Die SPD schreibt ein Wohnungsbau–Verhinderungsgesetz

Justizministerin Hubig will den Mieterschutz verbessern. Angeblich. In Wahrheit plant sie einen Generalangriff auf alle Vermieter. Nur das, was Mietern wirklich helfen würde, wird nachhaltig verhindert: das Bauen neuer Wohnungen.

picture alliance/dpa | Annette Riedl

„Ziel der Reform ist es, dem rapiden Anstieg der Mieten entgegenzuwirken und den Schutz von Mieterinnen und Mietern zu verbessern.“ Dafür hat Bundesjustizministerin Stefanie Hubig von der SPD eben gerade eine Gesetzesnovelle vorgelegt.

Sie sieht strengere Regeln für möblierte Wohnungen und Kurzzeitmietverträge vor. Außerdem sollen Indexmieten begrenzt werden. Im Kern geht es um fünf neue Vorschriften:

• In angespannten Wohnungsmärkten müssen Vermieter den sogenannten Möblierungszuschlag künftig gesondert ausweisen. Ansonsten gilt die Wohnung rechtlich als unmöbliert, der Vermieter darf dann keinen Zuschlag für die Möbel verlangen.

• Generell soll der Möblierungszuschlag – der sich bisher nach Anschaffungswert und Abnutzungsgrad der Einrichtung richtet – auf fünf Prozent der Nettokaltmiete gedeckelt werden.

• Befristete Mietverträge sollen nur noch für maximal sechs Monate von der Mietpreisbremse ausgenommen sein. Zudem sollen sie nur noch zulässig sein, wenn der Mieter für die Befristung einen besonderen (zum Beispiel beruflichen) Grund hat. Bisher gibt das Gesetz für Kurzzeitvermietungen keine zeitliche Begrenzung vor.

• Auch säumige Mieter sollen noch bessergestellt werden als bisher schon. Bei Zahlungsverzug kann eine ordentliche Kündigung einmalig abgewendet werden, wenn die ausstehende Miete vollständig beglichen wird.

• Die sogenannten Indexmieten, die an die offizielle Inflationsrate gekoppelt sind, werden ebenfalls gedeckelt. Unabhängig von der tatsächlichen Preisentwicklung dürfen sie künftig höchstens um 3,5 Prozent jährlich steigen.

Die Vorschläge stoßen auf breite Kritik vom Koalitionspartner CDU/CSU – und noch mehr von Fachleuten. Dort sorgen alle Pläne von Frau Hubig für Kopfschütteln.

Das fängt bei der Indexmiete an. „Indexmietverträge dürfen nicht zur Kostenfalle werden, wenn die Inflation steigt“, sagt Frau Hubig. „Deshalb wollen wir die Mieterhöhungen deckeln – zumindest dort, wo Mieten ohnehin besonders hoch sind.“

Das ist auf so vielen Ebenen falsch, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.

*****

Zunächst einmal tut Frau Hubig so, als sei Inflation so etwas wie ein Tsunami oder ein Vulkanausbruch: höhere Gewalt, gegen die niemand etwas ausrichten kann.

Das ist natürlich Blödsinn.

Der frühere Bundeskanzler Ludwig Erhard von der CDU sagte einst völlig zurecht: „Die Inflation kommt nicht über uns als ein Fluch oder als ein tragisches Geschick; sie wird immer durch eine leichtfertige oder sogar verbrecherische Politik hervorgerufen.“

Es sind Politiker, die mit irren Entscheidungen die Preise in die Höhe treiben. Frau Hubig betätigt sich als politischer Rosstäuscher: Sie und ihre Politiker-Kaste verursachen erst ein Problem (Inflation) – und wollen die Folgen dann den Vermietern in die Schuhe schieben.

Denn natürlich muss ein Vermieter jede Preissteigerung bei allen Handwerkern und Materialkosten mitbezahlen. Für ihn gilt die Inflation immer in voller Höhe. Ohne Indexanpassung soll er nach dem Willen der SPD künftig auf besonders hohen (von der SPD mitverursachten) Preissteigerungen sitzen bleiben – damit die Sozialdemokraten sich bei den Mietern beliebt machen können.

