Plagiatsjäger: „ZDF hat bei Interview mit Alice Weidel zweimal gelogen“

Seine Arbeiten belasten bereits mehrere Minister und auch prominente Journalisten, nun kritisiert der bekannte österreichische Plagiatsjäger Stefan Weber auch das ZDF: Der ÖRR-Moderator hätte im Interview mit Alice Weidel bei den Zahlen zur E-Mobilität klar gelogen.

Screenprint: ZDF / Sommerinterview

„Jedes zweite Auto hier in Wien ist ein Elektromotor“ – um diesen Satz des ZDF-Moderators im aktuellen Sommer-Interview geht es in der Kritik des Salzburger Plagiatsjägers. Stefan Weber schreibt dazu auf seinem Blog: „Das ist nachweislich komplett falsch. In Anbetracht der Vorbereitungszeit und des Teams, über das so ein Moderator verfügt, schließe ich aus, dass hier ein Fehler, eine Schlamperei passiert ist. Die Aussage sollte wohl eher absichtlich suggerieren, dass in Wien bereits 50 Prozent E-Autos unterwegs sind. Und ich habe das zunächst auch geglaubt, der Trick hat also wieder einmal funktioniert.“ Wahr ist hingegen: Nicht jedes zweite, sondern bloß jedes vierzehnte Auto in Wien hat einen Elektromotor, das dokumentiert auch der Elektro Mobilitäts Club auf seiner Website.

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Stefan Weber lässt auf seinem Blog dann auch keine Ausreden der ZDF-Mitarbeiter zu: „Auch E-Autos und Hybridautos zusammen ergeben in Wien bei weitem nicht 50 Prozent, sondern rund 17 Prozent. Und nicht einmal die Neuzulassungen von E-Autos im ersten Halbjahr 2026 lagen bei 50 Prozent, sondern nur bei etwa 20 Prozent. Das Wort „Neuzulassung“ wurde allerdings auch an keiner Stelle erwähnt.

Der österreichische Plagiatsjäger thematisiert noch eine weitere Unwahrheit, die der ZDF-Moderator im Interview mit der AfD-Parteivorsitzenden verbreitet hat: „Wenig später sagte der Interview zu Weidel: ‚Der chinesische Markt will gar keine Verbrennerautos mehr haben‘ – gemeint hat er: aus Deutschland, denn das war der unmittelbare Kontext in den Sätzen zuvor. Laut ChatGPT ist auch diese Aussage falsch, sie beschreibt allerdings einen realen Abwärtstrend.“ Faktum: Der Volkswagen-Konzern lieferte in China allein im Jahr 2025 mehr als 2,5 Millionen Verbrenner aus, das kann wohl kaum als „keine“ gewertet werden.

„Der ÖRR lügt seinen Sehern ins Gesicht.“

Stefan Weber: „Zwei Unwahrheiten so kurz hintereinander – das kann kein Versehen sein. Das war Absicht. Der ÖRR lügt seinen Sehern und Frau Weidel schamlos ins Gesicht. Und niemand checkt die Fakten.“

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Der Salzburger Universitäts-Dozent erhob bekanntlich erst vor kurzem auch schwere Plagiatsvorwürfe gegen Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) wegen 83 Plagiats-Fragmenten in der Dissertation. Im Vorjahr wurden auch Frauke Brosius-Gersdorf und ihr Mann belastet, davor Robert Habeck aufgrund möglicher Plagiate in seiner Dissertation. Mario Voigt wurde aufgrund der Recherchen von Weber der Doktortitel aberkannt.

Davor deckte der Wissenschaftler auch Plagiate im Buch von Annalena Baerbock, Österreichs Arbeitsministerin Christine Aschbacher, Johannes Hahn, Norbert Lammert, Österreichs Justizministerin Alma Zadic sowie bei Texten der Journalistin Alexandra Föderl-Schmid auf. Viele der konkreten und umfassend dokumentierten Vorwürfe führten nicht zu Konsequenzen.

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Kommentare ( 16 )

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HavemannmitMerkelBesuch
27 Minuten her

Wer checkt die Faktenchecker
Wer prüft die Prüfer
Wer kontrolliert die Kontrolleure
Wer schützt vor den Schützern
Wer schützt vor den Lügnern
die sich als wahrhaftig geben…

Auch diese Lügen – vorsätzliche Lügen, keine Irrtümer – sind nun in der Welt und die Richtigstellung wird die meissten Belogenen nicht erreichen.

