Hendrik Streeck rechnet mit dem Lockdown ab: „Hotspot – Leben mit dem neuen Corona-Virus“

Der Virologe Hendrik Streeck hat ein bemerkenswertes Buch geschrieben: Neben virologischen und medizinischen Grundlagen ist es eine Abrechnung mit der Politik. Und es macht Hoffnung durch Forschungsergebnisse und pragmatische Lösungen - wenn es gelingt, die zerstörerische Politik zu beenden.

picture alliance/dpa | Federico Gambarini

Schon mit dem Untertitel „Leben mit dem neuen Corona-Virus“ provoziert das Buch. Schließlich hat die Bundeskanzlerin das Virus zum Feind erklärt. Initiativen wie „ZeroCovid“ oder „NoCovid“ suggerieren, das Virus könnte irgendwie vernichtet werden. Aber das Virus wird nicht verschwinden. Die Pandemie und ihre Folgen sei „planbar“ geworden, panische Angst überflüssig.

Fakten gegen Fake-News

Diese Sätze knallen in eine öffentliche Diskussion, in der jede Woche regierungsamtlich neue Schreckensmeldungen vermittelt werden und die übliche   tausendfache Mutation auf „die Mutante“ verkürzt und verschrecklicht wird; so wird ein Stück tote Materie zum personifizierten Bösen.

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Die öffentliche Debatte sei durch Vertreter von Extrempositionen dominiert, setzt Streeck dagegen. Die einen verharmlosen den Erreger entweder oder vermuten ihn als Teil einer Weltverschwörung. Politik und Medien werden von Angstmachern beherrscht, die das Leben zum Erliegen bringen, die Gefahr so übertreiben, wie sie die  Folgewirkungen der Lockdownspolitik trivialisieren und das Schreckensbild eines kollabierenden Gesundheitssystems an die Wand malen. Bilder von Intensivstationen, Särgen und extremen Situationen hätten die Debatte beherrscht.

Streeck setzt gegen diese schrille „Infodemie“ leise Aufklärung, die in einem sachlichen, aber vor allem freundlichen Ton daherkommt. Diese Freundlichkeit zeichnet ihn aus in einer sich überschlagenden, immer schrilleren Debatte. Kein Zufall: Streeck ist den Menschen zugewandt. Er beschreibt, wie er in Heinsberg, dem Hotspot der Pandemie, die Erkrankten und die Gesunden, die Verängstigten und die Mutigen besucht und sich so ein Bild gemacht hat. Bei Streeck geht es um Menschen, die er als Arzt heilen will, um die Nähe zu ihnen und davon geleitete Erkundigung und Forschung, die er dann in Zahlen und Algorithmen umsetzt, nicht umgekehrt. Seine Sympathie für Menschen zieht sich durch das Buch, in einer Zeit, in der nur noch abstrakte Inzidenz-Werte und andere Zahlen die Debatte dominieren und das Leben zunehmend gefährden, statt ihm zu nutzen. Auch, wer ihm nicht in allen Punkten folgen mag – diese Zugewandtheit ermöglicht erst eine Auseinandersetzung über jene Frontlinien hinweg, die von Hardlinern in ihrem Kampf gegen den unsichtbaren Feind so gnadenlos gezogen wird.

Der menschenfreundliche Arzt

Streeck greift auf das Wissen seiner umfassenden Recherchen und Untersuchungen an Ort und Stelle zurück. Die Stadt Heinsberg hat ja überlebt, weil Oberflächen ungefährlich sind, die Ansteckungsrate niedriger als offiziell behauptet ist, die Gefährlichkeit und Sterberate beherrschbar erscheint und schon im Frühjahr 15 Prozent der dortigen Bevölkerung das Virus gar nicht mehr weitergeben konnte – eine scheinbar niedrige Zahl, die aber große Folgewirkung hat. Denn immer wieder werden „Hochrechnungen“ und mathematische Modelle zur Grundlage neuer Schreckensszenarien genommen, die wie die meisten dieser Modelle nur in den Köpfen funktionieren, nicht aber in der Wirklichkeit: Menschen sind eben keine bunten Bälle in riesigen Kartons, die durcheinander geschüttelt werden und sich anstecken. Menschen haben ein weitgehend überschaubares Umfeld, in dem die Ansteckung durch diese Begrenztheit langsamer und überschaubarer verläuft. Streeck bleibt bei den Menschen, respektiert ihre Feier-Freude, freut sich über Kuchen, der den Forschern serviert wird von Menschen, die sonst von Mathematik-Modell-Ärzten nur von Ferne wie Insekten unter der Lupe betrachtet werden. Streeck sieht die Menschen und dann die Statistik, nicht umgekehrt.

