Laut ZDF plötzlich drei Prozentpunkte mehr für die Grünen in Stuttgart – SPD und CDU und die Staatsmelkkuh Spritpreise

Donnerstagabends vor der Landtags-Urnenwahl in Baden-Württemberg am Sonntag gibt das ZDF-Politbarometer der CDU drei Prozentpunkte mehr als INSA für BILD am Mittwoch – einen Tag vorher. SPD und CDU tun nichts gegen die Staatsgewinne durch höchste Spritpreise in Deutschland.

Donnerstagabends vor der Landtags-Urnenwahl in Baden-Württemberg am Sonntag gibt das ZDF-Politbarometer der CDU drei Prozentpunkte mehr als INSA für BILD am Mittwoch – einen Tag vorher. Wortlaut dts: »Laut der am Donnerstagabend veröffentlichten Zahlen werden am Sonntag jeweils 28 Prozent für die Christdemokraten und für die Grünen stimmen, und 18 Prozent für die AfD. Abgeschlagen dahinter folgen die SPD mit 8 Prozent, die FDP mit 5,5 Prozent und die Linke mit ebenfalls 5,5 Prozent. Die sonstigen kleineren Parteien kommen zusammen auf 7 Prozent.« – Des Beobachters Höflichkeit verbietet den Kommentar, der sich anbietet. 

Nullrunden. Bundesbankpräsident Joachim Nagel nennt den Jahresfehlbetrag 2025 von 8,6 Milliarden Euro statt 19,2 Mrd im Jahr 2024 „solide Bilanz“: „Künftige Jahresüberschüsse werden wir nutzen, um den aufgelaufenen Bilanzverlust aus eigener Kraft ab- und die notwendige Risikovorsorge aufzubauen.“ – Ungeframed  heißt das, wie viele Jahre wird es dauern, um den Fehlbetrag von 27,8 Mrd. Euro abzubauen? 

Kein Geld für den Bundeshaushalt von der Bundesbank wird es also über die sechs Jahre hinaus geben?

Zum Spritpreis-Hohn von SPD-Schneider gestern kommt die Unions-Chuzpe von CDU-Krings heute: Es sei „verfrüht, schon jetzt, wenige Tage nach Beginn der Luftschläge, konkrete Entlastungsmaßnahmen zu versprechen … Denn wir wissen: Die steuerlichen Entlastungen von heute werden die finanziellen Belastungen von morgen sein (Welt).“

Hohe Spritpreise sind des Staates Dukatenesel. Die Wahrheit verschweigen der Rote wie der Scharze. Für einen Liter Super werden derzeit teils über 2,50 Euro verlangt, Diesel hat erstmals die 2-Euro-Marke überschritten und liegt zeitweise sogar über dem Benzinpreis. Ein erheblicher Teil fließt direkt in die Staatskasse. Bei einem Liter Super für 2,529 Euro entfallen rund 1,22 Euro auf Steuern und Abgaben. Dazu zählen etwa 50,1 Cent Energiesteuer, 15,4 Cent Ökosteuer sowie 15,7 Cent CO₂-Abgabe. Zusätzlich kassiert der Staat 19 Prozent Mehrwertsteuer, die sich auf den gesamten Preis einschließlich der Steuern berechnet – rund 40 Cent pro Liter. –Es gibt viele „Kriegsgewinnler“, steuerzahlende Bürger gehören nicht dazu.

Was der politmediale Betrieb verschweigt, ist die systemische Unmöglichkeit, eine solide Energiewirtschaft auf Wind und Sonne zu bauen.

Die USA nehmen die deutsche Tochter des russischen Ölkonzerns Rosneft von Sanktionen aus. Teilte das US-Finanzministerium gestern mit. Das soll das Risiko von Störungen in den deutschen Raffineriebetrieben reduzieren. Berlin hatte die Rosneft-Tochter 2022 unter Treuhandverwaltung gestellt. Zu den Vermögenswerten gehört auch eine Beteiligung an der PCK-Raffinerie in Schwedt, einem wichtigen Kraftstofflieferanten für die Hauptstadtregion.

