Kubicki über Altmaier: „Es wäre gut, wir hätten einen professionelleren Menschen in dieser Verantwortung“

Wolfgang Kubicki hat die Bundesregierung und insbesondere Peter Altmaier erneut scharf kritisiert. Im Netz folgt ein Shitstorm mit wüsten Unterstellungen. Doch der FDP-Politiker legt nach.

IMAGO / Political-Moments
Wolfgang Kubicki

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki hat erneut scharfe Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung geübt. Im Interview mit der Bild-Zeitung beklagte er unter anderem, dass die Überbrückungshilfe III erst frühestens Ende März ausgezahlt werden kann. In Bezug auf den dafür zuständigen Wirtschaftsminister Peter Altmaier legte er nach: „Es wäre gut, wir hätten einen professionelleren Menschen in dieser Verantwortung.“

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Er warnte auch vor drohendem Unmut in der Bevölkerung über die andauernden Maßnahmen: „Die Wut wird irgendwann in Gewalttätigkeit umschlagen, das befürchte ich.“ Im Netz entlud sich sogleich großer Unmut, Kubicki wurde Gewaltverherrlichung vorgeworfen. Einer Twitter-Nutzer schreibt: „So redet man die Gewalt herbei“, ein anderer: „Kubicki legitimiert mit solchen Aussagen die Gewalt.“ Den Nachsatz mit „befürchten“, ignorierten viele, die ihn zitierten.

Doch der FDP-Politiker gibt sich unbeeindruckt und hat auf Facebook schnell nachgelegt. Im Hinblick auf die neue Kritik eines Leopoldina-Mitglieds, die Bundesregierung würde die Wissenschaft für ihre Zwecke einspannen, schrieb er:
„Eine Institution, die die Bundesregierung eigentlich unabhängig beraten soll, macht sich überflüssig, wenn sie sich zum willfährigen politischen Instrument machen lässt. Und eine Bundesregierung, die sich mit angeblicher wissenschaftlicher Expertise schmückt, um leichter härteste Grundrechtsbeschneidungen vornehmen zu können, zerstört das Vertrauen der Menschen in die Lauterkeit staatlichen Handelns.“


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Kommentare ( 139 )

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Imogen Tabbs
5 Monate her

„Professionelleren“ ist gut! Haha! Ein Professioneller würde schon reichen, und wäre eine fundamentale Verbesserung.

daldner
5 Monate her

Altmaier ist nicht wegen seiner Kompetenz auf dem Posten, sondern weil Merkel ihn für seine Fahnentreue belohnen wollte. Und er zeigt sich auch jeden Tag sehr dankbar, indem er ihre Politik in allen möglichen Talkshows in den Himmel hebt und über jeden Zweifel hinweglabert. Und gegenüber Michael Glos ist er doch ein echter Gewinn

Waehler 21
5 Monate her

Herr Altmaier hat sich seine Kritik redlich verdient, allerdings nicht plakativ populistisch. Drohender „Unmut“ und verschleppte Überbrückungshilfe. Na so was schlimmes! Wenn Herr Kubicki nicht konkreter werden kann, sollte er lieber seine Klappe halten.
Die Opposition im Bundestag ist tot, es gibt nur noch Zombies.

Son of Bezzerk
5 Monate her

Bei dieser gefährlichen Mischung aus komplett Unfähigen und Größenwahnsinnigen Gestalten die so reflektiert Arbeiten wie Amöbenruhr ist es komplett Sinnlos um eine Änderung dieses Weges zu plädieren,da die Menschen in Deutschland erst aus ihrer Homeoffice Gemütlichkeit aufwachen wenn sie in ihren Städten rumlaufen und jeder 2 Laden leer ist jede 2 Gastwirtschaft so Mausetot ist wie nur irgend was, und sie selber keine Kohle und keinen Job mehr haben und nicht mehr wissen wie sie ihren ganzen Wohlstandsmüll bezahlen und dann noch ne Woche im dunklen Sitzen dank der Energiewende und vielleicht dann sind diese ganzen Gegenderten Trottel bereit diesen… Mehr

IJ
5 Monate her

Herr Altmaier sollte bei Bibel-TV anheuern als Fernheiler und Gesundbeter – oder bei einer Koch-Show als Wettesser – oder beim Dänischen Bettenlager als Matratzentester – oder beim Oktoberfest für den Wettbewerb um die größte Lederhose der Welt. Unterschätzen sie Herrn Altmaier nicht. Der Mann hat noch endlos Karriereperspektiven, die zu ihm passen …

Last edited 5 Monate her by IJ
Olaf W1
5 Monate her

Herr Kubicki, Sie sind im Wahlkampf und da braucht es solche Stilblüten, schon klar. Aber wissen Sie es nicht besser? In den letzten Jahren haben auch Sie und Ihre Partei die Entwicklung mitgetragen, dass „Lauterkeit“ und staatliches Handeln sich spinnefeind geworden sind und sich faktisch gegenseitig ausschließen. Warum also diese Theatralik? Politik vertrauen bereits sehr viele Menschen – zu Recht – in diesem Land nicht mehr. Da ändern auch reißerische SM-Posts nichts dran. Ihre Chance, sich als echte Opposition zu etablieren haben Sie ausgeschlagen, als Sie sich weigerten, die AfD als das anzunehmen, was sie ist: die größte Oppositionspartei. Diesen… Mehr

DELO
5 Monate her
Antworten an  Olaf W1

Egal, was eine Opposition schlaues oder weniger schlaues von sich gibt, schon kommt hier ein „Schöngeist“ und macht auf diese bescheuerte AfD aufmerksam. Von wegen „größte Oppositionspartei“: Größter Chaoshaufen der deutschen Geschichte mit unzähligen Stilblüten als Möchtegern-Politiker.

