
Zur Bundestagswahl 2025 beschlossen die politischen Parteien umfangreiche Programme, die sich an das Wahlvolk, die deutschen Staatsbürger, richteten. Die Programme der fünf im Deutschen Bundestag gewählten Parteien (CDU/CSU, AfD, SPD, GRÜNE, LINKE) umfassen insgesamt 539 Seiten mit 141 Tausend Wörtern. Darin kommt der Begriff „Deutsche“ nur sechsmal vor und „deutsches Volk“ einmal. Beide Begriffe sind von zentraler verfassungsrechtlicher Bedeutung.
Das deutsche Staatsvolk
Das 1949 beschlossene Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland beginnt in der Präambel mit folgendem Satz:
„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.“
Wer bildet dieses Deutsche Volk? Laut Satz 2 der Präambel „die Deutschen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern … Schleswig-Holstein und Thüringen“, die 1990 durch die Wiedervereinigung „in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet haben“. Die Deutschen sind also das Staatsvolk des Grundgesetzes und werden „Deutsches Volk“ genannt (mit Großschreibung des Adjektivs wie bei einem Eigennamen). Dass nun politische Parteien, die dieses Volk im Bundestag repräsentieren, es nicht oder kaum beim Namen nennen, ist auffallend und wirkt, als ob ein Anwalt den Namen seines Mandanten nicht ausspricht. Ist der Name „Deutsches Volk“ irgendwie anstößig wie manch anderer Eigenname? (Wer sagt schon gern, dass er in „Groß-Kotzen“, „Busenweiler“ oder „Wixhausen“ wohnt?)
Was bedeutet „Volk“?
Der Ausdruck „Deutsches Volk“ besteht aus zwei Wörtern, die zum Grundwortschatz gehören: „deutsch“ und „Volk“. Das Adjektiv „deutsch“ kommt in unzähligen Wortverbindungen und Eigennamen vor: Von der „Deutschen Bahn“ und „Deutschen Bank“ über die „deutsche Fußballnationalmannschaft“, die „deutsche Sprache und Kultur“ bis zur „deutschen Zuckerrübenkönigin“. Das Substantiv „Volk“ hat im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache fünf Bedeutungen:
1) Gemeinschaft von Menschen gleicher Abstammung, Sprache und Kultur
2) Gesamtheit der Staatsbürger eines Landes
3) breite Masse der (einfachen) Bevölkerung (ein Mann des Volkes)
4) Menschenmenge (sich unter das Volk mischen)
5) Gemeinschaft bestimmter Tierarten (das Volk der Bienen)
Das „Deutsche Volk“ der Präambel des Grundgesetzes entspricht der Bedeutung (2) von Volk, die erst im 19. Jahrhundert, im Zuge der deutschen Nationalbewegung, entstand. Diese neue, staatsnationale Bedeutung überschneidet sich zwar stark mit der alten, kulturnationalen (Nr. 1), deckt sich aber nicht vollständig: Weder waren noch sind alle Angehörigen der deutschen Kulturnation auch deutsche Staatsbürger noch alle Staatsbürger kulturnational Deutsche: Es gibt in Deutschland hunderttausende deutsch-ausländische Ehen, wo der ausländische Partner aus praktischen Gründen deutscher Staatsbürger wurde, sich aber kulturnational weiter als Russin, Franzose oder Türke versteht. Umgekehrt gehören die Angehörigen der deutschen Minderheiten ausländischer Staaten (zum Beispiel in Belgien, Dänemark, Ungarn) zur deutschen Kultur- und Sprachgemeinschaft, sind aber in der Regel nicht deutsche Staatsbürger. Der Ausdruck „deutsches Volk“ ist also, isoliert betrachtet, doppeldeutig (ambivalent).