Opportunismus-Barometer CSU-Söder meint (im Moment), man müsse eine zumindest vorübergehende Reduzierung der CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe in Erwägung ziehen: „Wenn in zwei Wochen sich nichts ändert, dann muss man über das CO2 nachdenken (Welt TV)“. – Klingt nett, verpflichtet zu nix. – Perspektivisch müsse man ohnehin CO2-freie Lösungen zur Energieerzeugung finden, auch mit neuen Technologien wie der Kernfusion. „Aber bis dahin, für eine vorübergehende Maßnahme, könnte das schon zu einer großen Entlastung führen.“ – Klingt nett, verpflichtet zu nix. – Ein solches Aussetzen wäre nur der erste Schritt zu einer viel grundsätzlicheren Debatte über die Zukunft der CO2-Bepreisung: „Darüber müssen wir sowieso nachdenken, über die CO2-Bepreisung. Weil sie mittlerweile unsere Wettbewerbsfähigkeit so fundamental beeinträchtigt.“ – Klingt noch netter und viel versprechender, verpflichtet zu nix. – Insgesamt müsse in der EU ein Umdenken stattfinden, „wie die gesamte mögliche Energiekrise für den Kontinent wirken könnte, für die Wirtschaft – und sich da auch ein bisschen bewegen … Also nicht mit diesem sehr restriktiven Green-Deal-Mindset, das da herrscht.“ – Also Herr Söder, da wird’s so nett, man glaubt ’s net, wie nett, aber verpflichtet zu nix. –

Aber vor das Opportunismus-Barometer hat der Sozialismus 4.0 die Klimasirene der Grünen gesetzt. Die fordern gemeinsam mit 17 deutschen Unternehmen gegen CDU-Wirtschafts-Reiche, an der „Modernisierung unseres Energiesystems und am beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien“ festzuhalten und wollen mit einer Online-Petition weitere Unterschriften sammeln zu den 17 Erstunterzeichnern hinzu: K2 Systems GmbH, W-I-N-D Energien GmbH, Bürgerwerke eG, EWS, Enertra, Fenercon, FluenceGP (Siemens), Joule GmbH, Green Planet, Energy, Greentech AG, Naturstrom AG, ÖkoPlus AG, reventure, Timm & Flo GmbH & Co. KG, World Fund (Climate Tech VC), Biber GmbH. (FR) – Da werden bald alle Subventions-Milliardäre versammelt sein.

Für die Asylindustrie hält die EU-Kommission im Iran-Krieg eine erhebliche Fluchtbewegung für möglich (Spiegel und ARD): „Falls die Krise anhalte, könnte eine humanitäre Krise in Iran und den Nachbarländern drohen, Migrationsbewegungen wie 2015.“ Vor allem die Türkei als Hauptzielland für Flüchtlinge sei „beunruhigt“. Ankara erwäge, an der Grenze „Pufferzonen“ und eine Zeltstadt für bis zu 90.000 Flüchtlinge einzurichten. Mit Sorge beobachte Brüssel insbesondere die Situation von rund 2,5 Millionen Afghanen in Iran. Sie könnten in Nachbarländer fliehen. – Nach allem, was der Beobachter schon sah, fragt er sich: in Brüssel Sorge oder Hoffnung?

Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev ist wütend auf das „abscheuliche und unehrenhafte“ Regime des Iran, das Selbstmorddrohnen auf eine Schule und einen Flughafen abfeuerte, nur Stunden nachdem Baku auf Teherans Bitte iranische Diplomaten aus Beirut ausflog. – Mehr dazu, wie das Mullah-Regime sich in der Großregion alle zu Feinden macht, in einem gesonderten Beitrag.

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Kommentare ( 16 )

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Kuno.2
26 Minuten her

Das linksgrüne ZDF will mit solchen Behauptungen welche ihrerseits auf „Umfragen“ von maximal 1000 Leuten bestehen, eine Erwartungshaltung erzeugen und glaubt somit die Wahlen beeinflussen zu können.

tiptoppinguin
28 Minuten her

Ist doch egal ob die Bundesbank hinter den planwirtschaftlichen Erwartungen zurückbleibt – dann holt man sich die Differenz (und etwas mehr) vom Michel!

Punti
28 Minuten her

„Mehr dazu, wie das Mullah-Regime sich in der Großregion alle zu Feinden macht, in einem gesonderten Beitrag.“ Nun ist JFeed unzweifelthaft eine der objektivsten und unvoreingenommensten Quellen zum Überfall Israels und der USA auf den Iran. Aus Gründen der journalistischen Ausgewogenheit frage ich mich allerdings, ob es auch einen gesonderten Beitrag dazu geben wird, wie sich die Kleinmädchentöter in der Grossregion alle zu allerbesten Freunden machen?

