Die Mordpläne der Mullahs in Deutschland

Sie wollten im Auftrag des iranischen Regimes den Präsidenten des Zentralrats der Juden ermorden und Anschläge in Deutschland verüben: Der Hauptangeklagte Ali S. (54) wurde nun in Hamburg zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, sein Komplize zu viereinhalb Jahren.

Die Attentäter wollten ihn töten: Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden. IMAGO / IPON
Die Attentäter wollten ihn töten: Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden.

Nach Überzeugung des Hanseatische Oberlandesgerichts handelte Ali S., ein Däne mit afghanischen Wurzeln, als fest in die Strukturen der iranischen Revolutionsgarden und ihrer Auslandseinheit, der Al-Kuds-Kräfte (Quds Force), eingebundener Agent. Anfang 2025 reiste er nach Teheran und erhielt dort direkte Aufträge von Offizieren der Al-Kuds-Brigaden.

Er sollte prominente Ziele ausspähen und Terrorattentate vorbereiten – darunter Mordanschläge auf den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), den früheren Grünen-Bundestagsabgeordneten Volker Beck. Zudem plante er einen Brandanschlag auf einen koscheren Lebensmittel-Shop in Berlin. Insgesamt hätten die Täter nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden mindestens elf Ziele in Deutschland ausgewählt.

Terror „zentral vom Iran gesteuert“

Die Vorsitzende Richterin Petra Wende-Spors machte in der Urteilsbegründung unmissverständlich klar, wer hinter den Plänen stand: „Der Iran versucht, seinen Terror nach Deutschland zu exportieren. Das ist nicht hinnehmbar.“ Die Anschläge seien „zentral vom Iran gesteuert“ und sollten „dezentral“ ausgeführt werden, berichtet die Süddeutsche Zeitung vom Prozess. Und: Ziel sei gewesen, jüdisches Leben in Deutschland anzugreifen und pro-israelische Stimmen mundtot zu machen. Das Gericht sah in den Handlungen staatsterroristische Aktivitäten, die aus „niederen Beweggründen“ geplant wurden. Ali S. habe auch die Wehrlosigkeit seiner potenziellen Opfer gezielt ausnutzen wollen.

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Konkret hatte Ali S. im Sommer 2025 in Berlin Örtlichkeiten ausgekundschaftet, Eingänge fotografiert und Sicherheitsvorkehrungen geprüft – auch an der Geschäftsstelle der DIG und am Sitz des Deutschen Ethikrats, der mit Schuster in Verbindung gebracht wurde.

Für den geplanten Mord an Volker Beck rekrutierte er Tawab M. Bei mehreren Treffen Ende Mai und Anfang Juni 2025 übergab er ihm ein Foto Becks und Adressen. Tawab M. sollte einen Schützen suchen und eine Pistole mit Schalldämpfer „für den einmaligen Gebrauch“ beschaffen. Er kontaktierte sogar seinen Neffen in dieser Angelegenheit. Das Gericht wertete dies als Verabredung zur Anstiftung zum Mord und sah das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an, weil ein Hinterhalt aus dem Verborgenen gegen ein ahnungsloses Opfer geplant war. Beide Angeklagten schwiegen im Prozess.

Verhaftungen in Dänemark

Die beiden Täter wurden dann 2025 in Dänemark verhaftet: Ali S. Ende Juni in Aarhus, Tawab M. im November. Hinweise kamen unter anderem vom dänischen Geheimdienst und, wie Volker Beck berichtete, vom israelischen Mossad. Der Verfassungsschutz observierte Ali S. intensiv. Beck, der den Prozess unter Personenschutz als Zuschauer verfolgte, sagte, ohne den Mossad wäre er wohl nicht mehr am Leben. Das Oberlandesgericht hatte ihn nicht als Nebenkläger zugelassen, weil es noch keinen konkreten Anschlagsversuch gegeben habe. Beck legte dagegen Verfassungsbeschwerde ein. „Zu wissen, dass jemand meine Ermordung konkret geplant und vorbereitet hat, fühlt sich anders an“, sagte er. Er begrüßte das klare Urteil, warnte aber: „Der Plan besteht weiter.“ Die Bundesregierung müsse den iranischen Botschafter ausweisen und die Botschaftspersonalstärke minimieren, forderte er. Andernfalls sei das Urteil eine Einladung an Teheran, solche Operationen zu wiederholen.

Das Mullah-Regime und seine Geheimdienste, insbesondere die Revolutionsgarden, setzen seit Jahren auf staatlich gesteuerte Attentate und Sabotageakte gegen Oppositionelle, jüdische Einrichtungen und pro-israelische Stimmen. Ende 2023 hatte das Oberlandesgericht Düsseldorf bereits einen Mann wegen eines Molotowcocktail-Angriffs auf eine Schule in Bochum verurteilt, der eigentlich einer Synagoge gegolten hatte.

