Baerbocks Appell an die Taliban klingt wie Hohn, solange sie Hilfsgeld zusichert

Außenministerin Annalena Baerbock hat Afghanistan 200 Millionen Euro an zusätzlichen Hilfsgeldern zugesichert. Dadurch stützt und stabilisiert sie letztlich das Taliban-Regime, das Frauen immer mehr verbietet und aus der Öffentlichkeit drängt. Baerbocks Appelle interessieren in Kabul niemanden.

IMAGO / photothek
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock bei einer Pressekonferenz zum Thema Afghanistan im Auswärtigen Amt in Berlin, 23.06.2022

Man hat sich doch gefragt, was feministische Außenpolitik, die Baerbock wie eine Standarte vor sich her trägt, eigentlich bedeuten soll.

Ist feministische Außenpolitik, der Massenmigration in die deutschen Sozialsysteme keinen Riegel vorzuschieben, so dass Deutschland für Mädchen und Frauen immer unsicherer wird, wie vor kurzem der Mord und der versuchte Mord von Illerkirchberg auf grausame Weise zeigen?

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Ist feministische Außenpolitik, spät, zu spät auf den Terror des Mullah-Regimes gegen die mutigen Frauen im Iran zu reagieren, die für ein selbstbestimmtes Leben eintreten und dabei Freiheit, Gesundheit und Leben gefährden, weil bei den Grünen eine unverständliche Zuneigung zum Mullah-Regime herrscht, was Claudia Roths Vorlieben für Kopftücher – allerdings nur in Teheran – auf vielen Bildern dokumentiert.

Meldungen aus Afghanistan, dass Frauen sich nicht ohne Burka auf der Straße zeigen dürfen, dass Mädchen nicht mehr weiterführende Schulen, junge Frauen nicht mehr die Universitäten besuchen dürfen, erreichen Deutschland. Und zum selben Zeitpunkt, an dem diese Meldungen Deutschland erreichen, verspricht die feministische Außenministerin den Taliban 200 Millionen Euro deutscher Steuergelder.

Wenn Baerbock im gleichen Atemzug die Taliban auffordert, dass den humanitären Helfern Zugang zu den Provinzen Kabul, Kandahar und Ghor gewährt wird, dass Mädchen und Frauen gleiche Bildungsmöglichkeiten wie Jungen und Männer bekommen sollen, dann klingt das hohl und wie Hohn angesichts Baerbocks indirekter Finanzierung des Taliban-Regimes, sieht es wie ein Feigenblatt aus, wirkt es wie eine Demonstration der Machtlosigkeit. Glaubt Baerbock wirklich, dass ihre Appelle irgendjemanden in Kabul interessieren?

Stephans Spitzen:
Der Iran als Probe für Baerbocks "feministische Außenpolitik"
Die Taliban entscheiden darüber, wo geholfen wird und wo nicht, wie die Gelder verwandt werden und wie nicht. Letztlich wird durch Baerbocks feministische Außenpolitik das Taliban-Regime gestützt und stabilisiert. Vergessen wir nicht, wie schnell und problemlos die Taliban mit einer Offensive die westliche Militärpräsenz aus dem Land jagten, die Bilder der heillosen Flucht von amerikanischem, von deutschem Militär.

Feministische Außenpolitik hat nicht die Not der Frauen im Blick, sondern entspringt einer im Grunde antifeministischen Ideologie. Ganz abgesehen davon, dass Deutschland keine ideologiegetriebene, sondern eine von deutschen Interessen definierte Außenpolitik benötigt, doch die interessiert nach eigenen Bekundungen Annalena Baerbock nicht.

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Kommentare ( 24 )

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Deutscher
1 Monat her

Grüne Doppelstandards allenthalben.
Kriegsverbrecher Putin: Sanktioniert
Kriegsverbrecher Taliban: Subventioniert

Freilich hat die linke Verbundenheit zum islamischen Terror Tradition – spätestens, seit die RAF Gemeinsamkeiten im Kampf gegen den imperialistischen Klassenfeind entdeckte und Schulterschluss mit palästinensischen Verbrecherbanden übte.

Last edited 1 Monat her by Deutscher
Fieselsteinchen
1 Monat her

Darf man das noch sagen? Die hat doch nicht mehr alle Nadeln an der Tanne! 200 Mille für dieses ungebildete Lumpenpack, das den Frauen/Mädchen des eigenen Landes eine Ausbildung/ein Studium/ Bildung allgemein verweigert und sie zwingt als lebende Müllsäcke durch die Straßen zu huschen. Denen wirft die das Geld hinterher und die Schulen in Deutschland sind teilweise Bauruinen. Das heißt dann feministische Außenpolitik?! Nicht in meinem Namen! Hätte Bärbock Haltung bewiesen, gäbe es keinen müden Cent für diese verlotterten Bärtigen, die sich das Geld sowieso nur in die eigenen Taschen stopfen oder für Waffen ausgeben.

