Zeitgleich leakten das News-Magazin Politico und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán den bisher geheimen Wiederaufbau-Plan für die Ukraine - ein Papier, das auch für Europas Steuerzahler ziemlich teuer werden kann: 800 Milliarden Euro sollen erneut in das vom Krieg zerstörte Land gepumpt werden. Orbán stellte sofort klar: Ungarn zahlt nicht mit.
picture alliance / NurPhoto | Nicolas Economou
Jeder deutsche und österreichische Bürger kann sich bereits heute ausrechnen, wie sehr die Staatshaushalte durch diese neuen Pläne für den Wiederaufbau der Ukraine belastet werden: Deutschland würde wahrscheinlich 80 Milliarden stemmen müssen, das zehnmal kleinere Österreich, das aktuell auch noch von einem EU-Defizitverfahren unter Druck gesetzt wird, vermutlich bis zu 8 Milliarden Euro.
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán stellte angesichts dieser neuen drohenden Milliardenbelastung der EU-Nationen auf der Social-Media-Plattform X klar: „Die Brüsseler Bürokraten nahmen die Forderungen bereitwillig an: 800 Milliarden Euro für die Ukraine, plus weitere 700 Milliarden Euro für die ukrainischen Militärausgaben der nächsten zehn Jahre. Hört mir jetzt ganz genau zu: Ungarn wird dafür NICHT bezahlen. Unser Volk wird nicht die Zeche zahlen müssen.“
Langfristiges Projekt
Das nun in Davos und in Budapest geleakte Dokument, das Orbán emotional auf X regaieren lässt, gibt bereits einen sehr guten Einblick in einen umfassenden Wirtschafts- und Wiederaufbauplan für die Ukraine nach einem möglichen Ende des Krieges: Dem Papier zufolge arbeiten die Europäische Union und die Vereinigten Staaten an einem gemeinsamen sogenannten Wiederaufbauplan, der öffentliche und private Investitionen in einer Größenordnung von bis zu 800 Milliarden US-Dollar mobilisieren soll. Die Umsetzung des Konzepts ist jedoch ausdrücklich an einen Waffenstillstand geknüpft.
Die Finanzierungsstrategie ist langfristig angelegt und erstreckt sich bis zum Jahr 2040, bereichtet Politico. Ergänzend sieht das Dokument einen operativen 100-Tage-Plan vor, der unmittelbar nach einem Ende der Kampfhandlungen den Start des Wiederaufbauprogramms ermöglichen soll. Ziel ist es, frühzeitig organisatorische und institutionelle Grundlagen zu schaffen, um Investitionsprojekte koordinieren und umsetzen zu können. Gleichzeitig wird in dem Papier darauf hingewiesen, dass die Anziehung externer Investoren erheblich erschwert bleibt, solange der militärische Konflikt andauert.
Diese Einschätzung teilt auch der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock, der den Wiederaufbauplan beratend und nach eigenen Angaben unentgeltlich begleitet. Der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende von BlackRock, Philipp Hildebrand, verwies am Rande des World Economic Forum im schweizerischen Davos auf die rechtlichen Verpflichtungen institutioneller Anleger. Pensionsfonds und ähnliche Investoren seien ihren Kunden gegenüber treuhänderisch gebunden und könnten nur schwer Kapital in Regionen investieren, in denen bewaffnete Auseinandersetzungen stattfinden. Der Übergang zu großvolumigen Investitionen müsse daher in einzelnen Phasen erfolgen und erfordere Zeit.
Der Wiederaufbauplan ist Bestandteil eines umfassenderen 20-Punkte-Friedenskonzepts, das von den Vereinigten Staaten zwischen Kiew und Moskau vermittelt werden soll. Das Dokument geht ausdrücklich davon aus, dass Sicherheitsgarantien bereits etabliert sind, und versteht sich nicht als militärische Strategie. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf der wirtschaftlichen Transformation der Ukraine und dem Übergang von internationaler Nothilfe zu einer langfristig selbsttragenden wirtschaftlichen Entwicklung.