Klare Benennung der Auftraggeber

Bundesanwalt Stephan Morweiser betonte die Bedeutung des Urteils: Besonders wichtig sei, dass der Senat die iranischen Revolutionsgarden klar als Auftraggeber der verhinderten Anschläge benannt habe. Der Verteidiger von Ali S. kündigte Rechtsmittel an und sprach von einem politisch motivierten Urteil. Die Beweisaufnahme stützte sich unter anderem auf Wohnraumüberwachung in Dänemark, Handyauswertungen (darunter zahlreiche Kontakte zu einer iranischen Führungsoffiziersnummer) und Observationen. Antisemitische Inhalte auf dem Telefon von Ali S. untermauerten die Motivlage.

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Kommentare ( 27 )

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Konradin
37 Minuten her

Der Herr Josef Schuster hat – und das auch auf dem Artikelfoto wieder deutlich zu erkennen – seine Auge stets auf die (politischen) Ränder gerichtet. Folgt man seinen unzähligen politischen Stellungnahmen blickt und beobachtet das rechte Auge – und auch das könnte man auf dem Artikelfoto erkennen – deutlich gezielter, vernehmlicher und konzentrierter als das linke Auge. Dabei wäre des dem Herrn Josef Schuster wärmstens zu empfehlen, beide Augen konzentriert in die Richtung zu fokussieren, wo der grassierende und massenhaft explodierende Antisemitismus in Deutschland und dessen faktischer parteipolitischer Hauptverantwortlicher zu verorten und zu benennen ist. Da wäre die CDU-Partei als… Mehr

Schwabenwilli
1 Stunde her

Für Schuster und Knobloch sind nach wie vor die Rechten die größte Gefahr.
Klar, bei den 22 Millionen Steuergeld die der Zentralrat jährlich bekommt😉

olive
2 Stunden her

Wissen das die Betroffenen, in wessen Visier sie waren? Wahrscheinlich sind sie noch immer der Ansicht, die AfD sei ihr grösster Feind.

Talleyrand
2 Stunden her

Vielleicht dämmert es dem Zentralrat der Juden endlich mal, dass die Gefahr nicht vom „Michel“ ausgeht, sondern beim „Ali“ gesucht werden sollte.

professor.abronsius
3 Stunden her

Wie kann man so einen Quatsch nur glauben? Und wer zum Teufel ist Josef Schuster lol? Ich bin hier geboren, Politik-interessiert und News-Junkie und hab noch nie von dem Typ gehört. Diese Knoblauch-Tante war mir ein Begriff im Kontext dieser Erpressungsmaschine „Zentralrat“ aber der Typ? Wer ist das? Aber die Revolutionsgarden kennen den. Und erachten den in der aktuellen politischen Situation als DAS Ziel, wo ein Mordanschlag ihnen maximalen Nutzen bringt. Ist klar. Haben die nicht wichtigere Probleme aktuell? Also wichtigere Zielpersonen, bei denen ein Mordanschlag mehr bringen würde? Wer den Israelis noch ein Wort glaubt ist eh nicht mehr… Mehr

Peter Gramm
1 Stunde her
Antworten an  professor.abronsius

Herr Schuster ist, so glaube ich, Kinderarzt. Weiters glaube ich dass die Mullahs noch nie einen Krieg vom Zaun gebrochen haben. Die Zionisten aber seit Jahren in Nahost nicht unbedingt willkommen sind. Laut UN Regeln dürfen sich Besetzte gegen Besatzer wehren. auch mit Waffengewalt. Im Ukraine Krieg fordert man von Putin immer er solle doch einfach aufhören und der Krieg wäre sofort beendet. Warum gilt dies für die agressive Siedlerbewegung und ihre Unterstützer nicht. Ich weiß, schuld und gefährlich sind immer die anderen. Dieses Weltbild trägt man vor sich her bis man das hat was man möchte – nämlich Land… Mehr

Autour
3 Stunden her

Also für mich klingt dass hier wie der Drohnenmüll von Leipzig…
Wo der Heldenhafte Busfahrer eine Russische Kampfdrohne HELDENHAFT zertreten haben soll….
Das es Anschlagpläne gegeben haben soll, wage ich nicht zu bezweifeln… auch wenn ich nicht verstehe wieso man einen homosexuellen Crystal Meth-junky ermorden will…
Allerdings klingt es dann doch unfassbar stümperhaft … als ob die Iraner keine Schallgedämpfte Waffe zur Verfügung stellen könnten… nene das stinkt zum Himmel! So dumm stellen sich dann noch nicht mal die Mullahs an!
Aber gut es lenkt ab….