An einer Indexmiete bereichert sich der Vermieter nicht, er hält nur seinen Vermietungsgewinn konstant. Bei einem Indexvertrag steigt die Miete genauso, wie die Preise für den Vermieter steigen. Im Prinzip zahlt der Mieter preisbereinigt immer dieselbe Miete, und der Vermieter bekommt immer dieselbe Miete.

Das versteht jeder mit einem minimalen Grundverständnis von Wirtschaft. Auf Frau Hubig trifft das offensichtlich nicht zu.

Die SPD folgt immer noch – nein: immer mehr dem Muster, den Menschen als ein durch und durch unselbstständiges Wesen zu sehen, das umfassend vom Staat zu betreuen ist, weil es für seine Lebensentscheidungen keine Verantwortung tragen kann.

Doch man wird nicht zufällig Mieter. Wenn jemand Mieten schrecklich findet, dann könnte er alternativ hart arbeiten, sparen und einen Kredit aufnehmen, um sich eine eigene Wohnung zu kaufen.

Das geht, wirklich.

Die meisten Menschen, die sich eine Wohnung angeschafft haben, haben das so gemacht. Und nicht nur das: Sie sind bereit, die Bude 20 Jahre lang (und länger) abzubezahlen und die ganze Zeit über mit dem Risiko zu leben, dass ihnen die eigenen vier Wände wieder weggepfändet werden, wenn sie mal ein paar Raten nicht zahlen können.

Konsumverzicht und Risikobereitschaft, um Wohneigentum zu erwerben, sind Entscheidungen. Wer sich dagegen entscheidet, muss halt auch die Folgen tragen.

*****

Beinahe noch absurder ist der Deckel beim Möbelzuschlag. Nach den Hubig-Plänen soll der ja nur noch als angemessen anerkannt werden, wenn er bei voll ausgestattetem Wohnraum fünf Prozent der Nettokaltmiete nicht übersteigt.

Einen „schlechten Scherz“ nennt das Kai Warnecke, Präsident des Eigentümerverbands Haus und Grund. Und er hat völlig recht.

Eine Einbauküche für 10.000 Euro kostet, auf zehn Jahre gerechnet, im Monat etwa 83 Euro. Das Risiko von Beschädigung oder Zerstörung durch den Mieter (oder gar so etwas Asoziales wie Gewinn) ist da noch gar nicht eingerechnet. Für die vollständige Möblierung der gesamten Wohnung darf man nach den Plänen von Ministerin Hubig bei einer Kaltmiete von 800 Euro pro Monat aber nur maximal einen Zuschlag von 40 Euro monatlich berechnen (fünf Prozent).

Das ist, mit Verlaub, eine Enteignung der Möbel des Vermieters.

Einen „Systembruch“ nennt die Pläne auch der Berliner Mietrechtsexperte Arnold Lehmann-Richter im juristischen Fachportal „Legal Tribune Online“ (LTO). Das Prinzip der ortsüblichen Vergleichsmiete vertrage sich nicht mit der Berechnung des Möblierungszuschlags anhand des Möbelwerts. Faktisch, sagt der Professor, wird damit ein gesetzlicher Mietpreis eingeführt.

*****

Die CDU sieht „Korrekturbedarf“. Doch bisher hat Bundeskanzler Friedrich Merz seinem sozialdemokratischen Koalitionspartner noch jeden Wunsch erfüllt. Wetten, dass da nix korrigiert wird?

Und wenn, dann wird alles nur noch schlimmer.

Wohin die Reise geht, zeigt die Berliner SPD. Die will noch massiver in den Wohnungsmarkt eingreifen als die Genossin im Bundesjustizministerium. Das hat die Partei jüngst auf einer Klausurtagung beschlossen.

Konkret vorgesehen ist die Einführung eines zentralen, digitalen Mietenkatasters. Ausnahmslos jeder Vermieter soll verpflichtet werden, ausnahmslos jede Wohnung in ein staatliches Register einzutragen. Erfasst werden sollen nicht nur die Wohnlage, die Etage, die Wohnfläche, die Anzahl der Zimmer sowie die Vertragsparteien – sondern auch Angaben zu einem möglichen Wohnberechtigungsschein, zur vereinbarten Nettokaltmiete, zur letzten Mieterhöhung sowie zu umgelegten Kosten wie Grundsteuer oder Verwaltungsausgaben.