Den Vereinigten Staaten kommt in den Wiederaufbauplänen eine zentrale Rolle zu: Das Papier stellt Washington nicht primär als klassischen Geber von Hilfsgeldern dar, sondern als strategischen Wirtschaftspartner, Investor und Stabilitätsfaktor für die künftige Entwicklung der Ukraine.
Vorgesehen ist eine direkte Beteiligung von US-Unternehmen sowie der Einsatz von Fachwissen vor Ort. Zudem betont das Dokument die Rolle der Vereinigten Staaten als Vermittler von privatem Kapital. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Teilnahme von BlackRock-Chef Larry Fink an Gesprächen mit ukrainischen Vertretern verwiesen. An diesen Treffen nahmen demnach ebenfalls der Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump, Jared Kushner, sowie der Sondergesandte Steve Witkoff teil.
Für die kommenden zehn Jahre rechnen die Verfasser des Dokuments mit Investitionen in Höhe von 500 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und privaten Quellen. Neben der EU und den USA sollen internationale Finanzinstitutionen wie der International Monetary Fund und die World Bank an der Finanzierung beteiligt sein.
Milliarden auch aus dem EU-Haushalt
Darüber hinaus plant die Europäische Kommission, im Rahmen des nächsten siebenjährigen EU-Haushalts ab dem Jahr 2028 weitere 100 Milliarden Euro in Form von Budgethilfen und Investitionsgarantien für die Ukraine bereitzustellen. Nach Angaben des Dokuments sollen diese Mittel zusätzliche Investitionen in Höhe von 207 Milliarden Euro bringen.
Dazu ist die Einrichtung eines speziellen US-ukrainischen Wiederaufbau- und Investitionsfonds vorgesehen. Ein konkretes Finanzvolumen wird in dem Papier nicht genannt. Trotz Kürzungen der militärischen und humanitären Unterstützung während des laufenden Krieges signalisiert Washington darin die Bereitschaft, sich nach einem Ende der Kampfhandlungen wirtschaftlich zu engagieren. Geplant sind Investitionen unter anderem in kritische Rohstoffe, Infrastrukturprojekte, den Energiesektor sowie technologische Vorhaben.
Gleichzeitig wird in dem Dokument betont, dass ein umfassender wirtschaftlicher Aufschwung vorerst nicht zu erwarten ist. Solange militärische Angriffe andauern, bleiben großflächige Investitionen unwahrscheinlich. Und solange die Korruptions-Kriminalität in Kiew weiter wuchert, wird auch die Bereitschaft der europäischen Steuerzahler für weitere Milliarden-Überweisungen eher gering ausfallen.

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Können Gelder, die hier bislang für „Flüchtlinge“ aufgewandt wurden und über den Friedensschluss und weit danach aufgewandt werden müssen, von der Summe, die uns oktroyiert ist zu zahlen, abgezogen werden?
Oder läuft das alles zusätzlich?
Wir bluten. Bald aus noch mehr Wunden.
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Und es gibt immer noch welche, die gar nicht merken wollen, wie es an die Substanz geht. Zumal Fremdbesatzung lange angenommen werden muss.
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Musk schreibt:
Whites are a rapidly dying minority
https://x.com/elonmusk/status/2014336030313218205
Das fatale ist ja, das durch das Ausbluten der Stoffwechsel zum Gehirn zum erliegen kommt.
Weiterhin wird alles auf den politischen Wahn und die Korruption gesetzt. Die Ukraine ist ein mafiöser Folterstaat, der jeden, der das organisierte Verbrechen bis in die allerhöchsten Kreisen benennt rigeros von seinem Geheimdienst eliminieren lässt. Im Grunde ist die Ukraine ein härteres Abbild von Brüssel. Die Diktatur des Verbrechens und die Macht faschistoider Geheimdienste und Verfassungsschutzbehörden ist das Ziel der Zusammenarbeit der Ukraine mit der EU. Was in der Ukraine seit Jahrzehnten gilt, also Maul halten und Zahlen, sonst kommt die Mafia, soll europaweit gelten. 800 Milliarden für den Osten der Ukraine, für ein Gebiet das keine Infrastruktur besaß, keine… Mehr
Die Donbass-Oblasten mit mehrheitliche russischen Einwohnern gehören nach Referenden seit Oktober 2022 zu Russland – was wohl auch Ziel der Aktion war – wurde halt bei uns nicht berichtet. Putin kann es nur noch um die internationale Anerkennung dessen gehen. Thomas Röper am 1.10.2022: Gegen die westlichen Eliten Putins Rede zur Vereinigung Russlands mit den ehemals ukrainischen Gebieten Nach den Referenden im Donbass und in Cherson und Saporoschje hat Russland dem Wunsch der Menschen entsprochen und die Gebiete mit Russland vereinigt. Zum dem Anlass hat Putin eine deutliche Rede gehalten. . Russen haben lange die Infrastruktur übernommen, zahlen auch die… Mehr
unfassbar! Wann wacht der deutsche Michel endlich auf? Mir fehlen bei solchen Nachrichten echt die die Worte….ausser: Orban hat Recht! Kein Euro von meinem schwer erarbeiteten Geld. Dem schlechten Geld wird Gutes hinterhergeworfen.
