G20 in Hamburg: „Polizei hat die Bilder erzeugt“

Das Neue Deutschland, einst Zentralorgan der Vorgängerorganisation der Partei DIE LINKE, der SED, und heute zu 50% im Besitz der Partei, kritisiert in einem Kommentar, dass die Menschen sich so sehr über die brennenden Autos aufregten.

© Alexander Koerner/Getty Images
Protesters erect burning barricades in front of the Rote Flora left-wing centre after the "Welcome to Hell" protest march on July 6, 2017 in Hamburg, Germany

Das „Neue Deutschland“ kritisiert die Empörung über brennende Autos als Ausdruck „kleinbürgerlicher Aufstiegsideologie“, für die das Auto „Nationalfetisch“ sei. Und laut der Linken-Vorsitzenden „hat die Polizeiführung alles getan, um jene Bilder zu erzeugen“.

Hier ein Auszug aus der Erklärung der Vorsitzenden der Partei Die Linke, Katja Kipping, zu den Gewaltexzessen in Hamburg: Unter der Überschrift „Deeskalation ist das Gebot der Stunde“ erklärt sie:

„Die Polizeiführung und die politisch Verantwortlichen in Hamburg müssen endlich zu einer Deeskalationsstrategie finden, statt den berechtigten und friedlichen Protest gegen den G20-Gipfel fortwährend zu kriminalisieren und ihn mit allen Mitteln zu behindern. Es widerspricht schlicht den im Grundgesetz verankerten Grundrechten, wenn friedlich Protestierende selbst jenseits der ohnehin fragwürdigen Demonstrationsverbotszone mit Wasserwerfern, Pfefferspray und körperlichem Zwang angegriffen werden. Der gestrige Polizeieinsatz hat die Lage eskaliert. Offenkundig hat die Polizeiführung alles getan, um jene Bilder zu erzeugen, mit denen sie im Vorhinein ihren martialischen Einsatz und die maßlose Einschränkung des Demonstrationsrechtes bis hin zum Schlafverbot gerechtfertigt hat. Sie hat dabei billigend in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kamen, die nichts weiter ausdrücken wollten als ihre politische Meinung.“ So weit die Erklärung der Vorsitzenden der Linken.

„Nationalfetisch Auto“

Das Neue Deutschland, einst Zentralorgan der Vorgängerorganisation der Partei DIE LINKE, der SED, und heute zu 50% im Besitz der Partei, kritisiert in einem Kommentar, dass die Menschen sich so sehr über die brennenden Autos aufregten.

Hier ein Auszug aus dem „Neuen Deutschland“ – die Überschrift lautet: „Autos beim G20: Nationalfetisch Auto“. Der Kommentator meint:  „Es gibt für Deutsche keine schlimmere Kränkung, als wenn man ihre Autos angreift. In den Kommentaren zu den G20-Protesten jedenfalls werden ‚brennende Autos’ regelmäßig vor zertrümmerten Ladenfenstern und verletzten Personen erwähnt; letztere sind ersetzbar, aber der Nationalfetisch Auto ist mehr noch als Hymne und Flagge unabdingbar – als ein symbolisches Zentrum kleinbürgerlicher Aufstiegsideologie. Wer Autos anzündet, stellt exakt die Lebensentwürfe in Frage, in denen der Besitz des Autos eins ist mit Erfolg, Dazugehören und Glück im Winkel …“

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Von der Gewerkschaft der Polizei verlautet: „Linkspartei stellt sich mit Randalierern auf eine Stufe“. BILD meint dazu: „So irre verteidigen die Linken den schwarzen Block“.

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Kommentare ( 51 )

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Tom
7 Jahre her

Nicht glaubwürdig. Kipping ist ja auch bei der Roten Hilfe (oder war es, weiß ich nicht), die vom Verfassungsschutz überwacht wird. Dazu noch bei der Antifa Berlin (ABL oder so ähnlich) und steht im Verdacht, in Ostdeutschland vor ein paar Jahren gewaltbereite linke Gruppen mitgesponsered zu haben. Mit diesem Hintergrund „friedliches Demonstrieren“ einfordern klingt ziemlich komisch

Andreas Lange
7 Jahre her

„Nationalfetisch Auto“??? „Kleinbürgerliche Aufstiegsideologie“??? Ist diesen weltfremden Ideologen wirklich nicht in den Sinn gekommen, dass viele Menschen ihr Auto einfach brauchen??? Ich weiß von einem ehemaligen Kreisrat aus dem Ruhrgebiet, dass auch die Grünen und Linken bei jeder Stillegung oder Taktreduzierung von Busverbindungen brav mitgestimmt haben. Es ging schließlich um Pöstchen für die Parteifreunde, da stören Proletariat und Prekariat nur. Unter den betroffenen Fahrzeugbesitzern waren aber, schaut man sich die Fahrzeugtypen auf den Bildern aus Hamburg an, auch viele „arme Schweine“, die sich ihre 2000-Euro-Gebrauchtkarre buchstäblich vom Mund abgespart haben, um überhaupt zur Arbeit zu kommen, um den Arbeitsplatz am… Mehr

