Wenn Menschen sich für Helden halten

Jana aus Kassel, die sich öffentlich in eine Widerstandskämpferin einfühlte, dient vielen Medien als idealtypisch durchgeknallte Corona-Demonstrantin. Dabei ist sie so viel mehr: ein soziales Leitbild.

Screenprint: Youtube

Seit wenigen Tagen kennt Deutschland Jana, 22, aus Kassel. Sie erklomm dort das Podest einer Querdenker-Veranstaltung und stellte sich mit folgenden Worten vor:
„Ja hallo, ich bin Jana aus Kassel, und ich fühle mich wie Sophie Scholl, weil ich seit Monaten im aktiven Widerstand bin, Reden halte, Kundgebungen anmelde“.
Sie tut nicht nur, was Sophie Scholl bis zu ihrer in Hinrichtung 1943 auch tat, nämlich Kundgebungen anmelden und über ihre Gefühle reden. Sie sei, so Jana, außerdem 22 Jahre alt, „genau wie Sophie Scholl damals“. An dieser Stelle zieht ein Ordner seine Weste aus und verkündet, für diesen Schwachsinn stehe er nicht mehr zur Verfügung. Worauf Jana ihren Vortrag ab- und in Tränen ausbricht. Wie kommt man mit diesem Sekundenauftritt zu Ruhm? Beispielsweise dadurch, dass Bundesaußenminister Heiko Maas die Begebenheit verurteilt, denn Jana „verhöhnt den Mut, den es brauchte, Haltung gegen Nazis zu zeigen“. Und der damit ganz nebenbei auch die Bedeutungsebene zeigt, die ein Bundesaußenminister heute einnimmt.

Aber auch Spiegel, FAZ und viele andere meldeten und kommentierten das Drama um Jana. Der WDR fragt: „Warum hinkt der Vergleich?“, womit der Sender die Skepsis durchblicken lässt, ob sein Publikum mit dem Namen Sophie Scholl viel anfangen kann, jedenfalls liefert er vorsichtshalber einen biografischen Abriss. Spätestens an dieser Stelle fällt auf, dass die Faktenchecker der Tagesschau im Fall Jana noch nicht tätig geworden sind, aber das kann noch kommen.

Heiko Maas und vielen Medienmitarbeitern dient Jana, 22, als Muster einer Querdenker-Aktivistin, die in dem Bevölkerungsschutzgesetz ganz selbstverständlich das Ermächtigungsgesetz von 1933 sieht und in der eigenen Person die Verkörperung der Weißen Rose. Das ist zu klein gedacht. Die junge Frau mit dem ausgeprägten Ich-Bewusstsein steht emblematisch für ein ganzes Land, außerdem für einen bestimmten Typus, der nun wirklich nicht nur im Milieu der Corona-Demonstranten vorkommt. Gerade Politiker und Redaktionsmitglieder könnten mühelos feststellen, dass die nächste Jana nur eine Armlänge entfernt von ihnen west, also dort, wo sie ihnen beim Zusammenstehen aller Guten und Wohlmeinenden wegen der großen Nähe nicht auffällt.

Wenn sich nach 1945 je so etwas wie eine deutsche Lockerheit durchgesetzt hat, dann beim Verwenden von Nazi-Vergleichen, was zwangsläufig den Selbstvergleich mit Widerstandskämpfern nach sich zieht. Wo Hitler als Adabei an jeder Ecke grüßt, stellt sich auch das Schollgefühl des Guten im Handumdrehen ein. Genau betrachtet bleiben in der Bundesrepublik heute nur ein paar fußbreit Boden übrig, den der erweiterte Faschismusbegriff noch nicht okkupiert. Die Partei, der Heiko Maas angehört – der Mann, der bekanntlich wegen Auschwitz beschloss, Politiker zu werden – plakatierte beispielsweise vor einiger Zeit am Willy-Brandt-Haus und im Internet: „Für uns gilt seit 156 Jahren: Kein Fußbreit dem Faschismus!“

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Thüringen und der frei flottierende Faschismus-Begriff
Der Faschismus reicht also von Wilhelm I. bis zum gerade noch abgewehrten Kemmerichfaschismus in Thüringen, ein weites Feld, um mit Fontane zu sprechen. Maasens Partei unterscheidet sich von der Querdenkerdemonstration in Kassel hauptsächlich dadurch, dass bei der SPD kein Ordner öffentlichkeitswirksam einschreitet und mittteilt, er mache diesen ahistorischen Schwachsinn nicht mehr mit. Für den Bundesminister des äußersten Vergleichs ist übrigens auch der Hauch von Weimar nur eine Duftmarke unter vielen. In seinem Buch „Aufstehen statt Wegducken“ beschreibt er gleich im ersten Kapitel, wie er 2016 bei der Maikundgebung in Zwickau ausgebuht wurde. Das lag nach seiner festen Überzeugung nicht an seiner Person, vielmehr wetterleuchtete da der Untergang der Republik. „Ich spüre: Hier geht die Streitkultur unserer Demokratie vor die Hunde.“

