„Deutschland? Aber wo liegt es?“, fragten 1796 Goethe und Schiller in einem Zweizeiler mit dem Titel „Das Deutsche Reich“, und gaben die Antwort: „Ich weiß das Land nicht zu finden. Wo das gelehrte beginnt, hört das politische auf.“
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„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger“ – mit dieser Anrede wendete sich Bundespräsident Steinmeier zum Jahreswechsel 2025/26 an die Bevölkerung. Der österreichische Bundespräsident sagte „Liebe Österreicherinnen und Österreicher, und alle, die in Österreich leben“, und der französische Staatspräsident Macron richtete sich an sein Volk mit: „Französinnen, Franzosen! Liebe Landsleute! (Françaises, Français, mes chers compatriotes). Warum bleiben bei diesen Jahresansprachen die „Deutschen“ außen vor?
„Deutschland? Aber wo liegt es?“
„Deutschland? Aber wo liegt es?“, fragten 1796 Goethe und Schiller in einem Zweizeiler mit dem Titel „Das Deutsche Reich“ und gaben die Antwort:
„Ich weiß das Land nicht zu finden.
Wo das gelehrte beginnt, hört das politische auf.“
Das alte Deutsche Reich lag damals, zur Zeit der Französischen Revolution, in den letzten Zügen, und über den deutschen Einzelstaaten gab es kein politisch handlungsfähiges Gesamtdeutschland, keine Staatsnation. Hingegen umfasste das „gelehrte [gebildete] Deutschland“ ganz Deutschland, bildete eine „Kulturnation“, die auch „das Land der Dichter und Denker“ genannt wurde.
Die Bewohner dieses Deutschland mussten Goethe und Schiller nicht suchen. Es waren die „Deutschen“, worunter man damals grundsätzlich jeden verstand, dessen Muttersprache Deutsch war; hinzu kamen die typischen Merkmale von Angehörigen einer gemeinsamen Kultur wie Disziplin, Fleiß, Ehrlichkeit, Ordnung – die sogenannten „deutschen Tugenden“. Der Volksname „Deutsche“ war in der Goethezeit nur ein sprachlich-kultureller Begriff, eine staatlich-politische Bedeutung im Sinne von „deutscher Staatsbürger“ hatte er noch nicht, weil es den deutschen Nationalstaat erst seit 1871 gibt.
Heute ist die Frage, wo Deutschland liegt, einfach zu beantworten: Auf dem Territorium der 1949 gegründeten und 1990 wiedervereinigten Bundesrepublik Deutschland. Und die Deutschen? Frei nach Goethe und Schiller stellt sich hier die politische Frage: „Deutsche? Aber wo sind sie? Ich weiß das Volk nicht zu finden“.
Deutsche? Aber wo sind sie?
Staaten kann man nach drei Merkmalen unterscheiden: Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt. Die Deutschen sind das Staatsvolk der Bundesrepublik Deutschland und müssten deshalb wegen ihrer zentralen Bedeutung für den Staat einfach zu finden sein, vor allem im politischen Sprachgebrauch.
Nehmen wir als aktuelles Beispiel die Programme der fünf im Bundestag vertretenen Parteien zur Bundestagswahl 2025. Diese Regierungsprogramme sind relativ umfangreich – zwischen 23.000 (SPD) und 35.000 (AfD) Wörter – und wenden sich an das Wahlvolk, die Deutschen. Wie häufig kommt der Volksname „Deutsche“ hier vor? Bei SPD und LINKE überhaupt nicht, bei CDU/CSU und GRÜNE je einmal und bei der AfD viermal. Die Deutschen – immerhin das Staatsvolk – treten also auf insgesamt 141.000 Wörter Text der „staats-tragenden Parteien“ insgesamt sechsmal sprachlich auf; das entspricht einem Wortanteil von 0,0042 Prozent.
Aber vielleicht wird in den Parteiprogrammen die Gesamtheit der Deutschen als „deutsches Volk“ angesprochen? Sprachstatistisches Ergebnis: Der Ausdruck „deutsches Volk“ fehlt bei CDU/CSU, SPD, GRÜNE und LINKE (den sogenannten Brandmauer-Parteien), im AfD-Programm ist er einmal belegt.
Kommt nun vom Wortfeld DEUTSCH wenigstens der Ländername „Deutschland“ häufiger vor? Ja, nämlich zwischen 80-mal (LINKE) und 157-mal (AfD), wobei Wortzusammensetzungen (Deutschland-Ticket, deutschlandweit u. Ä.) mitgezählt werden. Insgesamt wird Deutschland 632-mal genannt (Wortanteil 0,44 Prozent), davon in gut einem Drittel der Fälle mit der Formel „in Deutschland“.
Ein Fall für den Verfassungsschutz?
