Bilder vom 1. Mai in Berlin: Gewaltexzesse mit Ansage

Es ist fast schon Normalität: In Berlin skandieren erst "Antifa"-Gruppen antisemitische Slogans, dann fliegen Steine und Flaschen, Gewalt gegen Polizisten wird toleriert. Und Corona hatte scheinbar für einen Tag Pause.

IMAGO / A. Friedrichs

Die revolutionäre 1. Mai-Demo hat der alten Tradition von Ausschreitungen, Gewalt und Randale dieses Jahr mal wieder alle Ehre gemacht. Bereits vor 17 Uhr versammelten sich am Hermannplatz in Berlin-Neukölln Tausende, die nur darauf warteten, ihrem Ärger Luft zu machen. Dicht gedrängt standen die Leute beieinander, Corona hatte an diesem Samstag wohl Pause.

In dem dichten Gedränge kämpften Verfechter des Mietendeckels für die sofortige Enteignung aller reichen „Miethaie“ und sammelten fleissig Unterschriften, während heroisch Flaggen der Antifa um sie herum wehten. Mahnende Gedenk-Plakate für die angeblich rassistisch motivierten Morde in Hanau riefen zum Kampf gegen Rassismus auf und ein paar Meter weiter überragte – danke der Migrantifa – ein Meer aus Palästinenser-Flaggen die Szenerie. Schon bevor der Demozug startete, kam es aus dem Block zu offensichtlich antisemitischen Vorfällen. Teilnehmer riefen unter anderem: „Stop the war, stop den Krieg, Intifada bis zum Sieg“.

Die Stimmung war von Anfang an angespannt, alle warteten nur auf den Moment, in dem sich der Demozug endlich in Bewegung setzen konnte. Während den Teilnehmern von mehreren Wägen aus mit linken Parolen ordentlich eingeheizt wurde, becherten die Demonstranten kräftig, um sich für die kommende Straßenschlacht schon mal so richtig in Fahrt zu bringen. Wegen fehlender Abstände blockierte die Polizei den Demostart aber zunächst. Als es dann doch endlich losging und sich der riesige Demonstrationszug von etwa 8.000 bis 10.000 in Bewegung setzte, kam es schon wenige hundert Meter weiter zu heftigen Ausschreitungen. Die Sonnenallee glich nach wenigen Minuten einem einzigen Schlachtfeld.

Die Szenen, die sich gestern in Berlin abspielten, erinnerten schwer an die Zeit vor und kurz nach der Jahrtausendwende. Die Polizei stand unter schwerem Beschuss mit Böllern, Flaschen und Steinen, während auf der Straße brennende Barrikaden errichtet wurden. Während die Polizei mit Wasserwerfer versuchte, die riesigen Feuer zu löschen, wurden sie massiv von Aktivisten attackiert. Im Internet kursieren viele Videos, in denen die Gewaltexzesse festgehalten wurden – in einem stürzen sich z. B. mehrere Demonstranten auf einen vermeintlichen „Zivilbullen“ und zerren ihn brutal über die Straße, bis ihm Kollegen zu Hilfe eilen. Die Gewalt eskalierte so weit, dass auch zwischen den Demonstranten immer wieder Schlägereien ausbrachen.

 

Nachdem selbst der Versammlungsleiter aus der wütenden Menge heraus angegriffen wurde, erklärte er die Demonstration um 21:05 Uhr offiziell für beendet. Davon ließen sich Viele allerdings nicht abhalten. Bis in die späten Abendstunden herrschten bürgerkriegsähnliche Zustände auf den Straßen.

Die Bilanz dieser Krawallnacht ist bitter. Es gab mehr als 354 Festnahmen und über 93 verletzte Polizisten, von denen drei mit Frakturen ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Zahlreiche Autos wurden schwer beschädigt, Fahrzeuge sowie zahlreiche Roller und Fahrräder angezündet. Dieser 1. Mai hat in aller Heftigkeit bewiesen, wie gewaltbereit die linke Szene rund um die Antifa ist – was nach Manuela Schwesig (SPD) nur ein „aufgebauschtes Problem“ ist. Im Netz heißt es natürlich, die Polizei habe provoziert, Gewalt wurde mit Gegengewalt beantwortet. Dabei wird die Gewaltwelle seit Wochen angekündigt (TE berichtete) – die Politik schien es nicht wirklich zu interessieren.

Beim Spaziergang am nächsten Morgen sorgen Bilder wie diese kaum noch für Überraschung. Es ist Normalität geworden:

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Kommentare ( 145 )

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Ceterum censeo Berolinem esse delendam
8 Tage her

Szenen aus Belfast 1972?

