ZDF-Serie über „nicht-binäre“ Geschlechtsidentität floppt – trotz bezahlter Influencer-Werbung

Mit „Becoming Charlie“ will das ZDF „nicht-binäre“ Geschlechtsidentitäten propagieren. Dafür gibt der Sender ungekannte Summen für Influencer-Werbung aus: Zehntausende Euro fließen in die Taschen von Social-Media-Persönlichkeiten. Die Serie floppt trotzdem.

Screenprint: ZDFneo / Trailer Becoming Charlie

Mit einer neuen Serie will das ZDF vermutlich Stigmata und Schweigen durchbrechen. Erstmals wird im deutschen Fernsehen eine Produktion ausgestrahlt, deren Hauptcharakter „nicht-binär“ ist – sich selbst also weder als Mann noch als Frau wahrnimmt. „Becoming Charlie“ begleitet eine Bewohnerin eines Offenbacher Plattenbaus, der ihre „Identität“ klar wird. Die TV-Kritiker bewerten die Sendung positiv – doch am Markt kann sie nicht punkten.

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Nur rund 80.000 Menschen sollen gestern zur Ausstrahlung von „Becoming Charlie“ eingeschaltet haben. Die Quote ging während der Ausstrahlung der ersten beiden Folgen von schon nicht sehr starken 0,7 auf 0,3 Prozent zurück. Auf dem gleichen Sendeplatz fahren Krimis sonst ein Vielfaches an Zuschauerschaft ein – von deren Erfolg sei die Serie „meilenweit entfernt“, bilanziert der TV-Branchendienst DWDL.

Die um 22:45 Uhr ausgestrahlte Serie „München Mord“ hatte mit rund 310.000 Zuschauern am späten Abend mehr Publikum als die neue Serie zur Primetime. Selbst bei jungen Menschen floppt „Becoming Charlie“ und erreicht bei den 18- bis 24-Jährigen nur schlappe 0,4 Prozent Marktanteil. ZDFneo kann mit dem Nischenthema nicht punkten.

Und das, obwohl man die Serie vorher engagiert beworben hatte – auch und insbesondere bei jungen Menschen. Erstmals arbeitete ZDFneo dafür auch mit Influencern zusammen. Diese ließen sich vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk dafür bezahlen, mit Kurzvideos auf Plattformen wie Instagram und TikTok für die Sendung zu werben – und das durchaus üppig.

Auf Welt-Anfrage wollen die Influencer nicht preisgeben, was ihr Preis ist. Nach Expertenschätzung liegen Honorare für Influencer pro Beitrag bei rund 2500 Euro pro 500.000 Fans, die dem Account folgen. Im Falle der Social-Media-Persönlichkeit Diana zur Löwen wären das dann satte 10.000 Euro: Sie bewarb die Sendung gleich zweimal. Die zehntausende Euros haben allerdings offenbar wenig Effekt gehabt.

Der Influencer Fabian Grischkat erklärt in einem Video erstmal, was „nicht-binär“ überhaupt sein soll – selbst in der angeblich „woken“ Generation muss man den „woken“ Kram also erst erklären. Diesen Zweck hat die Serie scheinbar auch vorrangig: „Awareness“ schaffen, wie es auf neudeutsch heißt. Menschen das Konzept von „nicht-binärer Geschlechtsidentität“ nahebringen.

Doch die Menschen wollen nicht so recht, gucken an einem Samstagabend lieber Krimis – oder, um ehrlich zu sein, alles, was nicht „Becoming Charlie“ ist. Der Fernsehzuschauer will lieber Entertainment als Erziehung.

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Kommentare ( 51 )

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Renz
30 Tage her

Der Fernsehzuschauer will lieber Entertainment als Erziehung.
Das ist unrichtig. Normalos und das sind fast alle, wollen keine Umerziehung, und schon keine Umsexualisierung. Die Entschwärzung des Bürgers zum grün-roten Doofie hat ja auch über 3 Jahzehnte gedauert und hat auch heute trotz Kriege und Merkel nicht die Mehrheit des Volkes erreicht.

MaximilianMueller
1 Monat her

Solche Artikel sollten kommen, wenn die Serie abgesetzt ist. So generiert man nur unnötige Aufmerksamkeit und pusht die ideologische Agenda des ÖRR

Konservativer2
1 Monat her

Themen, die die Welt bewegen. Und keiner will’s sehen? Uiuiui, da muss das Wahrheitsministerium aber noch ’ne Schippe drauflegen…

Last edited 1 Monat her by Konservativer2
Ralf Poehling
1 Monat her

Die lernen es einfach nicht. Man bekommt keine gesellschaftliche Toleranz durch aufdringliche Penetranz. Man vergleiche die Gesellschaft mit einem Nudelgericht: Mit der richtigen Mischung aus Nudeln, Gemüse, Fleisch oder auch Tofu, sowie jeweils der richtigen Prise Pfeffer und Salz, gibt das ein schmackhaftes Abendessen. Wenn jetzt jemand meint, da fehle noch etwas Salz und kippt dann den ganzen Salzstreuer auf dem Teller aus, dann schmeckt das Nudelgericht natürlich nicht mehr und landet in der Biotonne. Die Dosis macht das Gift. Wenn ich bei jeder erdenklichen Gelegenheit, und zwar ganz besonders dort, wo es überhaupt nicht passt, mit den Befindlichkeiten irgendwelcher… Mehr

Endstadium0815
1 Monat her

In diesem Land läuft ein unterschwelliges und penetrantes Mindfucking. Jeder Gute hat gefälligst einen Schwarzen, einen „Flüchtling“, einen Schwulen oder einen LGBTwasauchimmer in seinem Freundeskreis, sonst ist er Nazi. Und durch die Flutung des Landes durch Invasoren, die mehrheitlich Schwule und Juden hassen, kann dieses Narrativ am Leben gehalten werden. Die Finanzierung der NGO`s oder Gruppen gegen Räächts ist damit gesichert.

