Dobrindts Antisemitismus-Vorwurf an die Linke führt zu Chaos in der Sendung. Reichinnek wittert eine rechte Kampagne gegen ihre Partei. Illner lässt sie mit plumpen Erklärungsversuchen davonkommen. Die Reformvorhaben der Bundesregierung haben sich nach den Wahlen erledigt: CDU auf Kuschel-Kurs mit SPD. Von Fabian Kramer
Screenshot ZDF / Illner
Berlin hat keinen guten Ruf innerhalb der Bundesrepublik. Die Stadt gilt deutschlandweit als Problem-Bundesland. Früher hieß es, dass Berlin arm, aber sexy sei. Heute gilt Berlin als arm und dreckig, ganz ohne Erotik.
Die Organisierte Kriminalität hat sich breitgemacht und die Stadt unterwandert. Drogenhandel und Junkies prägen das Stadtbild in vielen Kiezen der deutschen Hauptstadt. Die öffentliche Verwaltung arbeitet ineffizient, falls sie arbeitet, denn meistens sind die Mitarbeiter krankgeschrieben. In den Schulen fällt so viel Unterricht aus, dass die Schüler kaum noch wissen, wie ein Klassenzimmer von innen aussieht.
Jeder vierte Wähler in der Stadt und fast jeder zweite Wähler unter 35 Jahren machte sein Kreuz bei der Linkspartei. Doch noch am Wahlabend fiel das rote Kartenhaus zusammen. Denn neben sozialistischen Utopien hat die Partei auch Antisemitismus und Verständnis für kriminelle arabische Großfamilien im Repertoire. Der Remmo-Clan und diverse Hamas-Sympathisanten gaben sich auf der Siegerparty die Klinke in die Hand.
Auch Maybrit Illner thematisiert die antisemitischen Auswüchse der Linken in ihrer Sendung. Zu Gast sind unter anderem Heidi Reichinnek und Alexander Dobrindt. Die beiden werden in diesem Leben keine engen Freunde mehr. Mehrmals im Verlauf der Sendung reden beide hysterisch aufeinander ein. Illner droht die Sendung deshalb immer wieder zu entgleiten. Für den geneigten Zuseher ist der Talk eine anstrengende Angelegenheit, da alles drunter und drüber geht und kein Gast einmal zwei Sätze hintereinander sprechen kann, ohne sofort unterbrochen zu werden.
Yallah, yallah Intifada
Ob arabischer Clan-Boss oder palästinensischer Extremist, alle Radikalen fühlen sich magisch angezogen von der Berliner Linkspartei. „Die wollen nur Nähe zur Macht und Politik“, versucht Heidi Reichinnek sich herauszureden. „Wir als Linkspartei distanzieren uns von Antisemitismus und Organisierter Kriminalität“, schiebt sie hinterher. In der Tat distanziert sich die Partei verbal immer wieder, doch strukturelle Konsequenzen zieht die Partei keine. Die Wählerstimmen von Antisemiten und Kriminellen sind der Linkspartei einfach zu wichtig.
„Wir haben klare Beschlüsse“, verteidigt Reichinnek sich. Die Anschuldigungen sind für sie nichts mehr als eine rechte Kampagne. Remmo und die Hamas-Unterstützer würden viel erzählen, wenn der Tag lang sei, meint sie. Illner lässt Reichinnek leider mit diesen plumpen Erklärungsversuchen davonkommen. Zwar versucht die Moderatorin immer wieder nachzufragen, aber sie verpasst es, Reichinnek festzunageln. Denn es ist vollkommen unglaubwürdig, dass sich Gestalten aus der Unterwelt Berlins und Terror-Sympathisanten nur rein zufällig die Linkspartei aussuchen.
Die Linkspartei hält die polizeiliche Verfolgung von arabischer Clan-Kriminalität für rassistisch. Antisemitische Tendenzen werden ganz offen auf Wahlveranstaltungen zur Schau gestellt. Wenn Rapper „Yallah, yallah Intifada“ singen, weiß das Publikum natürlich, dass die Partei kein Problem mit Judenhass hat. Wirklich fatal ist, dass SPD und Grüne trotzdem mit der Linken koalieren möchten.