Haba Orwell
28 Minuten her

Noch ein Kriegsverbrechen von Trump und Hegseth: „7. Tag im Angriffskrieg gegen den Iran (Ticker 08:00 Uhr)“ > „… Ein iranisches Kriegs-Schiff wurde eingeladen, unbewaffnet an einer indischen Marineübung gemeinsam mit den Vereinigten Staaten teilzunehmen. … Doch im letzten Moment zogen sich die Vereinigten Staaten abrupt aus der Übung zurück, nur um dann das Schiff, neben dem sie eben noch gestanden hatten, zu torpedieren. Was folgte, war noch viel grausamer. Nach dem Angriff auf ein unbewaffnetes Schiff weigerten sich die USA, die ins Meer geworfenen Seeleute zu retten und überließen sie dem Ertrinken. … Ein Hinterhalt unter dem Deckmantel der Diplomatie,… Mehr

AlexR
32 Minuten her

ZDF! Wenn die Ideologie zur allein seelig machenden Realität erklärt wird! Der ganze ÖRR hat fertig, das Radioprogramm vom SWR ist nur noch eine Verhöhnung der Hörer und Bürger: kauft E-Autos und baut Wärmepumpen ein! Dann ist Euch der Gas- und Ölpreis egal!
Denken? Maximal bis zur Hutschnur.

Oder auch: eine Krise kann jeder Idiot haben, die schaffen nicht mal den Alltag.

Last edited 28 Minuten her by AlexR
Haba Orwell
38 Minuten her

Ein israelischer Journalist zum Krieg: „Ein brillanter „jüdischer“ Beitrag über den Iran!“ > „… Iran zerstört – zur Überraschung aller – amerikanische Stützpunkte so gründlich, in so großem Umfang und so entschieden, dass die Welt darauf nicht vorbereitet ist. … Iran hat die wertvollsten und teuersten Militärstützpunkte, Anlagen und Ausrüstungen der Welt zerstört. Die amerikanischen Stützpunkte in Bahrain, Kuwait, Katar und Saudi-Arabien gehören zu den größten Militäreinrichtungen weltweit. Ihr Bau hat über Jahrzehnte Billionen von Dollar gekostet. Wir sprechen hier von der Tatsache, dass der Großteil der Militärausgaben der letzten 30 Jahre in Rauch aufgegangen ist. …“ Pech für die… Mehr

Haba Orwell
48 Minuten her

> Ein solches Aussetzen wäre nur der erste Schritt zu einer viel grundsätzlicheren Debatte über die Zukunft der CO2-Bepreisung: „Darüber müssen wir sowieso nachdenken, über die CO2-Bepreisung. Weil sie mittlerweile unsere Wettbewerbsfähigkeit so fundamental beeinträchtigt.“

Die AfD hat längst nachgedacht und festgestellt, dass man den Klima-Murks komplett abschaffen muss. Wie lange braucht denn ein Michel zum Nachdenken?

Kassandra
50 Minuten her

Sec of War Pete Hegseth confirms that the USA will not be accepting any Iranian refugees.
They can stay in neighboring Muslim countries if they need to.   https://x.com/WallStreetMav/status/2029735415691788678
Guter Gedanke – denn wer soll die Politik des Landes im Anschluss ändern, wenn alle von dort sich in alle Welt zerstreuten?
Und dann dauerhaft woanders festsitzen und finanziert werden müssen?

Thomas
53 Minuten her

Neben der Schwedt Ausnahme jezt auch die Erlaubnis, daß Russland wieder Öl nach Indien liefern kann.
Es wird immer deutlicher, daß alle Aktionen Trumps dahin zielen China zu isolieren und zu bremsen.
Wenn diese Annahme zutrifft wird Trump nach einem Ukraine Frieden alle Russland Sanktionen aufheben. Russland einbinden.

Last edited 52 Minuten her by Thomas
Okko tom Brok
1 Stunde her

Angesichts der politischen Kartell- oder Monopolbildung ist Deutschland auf dem Weg in ein Zwei-Parteien-System. Dieses wird jedoch durch ein Wahlsystem konterkariert, das Koalitionen begünstigt oder erforderlich macht. Es wird also solange keine politischen Veränderungen durch Wahlen geben, wie die Wähler diese veränderte Konstellation nicht verstehen und in ihrem Wahlverhalten berücksichtigen.