Wir schreiben das Jahr 2050. In einem beispiellosen Kraftakt hat die Menschheit ihre CO2-Emissionen auf Null gedrückt. Zeit für das Ende der Klimapolitik? Eine Zeitreise nach Copşa Mică zur Klimakonferenz COP55. Von André D. Thess
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Der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow verkündete anlässlich des vierzigsten Jahrestages der „Großen Sozialistischen Oktoberrevolution“ am 7. November 1957: „Genossen, die Berechnungen unserer Planer zeigen, dass die Sowjetunion innerhalb der nächsten fünfzehn Jahre die USA in der Produktion bedeutender Güter nicht nur einholen, sondern überholen wird.“ Den vorhergesagten Tag des wirtschaftlichen Sieges über den Klassenfeind erlebte der KPdSU-Generalsekretär nicht. Am 7. November 1972 weilte er im Jenseits und musste niemandem Rechenschaft ablegen. „Unsere Planer“ aus Regierungsapparat und Forschungsinstituten hatten sich lange vor dem Tag der Abrechnung unsichtbar gemacht. Nicht einmal ihre Namen sind rekonstruierbar.
Die 15-Jahres-Bilanz allerdings schon: Während das Bruttosozialprodukt der USA im Verkündungsjahr 1957 nach überschlägigen Berechnungen des CIA-Handbook 220 Prozent des sowjetischen betrug, wuchs der Vorsprung der USA im Abrechnungsjahr 1972 auf 260 Prozent an, anstatt auf Null zu sinken. Der Plan war gescheitert. Wie in der sozialistischen Planwirtschaft üblich, ging Chruschtschows Nachfolger Leonid Breschnew den eingeschlagenen Weg der Kommandowirtschaft nicht nur weiter, sondern vertiefte ihn noch.
Diese Randnotiz aus der Geschichte der Planwirtschaft wirft ein Schlaglicht auf die Bilanz großer Transformationsprojekte. Bald nach der Formulierung hehrer Ziele klopft die unschöne Realität an die Tür. Am Abrechnungstag offenbart sich das Scheitern. Von den Verantwortlichen ist dann allerdings niemand mehr greifbar. Das Ziel wird trotzdem weiterverfolgt. Die Anstrengungen werden verdoppelt.
Gleichgültig, ob man die 142-jährige Gesamtgeschichte des Sozialismus vom Erscheinen des „Kommunistischen Manifests“ von Marx und Engels im Jahr 1848 bis zum Zusammenbruch des Sowjetimperiums 1990 analysieren will, oder auch nur einzelne Transformationsprojekte wie die „Kollektivierung der Landwirtschaft“ in der Sowjetunion oder den „Großen Sprung nach vorn“ in China – stets müssen vier Kernfragen beantwortet werden:
- Frage 1: Was hat die Transformation gekostet?
- Frage 2: Was hat die Transformation bewirkt?
- Frage 3: Wer übernimmt die Verantwortung bei Misserfolg?
- Frage 4: Was folgt nach der Abrechnung?
Für den Weltsozialismus fallen die Antworten wenig schmeichelhaft aus. Doch wie steht es mit dem internationalen Transformationsprojekt Klimaneutralität? Um die gleichen Kernfragen zu beantworten, begeben wir uns auf eine Zeitreise.
Auf zur COP55!
Wir schreiben das Jahr 2050. Der internationale Staatengemeinschaft ist es in einem entbehrungsreichen Kraftakt gelungen, die globalen CO2-Emissionen auf Null zu senken. Im rumänischen Copşa Mică beginnt im Frühsommer 2050 die mutmaßlich letzte Klimakonferenz – die COP55. Der Kampf gegen den Klimawandel soll beendet werden. Doch bevor die versammelten Regierungschefs den Tag des Sieges verkünden können, müssen die Delegierten die alles entscheidende Frage beantworten: Ist der Klimawandel eigentlich gestoppt?
Rund 100.000 Teilnehmer sind klimaneutral eingeflogen. Umweltaktivist Leonardo DiCaprio (75) erhielt auf Grund eines ärztlichen Attests eine Sondererlaubnis für die Benutzung seines Privatjets. Vor den Teilnehmern liegt ein Mammutprogramm. Sie wollen eine Bilanz internationaler Klimapolitik ziehen, dann den Sieg über den Klimawandel verkünden und anschließend ihre Selbstauflösung beschließen. Tichys Einblick berichtet exklusiv aus Rumänien.
Frage 1 – Wie viel hat die Transformation gekostet?