„Es gibt ein strategisches Interesse, dieses Bündnis zu verhindern“, raunt SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf in die Runde. Heidi Reichinnek nickt mit dem Kopf und blinzelt für einen kurzen Moment weniger mit den Augen. Das Statement von Klüssendorf ist natürlich grober Unfug. Große Teile der SPD selbst wollen nicht mit der Linkspartei koalieren. Es ist also keine böse rechte Kampagne, sondern einfach gesunder Menschenverstand.
Gerechtigkeit statt Reformen
Nach den Landtagswahlen haben sich die Reformvorhaben der Bundesregierung wohl erledigt. Die SPD wird sich mit allen Mitteln gegen weitere Einschnitte zur Stabilisierung der sozialen Sicherungssysteme wehren. Zwar wurde bis jetzt gerade einmal ein minimaler Betrag im Gesundheitssystem eingespart, doch die Genossen ziehen die Reißleine.
Dabei ist ja gerade die SPD diejenige, die die tatsächlichen Reformen verweigert. Als es darum ging, dass die Gesundheitskosten für Arbeitslose aus Steuermitteln bezahlt werden sollten, war die SPD dagegen. Die SPD war genauso dagegen, dass die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen reduziert werden sollte. „Bisher haben wir keine großen Veränderungen beschlossen“, gesteht Tim Klüssendorf richtigerweise ein.
Die SPD hat auch überhaupt kein Interesse daran, etwas zu ändern. Schließlich kämpft die SPD politisch gegen die Linkspartei und diese verspricht soziale Wohltaten in Hülle und Fülle. „Ich spreche von sozialem Kahlschlag und Kürzungen“, erregt Heidi Reichinnek sich. Für die Linkspartei sind selbst die kosmetischen Einschnitte im Gesundheitswesen unzumutbar. „Der Kanzler muss bessere Politik machen“, fordert Reichinnek.
Es ist nicht ganz ohne Ironie, wenn ausgerechnet der SPD-Flüsterer Friedrich Merz von Linksaußen kritisiert wird, dass er noch nicht links genug sei. In der Union sieht man den SPD-Kuschelkurs von Merz kritisch, wenngleich es linke Absetzbewegungen innerhalb der Union gibt. Viele Stimmen aus der Union klingen plötzlich wie Heidi Reichinnek und Lars Klingbeil und warnen vor sozialen Verwerfungen. Es ist also tatsächlich möglich, dass die SPD in Zukunft sogar noch mehr durchsetzen – vulgo verhindern – kann, als sie es bisher tut.





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Reformen heißt Einsparungen und Leistungskürzungen bei den Beitragszahlern auch für die SPD, siehe „Gesundheitsreform“ nach Lars Klingbeil: 12 Milliarden Euro bezahlt die gesetzliche Krankenversicherung gegenwärtig für die Gesundheitsversorgung von Bürgergeldempfängern und Flüchtlingen aus den Beiträgen ihrer Versicherten, obwohl es staatliche Aufgaben sind. Das ist ein Großteil der Kosten. Beamte und Privatversicherte bleiben verschont. 250 Millionen Euro hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) jetzt für 2027 herausgerückt, um einen Teil dieser 12 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt zu übernehmen und einen Mini-Teil der Lücke zu schließen. 2 Milliarden nimmt Klingbeil gleichzeitig den gesetzlichen Krankenkassen, indem er den sogenannten „Bundeszuschuss“ kürzt. https://www.focus.de/politik/deutschland/regierung-streicht-bei-gkv-2-milliarden-euro-taschenspielertricks-auf-kosten-der-kassenpatienten_2777bc94-7c4b-4aeb-9d5b-48c0852313be.html Klingbeil… Mehr
Reichinnek könnte auch später mal zur UN gehen. Die intellektuellen Voraussetzungen hierfür hat sie. Welche man dafür braucht, hat Frau Baerbock ja bewiesen.
Da tropft ja nun gar nichts aus dem Hahn.
Eine Pinata ist eine mit Süßigkeiten gefüllte Figur aus Pappmache, auf die man so lange draufhaut, bis sie platzt, und die Süßigkeiten herausfallen und aufgesammelt werden können. Zu so etwas hat sich Friedrich Merz von der SPD machen lassen. Kann man nicht mehr ernst nehmen.