Die griechische Regierung will in der EU ein Reiseprivileg für Corona-Geimpfte einführen. So kommt der Impfzwang möglicherweise auf leisen Pfoten durch die Brüsseler Hintertür. Praktisch für deutsche Regierende. In Bayern sind ab Montag FFP2-Masken verpflichtend.
imago images / Chris Emil Janßen
Zahlreich sind die Beteuerungen der Regierenden: Nein, niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen. Das Bundesgesundheitsministerium twitterte noch am 7. Januar: „Eine Impfpflicht wird es nicht geben“.
So wie die Eurobonds trotz der Beteuerungen der Bundeskanzlerin schließlich unter dem Namen des „Wiederaufbaufonds“ der EU schließlich effektiv doch kamen, könnte nun auf dem Umweg über Brüssel auch ein faktischer Impfzwang kommen, indem Ungeimpften die Reisefreiheit dauerhaft vorenthalten bleibt.
„Geimpfte sollen in Europa frei reisen dürfen“ titelt die Bild und veröffentlicht einen Brandbrief aus Athen. Mit ihm startet die griechische Regierung nun vor dem EU-Gipfel eine Initiative, um Geimpften das Reisen zu erlauben. Als Alternative zu hässlichen Wörtern wie Impfpflicht oder Impfzwang hat die Bild auch schon ein schöneres dafür geprägt: „Normales-Leben-Ausweise“.
Markus Söder, gerade noch durch die Idee einer Impfpflicht für Pflegekräfte im Gespräch, hat derweil in seinem Bundesland die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel durchgesetzt. Sie gilt laut Kabinettsbeschluss ab kommenden Montag. Immerhin hatte die bayrische Landesregierung zuvor nicht versprochen, dass es keine FFP2-Maskenpflicht geben werde.

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