Olaf W1
5 Monate her
Antworten an  DELO

Ah! Sie favorisieren „Berufspolitiker“, ja? Wenn normale Bürger sich politisch engagieren und eine Partei gründen wie die AfD, dann führt gelebte Demokratie eben zu diesem „Chaos“. Das zeigt eben, dass noch nicht alle blind dem/der Parteivorsitzenden folgen und sich wegen interner Klüngeleien verraten und verkaufen. Was daran also schlimm ist, erschließt sich nicht. Und da es keine Alternative zur Alternative gibt (die Blockpartei schließe ich ausdrücklich als Wahloption aus) und ich meine Stimme nicht an die Tierschutzpartei vergeuden möchte, bleibt es bei blau. Die Grünen haben übrigens auch so angefangen bis man irgendwann sich aklimatisiert und angepasst hatte. Heute sind… Mehr

bfwied
5 Monate her
Antworten an  DELO

Glauben Sie tatsächlich nur den ÖR und sonstigen Regierungslobhudlern? Man muss nicht mit allem einverstanden sein, was die FDP oder auch die AfD sagt, aber man sollte sich selbst ein Bild machen, die Reden etc. kritisch analysieren, dann konkret darauf eingehen. Aber das, was Sie hier von sich gaben, ist reines Nachplappern einer Medienlandschaft, die fast nur noch sozialistisch framed und bösartig pauschal verurteilt. Will man etwas wissen, so hat man das zu studieren, das Original auseinanderzunehmen. Alles andere bedeutet dem Hörensagen glauben, grässlicher Unfug, einer Demokratie nicht würdig.

Hanno Spiegel
5 Monate her
Antworten an  DELO

„Chaoshaufen der deutschen Geschichte“
Schön leise bleiben:
Die nachweisbar größte Anzahl an ehemaligen Nazis in den einzelnen Regierungen des Bundestages hatten welche, noch heute aktuellen Parteien?
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_t%C3%A4tig_waren
In dieser Liste werden Politiker aufgeführt, die Mitglied der NSDAP und/oder einer ihrer Gliederungen SA oder SS waren und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine Rolle in der Politik spielten.

RNRHCKL
5 Monate her
Antworten an  Olaf W1

Dann haben wir eben keine „Lauterkeit“ mehr, sondern dafür den Herrn Lauterbach, das muss reichen.

Old-Man
5 Monate her
Antworten an  Olaf W1

Es ist so, wie wenn der Dieb „haltet den Dieb“ ruft, jeder versucht jetzt von sich und seiner Verantwortung ab zu lenken, in der Hoffnung, der Wähler wird es nicht bemerken, aber er hat es schon lange bemerkt, und deshalb wird die FDP nach der Wahl das Schild an der Tür „Wir müssen draußen bleiben“ lesen können.

teufelsknecht
5 Monate her

meister kubicki gut gebrüllt, endlich erwacht der widerspruchsgeist der opposition wieder….

Sagen was ist
5 Monate her

Der Staat und lauter?

Da murmelt der Bach so vor sich hin …

oder wer verlässt das sinkende Schiff immer zuerst?

Peter Silie
5 Monate her

Mit jemanden wie Donald Trump an der Spitze, würde das hier ganz anders laufen. Und zwar viel besser.

janapier
5 Monate her
Antworten an  Peter Silie

Eine deprimierende Erkenntnis…

andreask90
5 Monate her

Man muss darüber einfach mal genüsslich nachdenken:
Wenn man bei den MSM über Wahlbetrug spricht, wird der Kommentar als „Unterstellung“ gelöscht.
Eine Unterstellung ist eine nicht bewiesene Behauptung.
Wenn man nicht beweisen kann, dass es KEINEN Wahlbetrug gab, ist …
Ich freu mich schon auf Freitag. Vielleicht ….

Peter Silie
5 Monate her
Antworten an  andreask90

Der Behauptende ist immer beweispflichtig. Wenn jmd behauptet, es habe einen Betrug gegeben, so muß er dies beweisen können. Nicht der Beschuldigte muß seine Unschuld beweisen.

andreask90
5 Monate her
Antworten an  Peter Silie

Schöner Satz, hat aber überhaupt nichts mit meinem Kommentar zu tun.
Beispiel Mathematik: es gibt zahlreiche Behauptungen, die publiziert werden, damit jemand einen Beweis liefern kann.
Beispiel Wahlbetrug: es gibt inzwischen zahlreiche Beweise dafür, die aber nicht publik gemacht werden, weil die MSM sie zensieren.

honky tonk
5 Monate her
Antworten an  Peter Silie

Man gibt den „Behauptenden keine Möglichkeit“ ihre Behauptungen vor Gericht zu beweisen oder überhaupt über große Platformen zu verbreiten.Da sie das wissen müssten mutet ihr Kommentar doch eher zynisch an.
Wenn die Demokraten so überzeugt von fairen Wahlen sind dann hätte es doch kein Problem dargestellt forensic audits durchzuführen.