Aus dem Kontext geht aber meist hervor, ob die kulturnationale oder staatsnationale Bedeutung von „Volk“ gemeint ist: Wenn Immanuel Kant in seiner „Anthropologie“ (1798) den Volkscharakter der Deutschen als „mit Verstand verbundenes Phlegma“ kennzeichnet, bezieht er sich natürlich nicht auf die deutschen Staatsbürger (die gab es vor 1871 gar nicht); ebenso wenig in der folgenden, sehr aktuell klingenden Bemerkung:
„Der Deutsche fügt sich, unter allen zivilisierten Völkern, am leichtesten und dauerhaftesten der Regierung, unter der er ist.“
Das „deutsche Volk“ im staatsnationalen Sinn umfasst alle Staatsangehörigen der Bundesrepublik Deutschland: 71 Millionen wohnen in Deutschland und mehrere Millionen (genaue Daten fehlen) im Ausland. Die kulturnationale Volkszugehörigkeit lässt sich nicht so eindeutig feststellen wie die Staatsangehörigkeit: Als Kriterium dienen Sprache (in der Goethezeit galt jeder deutsche Muttersprachler als „Deutscher“), Kultur + Sprache, Herkunft und Abstammung, wobei „Volk“ auch rassenbiologisch interpretiert wurde, zuletzt im Nationalsozialismus und seinem „völkischen Staat“.
Nur ein Sprachwandel?
Die ambivalente Bedeutung von „deutsches Volk“ ist ein Faktum, das man sprachlich erklären kann, aber nicht ändern. Wer diese Ambivalenz grundsätzlich vermeiden will, muss den Ausdruck nicht mehr verwenden, und das geschieht in der deutschen Politik und darüber hinaus in den Medien: Das „deutsche Volk“ verschwindet aus dem öffentlichen Sprachgebrauch. Ist das nur ein Sprachwandel?
Seit einem Jahrzehnt wird in Deutschland allseits die „Spaltung“ der Gesellschaft beklagt und gefragt, „was uns zusammenhält“. Die Frage richtet sich an das Staatsvolk, das vielgenannte „Wir“ (so der Titel eines 2024 erschienenen Buches des deutschen Bundespräsidenten Steinmeier). Ein Staatsvolk ist mehr als eine beliebige Bevölkerung, es weist gewisse Gemeinsamkeiten auf. Aber welche? Hierzu hat der Staatsrechtler und Richter (1983-1996) am Bundesverfassungsgericht Ernst-Wolfgang Bökenförde folgendes Theorem aufgestellt (auch Bökenförde-Diktum genannt):
„Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“
Die gemeinsame Religion gehört nicht mehr zu diesen Voraussetzungen. Was hält also den deutschen Staat des Grundgesetzes und sein Staatsvolk zusammen? Allein die rechtliche Staatsangehörigkeit, umgangssprachlich ausgedrückt: „der deutsche Pass“, genügt nicht: Ein Staatsvolk lässt sich nicht auf eine Passgemeinschaft reduzieren, es braucht einen kulturellen Unterbau: Bisher bildeten „die Deutschen“ und ihre Kultur diesen Unterbau. Ein Ersatz dafür ist nicht in Sicht.



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Stirbt es nicht. Das kleiner gewordene DE ist doppelt so dicht besiedelt als alle seine Nachbarn außer BENELUX. Im Klartext: Bei ca. 40 Millionen Einwohnern wäre DE so dicht besiedelt wie unsere Nachbarn gerade jetzt; dass die ausstürben habe ich nicht gehört. Und wenn es den Leuten ernst ist mit dem „demografischen Wandel“ und wenn sie was dagegen tun wollen, dann sollen sie junge Frauen ins Land lassen und nur die, keine Kerle, hört ihr? Schon gar nicht Söhne Allahs. Mal sehen, wann sie es begreifen, Inshallah.
„Die Deutschen sind kein Staatsvolk“. Grundsätzlich stimmt das: Kein Volk ist (im ontologischen Sinn) ein „Staatsvolk“, aber einige wurden oder werden .es durch die geschichtlichen Umstände: Darunter die Deutschen, genauer: ein Teil der Deutschen, durch die Reichsgründung 1871. In der Nachfolge dieser – wie man damals sagte – „Reichsdeutschen“ stehen die heutigen Bundesdeutschen. H.B.
Da wäre doch die Frage, ob sich eingebürgerte Muslime als Teil des deutschen Volkes verstehen?
Oder anders gefragt: zu welchem Volk fühlen sie sich zugehörig? Und wenn sie sich zum deutschen Volk nicht zugehörig fühlen, wie können sie sein Teil sein?
