Tichys Ausblick: „Wie gefährdet ist unsere Demokratie?“

Roland Tichy begrüßt zur heutigen Sendung "Tichys Ausblick" den ehemaligen Bundesverteidigungsminister Rupert Scholz sowie die Schriftsteller Klaus-Rüdiger Mai und Cora Stephan.

Der Countdown bis zur Bundestagswahl läuft ab. Umfragen zeigen schon länger: immer mehr Menschen verlieren das Vertrauen in den Staat. Die großen Parteien machen es sich einfach: ignorieren, verdrängen, verteufeln. Das Bundesverfassungsgericht macht es sich ebenso einfach: über die größten Einschnitte in die Grundrechte in der Geschichte der Bundesrepublik entscheiden sie einfach nicht. „Wie gefährdet ist unsere Demokratie“, lautet deshalb die Frage, die Roland Tichy seinen Gästen heute Abend bei Tichys Ausblick stellt.

Rupert Scholz ist im Studio. Der ehemalige Bundesminister der Verteidigung betont, dass die deutsche Demokratie, das deutsche System einmal etwas war, worauf man stolz sein konnte. Doch: „Da bröselt die Basis der Demokratie“. Zu dieser Basis gehöre die Eigenverantwortung – die werde abgeschafft, dann kämen „der Verfall der Volksparteien“ und die undemokratische EU hinzu. Aber er ist sich sicher: „Das wird sich alles rächen“.

TE-Autorin Cora Stephan, Schriftstellerin, fällt auf: „Das Politische verschwindet aus dem politischen Geschäft“. Statt inhaltlich zu diskutieren, werde moralisch argumentiert – der Teufel an die Wand gemalt: Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Rechtsruck. „Politik findet nicht mehr statt, weil das Armageddon darüber steht und man sich lieber daran abarbeitet.“

Der Schriftsteller und TE-Autor Klaus Rüdiger Mai sieht ein Problem auch in der Bildung. Er sagt: „Die Auflösung der Gewaltenteilung halte ich für ein Demokratieproblem“.

Über alle diese Punkte diskutiert Roland Tichy mit seinen Gästen heute Abend bei Tichys Ausblick. Schalten Sie um 20:15 Uhr ein. Entweder bei tv.berlin oder ganz bequem hier auf der Seite und via YouTube.


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Kommentare ( 6 )

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Rainer12
1 Monat her

Für mich wieder eine hervorragende Sendung, ich hätte noch stundenlang zuhören können. Frau Stephan ist für mich der lebende Beweis, dass es einer Frauenquote nicht bedarf. Frauen, die etwas können, behaupten sich in ihrem Betätigungsfeld.

Frank v Broeckel
1 Monat her

Was Sie selbst persönlich immer übersehen WOLLEN ist folgendes: Die Gefahr eines demographischen einhergehenden gesellschaftlichen Zusammenbruch von Drittstaaten hat man mit dem Beitritt der ehemaligen Ostblockstaaten und der EU in den Jahren 1991 NUR ausschließlich(!) zur Weiterleitung einer Migrationswelle in den Jahren 2015 ff vorsätzlich(!) herbeigeführt!

Frank v Broeckel
1 Monat her

Aufgrund der absoluten Unvereinbarkeit von Parteiendemokratien und extrakonstitutionelle Notstandsmassnahmen leben wir seit dem Jahre 2015 ff überhaupt nicht mehr in einer Demokratie, sondern in Wahrheit in einer absolut lupenreinen Kleptokratie, die in Wahrheit überhaupt nicht mehr lupenreiner sein kann!

Denn die Anhänger der politischen Partei AfD, die keine Migrationswelle in den Jahren 2015 ff haben wollten, müssen aus dem einfachen Grund wirklich massivst bekämpft werden, WEIL ausnahmslos sämtliche politischen Parteien außerhalb der politischen Partei AfD EBENFALLS KEINE Migrationswelle genannt Flüchtlingskrise haben wollten!

Deshalb Kleptokratie!

Hannibal Murkle
1 Monat her

Wer braucht schon Klein-Klein-Politik – die WELT verkündete gerade, die Welt habe sich UNTER Merkel tiefgreifend verändert:

https://www.welt.de/politik/ausland/plus233969344/Bundestagswahl-Die-Welt-nach-Angela-Merkel.html

Wenn man die Weltkanzlerin hat, kann man wohl nicht unter die Weltrettung steigen, gell?

ketzerlehrling
1 Monat her

Welche Demokratie in aller Welt? Die in Deutschland kann damit nicht gemeint sein.

Gabriele Kremmel
1 Monat her

Die Frage ist für mich nicht, wie gefährdet unsere Demokratie ist sondern wieviel davon noch übrig ist und ob sich der lädierte Teil wieder regenerieren könnte.