Die weltweite Stromversorgung ist auf Wind, Sonne, Kernenergie, Wasserkraft und Geothermie umgestellt. Der schwankende Sonnen- und Windstrom wird durch riesige Carnot-Batterien zu grundlastfähigem Ökostrom veredelt. Wärme und Kälte für Gebäude und Industrieprozesse werden im Wesentlichen über Wärmepumpen bereitgestellt. Für Prozesse mit sehr hohen Temperaturen kommt Biomasseverbrennung zur Anwendung. Die Mobilität ist stark elektrifiziert. Autos und Motorräder sind überwiegend batteriebetrieben. Zu einem kleineren Anteil kommen Verbrennungsmotoren mit synthetischem Benzin oder Diesel zum Einsatz. Flugzeuge, Laster, Busse und Schiffe werden entweder mit synthetischen flüssigen Treibstoffen oder mit Wasserstoff angetrieben.
Das bei der Zementherstellung unvermeidlich entstehende CO2 wird in den Untergrund verpresst. Bei schwer dekarbonisierbaren Prozessen wie der Stahlerzeugung und der Aluminium-Schmelzflusselektrolyse kommen grüner Wasserstoff beziehungsweise synthetische Grafitelektroden zum Einsatz. An der technischen Machbarkeit einer klimaneutralen Energieversorgung hat es unter Fachleuten nie ernsthafte Zweifel gegeben. Über Kosten herrschten jedoch große Kontroversen.
Die Kosten für die Erreichung der Klimaneutralität erwiesen sich beträchtlich. Die einst belächelte Bierdeckelrechnung des Stuttgarter Energieforschers André D. Thess – TE berichtete im Jahr 2024 – hatte sich bewahrheitet. Die Investitionen für Deutschlands Klimaneutralität haben zehn Billionen Euro verschlungen. Das Land musste jedes Jahr ungefähr 400 Milliarden Euro für die Klimaneutralität ausgeben. Das waren rund zehn Prozent des Bruttosozialprodukts – ungefähr so viel wie der gesamte Staatshaushalt des Jahres 2025. Auch international beliefen sich die Ausgaben auf eine ähnliche Höhe. Sie lagen mit jährlich zehn Billionen Euro bei rund zehn Prozent des globalen Bruttosozialprodukts.
Gleichwohl macht hinter vorgehaltener Hand ein ungeheuerlicher Verdacht die Runde. Grigori Alexandrowitsch Potjomkin lässt grüßen. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt, China und Indien, betreiben nach wie vor tausende Kohlekraftwerke. Sie geben in ihren offziellen Klimaberichten an, das entstehende CO2 in den Untergrund zu verpressen oder in Meerestiefen über zwei Kilometer endzulagern, wo das CO2 auf Grund des Wasserdrucks füssig bleibt. Auf Satellitenbildern lassen sich tatsächlich große Kompressorstationen identifizieren. Doch wieso bekommen Klimainspektoren keinen Zutritt zu den Anlagen? Whistleblower berichten, dass es sich in Wirklichkeit um Attrappen handele.
Die früheren fossilen Erdgas-Champions USA, Russland, Iran und China präsentieren sich als ökologische Musterknaben. Sie versorgen die Welt jetzt mit klimaneutralem Wasserstoff – im Fachjargon als türkiser Wasserstoff bezeichnet. Dieser wird in einem Hochtemperaturprozess aus Erdgas hergestellt. Der dabei abgetrennte feste Kohlenstoff wird endgelagert – so die Theorie. Doch auch hier steht der Verdacht im Raum, die Abtrennfabriken seien in Wirklichkeit Potjomkinsche Dörfer. Der Wasserstoff wird nach Aussagen von Whistleblowern mittels klassischer Dampfreformierung hergestellt wie in fossilen Zeiten. Das entstehende CO2 wird heimlich in die Atmosphäre verklappt. Böse Zungen behaupten gar, bei den vermeintlichen Kohlenstoff-Endlagerungshalden handle es sich in Wirklichkeit um schwarz gefärbten Sand.
Ferner wird gemunkelt, die angeblich klimaneutrale Biokohle werde aus Holz aus obskuren Quellen hergestellt, ohne dass die vertraglich versprochene Aufforstung in gleichem Maße betrieben wird.
Die Staatschefs der betroffenen Länder weisen die Anschuldigungen des Betrugs entschieden zurück. Sie versichern, ihre Länder seien vertragsgemäß klimaneutral und ihre Kritiker verbreiteten Verschwörungstheorien. Auf Vertrauensbasis beschließen die Teilnehmer der COP55 daraufhin einstimmig, die weltweiten menschengemachten CO2-Emissionen als verschwunden zu betrachten.
