Infelix Austria: Van der Bellen doppelt daneben

Erst sagt er was, dann braust ein Sturm, dann legt er nach. Am Ende war's ein Missverständnis – schon ein Kreuz mit dem Präsidenten! Nein, nicht Donald, 70, der Entfesselte, sondern Alexander van der Bellen, 73, Austria, pfeift die Entrüstung ums präsidiale Haupt.

Screenshot: ORF

Fast hätte er die ersten 100 Tage im Amt grandios absolviert. Er besuchte die älteste Bäckerei Salzburgs (Stiftsbäckerei St. Peter), eine Polizeistation in Ober-Österreich, das Vorwerben für die Special Olympics in Ramsau, stellte das präsidiale Haupt für Selfies mit Gymnasiasten in Graz zur Verfügung. Was man halt so macht in dem Job. Er empfing illustre Gäste wie Prince Charles und seine Camilla, ja, sogar der „Arnie aus Kalfurnien“ kam auf einen Sprung vorbei.

Auch das tägliche Pflichtinterview mit dem ORF absolvierte er jedes Mal mit Bravour. Ja, Kruzitürken! Wenn einem einmal ein Satz rausrutscht, ist alles fürn Orsch! Dabei sah es zunächst wieder nach einer dieser faden Veranstaltungen aus, die den grünen Professor eh unterfordern. 24. März, „Diskussionsrunde vor Schülern und Schülerinnen im Haus der Europäischen Union“ stand in seinem Präsidentenkalender. Ah geh herst! Bisserl EU, Krieg und Frieden, bisserl Zukunft.

Da ist es doch kein Wunder, dass es mal aus ihm herausbricht! „Es wird noch der Tag kommen, an dem wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen – alle – aus Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun”, hat er da gesagt. Dabei mag er gar keine Kopftücher! Hat er später gesagt. Es geht um Solidarität. Wie bei einem Nackerten-Tag aus Solidarität mit der Freikörperkultur. Oder einem Veggieday zur Unterstützung der verfolgten Vegetarier. Da wird Frau doch mal ein Kopftuch tragen können! Ob die dann auch drei Schritte hinter ihrem jeweiligen Pascha herlaufen muss, hat der Präsident nicht weiter ausgeführt. Schade, das täte sich der „Mörtel“-Lugner bestimmt auch wünschen. Einmal im Jahr Herr im Haus und auf der Straße!

Nein, statt den Tag des Herrn ein wenig auszuformulieren, verfing sich Van der Bellen im Historischen. „Wenn ich mich recht erinnere“, begründete der Ösi-Präsi seinen Vorschlag, „haben die Dänen während der deutschen Besatzung doch etwas Ähnliches gemacht: Und nicht-jüdische Dänen haben angefangen, den David-Stern zu tragen“.

Uiuiui, da kann er aber froh sein, dass Österreich mit dem Dritten Reich rein überhaupt nichts zu tun hatte – und alle (bis auf den Einen aus Braunau) im Widerstand waren. Muss man den österreichischen Präsidenten darauf hinweisen, dass die Juden in Dänemark den Stern nicht freiwillig trugen – oder wäre das eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten unseres Nachbarlandes?

Und wie ist seine Aussage „Ich bin kein Freund des Kopftuches, aber es gibt in Österreich Meinungsfreiheit und es gibt auch Bekleidungsfreiheit, würde ich meinen, die damit zusammenhängt“ zu verstehen?

Alles ein Missverständnis – heißt es jetzt aus dem Büro von Van der Bellen. Von wem?

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Kommentare ( 193 )

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Dabei wäre es für die Augen der westlichen Welt viel gesünder und erträglicher, wenn Van der Bellen einfach selbst ein Kopftuch tragen würde. Der Mann hätte im Iran kandidieren müssen, da passt er bildungs-und-kulturtechnisch einfach besser hin.

Danke für Ihre Antwort. Ich stimme Ihnen auch hierin selbstverständlich zu, allerdings kam das „selbst“ Einstein bei mir etwas missverständlich an.

Übersetzen wir mal: „(…) aus Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun” mit »als Geste der Unterwerfung«.

Dann heißt es:

„Es wird noch der Tag kommen, an dem wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen – alle – als Geste der Unterwerfung.”

Da klingt doch VdBs Satz gar nicht mehr so senil.

Daher verstehe ich auch, daß der hellösterreichische Präsident sich jetzt mißverstanden fühlt.

Oberösterreich ohne Bindestrich, schöner heisst es »in DER Ramsau« und – wenn schon, dann – »Kal–i–furnien«. »Sunst« ein toller Text! Danke 🙂

Lesenswert, wie es die Österreichischen Atheisten sehen:

http://www.atheisten-info.at/infos/info3559.html

Statt von den österreichischen Frauen was zu fordern, sollte Seine
Demenz Van der Bellen mit gutem Beispiel vorangehen und selber Kopftuch tragen.
Das wäre ein mutiges und deutliches Zeichen! Manche würden zwar sagen, von
Senilität, aber das wären dann sicherlich bloß missgünstige Hofer-Wähler.

Ein weiterer Beweis für die beeindruckende Qualität unseres Politikpersonals. Was oberflächliche Beobachter auf den ersten Blick als Schwachsinn abtun mögen, ist in Wirklichkeit ein raffinierter Befreiungsschlag gegen die Kopftuchphobie, die Islamophobie, die Xenophobie und die soziale Ungerechtigkeit. Ich empfehle Chulz, die Forderung nach der Kopfwindel für alle zu übernehmen und als spezifisch deutsche Variante zusätzlich noch die Vollverschleierung für Mutti zu fordern. Ich freue mich schon, Mutti als BMO (Black Moving Object) durch den Bundestag fegen zu sehen.

Kleine Korrektur: Der „EINE“ würd imma noch in cäpitol ledders geschrehm ! 🙂

Räusper….. was würde dann mit den Frauen passieren, die keine „Solidarität“ zeigen wollen und kopftuchbefreit bleiben wollen? Ich kann mich mit dieser islamischen Ideologie nicht gemein machen, never ever!

Eines hat diese unsägliche Äußerung van der Bellens gezeigt: Er hat keine Ahnung vom politischen Islam – im besten Fall nehme ich noch an, der Herr ist einfach senil, sollte dann aber schnellstens abtreten.

„Er hat keine Ahnung vom politischen Islam.“
Es gibt keinen politischen Islam oder Islamismus!
Ebensowenig wie es einen nichtpolitischen Islam gibt.

Es gibt nur einen Islam und das ist der Islam, der im koran beschrieben wird. – Leider!

Öffentlich ausgepeitscht?

Ich erhöhe auf Steinigung. (Sarkasmus )

Gott, ist der Typ kaputt! C2 oder schon Demenz? Sein Gesicht spricht Bände ?