Umweltaktivisten blockieren Autobahn A3 – Unfall mit schwer verletztem Fahrer

Umweltaktivisten setzten mit der Abseilaktion ihre Protestaktionen gegen den Ausbau der Autobahn A 49 von Gießen nach Kassel fort.

imago images / Jörg Halisch
Zu einem schweren Unfall führte eine Blockade der Autobahn A3 von Frankfurt nach Köln bei Idstein. Von einer Brücke hatten sich etwa zehn Menschen auf den Mittelstreifen abgeseilt, daraufhin sperrte die Polizei die Autobahn zwischen Idstein und Bad Camberg komplett in beide Richtungen und ließ ein Spezialeinsatzkommando anrücken.

Auf der dicht befahrenen Autobahn bildete sich rasch ein vier Kilometer langer Stau. Am Stauende in Fahrtrichtung Köln prallte ein Auto auf einen stehenden LKW, dessen Fahrer nach Angaben der Polizei das Ende nicht absehen konnte. Mindestens ein Mensch wurde dabei schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Ein Rettungshubschrauber flog den Schwerletzten ins Krankenhaus.

Umweltaktivisten setzten mit der Abseilaktion ihre Protestaktionen gegen den Ausbau der Autobahn A 49 von Gießen nach Kassel fort. Sie hatten sich ebenfalls in einem Wald bei Stadtallendorf in Hängematten teilweise in 15 Meter Höhe in den Bäumen festgesetzt. Dort holten sie Polizisten unter anderem mit Hebebühnen aus den Bäumen, um den Wald für die weiteren Rodungsarbeiten zu räumen. Die Polizei Mittelhessen: »Einzelne Menschen klettern sehr weit nach oben in die Baumkronen und begeben sich damit selbst in erhebliche Gefahr«.

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) erklärte laut BILD: »Protest, der Menschenleben gefährdet, hat keinerlei Legitimation. Der schwere Unfall auf der A3 hat gezeigt, dass solche Aktionen lebensgefährliche Konsequenzen für Aktivisten und Unbeteiligte haben können. Wer seine Mitmenschen gefährdet, muss hart bestraft werden.«

Gegen die Rodung von Bäumen im Dannenröder Wald und Herrenwald laufen schon seit einiger Zeit Proteste. Die Polizei muss immer wieder sogenannte »Waldcamps« und Baumhäuser räumen. Bedroht werden auch Baufirmen sowie Verleihfirmen, die Geräte für die Rodungsarbeiten bereitstellen. Von Protestaktionen gegen die Rodung von Wäldern für Windräder ist bisher nicht viel bekannt geworden.

Wie berichtet, soll die Querverbindung zwischen Gießen und Kassel ausgebaut werden. Dagegen wehren sich unter anderem Bündnis 90/ die Grünen. Die allerdings hatten 2015 im Landtag selbst für den Ausbau gestimmt, der die geplagten Anwohner der Bundesstraßen vom Durchgangsverkehr entlasten soll.

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Kommentare ( 136 )

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oMaennchen
13 Tage her

Da sollte man sich mal die frei zugängliche Seite von diesen „linken“ Bessermenschen mal anschauen, damit man als Normalsterblicher überhaupt Reihe an Reihe in sein kleines Köpflein bekommt. Als Steuerzahler fühlt man sich bei diesem Klientel wie im 7. Himmel. Veröffentlichung von den GutMenschen bei de.indymedia.org – Dort kann man alle „Straftaten“ nachlesen. + Offenbar ist es ganz am Stauende zu einem Unfall gekommen. Ein PKW ist in einen LKW gekracht. (ein Sorry folgt) danach wird aber aufgeholstert. Trotzdem handelt es sich um einen krassen Fahrfehler der Person am Steuer des PKW, wie er leider zigmal jeden Tag vorkommt –… Mehr

U.S.
13 Tage her

Nachdem diese Umwelt- Aktion so „erfolgreich“ war (= mit schwer verletzten Unbeteiligten!), m u s s man damit rechnen, dass solche ähnliche Aktionen wieder und wieder durchgeführt werden; weil, bei schwer-verletzten Unbeteiligten, kommt man auf jeden Fall bundesweit in die Nachrichten TV- prime time 20.15 Uhr: ….“ 10 Umwelt – „A k t i v i s t e n“ (??) seilten sich von Brücke ab und entrollten „A k t i v i s t e n“ Plakate auf Autobahn aus!“ ….. Diese „Aktivisten“- Aktion gelangte in die Köpfe der TV Zuschauer! Und ins TV kommt die Aktion nicht… Mehr

Joerg Plath
13 Tage her

BILD titelt heute, das Opfer sei „noch am Leben“. Ich würde mich nicht mit dem linken Mainstream gemein machen und den Begriff „Aktivist“ verwenden, der positive Assoziationen hervorrufen soll. Es sind Kriminelle, Straftäter, rücksichtslose Provokateure, die der Rechtsstaat bestrafen müsste. Wenn es ihn denn so noch gäbe.