Warum wird der Volksname „Deutsche“, der in der Alltagssprache geläufig vorkommt, in der Sprache der Politik gemieden? Das Wort, heißt es häufig, sei nationalistisch, ja „nazi“, und grenze Nichtdeutsche aus. Für den Verfassungsschutz sind „die Deutschen“ ein sprachlicher Verdachtsfall, der auf ein „ethnisch-abstammungsmäßiges Volksverständnis“ hinweist, „das ganze Bevölkerungsgruppen in Deutschland abwertet“ und typisch sei für eine „migranten- und muslimfeindliche Haltung“.
Wer also sagt „Wir Deutsche(n)“ und damit nicht alle deutschen Staatsbürger (2025: 69 Millionen) meint, sondern – wie Goethe – eine sprachlich-kulturelle Gemeinschaft, macht sich verdächtig: Das trifft auch Bundeskanzler Merz, der auf dem politischen Aschermittwoch 2026 in Trier sprachlich etwas locker äußerte: „Wir Deutschen sind vielleicht mit am meisten überrascht, schockiert, bewegt, irritiert,
sprachlos, was da auf dieser Welt grade passiert.“
Warum sind ausgerechnet „die Deutschen“ am meisten überrascht? Weil sie – so das Völkerstereotyp – etwas „langsam“ sind. Heinrich Heine hat diese (wenig schmeichelhafte) deutsche Eigenschaft – im Unterschied zu den „schnellen“ Franzosen – hervorgehoben: „Der Deutsche“, schrieb er 1841 aus Paris, „aus Scheu vor aller Neuerung, deren Folgen nicht klar zu ermitteln sind, geht jeder bedeutenden politischen Frage so lange wie möglich aus dem Wege.“ Merz bestätigt indirekt dieses Bild von der typisch deutschen Langsamkeit: Sein „Wir Deutschen“ kann hier nicht die neuen, eingebürgerten Deutschen (allein 2025 über 300.000) meinen, sondern nur „diejenigen, die schon länger hier leben“ (Bundeskanzlerin Merkel 2007), also die Staatsbürger, die in Deutschland sprachlich und kulturell sozialisiert wurden.
Diese Deutschen ohne Migrationshintergrund stellen 71 Prozent der Bevölkerung Deutschlands und 79 Prozent der Wahlberechtigten, bilden also eine solide demokratische Mehrheit, die man respektieren sollte. Sie brauchen keinen Minderheitenschutz, aber ebenso wenig Belehrungen des Bundesamtes für Verfassungsschutz über den politisch korrekten Gebrauch ihres Volksnamens.
Anmerkung zur Wortstatistik der Parteiprogramme 2025: Sie wurden nicht manuell ausgezählt, sondern die PDF-Dateien automatisch ausgewertet und nachträglich kontrolliert. Die Wortform DEUTSCHE kommt auch in Eigennamen vor (Deutsche Bank, Deutsche Umwelthilfe usw.) und als Adjektiv, diese Fälle wurden nicht als Volksname gezäht.


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Deutschland hat eine wechselvolle Geschichte. Mal war es ein großes Reich, mal war es in hunderte Parzellen zerstückelt. Heute ist Deutschland nur noch dort wo Nicht-Migranten sind und in Ruhe und Frieden miteinander leben. Was auch immer dem gegenwärtigen Nicht-Migranten-Land widerfährt, dessen Menschen die Entwicklung ihrer umliegenden Länder initiierten und bis heute bezahlen, dessen Menschen sogar die von außen aufoktruierte Wandlung des eigenen Deutschlands in ein Migranten Land bezahlen, wird die Zukunft zeigen. Deutschland wird nicht untergehen. Denn es ist das Land Deus und steht unter seinem nicht immer zu verstehenden aber dennoch eindeutigen Schutz. Sobald die Nicht-Migranten schlicht und… Mehr
tja,ein Volk!,das sich selbst von einer Regierungsbehörde einschüchtern lässt,seine eigene Zusammensetzung und Herkunft nicht mehr offen aussprechen zu dürfen,ist wirklich krank,tief erkrankt an einer Autoimmunkrankheit,die Ihm im Zuge der „Re-education“ eingeimpft wurde und nun von den eigenen „Volksvertretern“ weiter eingeimpft wird
Hier liegt wie immer ein Missverständnis vor, welches in Deutschland eine Menge Menschen geistig nicht greifen können. Die Deutschen sind kein Staatsvolk. Sie sind eine ethnisch-kulturelle Gruppe, die sich überall auf der Welt aufhalten kann. Ein Deutscher in Namibia ist genau so ein Deutscher wie ein Deutscher in Argentinien, den USA oder eben auch Deutschland. Man verliert seine Volkszugehörigkeit nicht mit einer anderen Staatsbürgerschaft, dem Aufenthalt in einem anderen Land oder der Selbsterklärung, nicht mehr dazuzugehören. Deutsch bleibt deutsch, bis der ethnisch-kulturelle Hintergrund in eine andere Volksgruppe absorbiert wurde. Evident wird das dadurch, dass Deutsche sogar andere Staaten wie Österreich… Mehr
Ein Volk kann nur dann frei sein, wenn es die Freiheit zu schätzen weiß. Aber das sind in Deutschland Perlen vor die Säue geworfen. Manchmal bejubeln wir pathetisch die Freiheit (wie etwa 1848 oder 1989), dann geben wir sie den Herrschenden wieder zurück in der Hoffnung, sie mögen uns gut behandeln. Wir geben das Freisein auf, weil es für uns bequemer ist, beherrscht zu werden, als eigenverantwortlich zu agieren. Während eine Weile die Herrschenden gute Herren waren, die uns ein scheinbares Glück bescherten, ist die Verantwortungslosigkeit auch bei ihnen angekommen. Aus Eigennutz, Gier und Machtlust pfeifen sie drauf, uns gut… Mehr
Zitat: „die sogenannten „deutschen Tugenden“
> Mhh, wenn man z.Bsp. irgendwo im Ausland ist, dann ist es wohl schon richtig das dort dann von „deutschen Tugen….“ gesprochen wird. DOCH spricht man hier aber ansonsten richtigerweise nicht von „Preußischen Tugen,,,,“?