Lesen Sie Sure 4, 89: „Nimm keinen von ihnen als Freund&Helfer“, denn: Sie wollen dich nur bestechen mit ihrer Freundlichkeit, sodass ihr werdet wie sie sind. Das ist haram.
Dann sollen wir sie nicht einbürgern, wenn sie sich eh nicht als Deutsche fühlen.
Muslime fühlen sich ausschließlich der Umma verpflichtet. Sie können wirklich jeden fragen.
Die haben sogar ein eigenes GG: Das Islamische Grundgesetz | Religion – Weltanschauung – Recht [ RWR ] – unbedingt mal lesen.
Diese Geschichte, die ethnischen Deutschen gibt es gar nicht, kommt wahrscheinlich vom amerikanischen Kontinent rübergeschwappt, wo man „native“ und „ indigen“ für die verdrängte Originalbevölkerung benutzt. Da veranstalten Leute Feste, wo nur Leute aus „indigenen Völkern“ zugelassen sind. Wenn man dann kommt und sagt, ich bin auch indigen, „indigene Deutsche“, gucken sie einen mit großen Augen an und sagen „Du bist doch nicht indigen“. Wahrscheinlich muß man dann bemalt um das Feuer tanzen und „Ugga, ugga“ schreien. Die Idee, der sogenannte weiße Mann ist daheim auch indigen und hat in großen Teilen Amerika nie betreten und ist deshalb an nichts… Mehr
Das Deutsche Volke als Abstammungsgemeinschaft sollte die einzige Bezugsgröße für BRD-Politik sein, die die ethnischen Deutschen jedoch logischerweise geflissentlich ignoriert, da die BRD ein alliiertes Besatzerkonstrukt darstellt (https://www.youtube.com/watch?v=hIu80oSC728 ab Minute 3:25), das dementsprechend die Aufgabe erhielt, vorsätzlich gegen uns Autochthonen zu handeln, das auch wiederum öffentlich artikuliert wird (siehe unter anderem Kühnert https://www.youtube.com/watch?v=QNyLvPPVszQ ab 2:20), sodass vor jenem Hintergrund es keineswegs wundernimmt, weshalb die BRD-Parteien lediglich Rekurs auf die „Bevölkerung“ nehmen!
Die Welt wird nicht zwecks den nicht mehr vorhandenen Deutschen trauern, sondern, um deren Geld, das nun nicht mehr fließt
Ich denke gerne noch an die guten alten Zeiten zurück – die 80er und 90er Jahre – als es den Menschen gut ging, die Politiker mehr oder weniger fähig und Persönlichkeiten waren. Heute regiert das Pack, keine Bildung, nie gearbeitet aber ideologisch indoktriniert, ohne überhaupt zu verstehen, was sie für einen abgrundtiefen Blödsinn von sich geben. Es wird aber noch schlimmer, bevor es besser wird. Ich weiß nicht, ob ich das noch erlebe. Jedenfalls werde ich dann nicht mehr Einwohner dieses Landes sein. Dann soll das m.E. Politikerpack unter sich bleiben.
Insofern ist es kein Zufall, wenn im „Beitrittsgebiet von 1990“ Sezessionsgedanken aufkommen, die angesichts des bewußten Bruchs des „2 plus4“-Vertrages durch die Bundesregierung (Nato-Truppen in Rostock) und dem hierdurch entstehenden Kündigungsrecht Rußlands als Rechtsnachfolger der Sowjetunion Phantasien wachsen lassen.
Auch weil der gegenwärtige innenpolitische Zustand Gesamtdeutschlands den der DDR des Jahres 1989 in vielfacher Hinsicht negativ übersteigt.
Sie ahnen nicht einmal wie recht sie haben!!!!!!
Man braucht das „deutsche Volk“ ja auch nicht mehr, da eine Umvolkung stattfindet. Weg vom Einheitsbraun hin zur migrantischen Vielfalt und Antifa.
„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.“
Eine der größten lügen des 20 Jahrhunderts.das GG für die BRD wurde von den 3 Westmächten unter Führung der USA Diktiert und genehmigt,es ist nicht durch den freien willen des Deutschen Volkes entstanden,aber man kann denn heutigen deutschen ja alles verkaufen,ist ja halt schon lange her.
Man lese dazu auch die Ausführungen von Carlo Schmid zum Grundgesetz.