Sebastian Kurz: Migrantenboote sollten gar nicht erst ablegen können

Um Sebastian Kurz mit Österreich im Verein mit anderen EU-Ländern, zu denen neue hinzukommen werden, bildet sich ein Kern für einen Kurswechsel der EU. Angela Merkel wird sich dem in der zweiten Jahreshälfte als Ratspräsident stellen müssen.

Emmanuele Contini/AFP/Getty Images
Wer es wissen wollte, wusste schon lange, was bei WELT Online Marcel Leubecher dieser Tage schrieb: »Anders als häufig behauptet, handelt es sich bei den in Italien Ankommenden mehrheitlich nicht um Flüchtlinge. Hauptherkunftsstaaten von Bootsmigranten im Januar waren laut italienischem Innenministerium Algerien, Elfenbeinküste und Bangladesch. Im abgelaufenen Jahr lagen vor diesen Nationalitäten noch Tunesier und Pakistaner.«

Sogar Angela Merkel nannte beim gemeinsamen Presseauftritt mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz beim Thema Migration ganz zum Schluss fast verschämt das Wort »Flüchtlinge«.

Auf WELT Online heißt es weiter: »Bemerkenswerterweise spielen Libyer im Januar wie auch im vergangenen Jahr keine Rolle, sie sind nicht einmal unter den zehn häufigsten Nationalitäten und laufen unter „Sonstige“ auf der italienischen Liste der Bootsmigranten.«

Die Schleuser lotsen die illegalen Einwanderer gezielt über Wege, wo sie keine oder wenig staatliche Kontrolle zu befürchten haben. Leubecher konstatiert: »In Libyen ist immer noch das weltweit einzigartige Phänomen zu beobachten, dass Migranten in einen Bürgerkriegsstaat wandern, aus dem selbst kaum Einheimische fliehen. Hintergrund ist die Chance, über Libyen illegal in die Europäische Union (EU) einzuwandern.«

Ursula von der Leyen und ihr Außenbeauftragter Josep Borrell sagen, sie wollten die Erneuerung der EU-Marine-Aktion „Sophia“, um das Waffenembargo in Libyen zu überwachen. Österreichs Bundeskanzler Kurz nennt das einen durchschaubaren Trick und sagte dazu auch in Berlin bei Frau Merkel erneut klar nein. Die EU-Marinemission sei in Wahrheit eine Art Hilfsmission auf der Schleuserstrecke nach Europa gewesen. Richtig wäre es hingegen, dafür zu sorgen, dass Migrantenboote in den Maghrebländern gar nicht erst ablegen könnten.

Um Sebastian Kurz mit Österreich im Verein mit anderen EU-Ländern, zu denen neue hinzukommen werden, bildet sich ein Kern für einen Kurswechsel der EU. Angela Merkel wird sich dem in der zweiten Jahreshälfte als Ratspräsident stellen müssen.

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Kommentare ( 109 )

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109 Kommentare auf "Sebastian Kurz: Migrantenboote sollten gar nicht erst ablegen können"

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God bless Sebastian Kurz!

Politik der RRG- Elite: „Jeden aufnehmen, keinen abweisen, keinen abschieben!“ Vor etwa 30 Jahren hatte Afrika etwa 250 Mio Menschen; heute 30 Jahre später, in 2020 sind es mittlerweile 1,3 Milliarden Afrikaner = 37 Mio Geburtenüberschuß/ jährlich. In 30 Jahren wird Afrika etwa 1,0 Milliarden Menschen mehr als heute haben, also etwa 2,5 Milliarden (!!) Menschen. Das zweite massive Problem in Afrika ist hausgemacht: irrsinnige Korruption der einheimischen Macht- und Geld- Elite! Afrikanische Länder stehen ganz oben auf dem Korruptionsindex. RRG- Polit Estalishment und mainstream- Journalismus, Kirche, NGOs und Flüchtlings- Versorgungs Einrichtungen : „Wir müssen unbedingt Afrika RETTEN!!“ – Kann… Mehr

Oh Gott, ist diese Kanzlerin schwach!

