Woelki allerwege

Wenn sich der Kölner Kardinal meldet, geht es nicht um Glaubensfragen oder die Sorgen der Kirchenmitglieder oder gar der Bürger insgesamt, sondern dann spricht seine Moraleminenz.

© Johannes Eisele/AFP/Getty Images

Der Familiennachzug nach GroKO geht Kardinal Woelki entschieden nicht weit genug. «Die Einigung von Union und SPD sei aus christlicher Sicht ein „Skandal“, sagte Woelki der „Kölnischen Rundschau“ (Freitag). „Es darf nicht durch die Hintertür zu einer Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen aus humanitären Gründen kommen“,» meldet domradio.de.

Domradio weiter: «Ausdrücklich bestritt Woelki, dass Deutschland die Grenzen seiner Aufnahmefähigkeit erreicht habe: „Wir sind keineswegs an unser Limit gegangen und kommen auch nicht dorthin.“ Er kritisierte eine „Abschottungspolitik“ und forderte ein Einwanderungsgesetz.»

Was die Städte und Gemeinden sagen, kümmert den Kirchenfürsten nicht: «Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnt davor, dass die Flüchtlingsfrage noch über Jahrzehnte ein Thema bleiben wird. „Zwar ist es gelungen, die Flüchtlingszahlen deutlich zu reduzieren, aber wenn im Sondierungspapier von jährlich 220.000 Flüchtlingen die Rede ist, dann ist das eine Großstadt pro Jahr mehr in Deutschland oder jeden Monat eine Kleinstadt“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Frankfurter Allgemeinen Woche“ (FAW)

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