Weniger Firmenpleiten im Mai folgen wieder mehr wie davor seit 2022

Sind schon viele pleite, bleiben weniger Kandidaten übrig, die noch kippen können. Die Wirtschaft leidet weiter unter hohen politikgemachten Belastungen. Für eine echte Trendwende bräuchte es eine radikale Politikwende.

IMAGO / Wolfilser

Ist die selbstverschuldete Not so groß wie für die Funktionäre des Parteienstaats, muss man die Meldung eines steuerfinanzierten Instituts aufputzen. Bei dts heißt die Schlagzeile, „IWH: Anzahl der Firmenpleiten im Mai deutlich gesunken“. Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland ist im Mai deutlich gesunken. Sie lag im Mai bei 1.518, teilte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Dienstag mit. Das entspricht einem Rückgang von 15 Prozent im Vergleich zum April.

Das Leibniz-Institut hatte am 9. April die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften im ersten Quartal 2026 als so hoch wie seit über zwanzig Jahren nicht mehr festgestellt. Die verbleibenden Firmen sind entweder robuster oder haben bereits Restrukturierungen hinter sich.

Der Mai hat weniger Werktage, was die Zahl der registrierten Insolvenzen dämpfen kann. Außerdem laufen Insolvenzverfahren mit Verzögerung – Anträge werden nicht immer gleich bekannt. Das IWH hatte das selbst für Mai als mögliche Dämpfung erwähnt. Weniger Insolvenzen im Mai sind also keine Trendwende. Experten wie Steffen Müller vom IWH erwarteten auch für die Folgemonate weiter hohe Zahlen. Ein einzelner Monatsrückgang bedeutet daher keine Entspannung der strukturellen Probleme.

Deutschland steckt strukturell in erhöhten Insolvenzen – deutlich über Vor-Corona-Niveau.
• Hauptgründe: hohe Energie-/Personalkosten, Zinsbelastung.
• Branchenspezifische Verschärfung bei Bau, Handel, Gastgewerbe, Industrie.
• Nachwirkungen von Corona-Hilfen, die viele „Zombie-Unternehmen“ länger am Leben hielten.

Sind schon viele pleite, bleiben weniger Kandidaten übrig, die noch kippen können. Die Wirtschaft leidet weiter unter hohen politikgemachten Belastungen. Für eine echte Trendwende in der Wirtschaft bräuchte es vorher eine radikale Politikwende weg von den falschen Wenden von Energie angefangen bis in sämtliche Bereiche.

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