Eine Mietpreisprüfstelle soll diese Angaben dann auswerten und bei Anzeichen überhöhter Mieten eingreifen oder gleich die Staatsanwaltschaft einschalten. Bei Verstößen sollen die Bußgelder von derzeit 50.000 auf 100.000 Euro verdoppelt und in Einzelfällen sogar auf bis zu 500.000 Euro erhöht werden.

Private Großvermieter mit mehr als 500 Wohnungen sollen per Gesetz dazu gezwungen werden, jede dritte freiwerdende Wohnung an Menschen mit Wohnberechtigungsschein zu vergeben. Darüber hinaus soll jede hundertste Wohnung zwangsweise an Obdachlose vermietet werden müssen. Die Miete soll dann eine Behörde festlegen.

Große Wohnungsunternehmen sollen zudem dazu verpflichtet werden, zunächst drei und später fünf Prozent der Mieteinnahmen in die Instandhaltung zu investieren. Ein Großteil dieser Investitionen soll nicht auf die Mieter umgelegt werden dürfen, die Vermieter sollen die Kosten allein tragen.

Wörtlich begründet die SPD ihre Forderungen so: „Die bisherigen Instrumente reichen nicht aus. Wir brauchen mehr Kontrolle und Eingriffe. Man muss drastisch regulieren.“

Bundesjustizministerin Hubig fängt auch auf Bundesebene gerade damit an.

Und es sieht nicht so aus, als würde sie bald damit aufhören. Als nächste clevere Idee hat sie angekündigt, künftig auf Mieten auch noch Sozialabgaben zu erheben.

*****

Die Wohnungsbau- und Mietenpolitik ist derzeit vermutlich das größte schwarze Loch im Politikuniversum der SPD. Die Sozialdemokraten verstehen weder die Branche noch den Markt – noch gar ihr eigenes Versagen.

Die – von der SPD maßgeblich beförderte – Masseneinwanderung hat die Wohnungsnot massiv verschärft: zusätzliche Nachfrage von etwa zwei Millionen Menschen in kurzer Zeit, aber so gut wie kein zusätzliches Angebot. Es wird ja nix gebaut.

Selbsterkenntnis oder gar Selbstkritik bei der SPD? Haha.

Dass fast nix neu gebaut wird, liegt maßgeblich auch an den immer absurderen Auflagen und Vorschriften beim Bau von Mietshäusern – maßgeblich von der SPD vorangetrieben. Dabei wäre genug Kapital vorhanden, um jährlich eine halbe Million Wohnungen zu bauen. Doch der Neubau wird durch immer neue Vorgaben und Eingriffe ausgebremst.

Dass Vermieten längst nahezu komplett unattraktiv ist, liegt auch am – von der SPD maßgeblich beförderten – nur noch als pathologisch zu bezeichnenden Mieterschutz. Der soll jetzt sogar noch für notorisch säumige Mieter ausgeweitet werden.

Dass niemand mehr vermieten will, liegt also allein an der Regierung. Die SPD hat in 24 der vergangenen 28 Jahre mitregiert. Die Sozialdemokraten haben in der Zeit schon fast alles am Vermieten systematisch unrentabel gemacht. Und jetzt sind also auch noch die möblierten Zimmer dran.

Aber man wundert sich, dass keiner mehr vermieten will. Ernsthaft jetzt?

Besonders fatal ist der Irrglaube, beim Wohnen sei „Null Leerstand“ ein sinnvolles Ziel. Nichts könnte falscher sein. Jeder funktionierende Markt braucht Reserven. Jede wachsende Stadt braucht einen Wohnungspuffer. Unsere Politik hat Wohnungsreserven den Krieg erklärt. Das Ergebnis ist eine Mangelverwaltung.

