Generalstaatsanwaltschaft München: „islamistischer Hintergrund“ der Würzburg-Morde liegt nahe

Landeskriminalamt Bayern und Generalstaatsanwaltschaft München haben sich in einer gemeinsame Presseerklärung zur Bluttat von Würzburg geäußert. Ein islamistisches Motiv steht im Mittelpunkt.

IMAGO / BeckerBredel

Die Ermittlungen zu den Würzburg-Morden wurde von der Bayerischen Zentralstelle für Extremismus und Terrorismus (ZET) übernommen, dieser Schritt wurde nun in einer gemeinsamen Presseerklärung von Generalstaatsanwaltschaft München und Bayerischem Landeskriminalamt damit begründet, dass „ein islamistischer Hintergrund für die Taten naheliegt“.

Es heißt weiter: „Im Mittelpunkt der Ermittlungsarbeit steht derzeit die Untersuchung der Gegenstände, die beim tatverdächtigen 24-jährigen Somalier sowie in dessen Wohnung sichergestellt wurden. Darunter sind auch zwei Handys. Deren Inhalt müssen die Ermittler nun auswerten und in einem nächsten Schritt mit Hilfe von Islamwissenschaftlern bewerten. Außerdem gehen die Ermittler derzeit mehr als hundert Spuren nach. In diesem Zuge soll vor allem die Frage nach der Motivlage hinter der Tat beantwortet werden.“

Die Ermittlungen dauern an. Zuletzt hatten sowohl Teile der Bundesregierung als auch einige Öffentlich-Rechtliche Anstalten versucht, einen möglichen „islamistischen“ Hintergrund aus dem Diskurs zu drängen.

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Kommentare ( 24 )

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Tibs50
3 Jahre her

Was kein noch normal denkender Mensch für möglich gehalten hätte, ist doch noch eingetreten: diese Messermorde mit drei Toten sollen einen rassistischen, rechtsradikalen Hintergrung haben. In der Berliner Morgenpost erschien heute ein Artikel, 3/4 Seite lang, nach dem Jibril A., ein überaus „freundlicher und aufgeschlossener junger Mann“, der sogar sein Selbsgekochtes mit der Reporterin teilen wollte. Die Verfasserin dieses Helden-Epos von 2018 ist eine „Social-Media-Koordinatorin bei der Deutschen Welle“, Johanna Rüdiger. Da erzählt der sympathische junge Mann, wie er und sein Kumpel, der ebenfalls sehr sympathischer und offenherziger Saifullah Z. in Chemnitz verprügelt worden sind, weil sie zufällig bei einer… Mehr

Fred Katz
3 Jahre her

„Der Islam gehört zu Deutschland“, das ist die wichtigste Regierungsmaxime!
Trotzdem behauptet Merkel, das Attentat richte sich gegen alle Religionen!
Nein, der Täter hat ja auch nur geschrien, was jeder gläubige Muslim denkt: Es gibt keinen Gott, außer Allah! Und wenn Millionen Deutscher das nicht anerkennen wollen und seine Anhänger in Obdachlosenunterkünften verkommen lassen, dann kommt es halt zum Dschihad in Deutschlands Einkaufsstraßen!

Wilhelm Roepke
3 Jahre her

Die Frauen werden im September dennoch zu einem größeren Teil die Altparteien wählen als die Männer. Gegen Selbstaufgabe ist kein Kraut gewachsen.

Kassandra
3 Jahre her

Hier wird ein „Bewegungsprofil“ des Somaliers seit seiner Ankunft im Mai 2015 durch Deutschland versucht: https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/spurensuche-wie-kam-der-24-jaehrige-somalier-nach-wuerzburg-art-10623490
All das ist noch sehr, sehr unvollständig. Aber hinsichtlich des eigenen Vorteils scheinen solch Einwanderer recht erfindungsreich?
Was läuft hier uns allen zu Lasten eigentlich wirklich?

Kassandra
3 Jahre her

Wieder Fehler über Fehler der Behörden, uns zu Lasten – und mit schlimmstem Ausgang. Und dumm für Opfer, wenn die Richtlinien der Politik nicht zur Realität passen: „Der 24-Jährige reiste nach eigenen Angaben am 06.05.2015 von Italien nach Deutschland ein, nachdem er zuvor über Nordafrika und das Mittelmeer nach Italien gelangt war.“ „Im Januar 2021 teilte ein Zeuge mit, dass er (der Zeuge) im Jahre 2015 ein Telefonat des 24-Jährigen aus einem benachbarten Zimmer mitgehört habe, in welchem der 24-Jährige erzählt habe, dass er in Somalia in den Jahren 2008/2009 für die Terrororganisation al Shabaab Zivilisten, Journalisten und Polizisten getötet… Mehr

Last edited 3 Jahre her by Kassandra
Dr_Dolittle
3 Jahre her

Ob islamisch, islamistisch, islamterroristisch oder nicht – wenn die Gesetze genauso streng angewandt würden wie bei alten weißen Maskenverweigerern in der Fußgängerzone wäre er nicht mehr hier. Decourvrierend ist auch die unterschiedliche Instrumentalisierung im Vergleich zu Hanau – beide Täter sind psychisch krank – aber der eine gleicher als der andere….

Kassandra
3 Jahre her
Antworten an  Dr_Dolittle

Der Somalier könnte auch einfach ein ausgebildeter „Soldat“ sein: https://mena-studies.org/de/tuerkei-hat-tausende-somalier-ausgebildet-wird-ihr-ziel-libyen-sein/#
Wurde nicht vielfach über Kindersoldaten, gerade aus Somalia, berichtet? Kann man das irgendwie überprüfen, bitte?

Last edited 3 Jahre her by Kassandra
Seemann
3 Jahre her

Morgen heißt es dann, daß sich der Anfangsverdacht nun doch nicht bestätigt habe. Kennen wir doch alles schon.

Ruhrler
3 Jahre her

Manchmal fasse ich es nicht. Ein Muslim geht unter „Allahu akbar“ rufen mit einem Messer gezielt auf Frauen los, brüstet sich nach der Tat das das „sein persönlicher Beitrag zum Dschihad“ wäre und es wird Propagandamaterial der IS gefunden. Reicht immer noch nicht? Muss der noch eine eidesstattlicher Erklärung ablegen? Wen wollen die Behörden denn noch verarxxxen? Mich sicher nicht!

Deutscher
3 Jahre her

Nun, auf jeden Fall war es Hass. Offenbar Hass auf Weiße, Hass auf Frauen.

EinBuerger
3 Jahre her

Ob demnächst die Verantwortlichen der Staatsanwaltschaft München ausgetauscht werden?