Hamed Abdel-Samad über Kirchen, Religion und Politik

Hamed Abdel-Samad sagte im Schloss Bellevue wesentlich mehr, als in der Öffentlichkeit und auch den Medien im Internet bisher bekannt wurde.

Screenshot: Youtube

Hamed Abdel-Samad hat im Schloss Bellevue wesentlich mehr gesagt, als in der Öffentlichkeit und auch den Medien im Internet bisher bekannt wurde. Bitte hören Sie selbst.

„Hier mein ganzes Statement im Schloss Bellevue. Meine Kritik richtete sich nicht nur an den Präsidenten wegen des Iran-Telegrams, sondern auch an die Kirchen in Deutschland, die den politischen Islam hofieren und ihm dabei helfen, seine Infrastrukturen auszubauen.“

https://www.youtube.com/watch?v=WW-zjY9XHcs&fbclid=IwAR3JhIWPWlgZ5MBxHS7maRdTk-Q3hcGDuNynPedYrYgp5eizHVZiAArWmzU


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Kommentare ( 61 )

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61 Comments
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Nibelung
5 Jahre her

Schafft die Religionen ab, die haben nur Unheil angerichtet, nicht unbedingt deren Gründer, sondern die Nachfolger, die es nur für eigene Vorteile ausgenützt haben und die alten Naturreligionen hatten ihnen eines voraus, sie verehrten ihre Götter und unterwarfen sich deren Regeln ohne daraus ein Politikum zu machen und heute verehren sie sich selbst und beleidigen damit alles Überirdische und was daraus noch werden soll ist eine andere Frage, vielleicht sind die Götter doch noch mächtig und bestrafen uns über unsere eigene Dummheit bis hin zur Vernichtung, wer das noch erleben kann wird sich vielleicht anders besinnen, wenn er denn erkennt… Mehr

Heinrich Niklaus
5 Jahre her

Glückwunschtelegramme an das Mullah-Regime Iran kamen nicht von allen Bundespräsidenten: Horst Köhler, Bundespräsident von 2004 bis 2010, machte mit der Tradition Schluss, Christian Wulff (2010 bis 2012) verhielt sich ebenfalls abstinent, und ausgerechnet Joachim Gauck (2012 bis 2017) nahm sie wieder auf.

Auch hier lag der Bundespräsident falsch, wenn er behauptet, es sei diplomatischen üblich, derartige Glückwünsche auszusprechen. Zwei seiner Vorgänger sahen das anders.

Vielen Dank an die Redaktion TE, dass sie uns die kompletten Ausführungen von Hamed Abdel-Samad aufzeigen. Vor allem aber die vielsagende Reaktion und Mimik von Steinmeier nach der Abdel-Samad-Intervention.

schukow
5 Jahre her

War das vielleicht einfach nur ein Disput zwischen dem Präsidenten der Form und dem des Formates?

In diesem Sinne habe ich vielleicht doch die Worte meines ‚Präsidenten‘ vernommen.

Denis Diderot 2018
5 Jahre her

„Wir vermischen Christentum und Islam“.
Genau das hat Ratzinger gemeint, als er den Gott der Mohammedaner als einen durchwirkenden, gestaltenden Gott nannte. Was haben sich alle aufgeregt, obwohl das offensichtlich ist.
Deutsche Islamwissenschaftler deuten den Koran christlich. Kritisiert man vorsichtig, das Gesetzbuch der Mohammedaner unterliege einem simplen Abrogationsprinzip, weshalb man eigentlich nur die zeitliche Reihenfolge der Suren kennen muss, gibt es richtig Zunder. Wunschdenken wie überall.
Man kann alles unterschreiben, was Abdel-Samad sagt.

Nibelung
5 Jahre her
Antworten an  Denis Diderot 2018

Den Koran durchzulesen ist furchtbar anstrengend und es werden auch viele Elemente zusammengewürfelt, entstanden aus dem Judaismus, dem Christentum und eigenen Elementen der eigenen Weltanschauung und das ist insbesondere in der Auslegung des Propheten ein nicht unproblematisches Gebräu, wobei die Kabala und das alte Testament auch nicht ohne sind und wer es nicht gleich begreift wird viele Suren mehrmals verinnerlichen müssen und das kann man nicht an einem Abend machen, dazu bedarf man Jahre und wenn möglich noch in unterschiedlichen Altersabständen um dann vielleicht zu verstehen was gemeint ist, aus heutiger Sicht nicht viel erbauliches, aber dafür umso absoluter, was… Mehr

Achijah Zorn
5 Jahre her

Leere Gratulation an den Iran mag ja eine diplomatische Notwendigkeit sein. – Aber warum muss so etwas in meinem Namen geschehen? Die Kritik von Abdel-Samad ging ja nicht gegen die Gratulation an sich, sondern nur, dass sie ungewollt und ungefragt in seinem Namen getätigt wurde. Hat also hier Herr Steinmeier nicht richtig zugehört?

