Die Bahn ersetzt Glyphosat durch Ideologie und zahlt jetzt statt neun Millionen sechzig Millionen Euro. Öko-politische Korrektheit wird auch bei Unkraut richtig teuer. Bezahlt wird auch das, wie immer, von den immer weniger werdenden, die noch nicht von Transferzahlungen leben.
picture alliance / imageBROKER | Heinz-Dieter Falkenstein
Die Deutsche Bahn gibt inzwischen ein Vielfaches dessen aus, was noch vor wenigen Jahren für die Vegetationskontrolle im Gleisbett notwendig war. Im Jahr 2020 wendete die Bahn etwa neun Millionen Euro für die wichtige Beseitigung für Unkraut auf. 2024 gab man dafür dann schon mehr als das Sechsfache aus, nämlich 60 Millionen Euro. Der Grund ist wie immer Ideologie und der naive Glaube, dass man auf der guten, der richtigen Seite stünde und das Gute nur ganz, ganz fest wollen müsse, und schon käme die Fee mit ihrem Zauberstab und wiedewiedewum wäre alles so schön wie in der eigenen Hochglanzmarketing.
Eine Eisenbahn fährt auf Gleisen. Diese Gleise werden in der Natur verlegt. Und jetzt, – Überraschung – in der Natur wachsen Pflanzen. Sogar in der Stadt. Im Frühjahr und Sommer mehr. Im Herbst und Winter weniger. Diese Pflanzen wissen nicht, dass die Bahn die Welt retten will und wuchern einfach ihre schönen Gleise zu. Das ist dann gefährlich für die Züge und die vielen bunten und vielfachen Menschen die in den Zügen fahren. Sogar für die Messerstecher.
Seit 2023 verzichtet die Bahn auf die Verwendung des Herbizids Glyphosat und setzt mehr auf mechanischen Rückschnitt der Pflanzen im Gleisbereich. Das ist ökologisch sensibel und politisch sehr korrekt. Und wie bei der Energie und der Migration ist öko-soziale Korrektheit teuer und hat ganz viele und ganz unschöne Folgen. Nun gibt die Bahn, ein staatliches Unternehmen, viel Geld aus um zu zeigen, wie bunt, queer und vielfältig sie ist und ist deshalb natürlich überrascht, dass die Natur ebenso bunt und vielfältig ist und, dass es genau diese bunte Vielfalt ist, die ihr jetzt Schwierigkeiten bereitet, weil sie einfach die schönen queeren, bunten und vielfältigen Gleise zuwuchert.
Jetzt benötigt die Bahn teure und meist dieselbetriebene Maschinen. Zusätzlich benötigt sie ganz viel Personal, sprich Männer, die hart arbeiten müssen und deshalb nicht ganz der korrekten, bunten, queeren und vielfältigen Vorstellung, die die Bahn in teuren PR-Kampagnen bewirbt, entsprechen und die viel Zeit benötigen um die grün wuchernde Vielfalt aus dem Gleisbereich zu entfernen. Das ist natürlich nicht ganz so schön, aber gut und korrekt. Leider aber auch viel teurer als der jetzt als böse erklärte Wirkstoff, der zuvor flächendeckend eingesetzt worden war. Der Konzern bestätigt selbst, dass genau dieser Wechsel der entscheidende Kostentreiber ist.
Hinter den Kulissen und ganz weit oben scheint man aber die Realität erkannt zu haben. Unter dem damaligen Vorstandschef Richard Lutz soll es konkrete Pläne gegeben haben, Glyphosat wieder einzusetzen. Zum mindesten einigen im Management war sehr wohl bewusst, dass die politisch motivierte Abkehr vom Herbizid ökonomisch und operativ einen hohen Preis hat.
Daoch diese Pläne sind nach dem Abgang von Lutz im Oktober wieder gestoppt worden. Sie passen einfach nicht zu einem Konzerns, der wenig von betrieblicher Logik hält, aber viel von grün-woker Symbolik. Und bezahlen müssen es ja sowieso Dritte, als die die noch Steuern zahlen und noch kein Bürgergeld beziehen. Und zwar unabhängig davon, ob sie Bahn fahren oder nicht.
Spannend wird es, wenn die Zahlen für den mechanischen Rückschritt der nächsten Jahre bekannt werden. Schafft die Bahn wieder eine Versechsfachung auf 360 Millionen? Das wäre doch einmal eine steil nach oben zeigende Grafik, die sich in Image-Videos gut verkaufen lassen würde und Effizienz und Erfolg ausstrahlen würde. Etwas, dass sich die Bahn-Oberen so ganz toll wünschen. Die Beschriftung könnte man ja einfach weglassen.

