Die französische Justiz hat 130 Häftlinge entlassen, die wegen terroristischer Akte verurteilt waren und als „radikalisiert“ betrachtet werden.
Bill Oxford
Um in Gefängnissen aufgrund der in Frankreich angeordneten Kontaktsperren Platz zu schaffen, hat die französische Justiz Häftlinge, die sich am Ende ihrer Freiheitsstrafen befanden, freigelassen, wie das französische Wochenmagazin Le Point vermeldet. Unter ihnen befinden sich, wie die Nachrichtendienste zahlenmäßig vermerkten, 130 Gefängnisinsassen, die im Zusammenhang mit terroristischen Akten verurteilt waren und als „radikalisiert“ betrachtet werden.
Beamte der Nachrichtendienste seien mit der Überwachung einiger dieser ehemaligen Häftlinge beauftragt: „Für uns sind die Kontaktsperren ein zweischneidiges Schwert. Einerseits wird man aufgrund der leeren Straßen schnell geortet; andererseits kann man sich nur schlecht vorstellen, dass ein Knastbruder die Kontaktsperren befolgt. Die terroristische Bedrohung bleibt erhöht und wir setzen da noch einen drauf!“, beklagt sich ein Geheimdienstoffizier.
Diese Meldung erschien zuerst in Die Tagespost. Katholische Wochenzeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur, der wir für die freundliche Genehmigung zur Übernahme danken.

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