Lehrer in Belgien zeigt Mohammed-Karikatur – suspendiert

In einem Brüsseler Problemviertel hat ein Lehrer über die Ermordung von Samuel Paty gesprochen und seinen Schülern ebenfalls Karikaturen von Charlie Hebdo gezeigt. Dafür wurde er nun suspendiert.

imago Images/Hans Lucas

Der Lehrer einer Schulklasse im Brüsseler Stadtteil Molenbeek ist suspendiert worden, nachdem er mit seinen Schülern über die Ermordung des französischen Lehrers Samuel Paty gesprochen hatte, der wegen des Zeigens einer Mohammed-Karikatur enthauptet wurde. Hierbei zeigte der Brüsseler Lehrer seinen Schülern dieselbe Karikatur, die auch Paty seinen Schülern gezeigt hat.

Wie AFP meldet soll der Lehrer nach Beschwerden mehrerer Eltern suspendiert worden sein, begründet wurde dies von Seiten eines Sprechers der Bürgermeisterin Catherine Moureaux damit, dass die Zeichnung „obszön“ sei – Mohammed wird bei der Karikatur „Une étoile est née“ von Charlie Hebdo nämlich nackt dargestellt.
Dies sei nicht angemessen für das Alter der Kinder, bei denen es sich um 10-11-jährige der fünften Klasse einer Grundschule handelt. Der Lehrer muss sich nun einem Disziplinarverfahren stellen.

Heft 11-2020
Tichys Einblick 11-2020: Wieviel DDR steckt heute in Deutschland?
Der Stadtteil Molenbeek ist in der Vergangenheit bereits im Kontext islamistischer Terroristen in die Schlagzeilen der internationalen Presse geraten.
So waren in dem Stadtteil mehrere terroristische Zellen und Drahtzieher größerer Terroranschläge wie in Casablanca 2003, Madrid 2004, Paris 2015 oder Brüssel 2016 beheimatet.

In einer Zeit, in der Europa immer mehr unter muslimischen Parallelstrukturen und islamistischem Terror leidet und sich innen- und außenpolitisch in einem Abwehrkampf gegen den Fundamentalismus der islamischen Welt befindet, muss die Meinungs-, Presse- und Redefreiheit gerade für kontroverse Islamkritik verteidigt werden. Dass die Politik hier stattdessen Islamkritik weiter tabuisieren will, ist ein handfester Skandal. Statt Lehrern den Rücken zu stärken, die den bemerkenswerten Mut beweisen, sich von diesem schlimmen Terrorakt nicht einschüchtern zu lassen, vollendet man lieber die Agenda des politischen Islams.


Maximilian Zimmermann ist Autor des Jugendmagazins Apollo News

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Kommentare ( 84 )

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Deutscher
1 Monat her

Wer nicht gleich geköpft wird, wird wenigstens entlassen. Der Staat als Vollstrecker des Islam. Bravo! So macht weiter!

Bea McL
1 Monat her

In der EU/Deutschland werden Kinder ab 4 Jahren zwangssexualisiert, und 10- und 11jährigen Schülern kann man keine nackte Comicfigur zumuten. Wer diese Begründung glaubt, der glaubt auch noch Merkel ist konservativ.

Deutscher
1 Monat her
Antworten an  Bea McL

Wir brauchen einen Trump.

h.milde
1 Monat her

Chapeau, vor diesem Lehrer(!).
Ich denke daß er genau wußte was er tat, vllt. wollte er damit auch einen Prezendenzfall in Belgien schaffen? Hat vllt. auch keine Lust mehr bildungsverweigernde FDGO-averse religioidfanatisierte Prinzchen und kleine verhüllte Mädchen zu unterrichten? Q.e.d?

