Kirche nein – Revolutionäre 1. Mai-Demo ja?

Kirchen bleiben in Berlin geschlossen, aber das Ritual der linksextremen „Revolutionären 1. Mai Demonstrationen“ ist so wichtig, dass Grüne und Linke deswegen Ausnahmen von den Corona-Regeln fordern.

imago images / Christian Mang

Nach der aktuellen Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus sind in Berlin nur Demonstrationen mit höchstens 20 Teilnehmern unter ganz bestimmten Bedingungen erlaubt. Die linksextreme Szene hat jedoch bereits angekündigt, sich nicht daran zu halten, schließlich steht die traditionelle „Revolutionäre 1. Mai-Demo“ inklusive der üblichen Randale bevor.

Auf der linksextremen Seite Indymedia werden „Spontandemonstrationen, Autokorsos und Flashmobs“ sowie andere unangemeldete Proteste angekündigt. „Illegal, legal, scheißegal: Ob unangemeldet oder angemeldet – in Berlin und bundesweit wird am (Revolutionären) 1. Mai protestiert + demonstriert“.

Die Initiatoren der linksextremen „Demonstration“ am Abend des 1. Mai in Berlin wollen am nächsten Montag (27. April) ihre Pläne vorstellen. Über mögliche Aktionen sei im Bündnis der vorbereitenden Gruppen bereits ausführlich diskutiert worden. „Unabhängig davon, welche Art von Protestform es am Abend des 1. Mai geben wird, rufen wir dazu auf, am 30. April und am 1. Mai dezentral aktiv zu werden“, schreiben sie. Und fügen hinzu: „Achtet bei euren Aktionen auf den Mindestabstand, tragt Handschuhe und vermummt euch.“

Der Rotgrüne Senat zeigt Verständnis für das Anliegen der Szene und will am 27. April über Lockerungen für das „Demonstrationsrecht“ für den 1. Mai und den Vorabend beraten. Besonders Linke und Grüne hatten mehr Möglichkeiten für Kundgebungen „mit Mindestabständen“ gefordert. Beim Werfen von Steinen und Molotowcocktails wird der Mindestabstand zur Polizei sicherlich gewahrt und an die Maskenpflicht halten sich die Autonomen bekanntlich auch in Nicht-Corona-Zeiten.
Die Kirchen blieben an Ostern geschlossen und bleiben in Berlin auch weiterhin geschlossen. Schließlich sind die Anliegen der autonomen Szene wichtiger als jene von Gläubigen. Die Religion des Antikapitalismus genießt nun einmal gegenüber allen anderen Religionen in Berlin Sonderstatus, da sie quasi Staatsreligion ist.

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100 Kommentare auf "Kirche nein – Revolutionäre 1. Mai-Demo ja?"

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Hinzu kommt ironischerweise noch Folgendes:

„Der 1. Mai wird durch das Gesetz vom 10. April 1933 von der Reichsregierung auf Betreiben der NSDAP zum gesetzlichen Feiertag („Tag der nationalen Arbeit“) bestimmt.“ (Wikipedia)

Ketzerisch könnte man sagen, dass die Linkssozialisten und Kommunisten am 1. Mai wieder mal einen „Feiertag“ begehen wollen, der von ganz räächts und den Nazis eingeführt wurde.
Wie war das noch mal mit „Wes Geistes Kind“ und „an ihren Taten sollt ihr sie erkennen“. Mag polemisch und zugespitzt sein, aber so geht man auf der linken Seite ja auch gerne mal vor.

Sie müssen sich da nicht rechtfertigen: Sozialismus und Nationalsozialismus sind zwei Seiten der selben Medaille.

Lockerung des Shutdowns am 20. April, Demo der Krawallos am 1. Mai. Beide Tage haben was mit Adolf zu tun. Ich freue mich schon auf den 30. April und 8. Mai.

Wenn Stadtteile von Bullerbü in Schutt und Asche versinkt, mir soll es recht sein, Genossen und Grünen werden die Terroristen weiterhin als Aktivisten bezeichnen. Ob das so mancher Clanfamilie gefallen würde, wenn ihre kapitalistischen Villen in Flammen aufgehen und ihre Teppichlager schaden nehmen würde?