H. Mardatu
13 Tage her
Antworten an  Joerg Plath

Danke für diesen Kommentar. Genau so ist es. Wer die verwendeten Scheinbegriffe selbst benutzt, adaptiert !! Man dockt damit an das Unannehmbare an, und akzeptiert es unbewusst. Ich predige das schon seit Jahren, doch niemand versteht die unterschwellige, aber folgenreiche Problematik. Diese Art Aktivisten sind lupenreine Kriminelle, so wie die Antifa auch keine „Antifanten“ sind, sondern lupenreine FASCHISTEN. Man muss sie beim passenden Wort nennen, damit andere Leser erkennen, woher der Wind weht.

U.S.
13 Tage her

Nachdem diese Umwelt- Aktion so „erfolgreich“ (= mit schwerverletzten Unbeteiligten!) m u s s man damit rechnen, dass solche ähnliche Aktionen wieder und wieder durchgeführt werden; weil, bei schwerverletzten Unbeteiligten, kommt man auf jeden Fall bundesweit in die Nachrichten TV- prime time 20.15 Uhr: “ 10 Umwelt – A k t i v i s t e n seilten sich von Brücke ab und entrollten A k t i v i s t e n Werbung auf Autobahn aus!“ ….. Diese Aktion gelangtin dieKöpfe der TV Zuschauer! Und ins TV kommt die Aktion nicht wegen eines 4 km langen Staus,… Mehr

Lars Baecker
13 Tage her

Neben diesen gefährlichen Aktionen wurde wieder einmal ein weiteres Problem offenbart, das mit dem Protest nichts zu tun hat. Der völlig unzureichende, ja, nutzlose Unterfahrschutz der LKW-Anhänger. Wenn man bedenkt, wieviele Menschenleben gerettet werden könnten, würden sich die Hersteller von Anhängern nicht verweigern, diesen, mittels zweier einfachen Längsstreben zu stabilisieren, um somit ein Unterfahren zu verhindern. Alles aus Kostengründen. Da würde ich mir den Gesetzgeber mal wünschen.
Und was die „Demonstranten“ angeht: Wenn das Werfen von Gullidecken auf Fahrbahnen mittlerweile als versuchter Mord geahndet wird, sollte diesen Wahnsinnigen ähnliches widerfahren. Mit Protest hat das nichts mehr zu tun.

Hans von Stoffeln
13 Tage her

Es sind KEINE Aktivisten. Es sind Ökofaschisten und Verbrecher, die sich einer fahrlässigen schweren Körperverletzung schuldig gemacht haben. Ich bin mir allerdings sicher, daß keiner von denen verhaftet wurde. Merkeldeutschland in Vollendung.

H. Mardatu
13 Tage her
Antworten an  Hans von Stoffeln

Das Wortteil „Öko“ ist noch zu viel – es verwirrt und verschleiert die Identität und das wahre Motiv. Das wahre Motiv heißt GELD! Diese Art „Mensch“ lebt vom Geld anderer. Weil sie faul sind. Ich kenne sie aus der Uni. Und diese „anderen“, deren Geldgeber, haben alles andere im Sinn als Öko oder Klima. Die sind an der Vermehrung ihrer persönlichen Milliarden interessiert, an nix anderem. Während hier in D. bzw. EU die Wirtschaft platt gemacht wird, laufen woanders schon die Bänder heiß, uns mit sinn- und nutzlosen US-(Spinner)-Ideen zu überschütten, z.B. Elon-(Spinner)-Musk-Elektroautos … Die nie fahren werden, weil es… Mehr

Peter G.
13 Tage her

„Umweltaktivisten“? „Protestaktionen“? Warum dieser beschönigende Duktus? Bei dem rechten Rand zugeschriebenen Aktionen wird immer gleich (bildlich) der „Sturm auf den Reichstag“ beschworen. Kriminelle Aktionen, hier zumindest ein strafrechtlich relevanter „Eingriff in den Straßenverkehr“, sollten als solche benannt und von den Behörden ohne ideologische Boni verfolgt werden.

E. Thielsch
13 Tage her

‚Aktivisten‘?
Das ist wohl kaum eine geeignete Bezeichnung für asoziale Straftäter.

Hansano
13 Tage her

Das ist ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Jeder, der auf der Autobahn parkt oder ein Picknick veranstaltet, wird hart bestraft, und zwar genauf weil es gefährlich für Unbeteiligte ist. Es ist damit zu rechnen, dass den Aktivisten ihre Gefährdung Unbeteiligter nachgesehn werden wird, weil sie ja die Welt rettet und es den Leuten erlaubt, ihre überlegene Moral darzustellen. Mal sehen, wie die ganze Härte des Rechtsstaats hier zuschlägt.

jansobieski
13 Tage her

Wo ziehen Medien und Poltik die Grenze zwischen Aktivismus und Terrorismus?
Der linke Sumpf breitet sich in diesem Land leider so weit aus, dass wir alle darin zu versinken drohen. Angefangen von Schulen, Universitäten, über Verwaltungen, Rundfunk, Fernsehen und sonstigen Medien, Kirchen gehört ein massives Umdenken vollzogen und eine Beseitigung der geistigen Brandstifter. Eine Herkulesaufgabe, aber nicht unmöglich.