Die Zahnfee
7 Jahre her

Mit anderen Worten: was die Linke als „Nationalfetisch
kleinbürgerlicher Aufstiegsideologie“ erklärt, dass darf zerstört
werden. Mitbürger arrogant abwerten und deren Güter zerstören, ist
in linker Gesinnung reine Menschenfreundlichkeit. – Auf so viel
Verstandes-Armut muss man erst mal kommen. Der Fetisch der linken
Ideologie scheint ausschließlich das Destruktive zu sein.

Wolfsohn
7 Jahre her

@as140 – aber dann sind sie in der falschen Partei!

as140
7 Jahre her
Antworten an  Wolfsohn

Ja, das denke ich auch. Ich kann nicht nachvollziehen, warum eine Wagenknecht noch bei den Linken ist oder ein Palmer bei den Grünen. Immer wenn die etwas Vernünftiges sagen, bekommen die sofort einen Maulkorb von ihren Genossen angelegt.

Bernhard Freiling
7 Jahre her

Das ist natürlich zum überwiegenden Teil ziemlich „dummes Zeug“, was ich da im ND lesen kann. Kein dummes Zeug scheint mir, daß die Polizei eine erhebliche Mitschuld trägt. Warum? Ganz einfach: Sie hat es zugelassen, daß der Mob sich unter die „einfachen Protestler“ mischen konnte. Für Versammlungen gilt im Land der schon länger dort Lebenden das Vermummungsverbot. Bereits beim Verlassen des Sonderzuges hätten die Vermummten wegen dieses Gesetzesverstosses „einkassiert“ und bis zum Ende des G20-Gipfels festgesetzt werden müssen. Hochwahrscheinlich 90 oder mehr % des latenten Gefahrenpotentials wären dadurch ausgeschaltet worden. Erst durch die, von wem auch immer, angeordnete „Deeskalationsstrategie“, konnten… Mehr

Eberhard
7 Jahre her

Man muss wirklich fragen, wie weit solche Kommentare noch vom Vorwurf der
Volksverhetzung entfernt sind? Wer solche sinnlose terroristische und auch gegen Unbeteiligte gerichtet Gewalt verharmlost oder sogar für angebracht hält,, kann kein wirklicher Demokrat sein. Das ist die blanke linksradikale Auslegung eines gegen die Demokratie gerichteten Terrors. Genau wie rechtsradikale Parteien gehört eine Partei deren Führungsmitglieder solche Entgleisungen vertreten, unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Genau wie bei rechtsradikalen Parteien sollte sie keinerlei staatliche Förderung, noch Finanzmittel mehr erhalten.

Bernhard Freiling
7 Jahre her
Antworten an  Eberhard

Die Linken haben doch jetzt die Kurve gekriegt: Der Spiegel spricht nicht mehr von „Linksradikalen“ sondern von Kriminellen, unser Teilzeitaussenminister sieht gar eine Nähe zu neonazistischen Umtrieben, Maas und Schwesig relativieren mal wieder, wie könnte es anders sein. Diese Schweienpreisetr 😉 waschen sich selbst rein. Und können trotzdem sicher sein, auch bei der nächsten Runde wieder die Mehrheit des Wahlvolkes hinter sich zu vereinigen. Das ist sowas von frustrierend. Wann wird endlich der Frust rationiert?

ZurückzurVernunft
7 Jahre her

Wenn die LINKE die Kennzeichen ihrer Autos veröffentlicht, dann erkläre ich mich bereit, meinen Anteil zum Weltfrieden beizutragen.

Neben der friedensstiftenden Wirkung ist das ja wohl auch noch ein Beitrag zur „sozialen Gerechtigkeit“

Und auch diejenigen Parteien, die wie die SPD und die Grünen diese LINKE weiterhin als koalitionsfähig betrachten, sollten von den demokratischen Wählern abgestraft werden..

Eloman
7 Jahre her

Tja, hätte man die KPD/SED/PDS/Linke oder wie der Verein sich gerade nennt mal 1990 als kriminelle Vereinigung verboten. Stattdessen sitzen die vom Steuerzahler alimentiert im Bundestag und diversen Landtagen usw. rum. Man stelle sich nur mal vor die NSDAP hätte unter anderem Namen 1974 im Parlament gesessen.

as140
7 Jahre her

Was mich interessiert ist die Frage, wie die Extremismusstatistik des BKA aussehen würde, wenn man diese Berufsrandalierer erfassen würde ( ist ja nur selten der Fall, dass einer geschnappt wird).

F. A. Remmlov
7 Jahre her

Die können sich ja in aller Klarheit distanzieren oder besser noch: Parteiaustritt!