Frage 2 – Was hat die Transformation bewirkt?
Die angereisten Fachleute haben zuallererst die Frage zu beantworten, ob sich der Anstieg der globalen Mitteltemperatur dank des Erreichens der Klimaneutralität abgeschwächt habe. Die Messdaten erweisen sich als beunruhigend. Das Weltklima ist kein Automatikgetriebe, bei dem der vom Gas genommene Fuß umgehendes Abbremsen bewirkt. Die Verringerung der CO2-Emissionen ist eher mit einem Medikament für den Patient Erdatmosphäre vergleichbar. Jedenfalls deuten die Temperaturdaten der weltweiten Messstationen darauf hin, dass sich die globale Durchschnittstemperatur ungeachtet der Klimaneutralität unverändert erhöht. Die Ratlosigkeit ist groß. Hat das Medikament Klimaneutraltät versagt? Oder ist die Welt womöglich wegen der CO2-Schattenwirtschaft gar nicht klimaneutral? Oder gibt es Sonnenflecken, Vulkanaktivitäten und natürliche Variabilität, die das Ergebnis beeinflussen?
Doch dies ist nicht die einzige beunruhigende Nachricht. Das Medikament Klimaneutralität zeigt Nebenwirkungen. Die Ausgaben für die weltweite Reduktion der CO2-Emissionen haben ungefähr zehn Prozent des globalen Bruttosozialprodukts verschlungen. Dadurch ist das weltweite Wirtschaftswachstum weitgehend zum Stillstand gekommen und verharrt seit dem Jahr 2025 auf einem nahezu konstanten Wert in Höhe von rund 100 Billionen Dollar. Anderenfalls wäre es um rund drei Prozent pro Jahr gewachsen, wie dies bis 2025 der Fall war. Ohne die Ausgaben für die Reduktion der CO2-Emissionen wäre die Weltwirtschaft bei diesen Wachstumsraten innerhalb von 25 Jahren auf 200 Billionen Dollar gewachsen. Auf Grund der hohen Staatsausgaben standen weltweit kaum Mittel für Bildung, Innovation und Infrastruktur zur Verfügung. Die weltweite soziale Ungleichheit ist geblieben. Der Anteil armer Menschen an der Weltbevölkerung stagniert.
Da sich die deutschen Staatsausgaben um jährlich 400 Milliarden Euro erhöhten, ist die Staatsquote von der Hälfte auf zwei Drittel gestiegen. Alle Flughäfen außer dem Frankfurter wurden geschlossen. Für jeden Bürger gibt es ein Flugkontingent, genehmigungsfähig nur mit nachhaltigem Treibstoff. Die Mehrkosten für ein Flugticket mit synthetischem Kerosin betragen für eine vierköpfige Familie so viel Euro wie Entfernungskilometer – 3200 Euro für 3200 Kilometer nach Gran Canaria, siehe hier. Privater Autoverkehr und Fleischkonsum wird durch Rationierung über eine Bürger-App auf ein Minimum reduziert. Autobahnen werden umgebaut: Eine Richtungsfahrbahn wird stillgelegt und mit Solaranalgen überbaut. Die andere wird in zwei Richtungen benutzt. Die Geschwindigkeit ist auf 80 km/h begrenzt.
Die Teilnehmer der COP55 müssen ungeachtet erfolgreicher Dekarbonisierung das ernüchternde Fazit ziehen: Die Erderwärmung geht weiter. Die Nebenwirkungen des Kampfes gegen den Klimawandel haben Armut und soziale Ungleichheit in der Welt nicht überwinden können, im Gegenteil. Damit erhebt sich die nächste Frage:
Frage 3 – Wer übernimmt die Verantwortung?
Von den Politikern, die vor zweieinhalb Jahrzehnten die hohen Staatsausgaben für die Erreichung der Klimaneutralität beschlossen haben, ist niemand mehr im Dienst. Die meisten sind verstorben und können nicht befragt werden. Der noch lebende Ex-UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat sich an seinem 100. Geburtstag am 30. April 2049 ins Privatleben zurückgezogen und ist laut ärztlichem Attest nicht vernehmungsfähig.