Wie gesagt: Die Signifikanten „Hitler“ und „Widerstand“ entsprechen schon seit Jahrzehnten in Politik und Publizistik den Ausrufen Hatschi & Gesundheit im Zivilleben. Das nahm seinen Anfang mit „USA-SA-SS“ auf den Kundgebungen der Achtundsechziger; Reinhard Lettau spürte in den USA den „täglichen Faschismus“ auf. Über den damaligen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler hieß es: „Frisch gegeißlert ist halb gefreislert“ (Dieter Hildebrandt). Die DDR ließ sich mit dem faschistischen Putsch von 1953 und dem Antifaschistischen Schutzwall nicht lumpen.
Spätestens seit 1968 stand der Faschismus immer vor der Tür und die Uhr auf fünf Sekunden vor Zwölf. Und die Drahtzieher des F. gleich dahinter. „Was steht eigentlich hinter Faschismus? Welche Rolle spielt das kapitalistische System?“, frug kürzlich die Grüne Jugend, um die Problemstellung wiederum mit der Klimafrage kurzzuschließen.

Zu diesem seit Dutschkes Zeiten übersteuerten Ton, der nur den nach oben aufgerissenen Regler kennt, kommt noch ein weiteres Problem, das sich in der Generation Heiko schon andeutete, aber erst in der Alterskohorte Jana zum Vollmeisenstatus reift: der innere Drang vorwiegend von jungen Frauen, ihr Gefühl für ein Erkenntnismedium zu halten, und die Beharrlichkeit von Medien- und sonstigen Sinnschaffenden, die junge fühlende und um Worte nicht verlegene Weltrettungsfrau zum gesellschaftlichen Leitbild hochzuquotieren. Seitdem ist das Zeitalter der Wasserfrau angebrochen.

„Es sind in der Gegenwart erstaunlicherweise junge Frauen (wie Sophie Scholl), die zu Symbolfiguren des Widerstands geworden sind: Greta Thunberg angesichts der mangelnden Verantwortung im Klimaschutz, Carola Rackete und Pia Klemp im Widerstand gegen das inhumane Wegsehen, wenn tausende von Migrant*innen im Mittelmeer ertrinken, weil sich Europa nicht auf eine faire Solidarität im Umgang mit Flüchtlingen einigen kann. Die Zivilcourage dieser jungen Frauen ist bewundernswert.“  Das schreibt im April 2020 Markus Vogt, erstaunlicherweise Inhaber des Lehrstuhls für Christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Und auch hier fährt kein Ordner dazwischen, weshalb Lehrstuhlinhaber Vogt nicht wie Jana heulend abgeht, sondern gottseisgeklagt weiter in christlicher Sozialethik macht.

Da kann Ulrike Guérot nicht zurückstehen, Talkshowinventar und Professorin an der Donau-Universität Krems, die Sophie Scholl zu ihrer Schwurzeugin gegen europäische Grenzkontrolle befördert: „Es findet eine Werteverschiebung statt von Europa als Friedensgemeinschaft – ich nenne es Friedenserzählung – hin zu einer Sicherheitserzählung. Wenn es momentan um Europa geht, dann wird von Abschottung gesprochen. Das generiert Angst. …Und manchmal muss man eben seine Sicherheit aufgeben, um die Freiheit zu verteidigen. Das hat Sophie Scholl gemacht.“

Wenn ein Sozialethikprofessor nur einen Kurzschlussgedanken von einer hingerichteten Widerstandskämpferin bis zu einer von der UNO bis zum Kanzleramt und von Stern bis Vogue und GQ hofierten Klimabewegungsfigur braucht, dann benötigt Jana aus Kassel nur noch einen halben Sockenschuss von diesem gemischten Akademikerhack bis zur Selbstausrufung als Widerstandfigur, die sich auf Durchreise zum Schafott befindet, aber zwischendurch noch Kundgebungen anzumelden nicht versäumt. Vielleicht liest sie nicht unbedingt bei Vogt und Guérot nach (das tut auch der Autor dieses Textes nur, damit Sie es nicht müssen), aber sie gehörte vielleicht zu den Zuschauern des ARD-Werks „Ökozid“, das kürzlich die CO2-Emission mit dem Holocaust engführte, indem seine Drehbuchautoren eine Art Nürnberger Prozess gegen die deutschen Klimasündenpolitiker in Szene setzten.

