Nach dem Stromterror: Zwei Österreicher halfen Berlin aus der Kälte-Krise

Nach dem linksterroristischen Anschlag auf die Stromversorgung im Südwesten Berlins warteten 100.000 Betroffene tagelang in Kälte und Dunkelheit auf Hilfe. Während Krisenstäbe tagten und Notfallpläne wälzten, kam Hilfe aus dem Nachbarland Österreich: Zwei Spezialisten aus dem Weinviertel eilten nach Berlin und halfen mit ihrem Wissen, das in Europa nur noch wenige beherrschen.

(Foto: ETN Elektrotechnik GmbH)
Patrick Adamek (li.) und Joachim Sauer beim Einsatz in Berlin

Die zwei Experten arbeiten für die ETN Energie- und Telecom Netze GmbH mit Sitz in Spillern bei Korneuburg (in der Nähe von Wien). In Fachkreisen gilt das Unternehmen seit Jahren als eine Art „Feuerwehr der Stromnetze“, die Firma ist immer dann gefragt, wenn andere an technische Grenzen stoßen. Genau das war nach dem Anschlag in Berlin der Fall.

Der Knackpunkt lag tief unter der Erde: Auf der Spannungsebene von 110 Kilovolt – mehr als 100.000 Volt – mussten alte ölbasierte Hochspannungskabel mit modernen XLPE-Kabeln verbunden werden. Eine hochkomplexe Arbeit, bei der Fehler katastrophale Folgen haben könnten. „In diesem Spezialbereich gibt es europaweit nur noch eine Handvoll Experten“, erklärt ETN-Geschäftsführer Armin Grasel gegenüber der österreichischen Kronen Zeitung. Sechs von ihnen arbeiten bei ETN, österreichweit ist es sogar die einzige Firma mit dieser Kompetenz.

Merz blieb stumm
Berlin hat wieder Strom
Der Alarmruf erreichte das Unternehmen am Samstag, kurz nach Ausfall der Stromversorgung in Teilen Berlins. Keine 48 Stunden später saßen zwei Techniker im Auto Richtung Deutschland. Joachim Sauer und Patrick Adamek hatten einen klaren Auftrag: eine Verbindung herstellen, die entscheidend dafür war, ganze Stadtteile wieder mit Strom zu versorgen. Vor Ort trafen sie auf ein perfekt vorbereitetes Team von Stromnetz Berlin. „Die Zusammenarbeit war außergewöhnlich gut, der Zusammenhalt auf der Baustelle beeindruckend“, berichtete Sauer später.

Am Mittwoch gegen 11 Uhr war es dann schließlich so weit: Die Versorgung lief wieder stabil. Für die beiden Techniker war es ein weiterer Einsatz unter vielen – für Berlin jedoch ein entscheidender Schritt zurück zur Normalität. Patrick Adamek: „Diesmal wusste jeder, dass viel von uns abhängt.“

Somit haben ausgerechnet zwei Fachkräfte aus Niederösterreich dabei geholfen, die Lage in einer Millionenstadt wieder zu stabilisieren.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben noch keine Täter ausgeforscht

Der Brandanschlag auf die Stromversorgung im Südwesten Berlins hat nicht nur zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden geführt, sondern sorgt auch für eine neue Debatte über die Sicherheit der kritischen Infrastruktur in Deutschland.

Die Behörden stuften den Anschlag als klar linksextremistisch ein, nachdem sich eine Tätergruppe namens „Vulkangruppe“ in einem Bekennerschreiben zur Tat bekannt hatte. In dem Schreiben, das von den Ermittlern als authentisch eingestuft wurde, bezeichneten die Täter ihre Aktion als „Akt der Notwehr“ gegen das, was sie als kapitalistische Ausbeutung und Umweltzerstörung ansehen.

Der Anschlag ereignete sich in der Nähe des Kraftwerks Lichterfelde, wo Unbekannte Stromkabel in Brand setzten. Fotos vom Tatort zeigen verkohlte Kabel und Spuren eines gezielten Feuers, das die Versorgung für Stunden lahmlegte. Betroffen waren vor allem Bezirke wie Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg, wo Bewohner stundenlang ohne Strom auskommen mussten.

Anti-Tesla-Proteste
Neuer Angriff auf Tesla-Gelände in Grünheide
Die „Vulkangruppe“ findet sich bereits in den Akten der Sicherheitsbehörden: Schon 2024 hatte sie einen ähnlichen Anschlag auf die Tesla-Fabrik in Grünheide verübt, der die Produktion vorübergehend stoppte und Millionenschäden verursachte. Ein weiterer Vorfall datiert aus dem Jahr 2021, als die Gruppe Stromkabel zerstörte. Diese Serie von Taten deutet auf eine organisierte, ideologisch motivierte Szene hin, die sich gegen Industrie und Technologie richtet. Die Ermittler sehen Parallelen zu anderen linksextremen Gruppierungen, die in der Vergangenheit Sabotageakte verübt haben.