Das Foto und die Installation im KG/Atrium der Grünen! zeigt es ganz deutlich in Farbe, grün, und in Schrift: Relativierung des Volksbegriffs. Der grüne, linke, kommunistische Verrat am deutschen Volk (Relativierung der Portalüberschrift „Dem deutschen Volke“ und die propagandistische Überhöhung des Begriffs Bevölkerung“. Exemplarischer Deutschenhass der Grünen schon von Anbeginn im „Reichstag“ zunehmend, gesteigert bis zur Gegenwart!
Linke und Kommunisten gehen Hand in Hand, dieses Land zu zerstören, mit gefälliger Zustimmung der gesamten Parteischranzen des Kartells, genannt neo-SED. Dafür sitzen Sie im „Reichstag“ und lassen es sich fürstlich gutgehen mit dem Geld des verhaßten Volkes! Mehr Charakterlosigkeit geht nicht mehr!
Wo Deutschland liegt ist uninteressant. Was ‚deutsch‘ ausmacht, das ist interessant. Nicht nur Goethe, Schiller, Lessing, Herder oder Fichte nahmen stets zwei Begriffe besonders in den Fokus: Freiheit und Erkenntnis. Wer die Freiheit liebt und nach wahrer geistiger Erkenntnis strebt, der wäre demnach ‚deutsch‘, auch wenn er in Timbuktu geboren wurde. Nun leben wir in Zeiten, in denen sich kaum noch jemand für solche Fragen interessiert. Gelegentlich stellt vielleicht einer solche Fragen irgdendeiner KI, aber durch eigenes denken zur Erkenntnis kommen – das ist kaum noch gefragt. Und vor allem wäre die Frage, was ist überhaupt denken? Mit Worten irgendwie… Mehr
Ich verweise auf meinen Kommentar bei Tichys Einblick von gestern: „Verachtung der deutschen Kultur durch Deutsche hat [eine längere] Geschichte“: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/baerbel-bas-graubraun-geschichte/#comment-3457453
Vielleicht muss man auch sagen: Die so selbstzufriedenen und wohlhabenden Babyboomer haben in ihrem Egoismus einen Staat hinterlassen, der nicht lebensfähig ist. Verantwortlich dafür sind selbstgerechte seelische Verwerfungen.
Sie haben echt ein Problem mit den 50+Jährigen in Deutschland,oder?
diese wussten nicht,was sie erwartet,als sie 2005 genug hatten von rot-grünen Flausen,die wiederum Reaktion auf Kohls bleierne Jahre waren…..
nicht so vorschnell urteilen,es wird Sie selbst später das Urteil der folgenden Generation treffen
Deutsche? Aber wo sind sie?Einfach nur Finanzämter, gesetzlichen Sozialkassen und auch die SPD fragen, aber nur wenns ums Bezahlen geht.
Die Deutschen kennen nicht mals den Unterschied zwischen Patriotismus und Nationalismus.
Die Deutschen sind ängstlich, feige und schwach. Trauen sich nicht, zu ihrem eigenen Land zu stehen ❗
Implantierter Komplex, verordnet von den „Siegern“. Perfektioniert von den eigenen Kollaborateuren, Verrätern, landauf, landab!
Man hat nicht nur das Deutsche Reich zerstört, sondern ganz bewusst auch noch die patriotisch/nationalen Strukturen eines jeden Volkes. Das soll für Deutschland und das deutsche Volk nicht mehr gelten!
Ich bin mittlerweile zu der Erkenntnis gelangt, dass, wenn Nationalismus bekämpft wird, dann auch immer das Deutschsein mitbekämpft wird. Das lässt für mich nur die realpolitische Schlussfolgerung zu, dass, damit Deutschsein leben kann, man den Nationalismus nicht bekämpfen sollte. Sie dürfen mir gerne widersprechen, aber meine Einstellung wurde durch die Realität der letzten Jahre (und Jahrzehnte) geformt.