Die Schlüsselworte heute nach der Rede von Marco Rubio waren Erleichterung und Beruhigung – gekrönt von MSC-Leiter Ischingers Seufzer der Erleichterung. Schlüsselwort zu Merz' gestriger Rede in der Tagesschau war ABER.
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Das Schlüsselwort in der Tagesschau zur gestrigen Kanzlerrede lautete ABER. Merz sei gut angekommen bei der Münchner Sicherheitskonferenz – mit seiner Analyse, ABER die „Umsetzung“ wäre vermisst worden.
Mit dem inflationär gebrauchten Nebelwort „umsetzen“ dürfte die ARD-Frau das Fehlen einer Therapie nach der Diagnose gemeint haben. Das schließt an die Feststellung an: „Wie so häufig, ist nicht alles falsch, was Merz sagt. Aber auch Nichtfalsches klingt bei Merz nichtrichtig, da er im nächsten Augenblick relativiert, bevor er dann genau das Gegenteil des Gesagten tut.“
Die Schlüsselworte heute nach der Rede von Marco Rubio waren Erleichterung und Beruhigung – gekrönt von MSC-Leiter Ischingers Seufzer der Erleichterung:
„Mr. Secretary, I’m not sure you heard the sigh of relief through this hall when we were just listening to what I would interpret as a message of reassurance of partnership.“ – „Herr Minister, ich bin mir nicht sicher, ob Sie den Seufzer der Erleichterung durch diesen Saal gehört haben, als wir gerade gehört haben, was ich als Botschaft der Beruhigung und Partnerschaft interpretiere.“
Wer Augen und Ohren hat, erlebte, was Kundige erwarteten. Nach dem bad cop JD Vance im letzten Jahr trug good cop Marco Rubio dieselbe Botschaft vor.
• „We are part of one civilisation – Western civilisation. We are bound together with the deepest bonds that nations could share, forged by centuries of shared history, Christian faith, culture, heritage, language, ancestry, and the sacrifices our forefathers made together.“
– „Wir sind Teil einer Zivilisation – der westlichen Zivilisation. Wir sind durch die tiefsten Bande verbunden, die Nationen teilen können: Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte, christlicher Glaube, Kultur, Erbe, Sprache, Abstammung und die Opfer unserer Vorväter.“
• „Mass migration was and continues to be a crisis, which is transforming and destabilising societies across the West.“
– „Massemigration war und ist eine Krise, die Gesellschaften im Westen transformiert und destabilisiert.“
• „This is not an expression of xenophobia, but a fundamental act of national sovereignty.“
– „Das ist kein Ausdruck von Fremdenfeindlichkeit, sondern ein grundlegender Akt nationaler Souveränität.“
• „We do not seek to separate but to revitalise an old friendship and renew the greatest civilisation in human history.“
– „Wir wollen uns nicht trennen, sondern eine alte Freundschaft wiederbeleben und die größte Zivilisation der Menschheitsgeschichte erneuern.“
Rubio betonte mehrmals: „We made these mistakes together“ – USA und Europa seien gemeinsam in die „dangerous delusion“ – „gefährliche Illusion“ nach dem Kalten Krieg geraten: vom Ende der Geschichte, der grenzenlosen Welt, Multikulti ohne Grenzen, Übertragung von Souveränität an Institutionen usw. Das habe zu Deindustrialisierung, unkontrollierter Migration und Schwächung der eigenen Identität geführt.
JD Vance hatte 2025 von der inneren Gefahr gesprochen – „threat from within“, der Aufgabe grundlegender Werte – „retreat from fundamental values“, Zensur, Demokratieverfall – „democratic decay“ und davon, dass Europas größte Gefahr nicht Russland/ China wären, sondern der interne Verfall durch Political Corerctness, Migration und Sozialismus – fast schon zivilisatorischen Freitod – „civilizational suicide“.
Medien wie Guardian, NYT, BBC, tagesschau, Spiegel notierten den „Seufzer der Erleichterung“ im Saal, weil es keinen Vance-ähnlichen „Shitstorm“ gab. Einige registrierten ablehnend, Rubio spräche wie Trump von kulturellem und identitärem Verlust durch Migration und Globalismus, „Zivilisationsvernichtung“ – „civilizational erasure“, nur eben in diplomatischer Verpackung.