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Mit Sicherheit nimmt Jana aber die unentrinnbaren Hundert-und Tausendschaften von jungen Redakteurinnen und sonstigen Aktivistinnen wahr, die eigens angeheuert wurden, um den Journalismus und die Politik weiblicher und weicher zu machen und damit neue Leserschichten zu erschließen, was ja auch tadellos klappt. Das Glockenspiel dieser Generation Fühlefühlefühle kommt mit nur drei Tönen aus: Ich fühle, ich spüre und ich meine. Ständig muss die Frage erörtert werden, was das mit uns macht, der mental load, diese tägliche Entscheidung, ob man heute gegen den 156 Jahre alten Faschismus, den globalen Klimatod oder mit den Tränen kämpfen soll. Die Teilnahme an einer FFF-Demo beziehungsweise ein mitfühlender Bericht dazu berechtigt jedenfalls zur vollwertigen Greta-Thunberg-Identifikation. Und von da aus führt nur noch ein winziger Upgrade zu Sophie Scholl. Statt auf der 22jährigen aus Kassel herumzuhacken, müsste jetzt ehrlicherweise der Ruf aus vielen Herzen kommen: Jana, du bist nicht allein. Als allererstes von Heiko Maas, aber nicht nur.

Auch von der grünen Emotionsarbeiterin Katharina Schulze, die möglicherweise schon an einem Maßnahmenplan feilt, um die Weiße Rose vor der Vereinnahmung durch die Falschen zu schützen.

Es ist schwer bis unmöglich, Leuten zu sagen, sie mögen den Namen Sophie Scholl nicht unnütz gebrauchen, die sich auch sonst nicht um den Nutzen irgendeines Wortes scheren, mit einer Ausnahme: Ich.

Wenn von Auschwitz, Sophie Scholl bis Weltklimaökozid mittlerweile jede Maximalformel auf Instagram-Format gedimmt wurde: Was soll dann eigentlich die nächste Generation tun, um ihr serielles Emo-Dasein auszudrücken?

Ihr bleibt vielleicht nur noch eine allerletzte Einfühlung: „Ja hallo, ich fühle mich wie Jana aus Kassel.“

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Kommentare ( 175 )

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175 Comments
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Winston S.
10 Monate her

Ich würde mich, Jahrgang 1966, nicht als „Nachkriegskind“ bezeichnen. Dennoch habe ich, aufgewachsen in „DER“ Gastwirtschaft neben der Kirche in meinem Heimatort, ebenfalls noch die vielen (!) „Kriegsbeschädigten“, mit fehlenden Händen, Armen, Beinen, Augen und was auch immer, gesehen und auch als Menschen kennengelernt. Mit ihnen als kleiner Junge (!) gesprochen und sie in meiner kindlichen Naivität gefragt, was denn passiert sei… An jedem Sonntag nahmen sie, nach dem Gottedienst, ca. 75 % des großen Gastraumes ein, um bei uns zu Mittag zu essen und anschließend bis zum späten Abend zu verweilen, um hauptsächlich „Schafkopf“ zu spielen und unter Menschen… Mehr

friedrich - wilhelm
10 Monate her
Antworten an  Winston S.

….ich bin 1946 noch bei flugzeuggeräuschen in unseren keller gerannt!

swengoessouth
11 Monate her

„Nun kommt heraus, die Aktion könnte geplant gewesen sein: Der Mann gehört offenbar zur linken Szene in Hannover. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet, habe sich der Mann unter die Ordner gemischt, möglicherweise auch mit dem Hintergedanken, genau einen solchen Vorfall dieser Art herbeiführen zu wollen. Wie die „HAZ“ weiter berichtet, habe die linke Szene damit offenlegen wollen, wie gespalten die „Querdenker“ seien. Es habe sich um eine „gezielte Provokation“ gehandelt, führt die Zeitung aus.“

https://www.focus.de/politik/deutschland/22-jaehrige-verglich-sich-mit-sophie-scholl-mann-unterbrach-querdenken-rednerin-aktion-soll-von-linker-szene-geplant-worden-sein_id_12690962.html

Digenis Akritas
11 Monate her

Man darf wohl sagen, dass die Geschwister Scholl sowie andere Mitglieder der Weißen Rose heute nicht zur Antifa gehört hätten.
Gehörte nicht ein Überlebender aus dem Umkreis (Hans Hirzel) später kurzzeitig nicht sogar zu den Republikanern in den 90igern?

Monika Medel
11 Monate her

Die immer so aufgeregte Greta aus Schweden wurde in unseren Medien auch schon mit Sophie Scholl verglichen. Kein Protest, wäre auch höchst verwunderlich.

