Lkw-Maut-Index: Deutschlands Konjunktur im Rückwärtsgang

Der Lkw-Maut-Index als Alarmsignal. Im Januar 2026 sank die Fahrleistung von LKW auf Autobahnen um 2,3 Prozent zum Vormonat, 0,9 Prozent zum Vorjahr. Weniger Lkw-Verkehr bedeutet weniger Industrie. Berlin glaubt aber weiter an die „Transformation“. Ja, sogar an die "Grüne Transformation".

picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer

Der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex, ein zuverlässiger Frühindikator für industrielle Aktivität, bestätigt, dass es im Januar 2026 weiter abwärts geht. Die Fahrleistung mautpflichtiger Lkw auf Autobahnen sank gegenüber Dezember kalender- und saisonbereinigt um 2,3 Prozent. Im Jahresvergleich liegt der Index 0,9 Prozent unter dem Wert von Januar 2025.

Die Abnahme der Transportleistung ist keine statistische Petitesse, sondern ein nüchterner Blick auf die Realität. Weniger Lkw bedeuten weniger Produktion, weniger Warenbewegung, weniger Geschäft. Während Berlin weiter von „Transformation“, „Wachstumsimpulsen“ und „Resilienz“ spricht, gibt der Bericht darüber Auskunft, was die Regierung lieber verschleiern würde. Deutschlands Wirtschaft geht es immer schlechter. Zu hohe Kosten für Energie, Sozialkassen, Bürokratie, zu hohe Steuern und eine einzigartige Abgabenlast zwingt immer mehr Unternehmen in die Insolvenz oder ins Ausland.

screenshot/ Destatis

Besonders entlarvend ist, dass sogar Behörden den Index als Frühindikator für die Industrieproduktion bezeichnen. Der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex ist etwa einen Monat vor dem Produktionsindex verfügbar und nimmt die Konjunkturentwicklung vorweg, so das Statistische Bundesamt auf seiner Webseite.

Deutschland, einst Exportmaschine, hat sich nicht nur an Gewalt, Messer und an Morde im Nahverkehr gewöhnt, sondern auch an wirtschaftliche Stagnation, alles blockierende Bürokratie, Bildungsverfall und einen allgemeinen Stillstand.

Wie gut, dass Finanzminister Klingbeil erkannt hat, dass Deutschland seine Strukturen reformieren müsste. Was er damit wohl gemeint haben könnte?

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Kommentare ( 3 )

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ceterum censeo
7 Minuten her

Natürlich ist es ein sehr persönlicher Eindruck (den der Artikel natürlich bestätigt), aber ich bin Wochentags viel auf Autobahnen unterwegs. Mein Eindruck ist, daß der LKW-Verkehr in den letzten ein, zwei Jahren deutlich abgenommen hat. Früher Elefantenrennen oder dutzende LKW hintereinander, jetzt Platz ohne Ende. In der Automobilindustrie wurde das Lager auf die Strasse verlegt (Just-in-Time-Lieferung). Die Produktion ist ja bekanntermaßen deutlich zurück gegangen – damit sind die Ersatzteile nicht mehr auf der Bahn. Und der Rest an Produktionsverlagerung/-einschränkung dürfte sich auch darin spiegeln.

Klaus D
1 Stunde her

Weniger Lkw-Verkehr bedeutet weniger Industrie….das stimmt so nicht ganz. So sind die leerkilometer stark gestiegen zwischen 2005 und 2022. Es kann also sein das aufgrund des kostendrucks diese reduziert werden oder das man den warenhandel besser organisiert hat (lkw auslastung). Man glaubt ja gar nicht wie viele lkw mit nur halber ladung durch die gegend fahren.

swengoessouth
1 Stunde her

Ist doch großartig, die GRÜNE Transformation funktioniert. Das Ziel Net Zero, also kein LKW Verkehr mehr, kommt Stück für Stück näher. Weiter so und Deutschland großräumig umfahren…