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„Dadurch dass wir weniger Kontakt haben zu anderen sozialen Milieus, können wir das Virus auch nicht von dort einschleppen … Und selbst wenn es zu einer Brückenbildung kommt … entsteht nur kurzzeitig ein exponentielles Wachstum, das immer wieder abflacht“. So zieht Streeck den Schreckensszenarien den Stecker. Er schreibt über die Bedeutung der „Viruslast“, also darüber, dass die Menge krank macht, und nicht ein Fußgänger, der den Weg kreuzt. So demontiert er die derzeitigen Schließungen der Innenstädte. Masken seien hilfreich beim Abbremsen in großer Nähe, aber nicht beim Spazierengehen an der frischen Luft.  Aber frische Luft kräftigt die Lungen und Sonne stärkt das Immunsystem. In Düsseldorf wird die Rheinpromenade gesperrt, in Bayern der Wanderweg, um Frankfurt der Taunus blockiert und Hamburger wie Berliner dürfen nicht mehr an die Ostsee? Heute braucht man einen hochrangigen Wissenschaftler, um zur Vernunft zurückzukehren, nachdem die Politik sich in ihrer kraftmeierischen Wirrnis verliert.

Wie Politik ihre Dummheiten durchsetzt

Das ist aber wohl das Kapitel, das wirklich den Leser verstört: Wie Politik andere Meinung ausgrenzt, um ihre Dummheit durchzusetzen. Zu Beginn der Pandemie war ja Streeck einer der Stars der Virologie, neben Christian Drosten. Aber mit seiner Heinsberg-Studie lieferte Streeck nicht Panik, sondern Sachlichkeit, die Beruhigung nahelegte, statt ständig auf der Erregungskurve hochzuklettern. Das war das Ende seines Ansehens. „Die Aussage, dass das Virus nicht so tödlich sei wie befürchtet … war eine Wahrheit, die niemand hören wollte“. Er bilanziert nüchtern: „Man wollte unsere Ergebnisse nicht haben“. Sie passten nicht in eine Politik, die auf den Lockdown und die Aussetzung von Grundrechten abzielte. „Jede Information, die dazu führen könnte, die harten Lockdownmaßnahmen infrage zu stellen, war schlichtweg nicht willkommen“.

Wer zahlt, schafft an.
Lars Feld oder Wissenschaftler als Laufburschen der Politik
So verirrte sich die Politik immer mehr zu Maßnahmen, die dieses Land sozial, wirtschaftlich und jeden einzelnen Bürger und jedes Schulkind schädigen. Journalisten kommen dabei nicht gut weg. Er zeigt, wie Zeit-Online oder Klaus Kleber vom ZDF seine Fakten denunzierten und ihn persönlich versuchten fachlich herabzusetzen. Kleber „framte“, wie es in der Handlungsanweisung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens lautet, schon in der Anmoderation mit den herabsetzenden Worten „auf dünnem Eis“. Drosten wird in Stellung gegen Streeck gebracht, weil der die Ergebnisse nicht kennt und als Hof-Virologe der Kanzlerin weiter auf den Lockdown einschwört. So wird Fernsehen gemeingefährlich. Streeck: „Aus helfen wollen wurde ein Spießrutenlauf. Ein Shitstorm folgte. Der Hashtag #SterbenmitStreeck oder #Streeckmussweg machte die Runde. Einige zogen Vergleiche zu Mengele ….“