So funktioniert „unsere Demokratie“ genannter Kommunismus…

Dr. Meersteiner
38 Minuten her

Beim ZDF zählt auch der Scheibenwischermotor mit dazu, dann haben sie sich aber nochmals verrechnet.

Kontra
39 Minuten her

Schmiese war offensichtlich strickt angewiesen worden, Frau Weidel „anzugehen“. Eine dermaßen schlechte Interviewführung war für das ZDF ein weiterer Tiefpunkt, in der unendlichen Reihe von Tiefpunkten.

Dr.KoVo
42 Minuten her

Hat er Scheibenwischermotor gemeint? Würde ich ihm zutrauen.

haqus b.
56 Minuten her

Perplexity sagt dazu: Wenn in Wien jedes zweite zugelassene Auto elektrisch wäre, läge der Bestand grob bei rund 370.000 E-Pkw. Dafür bräuchte die Stadt je nach Ladeverhalten nicht 370.000 öffentliche Säulen, sondern plausibel etwa 20.000 bis 40.000 öffentliche Ladepunkte – zusätzlich zu privaten Wallboxen in Garagen, Wohnanlagen und bei Arbeitgebern. Für Wien würde ich als Planungsgröße daher etwa 25.000 öffentliche Ladepunkte ansetzen, ergänzt durch eine große Zahl privater Ladegelegenheiten. Das wären ungefähr sechs Mal so viele öffentliche Ladepunkte wie heute. Eine Ladesäule kann zwei Ladepunkte haben. 25.000 Ladepunkte entsprächen daher grob 12.500 Doppelladesäulen, sofern überwiegend zweifach belegbare AC-Säulen installiert werden.… Mehr

Michael Palusch
57 Minuten her

„Jedes zweite Auto hier in Wien ist ein Elektromotor“
Schon allein diese Formulierung, unabhängig vom Wahrheitsgehalt, disqualifiziert den Interviewer. Ein Auto ist ein Auto und ein Elektromotor ist ein Elektromotor. Das wäre ungefähr so als wenn man sagte: Wulf Schmiese ist ein Journalist.

Axel Fachtan
58 Minuten her

Z entrale D eutsche F älscherwerkstatt Ihr dürft die nicht mehr anschauen. Ihr dürft denen nicht mehr zuhören. Das Gegenteil von dem, was die sagen, ist in der Regel richtig. Hetze und Desinformation. Das ist das ZDF des Jahres 2026 Widerlicher abartiger Dreck, für den ihr immer noch Zwangsgebühren zahlen müsst. Elmar Theveßen Dunya Hayali und Böhmermann vorne dran. Proof me wrong ! Charlie Kirk Also Bereitschaft zum Dialog statt Brandmauer Was macht das ZDF daraus, nachdem dieser konservative christliche Hoffnungsträger ermordet worden ist? Sie lügen euch in widerlichster Weise die Taschen voll. „Ja, der Charlie Kirk wollte, dass alle… Mehr

Aletheia
58 Minuten her

Nur zweimal gelogen?
Da scheinen sie sich ja auf dem Wege zu einem ehrlicheren Journalimus zu befinden!

Privat
1 Stunde her

Es gibt genug dumme, die darauf hereinfallen-
Das giftgrüne Elend.

Werner Meier
1 Stunde her

BILD versuchte hingen, Alice Weidel zu widerlegen und fiel auf die Nase. Die von Weidel genannte Zahl ist wie gewohnt korrekt Weidel: „306.000 arbeitslose Flüchtlinge eingebürgert“ – stimmt das? | Politik | BILD.de Die Größenordnung stimmt: Rund 307.600 arbeitslose Deutsche mit Migrationshintergrund weist die BA-Sonderauswertung aus. Die Zahl lässt sich damit auf die von der AfD genannte Quelle zurückführen. Nicht belegen lässt sich dagegen, dass diese 306.000 Menschen allesamt Flüchtlinge sind – und erst recht nicht, dass es sich um Syrer handelt. BILD verfälscht die Aussage von Weidel, versucht mit dem Begriff „Flüchtlinge“ im Trüben zu fischen und schränkt die… Mehr