CSU, SPD, Grüne und Linke fahren auf Kosten der Bürger zu Olympischen Spielen

Abgeordnete der CSU, SPD, Grünen und Linken machen einen gemeinsamen Ausflug zu den Olympischen Winterspielen in Italien. Dort wollen sie gelungene Beispiele aus der Berliner Politik vorstellen – und auch ein ganz bisschen Sport schauen oder am Büffet naschen.

picture alliance / Daniel Kalker | Daniel Kalker
Olympische Ringe vor dem Mailänder Rathaus zu den Winterspielen 2026

Als Abgeordnete der AfD im Dezember in die USA reisten – auf Kosten des Steuerzahlers –, da empörte sich der übliche deutsche Medienchor aus Tagesschau, FAZ und Zeit. Wenn sie nicht für einseitige Propaganda stehen wollten, könnten sie sich jetzt kritisch den Ausflug anschauen, den der Bundestag zu den Olympischen Spielen in Italien veranstaltet. Sorry. Die Delegationsreise, „um sich vor Ort über Abläufe, Wettkampfbedingungen, Infrastruktur, zivilgesellschaftliches Engagement und Nachhaltigkeitsziele zu informieren“, wie es der Bundestag nennt.

Das sei wichtig, dass der Sportausschuss dahin fahre, erklärt der Bundestag. Denn zu dessen „Kernaufgaben“ gehöre „die Förderung und Finanzierung der Rahmenbedingungen für den Spitzensport“. Also mit anderen Worten: Diese Abgeordneten nicken ab, wenn das Ministerium das Geld der Steuerzahler an die Sportförderung auszahlt. Das kann man in Berlin nur tun, wenn man zuvor in Mailand auf der Tribüne dem Live-Sport zugeschaut hat.

Und so gibt der Bundestag dann in der entsprechenden Erklärung mächtig Gas, um den Eindruck zu verwischen, dass es sich hier um eine reine Lustreise handele. Die Delegation führe unter anderem „in Mailand Gespräche mit ehrenamtlich Tätigen“. Darunter fällt auch: „Na, wie geht’s?“ „Danke gut, wo ist das Büffet?“ Zudem kündigt der Bundestag einen „best practice-Austausch mit dem Präsidenten des Regionalparlaments“ an. Das bedeutet, sie erzählen dem armen Mann, was in Berlin jüngst alles gut gelaufen ist. Immerhin dürfte das schnell erledigt sein.

Laut Bundestag nehmen an der Delegationsreise teil: Die Ausschussvorsitzende Aydan Özoğuz (SPD), Stephan Mayer und Artur Auernhammer (beide CSU), Bettina Lugk (SPD), Tina Winklmann (Grüne) und Christian Görke (Die Linke). Das ist ein perfider Angriff der AfD auf Tagesschau, FAZ und Zeit. Wäre wenigstens einer von ihnen mitgefahren, hätten diese Medien wenigstens teilweise kritisch über die Fahrt berichten können – so müssen sie im Sinne der „Brandmauer“ und der heiligen Doppelmoral über die Fachgespräche in Mailand hinwegschauen.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 35 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

35 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
humerd
1 Monat her

spätestens seit Annalena Baerbock als Außenministernde und Robert Habcke als Wirtschaftsministernder auftraten, war ersichtlich, dass die Bourgeoisie regiert. Unterstützt wird der Politadel von den Höflingen der NGOs.

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  humerd

Wie kam Baerbock an die Fackel, die sie durch Mailand tragen durfte?