Schwach ist in meinen Augen eher ein Volk, dass sich von einer dermaßen gegen seine ureigensten Interessen handelnden Person vertreten lässt!
Und diese gar noch „Mutti“ tituliert!
Und sie laut aktuellen Umfragen immer noch zur beliebtesten Politikerin wählt!
Und das nunmehr schon seit mehr als 14 Jahren…
Ich bin am Verzweifeln!

Das Foto spricht mal wieder Bände: Sebastian Kurz hellwach, engagiert, um Überzeugung bemüht – Merkel halb abwesend, in sich gekehrt, desinteressiert, statt Empathie nur Sturheit ausstrahlend … Lila der letzte Versuch, heißt es ja, bitte nicht!

„Merkel nannte beim gemeinsamen Presseauftritt mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz beim Thema Migration ganz zum Schluss fast verschämt das Wort »Flüchtlinge«.“ Verbohrt, für mich nicht nachvollziehbar, ist diese offensichtliche „Hyper-Flüchtlings-Affinität“ der Vorsitzenden unserer Regierung. -Fühlt sie sich doch vielleicht immer noch, oder wieder, selbst wie ein Flüchtling, sogar im eigenen Land, zu sein? Was treibt sie an, ist es sogar Bestandteil ihres „Plans“? Sie soll diesen sogar selbst verkündet haben mit, „sie habe einen Plan“. – Dieses sture, ihr fast manisches protegieren, konträre Kulturen den Weg in unser Land zu ebnen, müsste endlich aufgeklärt werden; es sind doch erwiesener Maßen… Mehr

Sehr geehrter Herr Kurz, BITTE bleiben Sie bei Ihrer Linie! Wenn unsere BKin schon nichts für D tut, helfen Sie uns wenigstens, diesen Spuk zu beenden! Bleiben Sie hart, wir können von Österreich noch viel lernen. Danke dafür.

Es gibt Hoffnung! Nachdem ich, und vermutlich auch viele, viele andere Deutsche verzweifelt und hilflos dem „Treiben“ in Deutschland zusehen mussten, scheint es ENDLICH Hoffnung zu geben, dass sich die Vernunft doch durchsetzt. Herrn Kurz kann man nur bewundern: In jungen Jahren schon so standhaft zu sein, Ziele zu benennen und letztendlich die Wahrheit zu verteidigen: Das verdient großen Respekt! Liebe Deutsche, die ihr erkannt habt, wohin unser Land unter Merkel steuert, bleibt auch standhaft. Lasst euch nicht den Mund verbieten. Denn Deutsche sind tolle, hilfsbereite Menschen und sie dürfen laut sagen, dass ihr Land keine Reformation oder Transformation oder… Mehr

„In jungen Jahren schon so standhaft zu sein, Ziele zu benennen und letztendlich die Wahrheit zu verteidigen“. Basis dazu ist allerdings, überhaupt einen „Standpunkt“ zu haben und nicht je nach Wetterhahn zu agieren.

„Um Sebastian Kurz mit Österreich im Verein mit anderen EU-Ländern, zu denen neue hinzukommen werden, bildet sich ein Kern für einen Kurswechsel der EU.“ Die Botschaft hör ich wohl, allein mir …

Kurswechsel? In der EU? Wann?
Und selbst wenn dieser Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik irgendwann zustande käme, dann wäre das, als wenn man bereits Termiten im Haus hat und sich jetzt entscheidet die Haustür besser abzudichten.

Merkel hat fertig – hoffe ich…

Das hab ich 2015 auch schon gehört – und 2016 – und 2017…
Nach ihrer Vergabe des Postens an AKK gehe ich allerdings aktuell davon aus, dass die Unsägliche auch 2021 kandidieren will…