Kassandra
11 Monate her
Antworten an  Monika Medel

Diese Jana steht auf der falschen Seite.
Da gibt es kein Pardon.

egal1966
11 Monate her

Lieber Herr Wendt, wenn sie die Rede von „Jana aus Kassel“ wortwörtlich hier zitiert haben, was ich wohl annehme, dann frage ich mich schon, ob sie den Unterschied zwischen „fühlen“ („ja hallo, ich bin Jana aus Kassel, und ich fühle mich wie Sophie Scholl, weil ich seit Monaten im aktiven Widerstand bin, Reden halte, Kundgebungen anmelde“), „Vergleichen“ und „Gleichsetzen“ wirklich kennen und dazwischen unterscheiden können? Denn „Fühlen“ bedeutet noch nicht ein „Vergleich“ oder eine „Gleichsetzung“ zu einer anderen Person, auch nicht einer Scholl, so sehr sie auch nun von einen kleinen Mann in Außenministerium wirklich für seine eigenen krude İdeologie… Mehr

Dr. Rehmstack
11 Monate her

Dieser Aspekt der Unterwanderung der regierungskritischen Gesellschaft wird mMn viel zu wenig beachtet. Wenn man die Szenen der letzten Jahre rekapituliert, die zu Aufsehen und Ächtung der „Rechten“ geführt haben und zwar nicht erst nach Reichstagsstürmung und Altmayerbedrängung, so kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, daß hier gezielt agent provokatuers eingesetzt werden, um die Rechten und speziell die AfD zu diskreditieren. Insbesondere bei Demos mit Ausschreitungen und nazistischen Aktionen (Hakenkreuzschmierereien) wird ein großer Teil false flag Aktionen sein. Man stelle sich immer die Frage: cui bono

Marilu
11 Monate her

Getoppt werden diese unglücklichen Vergleiche mit Sophie Scholl oder Anne Frank allerdings noch dadurch, dass eine „Kabarettistin“ wie Sarah Bosetti meint, die Querdenker wären alle „ein bisschen wie Hitler“. So geschehen am Samstag in den Mitternachtsspitzen im WDR und auf ihrem Twitter-Account (https://twitter.com/sarahbosetti/status/1329817557298188288).

chez Fonfon
11 Monate her

Ich denke, da geht es hauptsächlich um die Deutungshoheit. Sophie Scholl gehört für Heiko Maas und Konsorten ins linksgrüne Morallager und sonst gar nichts. Nun erdreistet sich eine Querdenker-Tante (also aus dem feindlichen Nazilager), eine linksgrün gegradete Widerstandskämpferin für sich in Anspruch zu nehmen. Da muss Heiko sofort mit aller Macht sein Revier verteidigen: Der Widerstand bin ich, nur ich habe ein Copyright auf Sophie Scholl, ihr anderen seid die Nazis. So wird es künftig auch keine gemeinsame deutsche Geschichte mehr geben, sondern eine moralische Verteilung. Die Guten werden von den Linken und Grünen zu den Linken und Grünen gezählt,… Mehr

huberto
11 Monate her

Das entscheidend wurde im artikel nicht erwähnt, und es war wohl auch der Grund für die Berichterstattung! > dies würde es mal wieder ähnlich dem „Wir sind mehr Konzert“ zu einer Mischung aus Agitation und Propaganda verschiedener Staatsakteure machen: Ordner stutzt „Querdenken“-Rednerin zurecht: Aktion von linker Szene geplant?    „Nun kommt heraus, die Aktion könnte geplant gewesen sein: Der Mann gehört offenbar zur linken Szene in Hannover. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet, habe sich der Mann unter die Ordner gemischt, möglicherweise auch mit dem Hintergedanken, genau einen solchen Vorfall dieser Art herbeiführen zu wollen. Wie die „HAZ“ weiter berichtet, habe… Mehr

P.Reinike
11 Monate her

Elegant herausgearbeitet, wie so oft. Ausgerechnet die Seite, die inflationär mit NS Kontext und dem Faschismusbegriff in bekannte Maßlosigkeit herumwirbelt, hält hier Maßlosigkeit und einen Fehlgriff vor. Und daß sich dann ausgerechnet ein inkompetenter Außenminister dann an einer überemotionalisierten jungen Frau abarbeitet, rundet das Panorama von Einfalt, Heuchelei und billiger Gehässigkeit ab. Ohne Wehleidigkeit, sondern als Maßstab für die grassierende Debattensimulation: Ähnliches ohne Schärfe und Polemik hatte ich mehrfach in Debatten auf Foren von Online Medien der großen Medienhäuser unterbringen wollen, bis zur herrschenden Kultur der Egoseligkeit. Alle gelöscht. Ich habe mir angewöhnt, für jede Löschung 1€ für abweichenden Journalismus… Mehr