Klimaaktivistin Luisa Neubauer (29) spricht gleich nach ihrer Rückkehr von einer mehrwöchigen Antarktis-Expedition über ihre Hater: Eine „kleine Fraktion von wütenden, aggressiven und – man muss jetzt sagen – 99 % Männern im Internet" würde ihr das Leben schwer machen.
picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt
Knapp vier Wochen war Luisa Neubauer an Bord der Segelyacht „Malizia Explorer“ unterwegs, begleitet von Wissenschaftlern und einem pädagogischen Projekt, das Livestream-Unterricht für Schulen weltweit vorsah.
In einem aktuellen Interview für die Podcast-Serie „Heimspiel – Apocalypse und Filterkaffee“ schildert Neubauer nun ihre Eindrücke in stark emotionalen Bildern: Die Gletscher seien „bahnbrechend schön“, das Erlebnis habe sich „außerplanetar“ angefühlt. Gleichzeitig sprach sie von „total schön und total weltschmerzend“, wenn sie das Brechen und Schmelzen des Eises hörte. Die Aktivistin setzt somit weiter auf ihre bekannte Kommunikationsstrategie, die stark auf Emotionen und persönliche Erlebnisse setzt.
Kritiker werfen die Frage nach dem Nutzen dieser Expedition auf: Zwar betont Neubauer, sie habe Schüler weltweit in Online-Unterrichtseinheiten zum Klimawandel eingebunden und damit ein „globales Klassenzimmer“ geschaffen. Doch Skeptiker bezweifeln, dass der pädagogische Effekt den erheblichen Aufwand rechtfertigt. Expeditionen in entlegene Regionen sind teuer, logistisch komplex und selbst mit erheblichen Emissionen verbunden – ein klarer Widerspruch zu Neubauers Positionen. Während die Aktivistin symbolträchtige Reisen unternimmt, verlangt sie von der Bevölkerung weitreichende Veränderungen im Alltag.
In der öffentlichen Debatte auf Social-Media-Kanälen wird zudem hinterfragt, ob prominente Aktivisten durch solche Projekte nicht vor allem ihre eigene Sichtbarkeit steigern möchten. Neubauer selbst betont, ihre Rolle sei die Vermittlung von Forschung und die Kommunikation von Klimathemen gewesen.
Neubauer geht mit HateAid gegen Attacken vor
Luisa Neubauer selbst thematisiert die persönliche Belastung durch Kritik und Anfeindungen. Sie sprach im Podcast von einem „unglaublichen persönlichen Preis“, den sie für ihr Engagement zahle, und von zahlreichen Angriffen im Internet. Mit der Organisation HateAid gehe sie gegen Hasskommentare vor und habe bereits „viele hunderte Strafanzeigen“ angestoßen. Diese Vorgangsweise ist insofern umstritten, da öffentliche Personen in politischen Debatten grundsätzlich mit Gegenwind rechnen müssten und scharfe Kritik nicht automatisch mit Hass gleichzusetzen sei.
Auch die Rolle der Klimabewegung „Fridays for Future“ wurde in dem Podcast hinterfragt: Während Neubauer davon überzeugt ist, dass die Bewegung weiterhin Einfluss hätte und politische Veränderungen angestoßen würden, sehen Beobachter einen deutlichen Rückgang an Mobilisierung und an öffentlicher Zustimmung. Luisa Neubauer meint jedoch: „Das ist eine These, der ich natürlich fundamental widersprechen würde.“ Und: Es werde schnell vergessen, dass „wir in unserem Alltag, in unserer politischen Realität in Utopien von vor zehn Jahren leben.“ Was vor wenigen Jahren als naiv oder radikal deklariert worden sei, werde heute als Selbstverständlichkeit erachtet, meint die Aktivistin.
Falschaussage über Gas-Versorgung nicht korrigiert
Noch immer hat Luisa Neubauer eine ihrer schwersten und peinlichsten Falschaussagen nicht korrigiert: Die Klima-Aktivistin wurde im September 2024 auf X kritisiert, weil sie auf Instagram behauptet hatte, dass das österreichische Bundesland Tirol bei seiner Energieversorgung auf „Putin-Gas“ (also russisches Gas) und Kohlestrom angewiesen sei. Diese Aussage ist falsch, da Tirol tatsächlich zu etwa 98 % mit sauberem Strom aus Wasserkraftwerken versorgt wird – das ist eine sehr hohe Quote an erneuerbarer Energie, die auf lokalen Ressourcen basiert und extrem wenig Abhängigkeit von fossilen Importen zeigt.

