Volksabstimmung in Griechenland: Wasserstandsmeldung

Mit „Athen ist Pleite“, Euro-Rettungsfonds erklärt Griechenland für insolvent, starten die meisten Liveblogs. Und setzen fort mit Hamsterkäufen, Schlangen vor Lebensmittel-Läden, Apotheken und Tankstellen. In den Meinungsumfragen führt das Ja-Votum leicht, melden viele. Zwei Drittel der Einsätze bei britischen und irischen Buchmachern wetten auf Ja. Darauf ist mehr Verlass als auf Umfragen. Der Spieltheoretiker Varoufakis könnte uns erklären warum.

Schäuble weist erneut darauf hin, dass der Vorschlag, über den abgestimmt wird, gar nicht mehr auf dem Verhandlungstisch liegt, jetzt nicht und nach der Volksabstimmung nicht. Nicht nur deshalb wird das Martyrium der „kleinen Leute“ in Hellas auch nach dem Referendum lange andauern. Denn so rum wie so rum sind die anschließenden Prozesse kompliziert und der Beteiligten viele.

Tsipras fordert im TV einen 30-prozentigen Schuldenerlass und für den übrigen Schuldendienst eine „Gnadenfrist von 20 Jahren“: ein Vorgeschmack auf den nächsten Verhandlungsmarathon.

AlexisTsiprasTwitterDa passt eine Studie gut in die Landschaft, die Avenir Suisse veröffentlicht: Bislang müssen die Banken Staatsanleihen nicht mit gewichtetem Eigenkapital unterlegen. Dabei wird es nicht bleiben. Staaten als risikolose Schuldner – das war einmal.

In den amerikanischen Medien und bei den US-Think-Tanks erscheinen immer mehr Beiträge, warum Griechenland im Euro bleiben muss: Damit es die EU nicht verlässt und danach nicht die NATO.

Aber die Journalisten in den Liveblogs der Medien haben es schwer. Im Moment gibt Athen kaum News her.

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