Baerbock erstellte ganze Buchseite fast vollständig im Collage-Verfahren

Plagiatsprüfer Stefan Weber hat neue Funde aus Baerbocks Buch vorgelegt. Langsam wird die Dimension deutlich: Weber vermutet, dass große Teile des Buches im "Collage-Prinzip" erstellt wurden.

Collage mit: picture alliance/dpa | Christoph Soeder

Der Plagiatsprüfer Stefan Weber hat 13 neue problematische Stellen in Baerbocks Buch gefunden: Insgesamt hat sie beziehungsweise ihr Ghostwriter damit an mindestens 43 Stellen aus anderen Werken abgeschrieben. Zuvor fand der Plagiatsprüfer Martin Heidingsfelder, der Baerbock vor wenigen Tagen noch vehement in Schutz nahm, eine Stelle, bei der Baerbock sogar aus einer wissenschaftlichen Arbeit abgeschrieben hat. Insgesamt 22 Autoren sind so wohl mindestens betroffen – bisher geht aber noch keiner öffentlich gegen Baerbock vor.

Nach den neuen Funden wird klar, welche Dimension Baerbocks Abschreiben hat. Auf Seite 203 ihres Buches etwa sind über Zwei Drittel des Textes nur leicht verfremdete, übernommene Passagen aus zwei Artikeln von Frankfurter Rundschau und NZZ. Plagiatsprüfer Stefan Weber vermutet, dass sich dieses Collage-Muster für alle Teile des Buches, die nicht vom Ghostwriter stammen, bestätigen wird.

Seite 203 aus Baerbocks Buch „Jetzt“, markiert sind Textstellen, die Stefan Weber zufolge aus anderen Medien im Wesentlichen übernommen wurden

Von Annalena Baerbock hört man immer noch kein Fehlereingeständnis. Auf TE-Anfrage erklärte der Ullstein-Verlag am Montag: „Das Manuskript von Annalena Baerbocks Buch ist im Verlag sorgfältig und nach sämtlichen verlagsüblichen Standards lektoriert worden. Interviews oder weitere Stellungnahmen möchten wir zu diesem Thema nicht geben.“

Weber will nun im Wochentakt neue Funde vorlegen.

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