Die Bundesanwaltschaft hat die Untersuchung übernommen, da der Anschlag als Angriff auf die nationale Sicherheit gewertet wird. Der Staatsschutz ist dabei involviert, und Kriminalisten analysierten die Spuren am Tatort, darunter mögliche Rückstände von Brandbeschleunigern.

Bisher gibt es keine Veröffentlichungen der Exekutive über eine spezifische Fahndung nach namentlich bekannten Verdächtigen. Die Behörden konzentrieren sich stattdessen auf die Auswertung des Bekennerschreibens und forensische Untersuchungen. In der Nähe szenebekannter linker Treffpunkte wurden Funde wie Benzinkanister und Einweghandschuhe gemacht. Allerdings fehlen detaillierte Angaben zu konkreten Durchsuchungen im direkten Zusammenhang mit diesem Anschlag. Bislang sind keine Festnahmen bekannt geworden – es gibt also noch immer keinen Ermittlungserfolg.

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Kommentare ( 15 )

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15 Comments
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Zum alten Fritz
2 Stunden her

Aha, deswegen mußte der OB von Berlin knapp 4 Std. vom home-office telefonieren, bis er die zwei Spezis gefunden hat. Nach 2 Tagen waren dann die Formalitäten (Nachweis Mindestlohn, Krankenversicherung etc pp) erledigt und die zwei durften anreisen! Oder wie muss die Zeitspanne verstanden werden?

Laurenz
2 Stunden her

Vielleicht brauchen wir Polizei aus Israel, wenn unsere zu blöd ist, linke Terroristen zu fangen.

J.Thielemann
2 Stunden her

Polizei und Staatsanwaltschaft haben noch keine Täter ausgeforscht …..
Da fehlt mittlerweile auch etwas die Übung. Sonst beginnen Schlagzeilen mittlerweile in der Regel mit: „…der polizeibekannte Täter hat … “ bzw. „Die polizeibekannten Täter haben ……
Diesmal scheinen es polizei- unbekannte Täter gewesen zu sein. Sowas Gemeines!

wegmitdenaltparteien
2 Stunden her

Sehr bedauerlich, das die Spezialisten aus dem Nachbarland Zeit hatten die Hochverräter der deutschen Politik aus der Bredouille zu hauen. Wenn die linken Berliner heute noch mit kalten Hintern im Dunkeln sitzen würden, hätte sich die Altparteienmafia nicht so leicht aus der Affäre lügen können und einige Mitbürger mehr wären wach geworden. Aber das Glück ist ja bekanntlich mit den Dummen.

ceterum censeo
3 Stunden her

„Polizei und Staatsanwaltschaft haben noch keine Täter ausgeforscht“ Das wird auch nicht geschehen, obwohl oder gerade weil die Vulkangruppe sich mehrfach des Attentates selbst bezichtigte und Behörden und Ermittler nun auch nicht darum kommen, den Anschlag eine linksextremistischen Gruppe zuzuordnen. Also muss, ganz nach dem „was nicht darf, daß nicht sein kann“-Prinzip die Ermittlung im Sande verlaufen. Wird sind ja schließlich in Kalkutta an der Spree…

wegmitdenaltparteien
2 Stunden her
Antworten an  ceterum censeo

Linker Terror ist guter Terror – vergessen Sie das nie.

Der Person
3 Stunden her

Erstaunlich, dass von Berlin keine Quotenfrau angefordert wurde!

wegmitdenaltparteien
2 Stunden her
Antworten an  Der Person

Die Österreicher wurden mit Sicherheit vom Energieversorger geordert …. Politiker sind viel zu dämlich dazu, die organisieren bestenfalls danach eine Demo gegen Rääächts.

M. B.
3 Stunden her

„Keine 48 Stunden später saßen zwei Techniker im Auto Richtung Deutschland.“

Der ist gut.

Rob Roy
3 Stunden her

Wir hatten nicht mal Fachkräfte, die die Baugrube für die Reparaturarbeiten ausheben konnten. Die Tiefbaufirma musste Mitarbeiter aus der Türkei einfliegen lassen, wo diese im Urlaub waren.

Guzzi_Cali_2
3 Stunden her

Wie ich vor ein paar Tagen schon im Kommentarbereich schrieb: „Berliner waren das garantiert nicht, sonst wäre Berlin bis heute ohne Strom“ – ohne zu wissen, daß es diese Herrschaften aus Österreich waren.

Raul Gutmann
3 Stunden her

Angriff auf die nationale Sicherheit

Soso, nationale Sicherheit. Ein ungewöhnlicher Terminus in „Buntland“, wo man außerstande ist, die nationalen Interessen nur ansatzweise zu definieren oder auch nur auszusprechen…