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Am Ende der letzten Eiszeit hätte sie auch geflennt, als sich die Gletscher aus Süddeutschland zurückzogen. Vielleicht gab es da schon eine Reinkarnation von ihr, im Bärenfell.
„Und natürlich denken wir darüber nach, wie man eine Pipeline (die längste Rohöl-Pipeline der Welt) in die Luft sprengen könnte“. Louisa Neubauer, Quelle: FR vom 14.06.2022.
Langstrecken-Luisa. Die Älteren kennen sie noch. Für die Jüngeren ist sie bereits eine „alte Schachtel“. Im Ernst: Im Zeitgefühl eines heute aus 16-jährigen ist „Fridays for Future“ Ewigkeiten her. Die Protagonisten von damals sind Geschichte. In weiteren zwei bis drei Jahren ist das dann bei den Jugendlichen völlig vergessen.
Solche Personen wie luisa neubauer sind (mit) der Grund, dass sehr viele Menschen bei dem Wort Naturschutz nur noch die Augen verdrehen. Naturschutz hat doch mittlerweile schon einen negativen Beigeschmack, wenn man das Wort nur hört oder liest. Es hängt einer breiten Masse schlicht zum Hals raus, wenn jeder Borkenkäfer wichtiger ist, als ein menschenwürdiges Leben.
Aber es läßt sich halt leicht schwafeln, wenn die reichen Eltern einem ein Leben ermöglichen, dass nicht mit einer wertschöpfenden Arbeit verbunden ist, während der Lebensgefährte klamroth hochbezahlt aus Zwangsbeitragszahlern übergrünten, sozialistischen Sermon verbreiten kann, den kaum einer freiwillig einschaltet.
„…da Tirol tatsächlich zu etwa 98 % mit sauberem Strom aus Wasserkraftwerken versorgt wird ..“
Auch diese Aussage ist leider falsch. 😉 Zum Einen sind es „nur“ etwas über 9ß%, zum Anderen gibt es sauberen Strom nur durch bei einer Gewitterentladung. Alles andere setzt initiativ massive Investitionen, Umwelteingriffe und Unmengen an aufgewendeter Energie voraus.
Muss man über die Dame berichten? ist das nötig, vor allen Dingen wen interessiert das? Nur weil sie viel Geld hat?
Falsche Zeit und falscher Ort,
die Tort.
Hier wars auch hübsch kalt.
Nur ohne ÖRR-Gestalt.
Die Tage gehn ins Land,
beim ÖRR sind sie gezählt,
Ein Kabelbaum in Brandt,
in einer Stadt gebaut auf Sand.
Mit keinem gültigen Bericht gequält,
das Volk auf dem Vulkan.
Der Bürgermeister, währenddessen,
schiebt die Murmel übers Netz,
weil er es kann.
Kritik wär arg vermessen,
grenzt sogar an Hetz.
Warum ist sie nur zurück gekommen? Vermutlich haben die Pinguine sie als niederes Lebewesen ohne Hirn in die Ecke gestellt und sie remigriert.
Luisa Wer?!
Was solche Nullleister von sich geben interessiert Niemanden, der noch halbwegs bei klarem Verstand ist.
Hoffentlich hat sie auch noch einen, vor Hunger sterbenden, Eisbären gefunden.😅 Den Polarfüchsen soll es ja auch nicht so gut gehen😂😂
Sie hat den Gletschern beim kalben zu gesehen also als die Junge bekamen und sie war als Geburtshelferin zur Stelle. Vorbildlich!!
Es tut mir Leid, oder eigentlich auch nicht, aber wenn man sich Intellektuell auf der Höhe von Pinguinen bewegt darf etwas Spott erlaubt sein. Ich kann diese Frau und deren Helfer/innen einfach nicht ernst nehmen. Aber schön, daß sie mal da war so bleibt die Flora und Fauna dort vor weiteren Besuchen verschont.😂😂