Der Diesel-Skandal – Politikversagen pur

Man darf gespannt sein, wie wir mit den zu erwartenden Verschärfungen umgehen werden. Oder unsere europäischen Nachbarn, die uns dann ja gar nicht mehr besuchen können mit ihren Diesel, die sie uns jetzt abkaufen.

 

Der Dieselskandal, also die Tatsache, dass trotz unbedenklicher Schadstoffwerte das Dieselfahren in bestimmten Städten verboten werden soll, erzeugt bisher nur mäßigen Widerstand – wohl weil eben nur relativ wenige Fahrer tatsächlich betroffen sind.

Wer einen E6 Diesel fährt, ist ja aus dem Schneider. Obwohl: Hat nicht Anton Hofreiter gerade zum Halali auch auf den E6 geblasen? Ist nicht der Benziner noch viel ‚schmutziger’? Und hat Greenpeace letzte Woche nicht schon einmal verkündet, dass zur Einhaltung der CO2-Ziele das Totalverbot sämtlicher Verbrennungsmotoren bis 2025 unvermeidbar ist?

Man darf gespannt sein, wie wir mit den zu erwartenden Verschärfungen umgehen werden. Oder unsere europäischen Nachbarn, die uns dann ja gar nicht mehr besuchen können mit ihren Diesel, die sie uns jetzt abkaufen.


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Kommentare ( 69 )

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Wolff
3 Jahre her

Bei wem lassen unsere Polit-Hampelmänner, Sesselquetscher und gleichgeschalteten
Quoten- und Träumerfrauen im „Dieseldunstkreis“ denken, da sie selbst nicht mehr
fähig dazu sind-? Betreutes Denken nennt man so etwas.

Bernd Sommer
3 Jahre her

Der Bürger hat das Vertrauen verloren. Er hat eine Zulassung von einer Behörde die jetzt durch die Hintertür einkassiert wird. Das hat nichts mit dem Hersteller zu tun. Was nützt Euro 6 wenn es 2 Jahre später wieder kassiert wird. Ihr macht Deutschland kaputt mit Eurer Politik.

Contra Merkl
3 Jahre her

Der Spass geht in die nächste Runde. Jetzt hat ja die EU beschlossen, dass die Autos in wenigen Jahren nochmals 35 % weniger Abgas ausstossen dürfen. Ich denke hier beschliessen Politiker einfach nur noch irgendwas, wo sie überhaupt keine Ahnung haben, ob das überhaupt technisch noch machbar ist. Wenn noch verbrennungsmotor dann mit Gas, da ist die Technik vorhanden, die Tankstellen sind auch da.
Elektroautos können da noch lange nicht mithalten.
Auch die Haltbarkeit der Akkus steht da noch im Raum, als auch der Preis.

Fritz Mueller
3 Jahre her
Antworten an  Contra Merkl

Das Problem mit der CO2-Reduktion um 35% ist, dass diese Reduktion mit dem Verbrennungsmotor, auch dem Dieselmotor, nicht zu schaffen ist. Die EU möchte durch die Hintertür nun Elektroautos vorschreiben. Das CO2, das bei der Stromerzeugung und Speicherung entsteht, wird nicht dem E-Auto, das den Strom verbraucht, zugerechnet. Also geht es letztendlich nicht um eine CO2-Reduktion, sondern um das Vorschreiben einer bestimmten Antriebstechnik. Ganzheitlich betrachtet wird (je nach Stromerzeugung) wenig oder gar kein CO2 durch Elektroautos einspart. Jahre später, wenn rauskommt, dass die Sonne bei Nacht nicht scheint, werden die Grünen dann diese Umweltlüge entlarven und das Verbot von Elektroautos… Mehr

MG42
3 Jahre her

Politikversagen ja – richtig, aber auch komplettes Versagen von VW & Co.. Ich kann nur jeden warnen, einen neuen E6Diesel mit ADBlue zu kaufen: Reichweite eines 150PS Diesel von VW nur noch 680 km – da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich, denn die alten Diesel schafften doch eher 1000km.

caesar4441
3 Jahre her

Politversagen ist nicht ganz richtig .Die Politik hat genau das getan was von ihr verlangt wurde.Allerdings nicht von den Bürgern und für diese sondern von fremden Auftraggebern und zum Schaden der Bevölkerung.
Mit welchen Mitteln diese Auftraggeber die Politik durchsetzen ,wissen wir nicht.Unverkennbar ist das Ziel : Die Demontage germanys.Das läßt man am besten die germans selber machen ,da wird es gründlich,kein Stein bleibt auf dem andern.
**