Die deutsche Delegation hat als Sachverständigen den emeritierten Klimafolgenforscher Hans-Joachim Schellnhuber (105) eingeladen. Auf die Frage, warum trotz Netto-Null der Klimawandel nicht gestoppt ist, antwortet er: „Wir haben damals unsere Computersimulationen nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt. Wir wussten jedoch schon damals, dass Kipppunkte in unterschiedliche Richtungen wirken können. Vielleicht ist die Temperatur über einen homoklinen Fixpunkt auf eine bisher unbekannte Wachtsumstrajektorie gekippt. Deshalb benötigen wir jetzt mehr Forschungsgelder, um die Kipppunkte noch besser zu erforschen.“
Die Journalisten von Tichys Einblick fragen bei deutschen Ex-Politikern nach, die als Ehrengäste die Delegation begleiten. Angesprochen auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis der deutschen Energiewende und sein Eiskugelzitat, antwortet Jürgen Trittin (95): „Ich kann mich nicht erinnern, je in meinem Leben das Wort ‚Eiskugel‘ in den Mund genommen zu haben.“ Ex-Kanzlerin Merkel (95) gibt zu Protokoll: „Es gab von mir nie eine Aussage, dass im Jahr 2050 alle Klimaprobleme gelöst sein werden oder dass dann alle Maßnahmen gelockert werden.“
Im Ergebnis stellt die COP55 fest, dass alle Akteure nach bestem Wissen gehandelt haben und niemand für den einstweiligen Misserfolg des Transformationsprojekts haftbar gemacht werden kann.
Frage 4 – Was tun?
Die Fachleute der COP55 kommen zu der Erkenntnis, dass das Verschwinden der menschengemachten CO2-Emissionen anscheinend nicht ausreicht, um den Anstieg der Globaltemperatur zu begrenzen. Ein Tag des Sieges über den Klimawandel kann folglich noch nicht verkündet werden. Die Fachleute schlussfolgern aus ihren Beratungen, dass der Atmosphäre weitere Medikamente verabreicht werden müssen. Ihre Empfehlung lautet: „Wir müssen zusätzlich zur Klimaneutralität ein zweites großes Transformationsprojekt aufsetzen. Es geht kein Weg daran vorbei, dass die Menschheit bis zum Jahr 2100 große Mengen CO2 aus der Atmosphäre extrahiert. Genauer gesagt, müssen die historischen CO2-Emissionen rückgängig gemacht werden. Dazu ist es erforderlich, innerhalb der nächsten 50 Jahre jedes Jahr knapp 50 Gigatonnen CO2 aus der Atmosphäre zu ziehen.“
Das Pflanzen von Bäumen wirkt nicht schnell genug. Da die Zeit drängt, ist es notwendig, im großen Stil weltweit Direct-Air-Capture-Anlagen (DAC) zur Abscheidung von CO2 aus der Atmosphäre zu installieren und das gewonnene CO2 unterirdisch oder am Meeresgrund endzulagern. Die CO2-Abscheidung mittels DAC kostet heute rund 500 Dollar pro Tonne CO2. Im optimistischen Fall sinken die Kosten in den kommenden Jahren auf 100 Dollar pro Tonne. Dann beliefe sich der Aufwand jedes Jahr auf rund fünf Billionen Dollar. Hinzu käme jährlich ein ähnlicher Betrag für Ersatzinvestitionen bei Solaranlagen und Windparks. Daraus folgt, dass auch weiterhin bis 2100 rund zehn Prozent des globalen Bruttosozialprodukts in den Klimaschutz investiert werden müssten. Damit – so der wissenschaftliche Konsens – sollte es im Jahr 2100 aber wirklich geschafft sein. In der Zwischenzeit sind noch einige kleinere Verhaltensänderungen der Weltbevölkerung vonnöten, die die bisher vernachlässigten Emissionen von Wasserdampf und Methan auf Null bringen. Dazu gehört der vollständige Verzicht auf Flugreisen und Tierhaltung.
Alle Experten sind sich jedoch einig: „Spätestens auf der COP105 werden wir im Sommer des Jahres 2100 den Tag der Sieges im Kampf gegen den Klimawandel verkünden.“
Epilog
Die siebenbürgische Kleinstadt Copşa Mică (Kleinkopisch) in der Nähe von Sibiu (Hermannstadt) war das schwarze Loch des sozialistischen Universums. Die Rußfabrik Carbosin und die Buntmetallhütte Sometra verschmutzten die Luft auf infernalische Weise. Als der Zug des Autors dieser Zeilen auf dem Weg zu einer Karpaten-Wintertour im Februar 1987 dort hielt, bot sich ein Bild des Grauens: qualmende Schlote, schwarzer Schnee, ätzender Gestank. Der Sozialismus unter Diktator Nicolae Ceaucescu, der stets behauptete, den Interessen der arbeitenden Menschen zu dienen, zeigte hier sein Gesicht als Umweltsünder.
