Doppelte Standards: Deutsche Welle, Süddeutsche, Spiegel, ZEIT und so weiter

Merkel schonen, Trump jagen, bestimmt die Moral des politmedialen Komplexes. Sachliche Information wäre in beiden Fällen und bei allen öffentlichen Amtsträgern angesagt in einem Journalismus, der diese Bezeichnung verdient.

imago Images/Zuma Wire

Natürlich werden die Getroffenen gleich sagen, Trumps Corona und Merkels Zittern kann man nicht vergleichen. Das tun wir nicht. Wir vergleichen den Umgang mit der Frage, ob die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat, wie es um die Gesundheit eines Regierungschefs steht. Unsere Meinung: Ja, die Öffentlichkeit hat einen Anspruch darauf, zu wissen, wie einsatzfähig, urteilsfähig und handlungsfähig ein Präsident der Republik USA und ein Kanzler der Bundesrepublik Deutschland ist. Doch die einst Leitmedien genannten verneinen das bei Merkel und instrumentalisieren es bei Trump. Doppelte Standards ersetzen gleiche Maßstäbe in allen Bereichen. Nicht zuletzt darum geht es auch im Kulturkampf im ganzen politischen Westen.

Merkel schonen, Trump jagen, bestimmt die Moral des politmedialen Komplexes.

„Einfach mal still sein“ – soll nur für Merkel gelten. Sachliche Information ist in beiden Fällen und bei allen öffentlichen Amtsträgern angesagt in einem Journalismus, der diese Bezeichnung verdient.

Anzeige
Unterstützung
oder

Kommentare ( 72 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

72 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
MG42
1 Monat her

Danke für diese klare Darstellung, damit ist bewiesen, wie die Zielsetzung „Kontrolle der Regierung durch freie und unabhängige Medien“ in Deutschland nicht mehr funktioniert. Trumo ist Ausland, wie Putin und die Kontrollaufgaben der sogenannten 4. Gewalt beziehen sich auf Merkel. Hart ausgedrückt haben unsere Parteien die Medien gekapert.

Rambatuba
1 Monat her

Das gesamte globale System ist mittlerweile grün-sozialistisch gleichgeschaltet. Facebook, Twitter, YouTube löschen alles Anti-Linke und Kritische, installieren Wahrheitsministerien ala Correktiv, bekommen totale Macht durchs kriminelle NetzDG in die Hände.
China als die neue Weltmacht und feuchter Traum der Linken erkauft sich Anbiederung und drückt sein Menschenbild in die Welt.
Hierzulande gibt es im Grunde kein konservatives Medium von Relevanz mehr (Die Welt ist schon lange nicht mehr konservativ).
Als Bürgerlicher kann man heute nur noch verzweifelt um sich schlagen.

usalloch
1 Monat her

Sollte Trump wieder gewählt werden, befürchte ich ein Waterloo für die hier handelnden Politiker. Es wird das passieren, was Willi Brandt immer befürchtet hat. Die Stille sanktioniert, scheibchenweise durchgeführt durch die USA gegenüber unzuverlässigen Partnern, wie zum Beispiel Deutschland. Dazu die Verständigung der Großmächte unter einander.
Deutschland , davon darf man ausgehen, wird am Ende mal wieder alleine dastehen. Dann hat der Michel noch mehr Zeit für Nabelschau und Gedenkfeiertage.

bkkopp
1 Monat her

Ich bin zwar nicht im Gewerbe, mir scheint aber, dass es in Deutschland einfach viel zu wenig Transparenz und Öffentlichkeit des Regierungshandeln gibt. Wir haben diesbezüglich eine ganz andere Tradition, und auch geheimniskrämerische, alt-obrigkeitsstaatliche Unkultur. Es gibt wohl auch keine ständigen Pressevertreter im Bundeskanzleramt, die täglich hunderte Kontakte zu mehreren Ebenen der Beamten, Abgeordneten, usw. hätten und erfahren was die Frau Bundeskanzler macht. Mit wem sie redet, wer sie besucht, mit wem sie telefoniert. Es fehlt einfach täglich eine Tonne von Informationen. Aus Washington kann man sie täglich auch aus der Ferne, mit eigen oder freiberuflichen Korrespondenten mitverfolgen. Da die… Mehr

Riffelblech
1 Monat her

Man braucht sich nicht zu wundern über diese unterschiedlichen Darstellungen des Gesundheitgrades beider Politiker ‚ Merkel und Trump. Merkel ist die Ikone und gottgleiche Statthalterin eines Parteiensystems ,das wie CDU und SPD u.a. einen hohen Anteil an Medien besitzt. Diese preisen ihren Gott ! Trump besitzt so etwas nicht ! Da fragen die auch in den USA links gerichteten Medien scharf nach . Und — in den USA herrscht ein völlig anderes Verständnis der journalistischen Arbeit . Dortist es selbstverständlich auf der Pressekonferenz scharf nachzufragen ,auch wenn man sich möglicherweise eine Beule holt. In Deutschland werfen die a“ kritischen“ Journalisten… Mehr

Deutscher
1 Monat her

Bei Trump haben wir keinen Anspruch auf dieses Wissen, bei Merkel schon. Warum? Weil Merkel die Kanzlerin ist, Trump aber nicht. Ganz einfach. Indes, es wäre zu wünschen, Trump würde deutscher Staatsbürger und Regierungschef. Mna stelle sich nur vor, wie es im Reichstag und im Blätterwald zuginge… es wäre zu köstlich…. 😀

Allein schon die Videos, wie Trump bei den Pressekonferenzen regelmäßig die „Journalisten“ wegvespert, sind mir immer wieder ein Vergnügen!