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Der Dampf für dieses System wird hoffentlichnur aus Biogas oder Solarstrom erzeugt – sonst ist er wieder Bäh!
Alternativ könnte man ja gleich wieder zu Dampflokomotiven zurückkehren. als diese fuhren, war die Bahn auch noch pünktlich – also zwei Fliegen mit einer Klappe! 😉
Ich habe hier leider eine größere Fläche mit Rasengittersteinen, das sich partout nicht in eine bunt blühende Blumenwiese verwandeln will. Keine Chance ohne Glyphosat.
Lieber Herr Punzmann, auch wenn Sie es in leichter Sprache erklären, die „Bahn-Oberen“ verstehen es trotzdem nicht, weil: Ideologie frisst Hirn! Bei den verantwortlichen Politikern sieht es ganz genau so aus. Deshalb bleiben die Gleisbetten bunt und auch die Grafik bezüglich der Verspätungen wird steil nach oben gehen, könnte bei Weglassen der Beschriftung eine weitere Erfolgsmeldung werden.
Die Sicht des Autors scheint mir etwas einseitig. Die Gesundheitlichen Folgen von Glyphosat und die Folgen für das Ökosystem sind hinlänglich bekannt. Ebenso wie das Versagen Özdemirs bei der Bekämpfung. Ich glaube die Bahn ist hier mal auf dem richtigen Dampfer. Endlich. schließlich hat sie vor Glyphosat auch mit Dioxinen nicht nur die Umwelt sondern mutmaßlich auch die Muttermilch versaut.
Wie wird denn das Wurzelwerk, das den Gleisunterbau zerstört, zurückgeschnitten? Weiß die Bahn schon wie hoch die Zusatzkosten sein werden, wenn die Wurzeln den Untergrund gelockert haben auf dem die Gleise ruhen und sich die Sanierungszyklen dadurch verkürzen? Oder lässt sie das auf sich zukommen?
Von diesen Feinheiten wissen vielleicht noch einige alte weiße Männer.
Die wokqueeren Weltenretter müssen das erst wieder lernen.
Moin,
also wenn die Züge höher getaktet wären und pünktlich führen, wäre sicher weniger Rückschnittt sicher. Kleiner Scherz.
Würden wir das so handhaben wie viel Ausland, natürlich nicht die US oder gar Russland, dann bräuchten wir auch weniger bis, je nach Feinjustierung, gar kein Glühfosaat.
Da werden einfach von Entsorgungsfachbetrieben flüssige Sonderabfälle per nicht ganz dichten Güterzügen, so lange durch die Gegend gefahren, bis sie leer sind.
Ich recherschiere mal, ob in Japan 2 Millionen Bonsaigärtner die Gleise für den Schinken-son freihalten. Möglicherweise bildet sich da zwischen den botanisch Interessierten ein reger Tauschhandel mit besonders wertvollen Tauschexemplaren.
LG
Jaja dieser Glophosat HORAX! Und ja es ist ein HORAX! Glyphosat kann nun nach mehr als 30 jähriger Forschung als VOLLKOMMEN bedenkenlos eingestuft werden! Wer weiss wie leicht es ist, eine Krebsgefahr oder andere Giftwirkung nachzuweisen, der versteht dass hier nach über 30 Jahren INTENSIVSTER Forschung es KEINEN, KEINEN einzigen wissenschaftlichen Beleg gibt, das dieser wasserlösliche Stoff irgendeine Krebsgefahr darstellen soll! Und ja wer sich mit Krebserregenden Stoffen befasst, der wird feststellen, dass die meisten entweder mit dem Erbgut interagieren müssen, fettlöslich sind somit sich im körpereigenen Fettgeweben anreichern und überdauern… oder aber sich im Körper „festkrallen“ eine „Dauerentzündung“ hervorrufen… Mehr
Was sind bei der Bahn schon 60 MILLIONEN ?
Mist,auf Postkutschen können wir auch nicht umsteigen,denn der Wolf reisst die Pferde und sogar Uschis Ponys…..
bleibt das Mao`sche Wunder,das Drahtesel,passt zu den KBW-bewegten Grünen doch sehr gut 🙂
„Zusätzlich benötigt sie ganz viel Personal, sprich Männer, die hart arbeiten müssen…“ Verstehe ich jetzt nicht. Wieso lässt man nicht die bunten, queeren und vielfältigen Züge über das bunte, queere und vielfältige Grünzeug fahren? Das senst ganz bunt, queer und vielfältig das Grünzeug ab – und quasi kostenfrei. Okay, kann dann schon sein, daß mal ein Zug entgleist. Aber das sollte einem das Bunte, Queere und Vielfältige schon wert sein…