Aber es geht noch kleinlicher. Der Bayerische Rundfunk beendete den Podcast mit Streeck. Sein Vergehen aus Sicht des bayerischen Staatsfernsehens: „Angeblich gab es einen Anruf von der Bayerischen Staatskanzlei, dass man dem Wasserträger Laschets keine Bühne geben wolle.“

Das Virus wird politisch, nicht mehr Fakten bestimmen über die Maßnahmen, sondern im Rennen um die Kanzlerkandidatur wollte sich Markus Söder als harter Hund, Entscheider und Manager gegen das angebliche Weichei Laschet aus NRW positionieren. So jämmerlich kann Politik sein, so egoistisch werden Land, Leben und Leute geopfert? Streeck nennt Merkels Namen nicht. Aber seine Schlussfolgerung ist die brutalstmögliche Abrechnung mit ihrem Politik-Stil: „Es stellte sich der Eindruck ein, dass das Pandemiemanagement von politischen Interessenkonflikten überlagert wurde und eine Spaltung und Lagerbildung stattfand …. Jede kontroverse Debatte wird unterbunden.“

Diese Debatte allerdings findet statt – mit Hilfe seines Buches, das ich persönlich empfehle. Auch jenen übrigens, die Corona für eine Grippe halten. Wenn die Politik Gräben aufreißt – wir Bürger sollten sie überbrücken und uns nicht weiter spalten lassen.

Hendrik Streeck, Hotspot. Leben mit dem neuen Corona-Virus. Piper Verlag. 192 Seiten, 18,00 €


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Kommentare ( 200 )

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Anton Mohr
1 Monat her

Laut einer britischen Studie ist die englische Variante auch tödlicher als die herkömmliche! Woher also der laxe Stil des Experten Streeck?

Barnaby
1 Monat her
Antworten an  Anton Mohr

Ich habe das Buch von Prof. Streeck gekauft und auch gelesen. Ich habe ihn dabei als Vollblutwissenschaftler wahrgenommen, der den Menschen dienen möchte und nicht nur an Geld und Ruhm interessiert ist. Seine Einstelklung erscheint mir deutlich praxisnäher als die von vielen anderen Spezialisten in diesem Thema.

Hannibal ante portas
6 Tage her
Antworten an  Anton Mohr

Werter Herr Mohr, Hut ab! Ich glaube Herr Lauterbach hat in Ihnen seinen Meister gefunden.

reiner
4 Tage her
Antworten an  Anton Mohr

es gab seit 1963 800 varianten des virus,schon mal vor jahren was davon gehört ,.mohr?

Montesquieu
4 Tage her
Antworten an  Anton Mohr

Das stimmt definitiv nicht. Diese Behauptung ergab sich anfangs aus theoretischen Erwägungen (eine klassische Modellierung). Die Empirie hat diese Modellierung (wie fast alle anderen auch) schon lange widerlegt.
Im Übrigen sehen Sie sich mal die Inzidenz- und Mortalitätszahlen von UK seit November an. Die haben seit Jahresende fast 100% britische Variante.

Anton Mohr
1 Monat her

Wenn man sieht, wie in Frankreich und in Italien die Mutationen die 3. Welle losrollen lassen, da fragt man sich, wie Streeck seine Aussagen verantworten kann. Bei der englischen Variante sind 2/3 der Patienten unter 50. Bei der alten Covid-Variante waren 80% über 70 Jahre. Deswegen werden Patienten aus der Region Dünkirchen und der Gegend aus Paris bereits in andere Teile Frankreichs ausgeflogen, das Gleiche aus der Region um Nizza. Streeck sollte mal über seine Verantwortung nachdenken und sich informieren was dort los ist, wo die neuen Varianten bereits dominieren! Indem ich fast jeden Tag auch die französischen Nachrichten höre,… Mehr