Guzzi_Cali_2
5 Stunden her

Vollkommen lachhafte „Strafen“ für dieses menschliche Getier. Was soll das bringen? In einem deutschen Gefängnis herrschen Zustände wie in einem Hotel; der Steuerzahler kommt für diese Kriminellen auch noch auf und eine mentale Gesundung ist nicht zu erwarten – im Gegenteil. Wäre ich Richter, würden die Herrschaften beispielsweise Graffiti mit der Zahnbürste wegmachen – und zwar von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, egal bei welchem Wetter. Die Zelle wäre aus Vollbeton, 6 Quadratmeter groß, das Licht ginge um 10 Uhr aus und auf dem Beton-Tisch läge eine Bibel. Und damit basta. Eigentlich ist das für derlei Kriminelle noch viel zu human –… Mehr

Haba Orwell
4 Stunden her
Antworten an  Guzzi_Cali_2

Sie meinen, vier Jahre U-Haft für ein paar Phantasien ohne konkrete Anschläge? Was, wenn auch Iran der „Erdallianz“ angehört? >>>Vier Jahre U-Haft – für Sci-Fi-Träume: Verteidiger von Heinrich Prinz XIII. Reuß spricht<<< (TE)

Nibelung
4 Stunden her
Antworten an  Guzzi_Cali_2

Mein Großvater war Direktor einer Jugendstrafanstalt und er sagte immer, solchen Tätern ist nur beizukommen, wenn man ihnen das Leben so schwer macht, daß sie an diesen Ort nie mehr zurückommen wollen und er hatte schon damals recht in seiner Annahme, daß die wenigsten aus seinem Anstalt rückfällig wurden. Das hat sich gewandelt, seit die Grünen hierzulande das Sagen hatten und man mit falschem Verständnis einem Täter beikommen wollte und selbst das Opfer dabei in den Hintergrund geraten ist, vor lauter Nächstenliebe zum Menschen und sie dabei übersehen haben, daß er zur Tatzeit ein Tier war, wenn es sich um… Mehr

Haba Orwell
3 Stunden her
Antworten an  Nibelung

> und er sagte immer, solchen Tätern ist nur beizukommen, wenn man ihnen das Leben so schwer macht

Zum Täter wird man allerdings erst durch konkrete Taten – nicht durch Phantasien darüber und Narrationen eines fernen Vereins, der selber international wirklicher schwerer Untaten beschuldigt wird. Wie Sie selbst schreiben:

> Stattdessen führt man in regelmäßigen Schauprozessen der Ablenkung halber vermeintliche Bösewichte vor, ohne Beweislage

Nibelung
5 Stunden her

Die Frage ist doch nur, stimmt das alles so wie geschildert oder sind es Märchen um der ganzen Sache über politische Mittäterschaft der Heimatländer mehr Gewicht zu verleihen. Es ist reichlich unvorstellbar, daß die Auftraggeber im Falle von festen Absichten so stümperhaft handeln würden um einen Freischein für die Gegenseite auszustellen, wie tüchtig die eigene Abwehr ist und das könnte man durchaus anzweifeln und Leute mit bösen Absichten gibt es immer, wobei Eigeninitiative der Grund sein könnte oder die Geheimdienste des Irans und der Russen müßten noch einiges dazu lernen, bevor sie sich anschicken, anderen den Garaus zu machen. Vermutlich… Mehr

Haba Orwell
5 Stunden her

Erstaunlich, wie ernst man hier plötzlich Prozesse wegen purer Überlegungen ohne konkrete Taten nimmt. Was unterscheidet es vom Prinzen Reuss, der uns von der Erdallianz befreien wollte? Und wenn IRGC an dieser Allianz oder dem Widerstand dagegen beteiligt wäre – nicht nur Trump und Putin?

Michael Theren
5 Stunden her

mag ja alles richtig sein, nur habe ich seit dem „Disco-Anschlag“ vor Jahrzehnten in Berlin (?) nichts von realen konkreten terror der Irans in Deutschland gehört, während der „Messer“- „Schubser“ und „Vergewaltigungs-landnahmeterror“, doch seit längerem zur tgl. „Routine“ gehört ….seltsam (historisch wohl einmalig), daß 1000. von Anschlägen ohne jegliche zentrale Planung stattfinden können….

ratio substituo habitus
4 Stunden her
Antworten an  Michael Theren

Ach, lesen sie in Mainstreampresse etwa von den Messeranschlägen? Oder gibt es Sondersendungen dazu? Wo bleibt die Berichterstattung in den ÖR-Haltungmedien über Nordstream? Aber wenn unser Bundesspalter den Mullahs gratuliert …