Kassandra
1 Monat her

Tut mir leid. Wenn man keine Ahnung hat, wie Gesellschaften abseits der Unsrigen funktionieren, aber viel (Steuer-)Geld in die Hand nimmt, um da irgend eine (westliche) Utopie aufzupropfen, gehört man sonst wo hin – aber nicht auf den Posten eines Außenministers.
200.000.000,00 Euro – und für was sind die gedacht? Oder wird auch in Afghanistan Geld gewaschen – wie in der Ukraine?
Sie scheinen auch die Länderportraits an ihr eigene Taka-tuka-Land-Denken anzupassen: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/afghanistan-node/politisches-portraet/204718?view=

Marcel Seiler
1 Monat her

Frau Baerbocks Aktivitäten wärmen des Deutschen Seele:
a) „Wir“ unterstützen die armen Menschen in Afghanistan.
b) „Wir“ setzen uns für die Frauen in Afghanistan ein.
So macht man Außenpolitik für die heimische Wählerschaft, nämlich so, dass „wir“ uns alle großartig fühlen. Ob es der Welt nutzt, ist da zweitrangig.

Man kann an unserer Demokratie verzweifeln.

Lesterkwelle
1 Monat her

Scheckbuchpolitik a la Genscher. Nur wesentlich sinnloser..Warlords & Drogenproduzenten werden binner Jahresfrist zu ueberzeugten Feministen. Aber 200 Mio € erscheint ein wenig kleinlich. Wir haben’s doch!

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Lesterkwelle

Es gingen schon 600 Millionen voraus – ohne das, was aus anderen Ministerien kommt: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/afghanistan-node/huhi-afghanistan/2487336 Zudem sind sie dabei, weitere Afghanen einzufliegen: „Über 40.000 besonders gefährdeten Afghaninnen und Afghanen sowie ihren berechtigten Familienangehörigen hat die Bundesregierung daher eine Aufnahme in Deutschland in Aussicht gestellt. Hierzu zählen insbesondere über 24.800 ehemalige afghanische Ortskräfte und ihre Familienangehörige sowie weitere über 15.300 besonders gefährdete Afghaninnen und Afghanen, die die Bundesregierung mit Hilfe der Zivilgesellschaft identifiziert hat und die wegen ihres Engagements für ein demokratisches Afghanistan einer besonderen individuellen Gefährdung ausgesetzt sind.“ https://www.bundesaufnahmeprogrammafghanistan.de/bundesaufnahme-de Wie u.a. das mit dem Gassparprogramm von Habeck/Müller überein gehen soll… Mehr

Piether0815
1 Monat her

Was soll man erwarten von ‚unserer‘ feministisch Außenministernden?
Nigeria war nie deutsche Kolonie – auch wenn dieses Land vielleicht hunderttausende Kilometer entfernt liegt.

Andreas aus E.
1 Monat her

Feministische Außenpolitik ist Weltinnenpolitik. Also mit im Netz speicherbaren Tierpanzern Reichsbürger zu bändigen, ohne absatzlos in Insolvenz zu gehen. Weil Absätze ja sowieso Mist sind, will man/frau durch das Watt nach Sylt, weil Hindenburgdamm gerade wegen Umbenennungsproblematik auf Jahre hinaus geschlossen werden muß und Hubschrauberflüge mit Katze auf Schoß in der Neidgesellschaft nicht gut ankommen. Wegen Klima ist Außenpolitik ja ohnehin Mist, Flugreisen usw. Darum ist es besser, sich die ganzen Probleme ins eigene Land zu holen – aber bitte nicht in direkte Nachbarschaft – und darüber dann in von ansonsten nur angewidert zu betrachtenden Uniformierten bewachter Umgebung bei veganem Speckschweinfilet… Mehr

Tabascoman
1 Monat her
Antworten an  Andreas aus E.

Das schlimmste:
Es gibt keine Abwahlmöglichkeit in dieser „repräsentativen Demokratie“.
In einer echten Demokratie hätten wir sowas.
Aber wir haben dafür die beste Demokratie (für Politiker und ihre Hintermänner, – sagt Walter Steinmeier)

Kaltverformer
1 Monat her

Niemand kann doch so blöde sein und die Taliban weiterhin mit Geld fördern?!?

santacroce
1 Monat her

Fr. Bärbock verlangt die kostenfreie Mitnahme von Schulmädchen und verschleierten Frauen in der Talisbahn in Afghanistan.
So sieht feministische, erfolgreiche Berliner Politik aus.

Gerhard Doering
1 Monat her

Nach meiner Meinung ist feministische Außenpolitik wenn man gerne Aufträge übernimmt die man gewissenhaft ausführt. Frau ist diskret und stellt nicht zu viel fragen an befreundete Nationen, besonders wenn diese uns zu unserem Glück zwingen mussten. Des weiteren muss man den Wählern auch ehrlich sagen dass deren Meinung nur eine Seite einer Medaille ist welche nicht unbedingt Priorität haben muss wenn man die Welt retten will. Zugegeben, das macht keinen großen Unterschied mehr zwischen feministischer Politik und der Politik enteierter Männchen.