Last edited 1 Monat her by Anton Mohr
Fritz Wunderlich
1 Monat her

Ich halte COVID19 nicht für eine Grippe, weil der Virus laut allgemein verbreiteter Auffasung eben kein Grippevirus ist. Die Gefährlichkeit, die Übertragungswege und die Symptomatk ähneln aber sehr einer Grippe. Darum braucht man Tests, weil die klinische Symptomatik nicht eindeutig ist. Grippe kann viel gefährlicher sein wie COVID19, was die spanische Grippe bewiesen hat, aber meistens ist sie eben weniger gefährlich. Es ist also imho grundfalsch, den Vergleich mit der Begründung abzulehnen, Grippe wäre ja viel harmloser. Alle symptomlos an COVID19 „Erkrankten“, die schon einmal Grippe hatten, womöglich mit Komplikationen, erhielten von der Journaille noch nie die Ehre, ihre Erfahrungen… Mehr

Anton Mohr
1 Monat her
Antworten an  Fritz Wunderlich

Wegen Covid hat es schon in der 1. aber auch jetzt in der 3. Welle, der Mutanten-Welle, überfüllte Intensivstationen gegeben, derzeit an der frz. Kanalküste bis Paris herunter, und um Nizza herum. Patienten müssen in andere Regionen ausgeflogen werden. Wann hat es das wegen Grippe gegeben? Es ist also nachweisbar unwahr, dass die Grippe von der Gefährlichkeit her vergleichbar ist! Auch in Italien bricht eine 3. Welle los, und bei uns ist es eine Frage der Zeit, bis die bei uns bereits vorhandenen Mutationen auch die Mehrheit der Fälle darstellen werden. Leider berichten die deutschen Medien fast nichts über das,… Mehr

Last edited 1 Monat her by Anton Mohr
Hannibal ante portas
6 Tage her
Antworten an  Anton Mohr

Werter Herr Mohr, ich glaube Sie sollten hier mal zwei Gänge zurückschalten. Panik bringt in keiner Situation etwas, sondern nur eine kühle Analyse der GESAMTSITUATION. Wer die Kollateralschäden nicht miteinrechnet ( weil sie medial einfach nicht vorkommen), geht an der Realität vorbei.

reiner
4 Tage her
Antworten an  Anton Mohr

leider berichten die deutchen medien auch nicht,wer ,,pcr tes,,t verseucht ist und wer wirklich krank obduktionen finde nicht statt oder sollen nicht stattfinden ist..sind die vor corona bei husten oder heiserkeit auch zum arzt oder zum testen gerannt? da sich auf auf angeblichestudien berufen,wo war oder ist denn das gesundheitssystem überlastet um überhaut einen coronanotstand aus zu lösen?

Montesquieu
4 Tage her
Antworten an  Anton Mohr

Mit einem Anteil von fast 100% der britischen Variante seit Anfang des Jahres 2021 ist die Tages-Mortalität im UK von ca. 1500 um die Jahreswende auf zuletzt 50 kontinuierlich (und beginnend deutlich vor einer relvanten Durchimpfung!) gesunken. Mit der Inzidenz verhält es sich ebenso. https://www.worldometers.info/coronavirus/country/uk/ Frankreich hat dort regionale Hotspots, wo das einschlägige Risikoklientel lebt. Insgesamt ist die Mortalitätskurve in Frankreich sehr untypisch. Sie bewegt sich Mitte November vglw. gleichförmig auf mittlerem Niveau, tendenziell aber auch absinkend. Die apokalyptischen Zustände in den französischen Intensivabteilungen wurden schon letztes Jahr behauptet. Daraufhin eilig aufgebaute Notlazaretts wurden (wie überall anders auch) ungenutzt wieder… Mehr

Ulrich
1 Monat her

„Auch jenen übrigens, die Corona für eine Grippe halten.“ Herr Tichy, machen Sie es sich nicht wie ein Großteil der schon länger hier Lebenden zu einfach? Der Vergleich zwischen echter Grippe und COVID-19, was die Lethalität anbelangt, ist schon angebracht. Was Sie wohl auch machen, ist mit „Grippe“ das zu bezeichnen, was wohl fast jeden Bürger im Herbst/Winter ereilt, eine fieberhafte Erkältung. Und das ist sie nun wirklich nicht. Ich habe noch nie eine Influenza gehabt und mache alles dafür, weder an ihr noch an Corona zu erkranken (außer mich gegen Letzteres impfen zu lassen).