HavemannmitMerkelBesuch
1 Monat her

„in Mailand Gespräche mit ehrenamtlich Tätigen“…wenn irgendwann einmal politische Tätigkeit zum Ehrenamt würde – egal welche Stellung oder Amt, könnte wohl einmal alles besser werden und die Schweine vom Trog weg halten…die Evolution der schlimmsten Bildungsverweigerer, Ideologen und vetternwirtschaftler zu Königen könnte wohl nur einmal durchbrochen werden, indem echte Leistungsträger, die bereits bewiesen haben, ihr Geld ohne den Steuer-, gebühren- und Abgabenzahler stets und ständig auszuplündern auch eigenständig am Markt verdienen zu können, Führungselite einer demokratisch verfassten Republik zu werden. Solange wir alle fahnenflüchtigen von leistung, Arbeit und Bildung stets unser aller Leben bestimmen lassen, auf das sie sich zusätzlich… Mehr

Mausi
1 Monat her

Wie gut, dass „Kernaufgaben“ so eindeutig definiert sind. Wundert mich eigentlich, dass noch keine Delegation die Radwege in Peru geprüft hat. Mir ist nur unverständlich, wie all diese Reisen mit DER Kernaufgabe des Staates Klimaschutz zusammenpasst.

humerd
1 Monat her
Antworten an  Mausi

Naja, viwlleicht fliegen demnächst Luisa Neubauer und der checker Tobi nach Peru.

Chrisamar
1 Monat her

„…Beim Fackellauf in Mailand war auch Annalena Baerbock dabei. Sie vertrat die Vereinten Nationen und trug die olympische Flamme durch die Straßen.
Die ehemalige Bundesaußenministerin hatte kurz vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele 2026 einen Auftritt im Olympia-Anzug. Die Vorsitzende der UN-Generalversammlung war nämlich eine der Fackelträgerinnen, die die Flamme durch die italienische Stadt Mailand tragen durften.“
https://www.t-online.de/sport/olympia/id_101118796/olympische-winterspiele-annalena-baerbock-trug-flamme-durch-mailand.html

DDRforever
1 Monat her

Ich persönlich halte die Politdarsteller der BRD schlicht und einfach für Dreckspack die die Bevölkerung ausaugen wie Vampire.

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  DDRforever

In mir taucht auch der Gedanke auf, dass sie nach Besuchen in „Ristoranti“ unvergessliche Bekanntschaften machen mögen – denn auch Milano ist inzwischen überaus bunt.

Ohanse
1 Monat her

Als am 3. Februar 1959 Buddy Holly, Richie Valens und JP Richardson gemeinsam in ein Flugzeug stiegen, wurde das der Tag, an dem die Musik starb („the day the music died“). Etwas vergleichbares ist nicht zu befürchten.

OJ
1 Monat her

Politik ist das einzige Investment, bei dem man mit einer Diätenerhöhung startet und mit einem Offshore-Konto aufhört. Der „dumme Wähler“ hält die Tür dafür auf.
Man muss sie nur taktvoll hinter sich schließen❗

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  OJ

Wohingegen bekannt scheint:
Donald Trump and Elon Musk were wealthy men who entered politics. Your congressman and senators entered politics and then became wealthy. https://x.com/OneBadDude_/status/1911590276889485550

Mausi
1 Monat her
Antworten an  OJ

Und dennoch nicht als reich gilt! Reich sind immer nur die Anderen.

H.H.
1 Monat her

Schon verwunderlich, dass es die Olympischen Spiele noch gibt, Die 5 Ringe, einer davon schwarz as can be. Rassismus olympisch.Igitegit.

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  H.H.

Und so schön getrennt voneinander – nur mit ganz wenigen Schnittstellen. Da wird klar, dass da nichts ist, was sich auf immer verbinden müsste.

Deutsche
1 Monat her

Nur keine falsche Scheu. Der Goldesel (Steuerbürger) soll einfach mehr arbeiten um die Verschenke-Knete ran zu schaffen.

hansgunther
1 Monat her

Bald sind hier alle Politstatisten vereist, nur das Finanzamt ist noch am Ball! Wer solche Parteigranaten an die Macht gewählt hat, wird noch bitter erwachen! Das Reisebüro im Kanzleramt schickt den Tester für Reisen und Gedöns seit Monaten in die Welt, um die schönsten Reiseziele zu erkunden – sprich, der grauen selbstgeschaffenen Realität zu entfliehen. Bei den „Faulenzern und Absahnern“ des eigenen Stammes fühlt er sich gänzlich fehl am Platz – letzterem kann man uneingeschränkt zustimmen.

Last edited 1 Monat her by hansgunther