Stimmt, Rubio zeigt wie Vance und Trump auf den Zivilisationsverlust in Europa und im Westen durch Massenmigration und Nach-1945-Illusionen. Als good cop bietet er an, das gemeinsame Problem gemeinsam zu lösen – mit einem starke Europa in erneuerter westlicher Identität. Beide sagen, schließt euch unserer Karawane an oder seht zu, wo ihr bleibt.
Beobachter unterschätzen den Wert des Tones nicht. Doch am Ende kommt es nicht auf den Kammerton an, sondern auf die Tat. Der Blick in die Gesichter des Auditoriums im Bayerischen Hof, im Kern einer Versammlung aller Berufspolitiker EU-Europas, die man kennt oder ihrer Meinung nach kennen sollte, sprach Bände. Nichts tun sie lieber als das, was sie selbst tun: täuschen. Hier: sich täuschen lassen. Mit wenigen grimmigen Ausnahmen wie Kardinal Marx. Der hat natürliche die feine Nase, den Teufel auch in Verkleidung zu erkennen.
Der Stimmungsbericht aus der Münchner Nobelherberge kann nicht vorbeigehen ohne den Hinweis auf eine Merz-Aussage, die einem jede Hoffnung nimmt, so etwas wie Einsicht könne Platz greifen: „Der Krieg endet erst, wenn Russland wenigstens wirtschaftlich, wenn nicht auch militärisch erschöpft ist, und darauf bewegen wir uns hin.“
Darauf bewegt sich in der Wirklichkeit nichts hin, im Gegenteil. Rubio, Vance, Trump, Meloni, Orbán, Fico, Babiš – zählt nur auf euch selbst und jene, die noch keiner sieht in Europa, die aber kommen.

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Der Versuch, eine nukleare Supermacht auf dem Schlachtfeld zu besiegen und wirtschaftlich, in den Worten unserer ehemaligen und Trampolineuse „platt zu machen“ ist selbstmörderisch, abgrundtief dumm und kann nur in der Selbstvernichtung enden. Diplomatie wäre angesagt, die USA haben das ja mehrmals nahegelegt. Aber nicht nur die Deutschen die das in den Genen haben, auch fast alle anderen Europäer streben schon wieder in den Abgrund eines Armageddon.
Wie zurückgeblieben oder verblödet muss man sein, um nicht zu erkennen, daß Rubio die EU ultimativ aufgefordert hat, auf den Kurs der USA einzuschwenken…
Machte Vance letztes Jahr auch – und wir haben seitdem 365 Tage verloren, in denen die „Einreise“ des Islam ins Abendland beständig weiter ging.
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Seichte faktenlose Kritik durch deutsche Politiker in der Welt – die auch Rubios Aufforderung, zur Vernunft zurückzukehren, wieder ungehört vergehen lassen werden.
https://www.welt.de/politik/ausland/article69902b46fdfd154559f49014/rede-auf-msc-vergiftete-liebeserklaerung-passiv-aggressiv-die-reaktionen-auf-rubios-worte-in-muenchen.html
Als Meldung zum Vergessen des Gesagten holen Sie Nawalny aus der Schublade?
Und ntv kann den Eindruck erwecken, ein starker Herr Merz habe bewirkt: „Nach scharfer Merz-Rede: Rubio stimmt versöhnliche Töne an“, ntv.
Wieviele Leser werden diese Schlagzeile als Kausalität und nicht zeitliche Abfolge verstehen? Wollte Herr Merz für „positive“ Schlagzeilen die zeitlich erste Rede halten?
Hier das Transkript – Merz sprach in seiner Rede übrigens gar nicht über die innere Unsicherheit, die durch Illegale ins Land getragen wird und sich auch in Deutschland mit jedem Tag erhöht: https://www.bundeskanzler.de/bk-de/aktuelles/rede-kanzler-msc-2407218 Auch zu den anderen von ihm erwähnten Themen blieb er im Allgemeinen, ohne konkrete Lösungen wie Ziele vorzustellen. Was heißt für uns: es geht weiter so wie bisher. . Meine Mutter sagte immer: alle guten Dinge sind Drei. Wobei zwischen Vance und Rubio auch Trump bereits immer wieder aufforderte, Vernunft anzunehmen – was heißt, dass „uns“, außer, dass wir von den Amerikanern mehr und mehr links liegen… Mehr