Anton Mohr
1 Monat her

Zero Covid haben Taiwan, Neuseeland und Australien verwirklicht. Vor einigen Wochen gab es 1 Coronafall in Melbourne, das wurde die ganze Stadt abgeriegelt und in Lockdown geschickt. In Taiwan kennt man die Besessenheit mit Datenschutz nicht, da hat man die Nachverfolgung der Kontakte mit Handydaten gemacht, die haben auch Zero Covid. In Neuseeland ist die Premierministerin Ahern triumphal und mit erweiterter Mehrheit wiedergewählt worden, weil auch sie Zero Covid erreicht hat. Geht alles, und führt zum Wahlsieg wenn erfolgreich. Zero Covid haben Taiwan, Neuseeland und Australien verwirklicht. Vor einigen Wochen gab es 1 Coronafall in Melbourne, das wurde die ganze… Mehr

Last edited 1 Monat her by Anton Mohr
Ulrich
1 Monat her
Antworten an  Anton Mohr

Mal sehen, wie lange die dieses „Zero Covid“ durchhalten. Das Virus ist in der Welt und dass die Ausbrüche in diesen Ländern so selten sind, liegt auch an der isolierten Lage und der Tatsache, dass der weltweite Reiseverkehr fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Will man dort zukünftig Einreisende erst in eine mehrtägige Quarantäne stecken oder von der einheimischen Bevölkerung abschotten? Dann ist man mit Corona auf dem Niveau, das Nordkorea auch ohne diese Krankheit besitzt.

Anton Mohr
1 Monat her
Antworten an  Ulrich

Die halten „Zero Covid“ schon seit Anfang letzten Jahres durch. Lediglich Australien hatte vorübergehend einen stärkeren Ausbruch, den sie mit drakonischen Maßnahmen auf Null gebracht haben. Erst vor 2 Wochen gab es einen Fall in Melbourne, weswegen die ganze Stadt abgesperrt wurde, immerhin die grösste Australiens. Nachteile hat Zero Covid sicher. Covid hat aber auch Nachteile, darunter Langzeitschäden bei Jüngeren mit anhaltender Berufsunfähigkeit,also eine Katastrophe für die Betroffenen, und Tote bei Älteren, plus Ausnahmen, selbst junge Tote gibt es. Bei der englischen Variante, die an der frz. Kanalküste jetzt dominiert, sind aber 2/3 der Covid-Kranken unter 50, und die Krankenhausaufenthalte… Mehr

Last edited 1 Monat her by Anton Mohr
Anton Mohr
1 Monat her
Antworten an  Ulrich

In Nordkorea ist das Dauerzustand. In Neuseeland, Australien und Taiwan hat man nun was Sie wollen, nämlich keine Corona-Maßnahmen mehr. Das Gegenteil von Nordkorea. Weil man einmal richtig durchgegriffen hat, in Neuseeland und Taiwan früh als Merkel noch ihrer DDR-Claustrophobie frönte und meinte man könne Grenzen nicht sperren, in Australien später aber gründlich. Deswegen braucht man z.Zt. keinerlei Coronamaßnahmen, alles aufgehoben. Von wegen Nordkorea, in den 3 Ländern gibt es Null Lockdown.

bfwied
1 Monat her
Antworten an  Anton Mohr

Ja, sie wurde wiedergewählt, aber mit Verlaub, selbst die Zeitungen dort fragen sich, warum! Sie hat wenig bis nichts fertiggebracht, aber sie gibt sich forsch anpackend – und ist weiblich, und Mutter geworden! Die menschliche Psyche ist vorhersehbar, weil sie recht einfach ist! Mit Corona hat das gewiss nichts zu tun. Im Übrigen kann man solch abgeschlossene und fern von anderen liegende Gebiete mit so wenigen Menschen nicht mit Europa z. B. vergleichen. Auch Taiwan, eine recht kleine Insel, ist nicht vergleichbar. Und im Übrigen, wir haben die Erfahrung mit einem Hitler und seinem System, wir kennen die SED, den… Mehr

Anton Mohr
1 Monat her
Antworten an  bfwied

Wobei weder Australien, noch Neuseeland oder Taiwan, alles Demokratien, mit dem Nazistaat nicht vergleichbar sind.