Die ist, wie beschrieben, zwar selbstverschuldet. Das hält die linke Reichshälfte unseres Landes aber nicht vor unverhohlenen Neidkampagnen ab. „Die Menschen haben eine Regierung verdient, die vor Ausbeutung durch Großkonzerne und Miethaie schützt.“ So tönt Heidi Reichinnek, die Vorsitzende der „Linken“. Die Dame attackiert auch gerne die „skrupellosen Vermieter“.

Wenn andere sich so äußern, dann nennt Frau Reichinnek das stets „Hass und Hetze“.

Ist es Dummheit, ist es Ignoranz? Jedenfalls verkennen Heidi Reichinnek, Stefanie Hubig und der Rest vom großen Planwirtschafts-Fanclub, dass der wirksamste Mieterschutz darin besteht, dass es ausreichend Wohnungen im Markt gibt. Dann ist nämlich das Risiko für üble Vermieter, Mieter zu verlieren, genauso groß wie für üble Mieter, keinen Vermieter zu finden. Im Ergebnis braucht niemand einen Enteignungsvorschriftendschungel.

Das nennt sich Markt. Der funktioniert, wenn man ihn nur lässt.

*****

Aber der Staat – und übrigens auch die Mietervereine – konzentrieren sich darauf, Mieten zu manipulieren, statt Wohnungen bauen zu lassen. Das Ergebnis ist ein künstlicher Mangel, der politisch produziert wird.

Das Ziel einer vernünftigen Bau- und Wohnungspolitik heißt nicht: niedrige Mieten. Das Ziel muss heißen: genügend Wohnungen. Wenn es die gibt, gibt es keine unbezahlbaren Mieten.

Aber erklären Sie das mal unseren Politikern.

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Kommentare ( 105 )

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Simplex
1 Monat her

Es wird halt nun einmal ein zunehmendes städtischen Prekariat nicht nur über BGE produziert. Das muss man eben mal auch zugeben können. Die Ursache für diese Prekarisierung der Stadtbevölkerung ist jedoch, dass sich immer mehr junge Menschen sich für eine „Abhängexistenz“ bestehend aus BGE, Schwarzarbeit und Beschaffungskriminalität entschieden hat. Es geht also nicht mehr um den (bürgerlichen) Grundwert an sich, sein Leben durch Anstrengung für ehrliche Arbeit zu gestalten und zu finanzieren, sondern sich von anderen, die genau diese Werte leben, sich finanzieren zu lassen und sie dafür als Ausbeuter zu diffamieen. Reichinnek ist genau dieser Lautsprecher, der zur „Abhängexistenz“… Mehr

RA.Dobke
1 Monat her
Antworten an  Simplex

Hm, also Sie finden also Russland und die dort bestehenden gesellschaftlichen Handhabungen richtig? Warum gehen Sie dann nicht in dieses Land? Hat Ihnen die in Deutschland aus dem Mainstream der Medien kommende AgitProp Angst gemacht vor Russland, das uns demnächst überfällt? Haben Sie keine Angst, das wird nicht der Fall sein. Da erliegen Sie massiver wahrheitswidriger Agitation und Propaganda von kriegshetzerischer Seite, die sich Geld- und Machtsuppe kocht. Übrigens Parteiübergreifend nicht nur der Schwachmat von Pistorius (spd), auch solche Trickser wie Kiesewetter (CDU), Strack-Zimmermann [fdp :o)] und Hofreiter (GRÜNE) … Was wissen Sie wirklich, belegt durch Tatsachen über unser Land… Mehr

GR
1 Monat her

Irgendjemand hat mal ziemlich genau ausgerechnet, wann die UdSSR kollabieren wird, nämlich dann, wenn das Kapital (u. a. Wohnraum) aufgebraucht ist. Als Warnung an alle Neidhammel:Innen:Irgendwas: ohne vorgehaltene Möhre wäre ich nicht 10 Jahre länger zur „Schule“ gegangen, wäre fleißig gewesen und hätte Mathe studiert. Dann hätte ich meine Arbeitsleistung an die der Faulen angepasst. Und dann könntet ihr „soziale Gerechtigkeit“ blöken soviel ihr wollt, zum Ausbeuten wäre nichts da.

Klaus D
1 Monat her
Antworten an  GR

Noch schlimmer wirds dann für alle wenn es zum großen kuchen essen kommt was ja immer am ende passiert.

