Peter Hoeres zeichnet in seinem Buch „Rechts und links“ die Entwicklung und Ausweitung des Begriffs „Kampf gegen Rechts“ seit den 1970er-Jahren nach. Dieser zentrale politische Kampfbegriff betreibt die gesellschaftliche Ausgrenzung. In der Folge leiden Meinungsfreiheit und öffentliche Debatten. Schon der Kampfbegriff selbst bewirkt Spaltung und Ausgrenzung.
Für die Wurzeln der Totalausgrenzung der rechten Seite – was immer man im einzelnen unter dieser versteht – führt die semantische Spurensuche zunächst in die 1970er Jahre, als in der Bundesrepublik die 1978 in Großbritannien ins Leben gerufenen »Rock against Racism«-Konzerte (RAR) bezeichnenderweise als »Rock gegen Rechts« adaptiert wurden, mit einem ersten Konzert 1979 in Frankfurt am Main gegen die NPD. Getreu dem allgemein vagen Motto verbanden einige damit auch weitergehende Kämpfe gegen den Unions-Kanzlerkandidaten Franz Josef Strauß, die Atompolitik und den Staat an sich. […].
Zu einer dominanten zivilgesellschaftlichen wie staatlichen Losung ist die Parole vom »Kampf gegen Rechts« erst nach dem von Bundeskanzler Gerhard Schröder (1998–2005) ausgerufenen »Aufstand der Anständigen« gekommen; pikanterweise aus Anlass eines Anschlags auf die Düsseldorfer Synagoge am 2. Oktober 2000, der nicht von deutschen Rechtsradikalen, sondern von zwei arabischstämmigen Männern verübt worden war, welche den Tod eines von den Israel Defense Forces getöteten Jungen in Gaza rächen wollten, wie sich zwei Monate später herausstellte. Die Tat wurde zunächst von Politikern und dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, umstandslos unter »rechter Gewalt«, »Rechtsradikalismus« oder »Rechtsextremismus« eingeordnet. Schröder forderte zwei Tage nach dem Anschlag dann »einen ›Aufstand‹ gegen rechts«. […].
Der »Kampf gegen Rechts« droht in der Konsequenz, zu einer Zerstörung der bürgerlichen Freiheit zu führen. Die Grundrechte der Meinungs-, Presse-, Wissenschafts- und Kunstfreiheit (Art. 5, GG) werden durch die permanente Verdächtigung, durch ein Klima des Drucks gegen Rechtsabweichler, was immer darunter auch im einzelnen zu verstehen ist, zerstört. Wissenschaftler, Künstler und Journalisten, aber auch die Bürgerschaft insgesamt werden zur eilfertigen Selbstanpassung im Beruf und sogar im Privatleben gezwungen. Kein Wunder, dass nur weniger als die Hälfte der Bundesbürger laut einer Allensbach-Umfrage von 2021 das Gefühl hatte, ihre Meinung frei sagen zu können; 1971 waren das noch 83 Prozent der Befragten gewesen; ein erschreckender Befund bei einem für die Demokratie konstitutiven Grundrecht. […].
Kurzum: Wer am so skizzierten »Kampf gegen Rechts« aktiv oder passiv teilnimmt, beteiligt sich an der Zerstörung der bürgerlichen Freiheit, der Grundrechte und einer zivilisierten Debattenkultur. Er führt damit, womöglich ungewollt, das mit herbei, was er zu bekämpfen vorgibt.
Peter Hoeres. Rechts und links. Zur Karriere einer folgenreichen Unterscheidung in Geschichte und Gegenwart. Klampen Verlag, 216 Seiten, 24,00 €




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Seit es die politischen Zuordnungen „rechts“ und „links“ gibt, also etwa Zeitpunkt französische Revolution 1789, hatten bedeutende Teile der Linken immer stark autoritäre bis terroristische Züge, dabei hoch moralisch und unduldsam bis zum Exzess. Beispiele, die terroristische Phase der französischen Revolution, Robbespiere und Genossen, der stalinistische und maoistische Terror bis hin zum Steinzeit Kommunismus eines Pol Pot ,der „leuchtende Pfad“ in Peru und andere. Wer sich selber als die „Guten“, die „Richtigen“ im Besitz der Mittel, das „Richtige“ auch durchzusetzen, sieht, fühlt sich berechtigt, den „Feind“ letzlich aus dem Verkehr zu ziehen. Die neusten Anstengungen, die darauf gerichtet sind einen… Mehr
Natürlich ist „Kampf gegen rechts“ ein Etikett für die soziale Vernichtung.
Mit dem Godesberger Programm der SPD von 1959 wandelte diese sich über mehrere Jahrzehnte hinweg in einen hypermoralischen, selbstgerechten und verbalradikalen Verein.
Denn es folgte dem ausser- und innerparteilichen Kampf gegen Marxisten [1950er] dann der Kampf gegen Sozialisten [1970er] und schliesslich gegen Sozialdemokraten [2000er].
Die Lassellaner hatten und haben sich durchgesetzt. Anstelle von prüfbaren Argumenten wurde und wird die soziale Ächtung genutzt.