Bernd W.
9 Tage her

Berlin ist so ein verkommenes Pflaster. Stets, wenn diese Stadt große Bedeutung für sich vereinnahmte, produzierte sie nichts als Unheil für unser Land.
Zu blöd, einen Flughafen zu bauen und immer am finanziellen Tropf; überschwemmt mit arbeitsscheuen Besserwissern und sich dabei „arm, aber sexy“ wähnend…Herrjeh!!
Bonn war eindeutig die bessere Hauptstadt.
Das ist ja soo retro? Oh ja, und das mit Recht und gutem Gewissen!

Ralf Poehling
9 Tage her

Hermannplatz in Berlin-Neukölln… Sehr spezielles Biotop, in dem sich alle Abgehängten und gefühlt Ausgestoßenen wiederfinden. Was dann zu solchen Auswüchsen führt. Marktwirtschaftlicher Wettbewerb funktioniert nur dann, wenn der Konkurrenzdruck in positive bzw. kreative Energie umgewandelt werden kann. Und das muss man den Menschen eben von klein auf beibringen! Wenn man dies unterlässt, weil im Bildungssystem die falschen Anreize gesetzt und den Kindern unnützes Zeugs beigebracht wird, dann wächst die Schicht der Abgehängten mehr und mehr an und man bekommt mehr und mehr Revoluzzer, die dann alles in Schutt und Asche legen. Unser Bildungssystem ist mittlerweile Totalschrott und lehrt die Menschen… Mehr

Jan Frisch
9 Tage her

Gemäß dem Vollblutjournalistendarsteller Thilo Jung waren das alles Rechte, denn Gewalt ist IMMER rechts. Muss man nicht verstehen, der kleine Thilo ist halt ein bisschen arg unbeholfen beim logischen Denken.

Ali
9 Tage her

Ich kann die ganze Aufregung überhaupt nicht verstehen.

Die Berliner bekommen genau das was sie mehrheitlichwählten und wünschte. Radikalen LinksGrünen Hardcore-Sozialismus und linken RAF-Terror.

Nun müssen wir nur noch den Länderfinanzausgleich abschaffen damit das deutsche Nordkorea-Experiment endlich auf eigenen totalitären Füßen steht. Außerdem sollte zukünftig das „Bananen & Citrus-Früchte“ rüberwerfen“ bei Strafe verboten.

PM99
9 Tage her

Das ist aber nicht nett, dass TE so über die engagierten jungen Menschen herzieht, die sich da im allseits propagierten „Kampf gegen Rechts“ und für Buntheit, Freibier und alles mögliche versammelt haben. Vielleicht sollte der Bundespräsident diese armen Menschen, die schwer traumatisiert sind, weil die Polizei sie am Spaß haben (Randalieren) hindern wollte, zur Entschädigung ins Schloss Bellevue zum Feine-Sahne-Fischfilet-Konzert einladen. Ist ihm bestimmt eine Herzenssache.

FZW
9 Tage her

Ich war bisher beim Anblick solcher Bilder immer auf Seiten der Polizei. Bisher. Seitdem ich aber auch Bilder kenne von Rentnerinnen und Rentnern die von 5 oder 6 Polizisten in Handschellen weggezerrt werden, hält sich mein Mitleid etwas in Grenzen…
Für die Vorgänge insgesamt müssen wir uns aber schämen – Berlin, failed state. Mauer drum herum und in eine Gefängniskolonie umwandeln. Gruß an Snake.

GiacomoLeopardi
9 Tage her

Eine gewisse Schadenfreude, der Berliner Polizei gegenüber, kann ich leider nicht verhehlen. Der linksfaschistische Mob ist eben ein anderes Kaliber, als die Omas auf den Corona-Demos…

Rasio Brelugi
9 Tage her

Rainer Wendt sagte heute (3.5.21) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, dass er für ein konsequentes Verbot der „Querdenker“-Demonstrationen ist, denn: „Bei diesen Demonstrationen ist der Rechtsverstoß schon vorprogrammiert und findet dauerhaft und zigtausendfach statt, weil die Teilnehmer keine Maske tragen und den Mindestabstand nicht einhalten …“ Offensichtlich freut er sich darüber, wie das „Antifa“-Gesindel in Berlin es schaffte, schwere Straftaten (Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Landfriedensbruch, Brandstiftung) ganz ohne Ordnungswidrigkeiten (Maskenpflicht) zu begehen. Kleine Info für Herrn Wendt: Das „Antifa“-Gesindel hat die Maskenpflicht schon beachtet, bevor es diese gab, weil … Nein, das sag ich Ihnen jetzt nicht, Herr Wendt, denn… Mehr

Last edited 9 Tage her by Rasio Brelugi
Franck Royale
9 Tage her

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt forderte gestern ein generelles Verbot für 1.Mai-Demos: „Bei diesen Demonstrationen ist der Rechtsverstoß schon vorprogrammiert und findet dauerhaft und zigtausendfach statt.“ Das wird nach Jahrzehnten auch wirklich mal Zeit. Ach, nein, Moment, der Mann redete von den im Vergleich zum 1.Mai weitgehend friedlichen Querdenker-Demos.