Wolfgang Richter
1 Monat her

„Justizministerin Hubig will den Mieterschutz verbessern. Angeblich. In Wahrheit plant sie einen Generalangriff auf alle Vermieter.“ – In diesem Leben kapieren sie es nicht mehr, leider Steuergeld alimentiert, weil vom Kreise Gleichgesinnter immer noch „gewählt“.

Leroy
1 Monat her

Wenn die Steuer 30 % der Miete auffrißt, die Linken andauert „Deckeln, Deckeln;Deckeln “ blöken, dann wäre doch eine Maßnahme um die Mieten wieder erschwinglich zu machen, die Steuerlast zu senken.

Klaus D
1 Monat her
Antworten an  Leroy

Nein – denn diese würden die vermeiter voll abgreifen siehe steuersenkung für gastwirte. Da wurde nix an den kunden weitergegeben.

Juergen Schmidt
1 Monat her

Leider reagiert TE hier wieder typisch konservativ, erklärend, klagend, harmlos, nicht zielführend. Die SPD ist nicht dumm, sie macht auch keine »Fehler«, diese Leute wissen ganz genau was sie die ganze Zeit machen. Sie fahren einen Vernichtungsfeldzug gegen private Vermieter. Private Vermietung verunmöglichen, ist die Devise. Es geht wie immer um Macht, Kontrolle, und um Pfründe für sich selbst und linientreue Günstlinge. Was anderes können Linke auch nicht. Rahmenbedingungen durch kluge Politik verbessern? Wird mit denen niemals passieren. Endziel der Entwicklung ist ein Wohnungsmarkt nach Vorbild der DDR: Du willst eine Wohnung? Beantrage sie bei unseren Genossen auf dem Wohnungsamt!… Mehr

Last edited 1 Monat her by Juergen Schmidt
Klaus D
1 Monat her
Antworten an  Juergen Schmidt

So ist es. Das wird sich ja mit der AfD ändern. Dann kann man als vermieter nehmen was man will – die marktwirtschaft regelt dann den preis. Zuerst werden die mieten natürlich ins bodenlose fallen denn die AfD politik wird die nachfrage nach wohnungen ja drastisch senken – mit ihrer migrationspolitik. Zwei fliegen mit einer klappe sprich weniger ausländer (stadtbild) und stark sinkende mieten. Wäre beides für mich ein (1) grund die AfD zu wählen.

Peter Schewe
1 Monat her

Es geht mit Riesenschritten zurück in die DDR. Staatlich festgelegte Mieten und Verstaatlichung des Wohnungmarktes führen unweigerlich zum Verfall und Ruin der Wohnsubstanz. Überall, wo der Staat den freien Markt reguliert, entstehen Schieflagen und letztlich Verfall, siehe DDR. Dort wurden Mietobjekte an den Staat verschenkt, weil die staatlich für alle Ewigkeit festgelegten Mieten den Gebäudeunterhalt unmöglich machten und so zum Verfall der Altbausubstanz führte.
Nur ein von allen staatlichen Eingriffen geschützter, freier Markt kann Angebot und Nachfrage und damit auch die Mietkosten austarieren. Alles andere führt unweigerlich in den Ruin.

Ulrich
1 Monat her
Antworten an  Peter Schewe

Die sozialistische Wohnraumbewirtschaftung hatte der Bausubstanz auf dem Gebiet der DDR mehr Schaden zugefügt als die Bomben der Alliierten. Und das mit dem „Schenken“ hatte auch nicht überall geklappt. Solange man über Zwangshypotheken (gern auch beschönigend „Lastenausgleich“ genannt) den Eigentümer pfänden kann, hat man das gemacht. Da half dann nur: Erbschaft ausschlagen. Diese Ausschlagen konnte nach 1990 rückgängig gemacht werden.