> Der Vorwurf der Kontaktschuld kommt zumeist von anonymen »Hinweisgebern« oder wird von öffentlich finanzierten NGOs und Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erhoben. In einem Klima der Einschüchterung lassen sich dann diejenigen Arbeitgeber oder Vorgesetzten, die eigentlich eine Fürsorgepflicht für ihre Mitarbeiter haben, beeindrucken und beteiligen sich an Vorverurteilungen und Ächtungen. […].
Sonst wird aber vermeintliche westliche Aufklärung behauptet, im Unterschied zu mittelalterlichen Zuständen woanders? Ich sehe praktisch die Rückkehr zur Hexen-Hetze.
Natürlich ist der „Kampf gegen Rechts“ kein Kampf gegen den NatiobalSOZIALISMUS. Warum sollten die Linken sich selbst bekämpfen?
Es ist der Kampf der Sozialisten gegen das normale Volk. Gegen den Wohlstand für alle. Gegen Sicherheit. Gegen Eigenverantwortung. Gegen die Menschheit
„Rechts“ bedeutet Erhalt des Deutschen Volkes, „Links“ hingegen dessen Zerstörung – da Männer eine sogenannte „rechte Einstellung“, Frauen hingegen eine sogenannte „linke Einstellung“ pflegen („Vor einigen Tagen veröffentlichte die „Financial Times“ eine Studie, die für Aufsehen sorgt. Weltweit werden Männer demnach konservativer, während Frauen politisch zunehmend zu linken Ansichten neigen. Das äußert sich sowohl in ihrem Wahlverhalten als auch in den von ihnen gepflegten Wertvorstellungen.“ https://www.welt.de/kultur/plus249811022/Ideologischer-Gender-Gap-Das-Patriarchat-hat-gewonnen-der-Feminismus-ist-schuld.html), muss vor jenem Hintergrund zwingend der sogenannte „Feminismus“, sprich das Gesellschaftsgift (https://www.youtube.com/watch?v=iuvyivgRa1I ab Minute 23:00), Annullierung erfahren, damit rechtes, vulgo konservativ, Denken, das den Selbsterhaltungstrieb unseres Volkes widerspiegelt, abermals in unserer Heimat en vogue… Mehr
„Schon der Kampfbegriff selbst bewirkt Spaltung und Ausgrenzung.“ – genau so ist es doch bebasichtigt.
Der kranke nihilistische Geist von Hybris und Narzissmus braucht immer böse Menschen um sein krankes narzisstisches „Gutmenschen Syndrom“ bestätigt zu fühlen.
Was tun wenn es keine bösen Menschen gibt? Man bastelt sie sich selber.
Hybris und Narzissmus sind der Ersatz für fehlende Erziehung und Bildung.
Ist doch eigentlich ganz einfach: Das Wort „rechts“ kommt von „recht“ im Sinne von richtig (es ist recht so) von gerecht oder rechtens. Das Wort „links“ hingegen kommt von „link“ wie falsch (linke Bazille) oder jemanden linken oder linkisch. Das trifft die Realität Im Bezug auf die politische Einstellung recht gut.
Ich bin immer wieder überrascht, wie man Bücher über offensichtliche Dinge schreiben kann, die bereits vor Jahrhunderten erklärt wurden und eigentlich keiner weiteren Diskussion bedürfen. Was man hier sieht ist der Versuch einer Erklärung, warum der Kampf Gut gegen Böse immer wieder geführt wird. Nichts anders ist der Kampf gegen Rechts. Man kann Rechts mit jedem Wort austauschen, welches in jedem System der Erde als „Böse“ verwandt wurde. In jeder Gesellschaft findet sich immer wieder dieser eine Feind. Noch nie hat es eine Rolle gespielt, ob dieser Feind tatsächlich oder ein völliges Hirngespinst war, wichtig war stets nur, dass es… Mehr
Ich selbst wurde Opfer dieses wahnhaften „Kampfes gegen rechts“. Ich wurde für konservative Meinungsäußerungen auf Social Media denunziert und von einem systemtreuen Richter in einem politisch motivierten Verfahren zu einer Geldstrafe verurteilt. Und das im besten Deutschland, das es je gab.
UNSERE REPUBLIK steht auf konservativen Fundamenten. Daran gibt es nichts zu deuteln. Adenauer und Erhard waren bestimmende Faktoren, und das hat mit der linksradikalisierten CDU von heute rein gar nichts mehr zu tun. erst kam das Wirtschaftswunder, dann gesellschaftliche Stabilität, die durch den Marsch der linken 68-er durch die Institutionen zunehmend wieder verloren ging. Resultat ist der Scherbenhaufen von heute. Allerdings regt sich in der Bevölkerung breiter Widerstand. Damals, Anfang der 1970-er, wollten viele den 68-er Ideen auch erst einmal noch eine Chance geben. Inzwischen, nach Jahrzehnten Erfahrungswerten, sieht man: das Ganze führte dahin wo Sozialismus immer hinführt, in die… Mehr