ZDF verdreht Fakten zum Familiennachzug

Die „Umfrage“ fasst die Haltung der Deutschen zum Familiennachzug von Asylberechtigten und Flüchtlingen (kurz: zeitlich begrenzter Anspruch auf Schutz) zusammen, als gäbe es keinen Unterschied. Und täuscht eine Mehrheit von 67% vor.

Screenprint: ZDF

Wollen Sie sich mal wieder vom ZDF hinter die Fichte führen lassen? Mit dreister Täuschung, die unter dem Deckmantel einer vermeintlich seriösen Umfrage daher kommt? Und die Ihnen eine herbeimanipulierte Mehrheitsmeinung präsentiert, wonach „auch beim anderen Knackpunkt der Sondierungen…die Deutschen klare Präferenzen“ hätten und auch bei nicht asylberechtigten Flüchtlingen für Familiennachzug seien? Bitte schön:

Die „Umfrage“ fasst die Haltung der Deutschen zum Familiennachzug von Asylberechtigten und Flüchtlingen (kurz: zeitlich begrenzter Anspruch auf Schutz) zusammen, als gäbe es keinen Unterschied. Und täuscht eine Mehrheit von 67% vor, die es nicht gibt. Wenn Sie genau wissen wollen, wie sich die Zahlen verteilen, hier die Ausführungen des Innenministeriums:

Im Jahr 2016 hat das BAMF 695.733 Entscheidungen getroffen. Insgesamt 256.136 Personen (36,8 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention zuerkannt. Zudem waren 2.120 Personen (0,3 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 254.016 Personen (36,5 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Für das ZDF ist die Frage nach dem unumstritten anerkannten Familiennachzug für Asylberechtigte (0,3% des Personenkreises), den anerkannten Kriegsflüchtllngen nach der Genfer Konvention  einerseits und dem Familiennachzug der subsidiär Schutzberechtigten andererseits eins; wobei es in der aktuellen Debatte aber nur um Letztere geht.

Bei den Jamaika-Sondierungen streiten nicht einmal CSU und Grüne über den Nachzug der Familien von Asylberechtigten. Bei der Frage nach dem ohnehin bis März 2018 ausgesetzten Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte fliegen hingegen die Fetzen. Die den Befragten gestellte Frage und die den Zuschauern präsentierte Antwort sind ebenso unseriös wie manipulativ. „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“ sagt unsere Verfassung. Ihre Zahl ist sehr gering, sie dürfen bleiben, wie auch die große Zahl der „Konventionsflüchtlinge“. So dürfte das auch eine große Mehrheit der Deutschen sehen.

Subsidiär Schutzberechtigte müssen Deutschland wieder verlassen; sie erhalten Aufenthalt für zunächst jeweils nur 1 Jahr. Ob ihre Familien trotzdem nachziehen dürfen, ist eine gänzlich anders zu bewertende und daher auch politisch sehr umstrittene Frage. Ob es hierfür ebenfalls eine Mehrheit in der Bevölkerung gibt, dürfte sehr zweifelhaft sein. Danach hat das ZDF leider nicht gefragt. Weil das Ziel, die Zuschauer im Sinne grüner Verhandlungspositionen hinter die Fichte zu führen, Vorrang hat.

Worum es bei den Verhandlungen um Familiennachzug insgesamt geht lesen Sie hier –  auch, wie politisch getrickst wird:  https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/was-familiennachzug-bedeutet-absichtsvoll-im-voelligen-nebel/

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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerne Posts unterschlagen werden, die mit Fakten und Nachweisen hinterlegt sind UND in irgendeiner Weise anecken könnten.
Stattdessen werden eher emotionale Posts durchgelassen.
Mein Verdacht ist, dass die Damen und Herren Redakteure, erstens ihre Deutung der Dinge nicht in Frage gestellt sehen wollen und zweitens gerne den typischen Poster als emotionalen Plebejer aussehen lassen wollen …
.. genaues wird man nie erfahren, aber man bedenke, dass jeder Mensch zu 80%-100% aus dem Unterbewusstsein heraus handelt!

einfach mal hoch rechnen. wenn bei 5% tatsächlichen Asylanten 60.000 raus kommt, was kommt dann bei den restlichen 95% raus???

Ich fürchte ja!

Naja, da sägen Leute an einem Ast, die bis heute nicht begriffen haben, selbst darauf zu sitzen… vielleicht weil ihnen die bisherigen Alltagssorgen, auf Grund ihrer wirtschaftlichen Besserstellung (meist Beamte u. Akademiker), einfach erspart geblieben sind. Leid schenken wir zumeist erst dann Beachtung, wenn wir sie am eigenen Leib erfahren.

Naja, da sägen Leute an einem Ast, die bis heute nicht begriffen haben, selbst darauf zu sitzen… vielleicht weil ihnen die bisherigen Alltagssorgen, auf Grund ihrer wirtschaftlichen Besserstellung (meist Beamte u. Akademiker), einfach erspart geblieben sind. Leid schenken wir zumeist erst dann Beachtung, wenn wir sie am eigenen Leib erfahren.

Bei den Grünen gibt es offenbar so viele Nullen, dass da wohl schnell mal die eine oder andere vergessen oder übersehen wird.

Ich habe zwar ein Handy, allerdings ist es schon jenseits seines „Produktlebenszyklus“ hinweg, und so häufig benutze ich es auch nicht. Das Smartphone ist allerdings auch schon zu einer Art Symbol geworden für solche Flüchtilanten, die ohne Pass hier einreisen, aber eben nicht ohne ihr Smartphone.

Dann sind wir schon ZWEI 😉

Da erwarten Sie wohl, dass sich der Bock selbst zum Gärtner macht… 🙁

Wie bereits festgestellt wurd, erfüllen max. 7% aller Hierhergekommenen die Gesetzlich GÜLTIGEN Voraussetzungen für Asyl – alle anderen wurden von den Regierungsmitgliedern illegal hier hereingelassen und müssen selbstverständlich wieder in ihre Heimat zurückkehren.
Ob und wann es so kommt?
Das liegt wohl in des wahren Gottes Hand!

Man entschuldige die folgenden drastischen Bemerkungen, aber für mich überflüssige Betrachtungen zu einem längst ermüdenden und ausdiskutierten Thema. Die Unterscheidung zwischen „anerkannten Asylanten“, „Konventionsflüchtlingen“ (was für ein Wort!) und bloßen (?) Armutseinwanderern, die allesamt vom Generalbegriff „Flüchtling“ subsumiert werden, ist Haarspalterei. Wer, wie Deutschland, seine Rechtsprechung unter die Oberhoheit einer „Flüchtlingskonvention“ stellt, die ohnehin aus einer anderen, fernen Zeit stammt, deren Autoren nicht verarmte Bauern aus der Savanne oder dritte oder vierte Söhne von levantinischen Wüstenclans vor Augen hatten, sondern eher Dissidenten aus dem GULAG, der darf sich weder wundern noch beklagen, daß daraus Millionen in der Vergangenheit und auch… Mehr
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