Die Inflation steigt im März deutlich über sieben Prozent

Ähnlich hoch war die Inflationsrate in Deutschland zuletzt im Herbst 1981.

IMAGO / Frank Sorge

Die Inflationsrate in Deutschland wird im März 2022 voraussichtlich +7,3 % zum Vorjahresmonat betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Februar 2022 voraussichtlich um 2,5 %. Die Inflationsrate wird gemessen als Veränderung des Verbraucher­preisindex (VPI).

Teuerungsrate auf 40-Jahres-Hoch
 Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind die Preise für Erdgas und Mineralölprodukte nochmals merklich angestiegen und beeinflussen die hohe Inflationsrate erheblich. Ähnlich hoch war die Inflationsrate in Deutschland zuletzt im Herbst 1981, als infolge der Auswirkungen des Ersten Golfkrieges die Mineralölpreise ebenfalls stark gestiegen waren. Hinzu kommen im aktuellen Berichtsmonat Lieferengpässe durch unterbrochene Lieferketten aufgrund der Corona-Pandemie und die deutlichen Preisanstiege bei Energieprodukten auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen.

Copyright: Destatis

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Kommentare ( 31 )

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1 Monat her

„Lieferengpässe aufgrund der Corona-Pandemie“ … leider schleicht sich auch bei TE das falsche Narrativ der Regierung ein. Es gibt keine Engpässe aufgrund der „Pandemie“, sondern aufgrund der Maßnahmen. Kerngesunde Menschen können wegen Quarantäne oder symptomlos positiver Testung tage- und wochenlang nicht zur Arbeit.

Peter Schulze
1 Monat her

Wir können statt neuer Möbel auch deutlich günstigere gebrauchte kaufen. Das gilt auch für Kleidung. Das Smartphone können wir auch noch länger nutzen. Aber auf Lebensmittel, auf Energie können wir nicht verzichten. Wohnen müssen wir auch. In diesen lebensnotwendigen Bereichen liegt die Inflationsrate bei einem Vielfachen von 7,3 %.

doncorleone46
1 Monat her

Das ist erst der Anfang einer von Deutschen Regierungen konsequent und mit Absicht herbeigeführten Leidenszeit. Das Volk muss wieder gehorchen lernen.
Das Wirken der mehrheitlich im Deutschen Bundestag sitzenden Abgeordneten (m/w/d/ u.a.) ist seit Jahren gegen die länger hier Lebenden ausgerichtet und beinhaltet eine Menge an krimineller Energie.

Freige Richter
1 Monat her

Vielleicht bekommen unsere Politiker die Inflationshöhe in den Griff, indem sie einfach den Berechnungszeitraum verändern, oder Inflation neu definieren. Fertig. Haben die denn nix aus Corona gelernt? (Warnhinweis: Kommentar kann Spuren von Satire enthalten).

Eberhard
1 Monat her

Solange der Staat seine Steuereinnahmen selbst durch Preiserhöhungen steigern kann, nutzt zumindest die deutsche rot grüne Politik diese stille Enteignung der Bürger immer mehr, um damit ihre ideologisch motivierten und höchst fragwürdigen Energiespar- und Ausschlussvorhaben zu finanzieren. Dass sie damit vor allem gerade die, die ihr Einkommen dringend zum Lebenserhalt und Arbeiten aufbrauchen müssen, noch weiter schädigen, scheint Nebensache. So werden nicht nur erhebliche Verschiebungen im Sozialgefüge hervorgerufen, sondern dringend erforderliche zusätzliche Eigentumsbildung, Bildungsaufstieg, notwendige Erholung und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, für große Bevölkerungsanteile weiter gemindert. Ein Vorgang, der bereits seit vielen Jahren im Einheitsparteiensystem von Merkel besonders gefördert wurde… Mehr

pcn
1 Monat her

Noch ein Wort zur Inflation. Sie ist meines Erachtens politisch gewollt. Vielleicht nicht von den Schwachmaten direkt, die aktuell sich Regierung nennt, aber vom internationalen finanzpolitischen Komplex, die sich dadurch Entschuldung der gigantischen weltweiten Verschuldung in den westlichen Industriestaaten erhoffen. Der Dollar als Leitwährung hat, wie es aussieht, auch keine Zukunft mehr und der Euro dreimal nicht. Das relativ harmlose Virus diente als Katalysator für eine beschleunigte Inflation, die Ukrainekrise mit den Engpässen im Energiemarkt und den zur Zeiten Corona schon zusammenbrechende, gewollt inszenierte Zusammenbruch der sogenannten Lieferketten und massiven Unterbrechungen im Industriellen Fertigungssektor, frisst sich wie Phosphor unaufhaltsam durch… Mehr

Last edited 1 Monat her by pcn
Lizzy
1 Monat her

Gehen Sie mal einkaufen für einen 4 bis 5 Personen Haushalt.
Da ist nichts mit 7,3 %, gehen wir mal von 15 % bis 20% aus.
Von den Öl und Gaspreisen wollen wir gar nicht reden

Oneiroi
1 Monat her

Um der Inflation zu entgehen und eine ausreichend hohe Rendite zu erzielen braucht es die Tage schon etwas mehr Wissen als simples Buy and Hold. Viele warten auf den Crash, aber keiner will danebenstehen und zusehen wie die anderen Geld verdienen. Es herrscht also Gruppenzwang. Wohin sonst mit dem Geld?
Tatsächlich dürfte noch mehr als genug Geld und Liquidität im Markt sein und solange mehr jungen Leuten die Möglichkeit gegeben wird ihre monetarisierte Lebenszeit an der Börse zu verzocken dürfte es weitergehen wie gehabt.

Klarofix
1 Monat her

Nur 7,5% ?
Was man vor einem Jahr für 1.000 Euro alles bekommen hat, dafür bezahlt man jetzt „nur“ 1.073 Euro ?
Dann muß mein Geldbeutel definitv ein schwarzes Loch haben!

merlin999
1 Monat her

Es ist aber schon erwähnenswert, dass die Lieferengpässe besonders in Deutschland sehr ausgeprägt sind. Andere EU Staaten sind nicht in diesem Ausmaß betroffen. Hat das etwas mit unserer Regierung zu tun?

Exilant99
1 Monat her
Antworten an  merlin999

Die Inflation in anderen EU Staaten ist nur halb so hoch. In Frankreich z.b. Deutschland hat zusammen mit Spanien und Belgien die höchste Inflation in Westeuropa. Von den G7 Staaten sogar die zweithöchste nach den USA.