Steffen Jonda
1 Monat her

Ach was – komplett richtig so! Wie kann dieses Nazischwein es wagen unseren Propheten zu zeigen? Wir werden schon noch mit ihm und seinesgleichen abrechnen… Das sind so die Gedanken bei ca. 75% der Unter-21jährigen Muslimie in Frankreich… nett, nicht? In Deutschland dürften die Ergebnisse ähnlich sein. Dabei wäre es so einfach – Solidarität zeigen. ALLE Zeitungen zeigen 4 Wochen lang auf der Titelseite eine Mohammed-Karikatur, mit der Begründung „Freiheit ist wichtiger als religiöser Fanatismus“. Und der Staat reagiert auf die „besonders empört/agressiv reagierenden Muslime“, überwacht und – ggf. verhaftet/schiebt sie ab, soweit möglich. Auch wenn derartige Bilder jemanden „erregen“… Mehr

AJMazurek
1 Monat her

Toleranz a la Voltaire – Dominanz der Starken und Unterwerfung der Schwachen. Who is who?

CIVIS
1 Monat her

So etwas nennt man dann GELEBTE SOLIDARITÄT mit Frankreich und den europäischen Freiheitswerten !

traene im ozean
1 Monat her

Michel Houellebecqs „Soumission“ nimmt schneller Gestalt an, als man Karikaturen hochhalten kann …!

Rasio Brelugi
1 Monat her

Ich weiß nicht, ob das Verhalten des Lehrers mutig war oder ignorant. Ignorant gegenüber dem gesellschaftlichen Fakt, dass der Islam das Leben in Westeuropa schon lange (immer mehr) bestimmt: westliche Schlampen, die sich am falschen Ort aufhalten (z.B. Kölner Hauptbahnhof) werden sexuell belästigt oder vergewaltigt Schüler, die das Pech haben, an Schulen mit großem Muslimen-Anteil zu sein, werden gedemütigt, bedroht und geschlagen Eltern und Schüler bzw. Kindergartenkinder werden genötigt, beim Speiseplan und Festivitäten, sich mit dem muslimischen Speisen zufriedenzugeben Kritiker des Islam werden grausam ermordet oder werden mit Mord bedroht. Der heldenhafte Abwehrkampf „unserer“ Politiker oder „unserer“ Behörden beschränkt sich… Mehr

Last edited 1 Monat her by Rasio Brelugi
Fritz Wunderlich
1 Monat her
Antworten an  Rasio Brelugi

…….. Die Regierung und die ihr zuarbeitende Scheinopposition will die einzige parlamentarische Opposition dieser Islamisierung durch Verschweigen ……. Das wäre ja moralisch noch edelmütig. Die Methoden zur Vernichtung der Islamisierungsopposition sind Diffamierung, Hetze, Gewalt, Mißbrauch des Verfassungsschutzes, Einschüchterung, Gesetzesbruch, Rückgängigmachen von Wahlen … usw. …

Der Michel
1 Monat her

Nennt sich „entschlossener Kampf gegen Islamismus“… zumindest nach Orwell’schem Neusprech.

imapact
1 Monat her
Antworten an  Der Michel

Der Islamismus beginnt genau hier, im ganz gewöhnlichen Alltag, wenn Moslems es schaffen, der Gastgesellschaft ihre Regeln aufzudrängen. Und eben nicht erst, wenn Köpfe abgeschnitten oder Massaker angerichtet werden.
Ein starkes Stück übrigens, daß der Lehrer gleich vom Dienst suspendiert wurde. Dürfte nun nicht immer der Fall sein, wenn Eltern sich über einen Lehrer beschweren, daß man gleich zu derart drastischen Maßnahmen greift.

Deutscher
1 Monat her
Antworten an  imapact

Schon das geringste Entgegenkommen ist ein Schritt in die falsche Richtung.

Werner Geiselhart
1 Monat her

Der Lehrer wird angeblich suspendiert, weil er M. mit Schniedel gezeigt hat.
Bei 10-11jährigen Schülern soll das also ein lebenslanges Trauma hervorrufen.
Da wundert es mich doch, dass bei uns im Rahmen von Diversitätsunterrichtung sämtliche Spielarten von Sexualität, auch mit Hilfe von Bildern, den Schülern nahegebracht werden. Wie siehts da mit Traumatisierung aus. Allerdings fehlt hier natürlich der Turban;-)