Simplex
1 Monat her
Antworten an  Peter Schewe

Der spingende Punkt ist doch, dass in der DDR sich die Werktätigen nicht einfach auf die faule Haut legen konnten und ihr sozialistisches Armenfutter bekamen. In Deutschland derzeit ca. 1 Million Alg-I-Empfänger (90% Deutsche) und 3,8 Millionen Alg-II-Empfänger (ELB), davon mind. 50% mit Migrationshintergrund und nur 65.000 Aufstocker – das sind die, die sich noch bemühen! Und das in einem kapitalistischen Land, das Reichinnek und Türmer für ein solches halten! Ja, in der DDR musste man richtig arbeiten. Und wenns wieder Hosen oder Schuhe gab, stellte man sich halt vormittags in die Reihe…..Bei uns „feiert“ man krank, weil man keinen… Mehr

OJ
1 Monat her

Frau Hubig entdeckt plötzlich ihre Liebe zu Naturkatastrophen. Die Inflation? Ein Tsunami! Die Politik? Hilflos, unschuldig, einfach überrannt von den Elementen. So ein Quatsch. Erhard wusste: Inflation ist kein Fluch, sondern Politik mit Parfüm. Erst wird Geld gedruckt bis der Drucker glüht, erst werden Märkte stranguliert und Subventionen in Stroh geblasen – und dann heißt es: „Seht her, der Vulkan!“ Frau Hubig ist naiv. Sie ist Ablenkungsprofi. Sie zündet das Haus an und zeigt empört auf die Heizung. Dann kommt sie mit der Gießkanne und beschwert sich über den Ruß an der Wand. Problem selbst gebaut, Sündenbock parat. Das ist… Mehr

Last edited 1 Monat her by OJ
Simplex
1 Monat her
Antworten an  OJ

Auch eine Frau Hubig ist Teil dieser Gesellschaft. Daniel Günther hat alles gesagt.

Der Person
1 Monat her

Die Evolution hat zwei verschiedene Fortpflanzungsstrategien perfektioniert: r (reproduction), Quantität statt Qualität, frühe Vermehrung mit wechselnden Partnern, geringe elterliche Fürsorge, kleiner Körperbau, z.B. Kaninchen. Gut für Gebiete mit „unbegrenzten“ Ressourcen (Neubesiedelung), Wettbewerb ist hier schädlich (während zwei Kaninchen sich um etwas streiten, hat das dritte schon 200 Nachkommen produziert). Und K (Kapazität), Qualität statt Quantität, elterliche Fürsorge, Monogamie, z.B. Wölfe. Gut für Gebiete mit begrenzten Ressourcen, Wettbewerb wird großgeschrieben, Konkurrenz führt zu Verbesserung. Aus diesen beiden Strategien haben sich ganz zweifellos auch die beiden gegensätzlichen politischen Standpunkte der Menschheit gebildet: progressiv und konservativ. Deswegen lehnen Linke den Wettbewerb ab, befürworten… Mehr

Lucius de Geer
1 Monat her
Antworten an  Der Person

Ausgezeichnete und erfrischende Analyse. Nur eine Ergänzung:“während die Menschen in der konservativen Bonner Republik ein Einfamilienhaus und ein Auto hatten“ – beim Auto bitte ergänzen: „mindestens“, dann passt“s 🙂

OJ
1 Monat her

Natürlich, die bösen Rentner! Sie wagen es tatsächlich, alt zu werden und trotzdem noch eine Meinung zu haben! Seit 1949 wählen sie „ihre“ Parteien SPD und CDU/CSU, als gäbe es kein Morgen. Und jetzt beschweren sich alle über die Misere? Selbst schuld! Wer sich 75 Jahre lang ausschließlich von ARD und ZDF ernährt, darf sich nicht wundern, wenn am Ende nur politischer Fast Food dabei rauskommt. Und das Allerbeste: 2029 wird es genauso weitergehen. Denn Einsicht ist bekanntlich was für Junge. Also weiter im Hamsterrad – Hauptsache, die Rente ist pünktlich auf dem Konto❗ Machen sie das Kreuz an der… Mehr

Last edited 1 Monat her by OJ
Ulrich
1 Monat her
Antworten an  OJ

Meine Güte!! Ihr Problem mit Rentnern scheint pathologisch. Es gibt hier kaum einen Artikel, bei dem Sie in Ihren Kommentaren nicht diese Kurve hinbekommen. Wenn man sich die Demos „gegen rechts“ so ansieht, ist deren Klientel vor allem bei den jüngeren Jahrgängen angesiedelt, und dort vor allem bei den staatlich Alimentierten.