Bei indymedia wird wohl dazu aufgerufen, alle Regeln zu ignorieren und dem „System“ (gemeint ist wohl unsere Demokratie und unser Grundgesetz) auf der Straße gewaltsam zu zeigen, was man von ihm hält.

So leid mir die Polizisten tun, die sich mit diesen Verwirrten herumschlagen müssen: Etwas besseres könnte gar nicht passieren. Aus purer Überheblichkeit 95% der normal denkenden Bevölkerung endgültig gegen sich aufzubringen muss man erstmal schaffen.

Mir ist bei dieser Nachricht sofort ein Zitat aus dem Film „300“ eingefallen:
„Betet, dass sie so dumm sind. Betet, dass wir soviel Glück haben“

Alle Religionen, sofern sie sich nicht ausschließlich auf ihre mystischen Wurzeln besinnen, haben in der Politik nichts verloren, denn sie sind das Gift für ein gedeihliches Zusammenleben und wer glaubt soll privat seelig werden, wer nichts glaubt oder anderes vermutet, ebenfalls.

Lasst sie doch sich austoben, dann Quarantäne und danach müssten sie gezwungen werden, alle Schäden zu ersetzen, und zwar ein abgebranntes Auto durch eine fabrikneues! Dazu müssen sie arbeiten, Straßen kehren, Müll aufsammeln! Wie soll man diesen infantilen gewalttätigen … sonst zu annehmbarer Vernunft bekommen?

Schaut man sich die Vita der in Hamburg verurteilten G20-Chaoten an, wird man feststellen, dass bei denen aber auch gar nichts zu holen ist. Alles Berufsversager, Dauerstudenten oder Lebenskünstler mit Hang zum Krawall.

Genauso großzügig wird man nicht nur in Berlin mit dem morgen beginnenden Ramadan umgehen, wir dürfen gespannt sein. Wichtiger ist es auch, eine Demonstration gegen die Abschaffung der Grundrechte der Bürger polizeilich auseinander zu treiben und mit Anzeigen gegen die Teilnehmer vorzugehen. Die Linken sind die Guten, und deshalb wird bei ihnen eine Ausnahme gemacht.

Herrlich. Fastenbrechen und Auf-die-Glocke hauen gleichzeitig… und alles im Zeichen von Corona.

Anno 1700 wurde Brandenburg/Preußen aus der Oberhoheit des Kaisers entlassen und damit zum souveränen Staat.
Wär’s doch nur dabei geblieben. Hier im Süden würde jeder den Berlinern ihre Freiheit gönnen.

Wie gefällt es eigentlich den Berliner Sicherheits- und Rettungskräften, dass ihre politischen Vorgesetzten genau diejenigen sind, die Polizei und Sanitäter gerne in einer Holzkiste oder im Krankenhaus sehen würden und dass diese „Politiker“ sogar selbst an der Randale beteiligt sind?

„dass diese „Politiker“ sogar selbst an der Randale beteiligt sind?“ Bei der Opernballdemo dieses Jahr in Wien wurden aus einer kleinen Gruppe Vermummter heraus Steine geworfen. Ein unbeteiligter, junger Passant dabei von einem Stein am Kopf getroffen. Als die Polizei die Personalien dieser Gruppe überprüfte, stellte sie fest, dass sich die Wiener Vizebürgermeisterin von der Partei die Grünen unter den Steinewerfern befand. Sie würde sich rein zufällig in dieser Gruppe befinden und wollte nur zur Deeskalation betragen, meinte sie gegenüber den Polizisten. Am nächsten Tag machte sie noch eine Presseaussendung mit der Androhung jeden zu verklagen, der etwas anderes als… Mehr

noch nicht kapiert? die Antifa und grüne Linke sind gottähnlich und lösen die Kirchen ab. Den Klimaglauben schon vergessen? Also wer sich an den real existierenden Sozialismus erinnern kann, sollt das eigentlich wissen wie das gehandhabt wird. Was mich persönlich angeht, ich kann KEINEN von den ausstehen noch ertragen.