Paralyzer
1 Monat her

Dieser publizierte Schundjournalismus taugt in Papierform nicht mal mehr als
Klopapier. Sollen die Auflagen von mir aus ins Bodenlose fallen, völlig egal.

Maja Schneider
1 Monat her

Und da wundern sich noch Menschen, warum die Abonnenten unserer „Qualitätsmedien“ sich immer mehr zurückziehen und am Wahrheitsgehalt der haltungsgesteuerten und regierungstreuen Nachrichten immer mehr zweifeln?

Korner
1 Monat her
Antworten an  Maja Schneider

Wenn man sich die schon stark geschönten Absatzzahlen der Qualitätsmedien anschaut, muss man sich fragen, wofür dei gerade 645 Millionen bekommen haben. Die „Wahrheit“ scheint echt teuer zu sein.

D. Ilbert
1 Monat her
Antworten an  Maja Schneider

@ Maja Schneider Die Berichte über den Verfall der Auflagen der Printmedien ist m.E. keinen Deut besser, als die Berichte des Mainstreams über Trump oder Johnson. Natürlich nimmt die Druckauflage ab. Aber nicht, weil „die Menschen“ sich zurück ziehen. Der Zuwachs findet im digitalen Bereich statt. Da gibt es Blätter, die haben den Umstieg besser als andere gemeistert. Schauen Sie sich Springer an. Glauben Sie wirklich, den juckt es, daß Bild und Welt nur noch 1/4 (nein, nicht viermal weniger!!) der Druckauflage von vor 25 Jahren haben? Die Druckauflage ist kein Indiz mehr für das Wohlergehen eines Verlages. Das ständige… Mehr

Teide
1 Monat her
Antworten an  D. Ilbert
Rainer Neuhaus
1 Monat her

Vielleicht in diesem Zusammenhang noch mal der Aspekt der Berichterstattung über Trump im Gesamten. Anlass ist, dass ich gerade auf FAZ einen Kommentar von Andreas Ross zu Trump gelesen habe, in dem er alle sogenannten „Game-Changer“ im Zusammenhang mit der US-Wahl aufführt. Natürlich auch die vor vier Jahren gemachten Vorwürfe, über Gossensprüche von Trump. Ein weiterer Beleg für die Schmutzkampagne auch der deutschen Presse. Es ist doch so, dass der Präsident der USA auch in den USA gewählt wird. Warum um alles in der Welt schießen die deutschen MSM und ÖR derart gegen Trump, Hat die deutsche Presse in den… Mehr

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Rainer Neuhaus

Antwortversuch: die deutsche Presse wie auch hiesige Politiker in Parlament/UN/EU schießen auf alle/s, das es anders macht als Merkel und ihr Kabinett mitsamt CDSUSPDGRÜNLINKEN. Und Trump mit den USA scheint von denen, die es anders angehen und das eigene Land vorne an stellen, der Mächtigste und Selbstbewussteste.
Wenn sie ihn „erlegen“ und die USA „übernehmen“ fallen alle.
Amerikanischen Medien sind wohl bis auf ganz wenige Ausnahmen ähnlich aufgestellt.

Andreas aus E.
1 Monat her
Antworten an  Rainer Neuhaus

Ich nehme an, daß es krankhafter Haß ist. Und dann geht es natürlich auch um Politik. Trump steht gehen Globalisierung, gegen Genderei, gegen Migration, gegen Establishment und Deep State, für Stärkung der Wirtschaft des eigenen Landes, gegen Sozialismus. Er ist somit der Feind Nummer 1 hiesiger linker Journaille. Trump ist der Feind schlechthin, der bekämpft wird, egal wie. Ganz allein ist er das ja nicht, Politiker wie Putin, Orban, Johnson, Salvini stehen ganz ähnlich im Feuer. Die alle gelten als „Rechtspopulisten“, und alles, was an denen schlecht geredet werden kann (völlig egal, ob stimmig oder nicht), wird auch schlecht geredet.… Mehr

The_Gumbo
1 Monat her
Antworten an  Rainer Neuhaus

Ja. Es soll im Hinterkopf der Zusammenhang „Trump“ = „rechter Populist“ = „schlecht“ = „AfD“ eingestanzt werden.

Das funktioniert auch erstaunlich gut. Simultan nimmt man den Target selbst die Stimme in den Ö/R, um Dissonanzen zu vermeiden.

Andreas aus E.
1 Monat her

Sehr schöne Zusammenstellung! 🙂