Thilo Braun
1 Monat her
Antworten an  Ulrich

Alles richtig, aber OJ hat schon recht. Es sind vor allem Ältere, die CDU und SPD wählen, weil sie es schon immer so gemacht haben. Ich kenne einige, die genau so bei den Wahlen vorgehen und sich dann über die von ihnen gewählte Politik wundern. Und ja, wer ÖRR gedankenlos konsumiert, glaubt das, was dort präsentiert wird..

Simplex
1 Monat her
Antworten an  OJ

Blödsinn. Natürlich hatten wir „Rentenreformen“. Warum wurde die Rentenformel und das „Renteniveau“ so gedreht, dass wir heute eine Hungerrente haben, die eine Frechheit für dieses angeblich so reiche Land ist! Dazu hat Schröder die Erwerbstätigen in die Direktversicherung gelockt, also das 13. Monatsgehalt als Jahresbeitrag – steuerfrei und sozialabgabenfrei für die Arbeitgeber – und ein Jahr später hat er die Beiträge zur GKV auf die ausgezahlte Versicherungsleistung durchgezogen. Was war die Folge? All diese Policen waren Vermögensvernichtung, hatten eine „rote“ Rendite, hätte nie jemand abgeschlossen. Die Versicherten sind vor die Gerichte gezogen und wurden abgewatscht! Schon damals war klar, wohin… Mehr

ceterum censeo
1 Monat her

Als Hausbesitzer in selbstgenutzter Immobilie könnte man der Situation normalerweise entspannt entgegen sehen. NUR: diesen Politikern traue ich nicht für fünf Pfennig über den Weg. Denn die äußerst angespannte Lage im Mietwohnungsmarkt, die ja auf absehbare Zeit noch durch den uferlosen Zuzug verstärkt wird, wird zu Ausnahmezuständen führen. Ein Szenario: Zwangseinweisung von Asylanten in Häuser, wo die Wohnfläche der Hausbesitzer für die Politiker zu groß ist. 20qm pro Person sollte reichen. PS: was bewohnen die Politiker? Werden ihre Zweit- und Drittwohnungen/-Häuser mitgezählt?…

Marlies K.
1 Monat her
Antworten an  ceterum censeo

Heute in agrarheute über Erbpacht gelesen, ältere Frau im Reihenhaus soll statt 1000 Euro Erbpacht im Jahr an die Kirche, in 2 Jahren wenn Vertrag ausläuft, 15 000 jährlich bezahlen….
https://www.agrarheute.com/management/recht/kirche-erhoeht-erbpacht-um-5000-prozent-paechter-wollen-kirche-verklagen-639066

RA.Dobke
1 Monat her
Antworten an  Marlies K.

Eigentlich gehören die Kirchen im Interesse von Staat und Gesellschaft enteignet und bekommen eine „kleine(!)“ Entschädigung. Können ja den langen Marsch durch die Instanzen gehen. ;o) Man kann auch mal über Wucher und Schranken und Pflichten bei Anschlußverträgen nachdenken, wenn man so ein asoziales Verhalten der Kirchen zur Kenntnis nehmen muß. Ganz ähnliches Verhalten auch bei Kommunen festzustellen …

Simplex
1 Monat her
Antworten an  ceterum censeo

Quod jovi non bovi licet……
Kratzen Sie erst mal das Geld zusammen,wenn die Pflichtsanierung per EPBD im Sommer kommt! Vielleicht lesen Sie mal, was da so droht!
Vorgestern hat das EP den Ratsbeschluss zum „Klimagesetz“ bestätigt.
„..Am Dienstag unterstützten die Abgeordneten eine politische Einigung mit dem Rat über Änderungen des EU-Klimagesetzes mit 413 Stimmen bei 226 Gegenstimmen und 12 Enthaltungen. Damit wird ein neues, verbindliches Zwischenziel für 2040 eingeführt: eine Reduzierung der Netto-Treibhausgasemissionen um 90 % gegenüber 1990….“