Landtagswahl: Ampel-Klatsche in Schleswig-Holstein

Die CDU gewinnt die Landtagswahl in Schleswig-Holstein deutlich. Klarer Verlierer sind SPD und FDP, aber auch die Grünen verfehlen ihr Wahlziel. Die AfD muss um den Einzug in den Landtag bangen.

IMAGO / Willi Schewski
SPD-Spitzenkandidat Thomas Losse-Müller, Politiker

CDU-Ministerpräsident Daniel Günther kann sich freuen: Gemäß erster Prognosen hat seine CDU bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein einen klaren Wahlsieg eingefahren. Mit 43 Prozent lässt die Union ihre Mitbewerber weit hinter sich. Die Grünen rücken mit 17 Prozent auf Platz 2 vor, bleiben aber deutlich hinter ihren Erwartungen zurück. Die SPD kommt lediglich auf 15,5 Prozent. Zweiter großer Verlierer der Wahl ist die FDP – 4,5 Prozentpunkte verliert die Partei und kommt nur noch auf 7 Prozent. Die Linkspartei rangiert bei rund 2 Prozent nur noch unter „Sonstige“, die AfD muss um den Einzug in den Landtag bangen.

Bemerkenswert sind vor allem die Verluste von SPD und FDP: Die Sozialdemokraten verloren im Vergleich zur Landtagswahl 2017 über 10 Prozentpunkte und halbierten ihr Ergebnis fast. Die Liberalen verloren 4,5 Prozentpunkte. Auch die Grünen verfehlten ihr Wahlziel aber deutlich. Damit ist das Ergebnis für alle Ampel-Parteien ernüchternd – und ein Warnschuss für die Politik der Bundesregierung, die diesen Wahlkampf ohnehin überschattete.

Dem Gegenüber steht nicht nur der deutliche Sieg der CDU, die ein Plus von 11 Prozent verzeichnen kann – auch die Partei der dänischen Minderheit, der SSW, gewinnt 2,7 Prozent.

Beobachter vermuten, dass der siegreiche Ministerpräsident Günther eine Fortsetzung seiner Jamaika-Koalition anstrebt. Allerdings wären sowohl ein schwarz-grünes als auch ein schwarz-gelbes Bündnis im Norden möglich. Ein Bündnis gegen die CDU von SPD, Grünen, FDP und SSW ist aktuell rechnerisch knapp möglich, aber sehr unwahrscheinlich.

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