Contra Merkl
3 Jahre her

Wenn es ja nur der Dieselskandal wäre wo die Politik pennt, so kann man das ja lösen. In den USA hat das ja auch geklappt. Mit der selbstverursachten Flüchtlingspolitik scheinen die Politiker ja aufgegeben zu haben. Es ist ja schon so schwer nur einen abzuschieben, wie man in Ellwangen oder bei King Abort sehen kann. Deswegen lässt man es ja lieber gleich. Auch will man bei Flüchtlingen nur noch alle 5 Jahre prüfen, ob ein Aufenthalt noch gerechtfertigt ist. Zahlt ja alles nur der Steuerzahler, der sich auch noch ein neues Auto kaufen soll. Diese Regierung ist komplett Unfähig und… Mehr

rofer
3 Jahre her

Wie widersinnig diese Umweltzonen sind, zeigt das Beispiel Mainz (Brezenheim). Dort gibt es sie auch und in dieser Zone stehen rotgeziegelte Häuser deren Dächer schwarz gefärbt sind vom Kerosin der in Frankfurt landenden Flugzeuge. Dilettantismus in Reinkultur!!!

rofer
3 Jahre her

Ich würde auch aufhören, einen Grenzwerteskandal immer wieder als „Dieselskandal“ zu bezeichnen…!

gmccar
3 Jahre her
Antworten an  rofer

Das gehoert zum Deindutrialisierungsplan Deutschlands. Warum auch immer, soll Deutschland physisch und psychisch vernichtet werden. Die Flutung bei Preisgabe aller finanziellen Mittel des Sozialsystems ab 11.Dezember2018 mit Unterschrift des „Global Compact on Migration“ und die Weitergabe der staatlichen Eigenstaendigkeit an die EU-Kommission wird Rockefeller, die UN, Die EU-Kommission und den Initiator Soros lachen lassen.Merkel und Corona nach Nuernberg II. Nur, wer klaut dieses mal die Blaupausen ? Die Fachkraefte des wahren Glaubens werden es nicht sein.

baroso11
3 Jahre her

Ich lebe als Deutscher in Belgien.
Hier wird es demnächst nur für die Stadt Brüssel ein Verbot für Dieselfahrzeuge der Klassen 0 und 1 geben.

Hier lacht man über die Deutsche Abgahysterie.

Wolfgang M
3 Jahre her

Die Aussagen waren leider teilweise falsch. Es gibt kein Fahrverbot für alte Diesel, sondern für alte Diesel in wenigen Städten und teilweise sogar nur in Stadtregionen. In Hamburg beispielsweise betrifft es nur 2 Straßen, die man umfahren kann, wenn man nicht gerade in eine dieser Straße will. Die meisten Dieselfahrer in Deutschland interessiert dieses Verbot eigentlich überhaupt nicht. Wenn jemand irgendwann in eine solche verbotene Straße fährt, so muss er 80 Euro zahlen, wenn er zufällig erwischt wird. Die Wahrscheinlichkeit geht bei den meisten Fahrern vom Land gegen Null. Wenn so eine Überwachung mal gezielt durchgeführt wird, wird das wahrscheinleich… Mehr

Tomas Kuttich
3 Jahre her
Antworten an  Wolfgang M

In Hamburg kommt dazu, dass in den betreffenden Straßen „Anlieger frei“ gilt. Entgegen der Meinung der meisten muss man nicht „Anlieger“ sein, also dort wohnen, sondern man muss ein „Anliegen“ haben, um dort durchfahren zu dürfen. Dieses „Anliegen“ kann man kreativ gestalten, ein guter RA bringt das vorm Amtsgericht durch. Nix mit Bußgeld…

HH 1966
3 Jahre her
Antworten an  Wolfgang M

@Wolfgang M Es wird doch immer davon gesprochen, das „wir“ eine große europaeische Familie waeren. Wenn nun die EU- Bürokraten nun „Richtwerte“ vorschreiben, dann müßten diese doch nach EU-Recht in alle Mitgliedsstaaten gelten oder? Wenn sie dann noch schreiben, das „Deutschland sich 10 Jahre lang nicht um dieses Problem gekümmert hat“, dann frage ich mich doch, was haben die anderen Mitgliedsstaaten in dieser Zeit gemacht, das dort überwiegend keine oder sehr wenige Fahrverbote gelten und dazu noch „alte“ Dieselfahrzeuge aus Deutschland mit Kusshand importiert werden? Anscheinend sieht man es dort bei weiten nicht so „eng“, wie in dummen Deutschland. Zu… Mehr

Wolfgang M
3 Jahre her
Antworten an  HH 1966

In Deutschland gibt es wie im Ausland auch nur sehr wenige Fahrverbote. Unsere europäischen Nachbarn nehmen diese wenigen Einschränkungen eben nicht so ernst. In Deutschland wird das Thema dermaßen hoch gepuscht, dass die Diesel ihren Wert verlieren. Das ist typisch wieder einmal deutsch.
Es gibt allerdings auch Leute, die sich jetzt einen der betroffenen Diesel kaufen, weil sie ihn nie wieder so günstig bekommen. Den fahren sie dann noch 10 Jahre. Sollten sie noch hoch subventioniert eine HW-Nachrüstung bekommen, dann hat er wieder den alten Wert.