Verstehe ich das richtig: Die USA investieren keine Steuergelder. Wenn dann investieren Unternehmen. So wie Unternehmen nach Kriegen immer davon profitieren, dass Regionen wieder aufgebaut werden.
Die EU auf der anderen Seite will Steuergelder investieren? In einen US-ukrainischen Fonds? Wer bestimmt über die Verwendung? Über die Projekte und diejenigen, die mit der Umsetzung beauftragt werden? Wer kontrolliert die Umsetzung? Oder kann das Geld dann genauso verschwinden, wie das Geld aus Ds zusätzlichen Schulden? Das scheint ja Herr Orban zu befürchten, wenn er die Teilnahme Ungarns verweigert.
Die Frage ist, was bekommen wir als Gegenleistung? Ohne Gegenleistung kein Cent für die Ukraine mehr. Vor allem muss der korrupte Staatsapparat aufgelöst werden und es müssen endlich freie Wahlen stattgefunden haben. Germany first!
Ukraine hat große Gasspeicher und aus denen in die EU geliefert. Die sind nach Angriffen der Russen momentan unbrauchbar, so dass Energie dort – wie bald aber auch bei uns fehlen wird.
Überhaupt sollte gelistet werden, was an Energieinfrastruktur während des Debakels ruiniert wurde – und welche Auswirkungen das auf Russland, die Ukraine, aber auch auf uns hier im Westen in nächster Zukunft haben wird.
Was wäre ein Orbàn ein Segen für Deutschland. Die Ukraine geht uns nichts an. GAR NICHTS. WIR dürfen anscheinend nur zahlen. Der ukrainische Kanzler Merz muß weg – so schnell, wie irgend möglich.
Was ist denn in dem Teil der Ukraine so zerstört, der nach dem Frieden überhaupt noch zum Staatsgebiet gehören wird?
Und machen sich dann auch Hunderttausende Ukrainische „Flüchtlinge“ wieder auf den Weg zurück in die alte/neue Heimat, um beim „Wiederaufbau“ behilflich zu sein? Oder wird es Anwerbepläne geben, die Gastarbeiter ins völlig zerstörte Land holen, natürlich erst, nachdem ukrainische Trümmerfrauen es „vorbereitet“ haben? Dürfen wir also tatsächlich nochmal einem Wirtschaftswunder beiwohnen? Und wann fängt man auf dem Rest der Welt damit an, in den Schulen Ukrainisch als Zweitsprache zu lehren?
Die waren dort in der Ukraine vor dem Debakel im Sanierungsstau – und Oligarchen hatten das Land lange geplündert – wiewohl der Westen hinter der Frontlinie so gut wie nie in Gefahr geriet.
Ja. Konkretisieren wollen „sie“ wohl nicht, was „Wiederaufbau der Ukraine“ konkret zu bedeuten hätte –
während der Niedergang Deutschlands und der EU parallel wohl weiter betrieben werden soll?
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Da uns Bilder von dort allgemein verwehrt sind – wie sieht es denn dort wirklich aus?
Von den 800 Mrd würden eh nur Bruchteile da ankommen, wo sie gebraucht würden. Spenden für den fünftkorruptesten Staat der Erde, der unsere Energieversorgung in einem Terrorakt zerstört hat?
Nein.