schaefw
1 Monat her

Neben dem Vielen, was hier bereits beschrieben wurde, noch ein Beispiel, was mir besonders auf die Nerven geht: die Erklärfilme von „Wer weiß denn sowas“, eine Sendung, die ich ansonsten gerne sehe. In der Art und Weise, wie hier Personengruppen anhand ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechtes „komponiert“ werden, sehe ich eine besonders schlimme Art von Rassismus. Ich würde gern mal einen dunkelhäutigen Schauspieler fragen, ob er sich bewußt ist, dass er nicht etwa wegen seines schauspielerischen Könnens ausgesucht wurde, sondern wegen seiner Hautfarbe. Meine eigene Firma (global tätiger Konzern) hat einmal ein Video zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“… Mehr

flo
1 Monat her
Antworten an  schaefw

Die psychologisch interessante Frage ist doch: Erzieht die genannte BLM-Vorzeigefamilie, bei der der Mann mutmaßlich mehr verdient als die Frau, die Leute um oder werden die Leute durch optimierte politische Correctness allerorten genervt und ändern keinesfalls ihre Meinung, halten das Gezeigte für Fake und Volkserziehung. Viele Online-Händler speziell von Kleidung bombardieren die „Kund:innen“ mittlerweile mit schwarzen und migrantischen Models, alle hübsch nach westlichen Maßstäben, versteht sich. Und was lernt man/frau daraus?

Werner Geiselhart
1 Monat her

Komisch, biologische Frauen soll man nicht mehr als Frau bezeichnen dürfen, sie dürfen nur noch Wesen mit Gebärmutter und Vagina sein, während biologische Männer, wenn sie dies so kundtun, als Frau bezeichnet werden müssen, ansonsten ist man transphob und hat mit Bestrafung zu rechnen.
Muss man das verstehen?!?

Mausi
1 Monat her

Ich finde es immer wieder unverschämt, wofür die Gebühren ausgegeben werden. Und keinem gelingt es, diese Zwangsgebühr wirksam anzugreifen.

Ich zahle. Und wer zahlt schafft an. Stattdessen ist das Anschaffen ausgelagert. An Gremien, auf die ich keinerlei direkten Einfluss habe.

Mein Einfluss beschränkt sich aufs Ausschalten. Ich zahle für die Freiheit des Nicht-Nutzens.

Bevor also der höchste Richter des BVerfGE sich über Polen erhebt, sollte er mal über Ds Staatsfunk und die Richterernennung in D nachdenken.

Last edited 1 Monat her by Mausi
Carl51
1 Monat her
Antworten an  Mausi

Verehrte/r/s Mausi,
100% Zustimmung, wie etwa für „Mein Einfluss beschränkt sich aufs Ausschalten. Ich zahle für die Freiheit des Nicht-Nutzens.“ 200 €/ Jahr! Für’s Nicht-Nutzen, mach ich’s genauso. Unsere Nachfahren werden damit nicht mehr durchkommen, wg. socialcredit-Punkten usw.: Wer den Dreck nicht anschaltet, dem wird Mallorca gestrichen. verehrte/r Mausi, halten Sie durch, bleiben Sie gesund!

Dr. Friedrich Walter
1 Monat her

In einer Zeit, in der es wieder um wirklich existentielle Probleme geht und fähige Politiker nahezu nicht mehr existieren, ist das „Geschlechts-Empfinden“ von Personen, die nicht wissen, wer sie sind, so bedeutungsvoll, wie der vielzitierte „Sack Reis in China“. Wen interessiert das denn? Diese ganze LGBT-XYZ-Bewegung nimmt sich einfach zu wichtig. Nicht einmal gegen Honorar würde ich mir so eine Sendung ansehen. Dazu ist mir die Zeit zu schade.

Carl51
1 Monat her
Antworten an  Dr. Friedrich Walter

S.g.Dr. Walter, Sie schreiben „Nicht einmal gegen Honorar würde ich mir so eine Sendung ansehen.“ 100 % die Sache getroffen, danke! Man stelle sich auch z.B. vor: Einladung zum intimen Abendessen im angesagtesten Restaurant in Berlin mit irgendeinem angesagtestem/r Politiker/in unserer Regierung!! Incl. Anreise im Hubschrauber o.ä….Um Gottes Willen, nur peinlich, nicht für 10 T. €. ! Füttere lieber meine Hühner.

Renz
30 Tage her
Antworten an  Carl51

Als Rentner würde ich solche Einladungen gerne annehmen. Da gab es mal einen Philosophen der im Fass lebte und abends zur obersten der angesagten Schichten ging um zu speisen und zu diskutieren. Der rotzte mal nem König ins Gesicht. gefragt warum, soll er geantwortet haben, dass alles andere als dieses Gesicht zu schön gewesen sei. Also gehen sie los und lassen sie sich einladen.

Flavius Rex
1 Monat her

Und das ist auch kein Einzelfall. Auch bei zugekauftem Material steht beinahe immer politische Erziehung im Vordergrund. Die KommissarIN, AnwältIN, usw. ist immer besser, schlauer, besser als die sexualbelästigenden, verkrachten, kranken Männer … Männer werden eigentlich nur positiv dargestellt, wenn sie sich ganz politisch korrekten Dingen verschrieben haben, Frauenschutz, Migrantenschutz, Klimaschutz usw. In anderen Worten wir bezahlen hier erzwungenermaßen für Programme, die uns herabwürdigen. Das ist eine Verletzung der Menschenwürde.