Während der Sozialismus der 1980-er Jahre im Niedergang war, hatte es der Kapitalismus geschafft, beispiellosen Wohlstand und eine saubere Umwelt zu schaffen. Ohne Kommandowirtschaft und Freiheitsbeschränkungen. Nach dem Zusammenbruch des Sozialismus im Jahr 1990 wurden die Betriebe geschlossen und die Luft normalisierte sich. Nicht Planwirtschaft, sondern Marktwirtschaft hat Copşa Mică von Umweltverschmutzung befreit. Nicht sozialistische Transformationen, sondern Freiheit ist die Grundlage für Umweltschutz.
Fazit: Große staatliche Transformationsprojekte scheitern. Wohlstand und Umweltschutz, wozu auch die Reduktion der globalen CO2-Emissionen gehört, können nicht mittels staatlicher Planwirtschaft, sondern nur von freien Menschen und einer freien Wirtschaft geschaffen werden.
André D. Thess ist Professor für Energiespeicherung an der Universität Stuttgart, Leiter eines Energieforschungsinstituts und forscht an Technologien für die Reduktion der weltweiten CO2-Emissionen. Er ist Autor der Bücher „Sieben Energiewendemärchen?“ und „Der Energiegipfel – Ausweg aus dem Klimakampf“. Die hier geschilderten Zukunftsszenarien sind fiktiv und entsprechen nicht den Prognosen des Autors.


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Sie, Herr Dr. Thess, sind sicherlich einer unserer Top-Physiker. Aber Ihre beste Zeit verbrachten Sie mit diesem schwierigen Studienfach, auch lehrend für andere an Fakultäten. Da blieb für den Rest einfach weniger über. Wenn auch in der EUdSSR der Sozialismus immer weiter scheitert, völlig korrekt analysiert, so ist der Nationalsozialismus seit Deng in China die Graue Eminenz wurde, auf seinem Siegesmarsch durch Asien & bedingt auch in Rußland, wobei das kein Russe zugeben würde. Und China wird die USA ökonomisch besiegen, was eine neue Weltordnung bedeutet, aber dann sind Sie & ich längst zur Großen Armee abgetreten. Gorbatschow war einfach… Mehr
Der Artikel mag gut geschrieben sein und des Autors Resümee ist auch korrekt, aber allein daß er an „Technologien zur weltweiten Reduktion der CO2-Emissionen“ arbeitet, zeigt doch, daß er nicht weiß, daß seine Projekte sowas von sinnlos sind, daß es einem kleine spitze Schreie des Entsetzens entlockt. Erstens ist es erwiesen, daß die Welt CO2 für das Pflanzen- und Algenwachstum braucht (das wurde auch hier auf TE schon thematisiert) und zweitens ist nach allgemeinen Informationen der Mensch gerade mal für 2% des CO2-Ausstoßes verantwortlich – sprich: vernachlässigbar. Die drei Großmächte, die an den 2% einen erklecklichen Anteil haben dürften, interessieren… Mehr
> „Genossen, die Berechnungen unserer Planer zeigen, dass die Sowjetunion innerhalb der nächsten fünfzehn Jahre die USA in der Produktion bedeutender Güter nicht nur einholen, sondern überholen wird.“
Lustigerweise hat Russland heute mehr Industrieproduktion als die USA – dafür musste dort nur der Sozialismus fallen. Dafür erlebten die USA eine Periode des Ökosozialismus (die blauen Staaten immer noch) und der globalistischen Umstellung der Wirtschaft auf Finanzspekulationen, weg von der Realwirtschaft.
Ohne CO2 wäre die Erde wüst und leer – und keine Mensch weiß, ob es tatsächlich eine Grenze gibt, ab der ein Schaden den Nutzen übersteigen würde. Echte Experten lachen sich rund über das, was sie mit uns inzwischen machen – hier bei Joe Rogan: „Retired MIT scientist LAUGHS off the claim that “the science is settled” on climate change. Once you hear this, it becomes clear that anyone insisting “the science is settled” has no idea what they’re talking about: “On the one hand, you’re told the science is settled… but on the other hand, if you read the… Mehr
> und keine Mensch weiß, ob es tatsächlich eine Grenze gibt, ab der ein Schaden den Nutzen übersteigen würde.
Ich habe gelesen, dass unter 150 ppm CO2 in der Atmosphäre mit der Pflanzenwelt und damit mit dem Leben vorbei wäre. Die heutigen 420 ppm liegen gefährlich nah an dieser Grenze – es gab schon mal Perioden mit Tausenden ppm CO2. Vor einigen Milliarden Jahren sogar 80%, die Mikroorganismen in Sauerstoff und andere Produkte verarbeitet haben.