Anton Mohr
1 Monat her
Antworten an  bfwied

Sie wenig bis nichts fertiggebracht? Sie hat ohne Impfstoff Corona besiegt, und das ist der Grund für ihren triumphalen Wahlsieg mit erweiterter Mehrheit. Sie hat 10 mal mehr fertig gebracht als Merkel mit ihrem halbherzigen Lockdown. Aber wer die Wahrheit nicht wissen will, der wir sich immer sperren! Insofern brauche ich garnicht zu argumentieren.

Anton Mohr
1 Monat her
Antworten an  Anton Mohr

Die schlimmste Variante ist die von Merkel: Halbherziger Lockdown, und so haben wir viel Corona, und dennoch Lockdown. Australier, Neuseeländer und Taiwanesen haben einmal hart und stark durchgegriffen, und haben keinen Lockdown mehr!

Meykel
1 Monat her
Antworten an  Anton Mohr

Hat mal jemand daran gedacht, dass die jetzt Hochsommer vom Allerfeinsten dort haben? Auch dort kommt wieder Winter und die dazu gehörenden Atemwegserkrankungen!

Anton Mohr
1 Monat her
Antworten an  Meykel

Australien, Neuseeland und Taiwan haben schon seit Beginn letzten Jahres Zero Covid! Also auch im dortigen Winter, dem hiesigen Sommer. Wo kein Virus ist aufgrund von Zero Covid, kann es auch keine Ansteckung geben, den Rest besorgt ein Lockdown, gegen den der hiesige ein Mailüftchen ist. Alle 3 Länder haben Corona ohne Impfstoff besiegt. Das geht, wenn man richtig will. Die neuseeländischen Premierministerin ist mit erhöhtem Stimmenanteil triumphal wiedergewählt worden. Erfolg zahlt sich eben aus.

Hierzulande haben wir viele Tote und auch jüngere Berufsunfähige durch Langzeitschäden. Für die Betroffenen eine Katastrophe.

Last edited 1 Monat her by Anton Mohr
elresch
1 Monat her
Antworten an  Anton Mohr

Lieber Anton, mir ist nicht ganz klar, wollen sie den totalen Lockdown? Mich interessieren kaum, was andere haben. Sie zählen Inseln auf. D u. Ö sind Transitländer und sehr industrialisiert. Ich würde am besten alles verbieten und alle für immer einsperren. Strassenverkehr, Rauchen, Trinken, Bergsteigen und viele andere Sportarten, Sex. Hausarbeit u vielleicht überhaupt arbeiten, weil alles ist gefährlich und kann tötlich enden. Supermärkte müssen dann auch schliessen, schliesslich verkaufen die ja ganz viele ungesunde Sachen die irgendwann zum Tod führen könnten. Gewalt in der Familie ist auch nur durch Einzelisolierung zu verhindern. Und nochmal es ist ein Virus der… Mehr

Montesquieu
4 Tage her
Antworten an  Anton Mohr

Sie vergleichen Äpfel mit Klopapierrollen, sorry.

Entenhuegel
1 Monat her

Generalstaatsanwälte sind durch die Bank Parteisoldaten und damit „Anwälte“ des Parteienstaats und nicht des Rechtsstaats. Und sie geben den Staatsanwaltschaften vor, was geht – und was nicht. Drum hat der EuGH auch den deutschen Staatsanwaltschaften verboten, internationale Haftbefehle auszustellen. Weil er die „Unabhängigkeit der Justiz“ in Deutschland nicht als gewährleistet ansieht. Schau, schau… Im Übrigen passt das zu der Wahrnehmung, dass (nicht nur) in Deutschland politisch ALLES getan wird, um Transparenz in Sachen Corona und Abbau des Rechtsstaates zu vermeiden. Man muss aufrechten Menschen wie Prof. Püschel dankbar sein dafür, dass sie dergleichen missachten und für Aufklärung kämpfen. Denn sie… Mehr

Anton Mohr
1 Monat her

„Leben mit dem Virus“: Ich habe gerade Journal de 20h von France 2 gehört: 20000 Neuinfektionen in Frankreich, Patienten z.B. aus Lille werden in andere Teile Frankreichs geflogen, weil die Intensivstationen überfüllt sind.

Wenn die Intensivstationen alle überfüllt sind, fliegt man die dann alle nach Deutschland? Ist das die Humanität, die Streeck sich vorstellt?

Streek sollte seine ärztliche Approbation zurückgeben, weil er sich durch seinen Mangel an Ethik disqualifiziert! Wir brauchen keinen Pausenclown.

Last edited 1 Monat her by Anton Mohr
Entenhuegel
1 Monat her
Antworten an  Anton Mohr

Weniger an Substanz und Sachlichkeit als Ihr Beitrag gehen kaum…

Anton Mohr
1 Monat her
Antworten an  Entenhuegel

Weniger an Substanz geht: Ihr Beitrag! Argumente liefern Sie keine!
Mit Corona einfach leben? In Frankreich funktioniert das nicht, und bei uns auch nicht, wenn die südafrikanische, brasilianische und britische Variante aus Frankreich bei uns ankommt. Deswegen müssen französische Arbeitspendler jetzt eine Schnelltest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Anton Mohr
1 Monat her
Antworten an  Anton Mohr

-9? Ich meine Arbeitspendler, die aus dem frz. Department Moselle nach Deutschand wollen. In Frankreich ärgert man sich deswegen über Merkel, ich finde es völlig richtig, die dort grassierende englische Variante zu verzögern. Langfristig setzt sich die englische Variante unweigerlich auch bei uns durch, mit entsprechenden Folgen: 2/3 der Patienten im Pas de Calais (Kanalküste) sind unter 50. Moselle ist auch so ein Department mit englischer Variante, aber direkt an der deutschen Grenze.

Last edited 1 Monat her by Anton Mohr
elresch
1 Monat her
Antworten an  Anton Mohr

Jetzt haben Sie sich völlig disqualifiziert. Streeck ist ein Wissenschaftler, der nie Propaganda betrieben hat wie viele deutsche und österreichische Nichtswisser sprich Politiker. Er war immer sehr neutral und versuchte zu beruhigen. Wurde jedoch vom Staatsfunk und Leuten wie Ihnen die den ganzen Unsinn glauben verdammt. Es gibt leider Millionen von Mitläufern, wie Sie einer sind, die nicht einmal eine eigene Meinung haben. Wahrscheinlich kommt jetzt von Ihnen die typische Antwort: ach wieder so ein Verschwörungstheoretiker oder Aluhutträger oder eben ein Rechter und ein Coronaleugner. Ich muss Sie leider entäuschen, ich bin nichts von alledem. Ich weiss es gibt das… Mehr

reiner
4 Tage her
Antworten an  Anton Mohr

mit ihrer dämlichen aussage disqualifizieren sie sich selber.was würden sie streeck den sagen,wenn er ihnen gegenüber säße,dass er keine ahnung hat und sie qualifizierter sind..man schleich dich ,troll.

Sagen was ist
1 Monat her

Zitat:
…“Bilder von Intensivstationen, Särgen und extremen Situationen hätten die Debatte beherrscht.“…

Hätten?

Woher kommt dieser Groll der Regierenden auf die Bürger,

die fast perfekte Empathielosigkeit auch der BT-Abgeordneten

bei ihrer tatkräftigen Mithilfe, den Bürger täglich in Panik zu versetzen?

Das einzige was zu zählen scheint, ist der Machterhalt bzw

deren Erlangung.

Dem wird alles untergeordnet.

Das Wahlvieh muss zur Mehrheitsbeschaffung manipuliert werden.

Immerhin Ironie kann diese Regierung …. oder gar Zynismus?

Hegauhenne
1 Monat her

Leben und Leiden unter der alten Merkel, das ist das eigentliche Problem.

Fragen hilft
1 Monat her

Danke für diesen Link. Sollte man gelesen haben.
Was läuft hier eigentlich wirklich? Seehofer: Die, die wissen, sagen nichts.