Achijah Zorn
5 Jahre her

Ich bin selber ev. Pfarrer und freue mich über die anregende Kritik von Abdel-Samad. Das Zentrum der christlichen Kirche ist Spiritualität, Geborgenheit, Barmherzigkeit und der Streit mit Worten um die Wahrheit. Wenn das Zentrum Politik ist – 1914 kaisertreu, 1933 deutsch-national, 2019 links-grün – dann hat die Kirche sich selber säkularisiert und braucht eine neue Reformation – damit wir wieder in die richtige Form kommen. Sicherlich muss Kirche auch diakonisch sein. Gelebte Christenliebe. Dabei muss aber immer wieder die kritische Frage gestellt werden, ob refinanzierte Tätigkeiten ganz im staatlichen Korsett wirklich diakonische Impulse (etwa in der Altenhilfe) ermöglichen oder ob… Mehr

Denis Diderot 2018
5 Jahre her
Antworten an  Achijah Zorn

Ich kann als Katholik immer noch auf lateinische Messen ausweichen, wenn ich mir kein politisches, dem Dunning-Kruger-Effekt unterliegendes Gerede anhören will. Meine Frau und meine Kinder haben das Pech, evangelisch getauft worden zu sein. Zweimal musste ich die Kirche verlassen, weil ich keine Lust auf grüne Propaganda habe.
So wie Sie denkt nicht einaml ein Drittel der evangelischen Pfarrer. Jedenfalls merkt man es nicht.

Achijah Zorn
5 Jahre her
Antworten an  Denis Diderot 2018

Wenn es mir zu politisch wird, erhebe ich mittlerweile hin und wieder mein Wort und bitte den Pfarrer vor allen Zuhörern, seine Andacht nicht für politische Propaganda zu missbrauchen Politik braucht die Diskussion und den Streit und nicht die Verkündigung. Und deshalb ist eine Andacht und der Gottesdienst nicht der Ort für Politik. Dann ist eine lateinische Messer wirklich die bessere Alternative und viel näher dran am Kern des Evangeliums!
Ps. Ich befürchte, dass Sie recht haben mit Ihrer Einschätzung von unter 33%. Das bestätigen wohl auch Umfragen zum Wahlverhalten ev. Pfarrer.

antizeitgeist
5 Jahre her
Antworten an  Achijah Zorn

Das Zentrum der christlichen Kirche, ist das Herz des jeweiligen Menschen? Das Zentrum des Glaubens an Jesus ist die lebendige Beziehung zu ihm, dem Vater und dem Heiligen Geist. Streit ist Jesus fremd, denn er hat immer Recht.

Unterfranken-Pommer aus Bayern
5 Jahre her

Ich habe eine Postkarte mit nichts anderem als „Nicht in meinem Namen!“ an FWS geschickt (auch wenn es ihn wohl gar nicht erreichen wird, darueber bin ich mir schon im Klaren).

Adresse hier: https://www.bundespraesident.de/DE/Service/Buergerkontakt/buergerbuero-node.html

Wer traut sich und macht mit?

Hosenmatz
5 Jahre her

Ich habe es erst jetzt geschafft dieses Video anzuschauen.

Die Reaktion Steinmeiers lässt sich an Überheblichkeit, Selbsgefälligkeit und Arroganz kaum überbieten. Jemanden, der ehrlich und offen seine Meinung kundtut, dermaßen abzukanzeln ist unter aller Sau.

Ich habe das Gefühl, Herr Steinmeier hat, seit er und die SPD merken, dass ihre linksideologische Utopie langsam den Bach runtergeht, sein diplomatisches Geschick an der Garderobe abgegeben.

Nach dieser Entgleisung sage ich nicht nur „Nicht in meinem Namen“ sondern auch „Nicht mein Präsident“!

bfwied
5 Jahre her
Antworten an  Hosenmatz

Ich kenne die SPD von innen. Früher waren Diskussionen möglich, es ging tatsächlich um die Analyse und den besten Weg. Ist aber schon lange her. Man konnte nur noch raus, als der Nichtsachverstand sich daranmachte, seinen linken beschränkten Horizont als die Wirklichkeit durchzusetzen – so begannen die Narrative. Die ersten Versuche gaben ihm Aufwind, man sah, wohin das führen würde und wohin es führte. Fachliche und sachliche Richtigstellungen, Nachhaken, waren nicht erwünscht. Man verließ das Feld. Die Arroganz war und ist die notwendige Begleitung der Ideologie, des Machterhalts, und das ist bis heute noch übler geworden. Sie sind längst so… Mehr

giesemann
5 Jahre her

Wie sehr Hamed recht hat, wenn er von „Zuflucht für pol. Islam“ in Europa spricht, illustriert Youssef Al-Husseini/Kairo-TV: https://www.memri.org/tv/egyptian-tv-host-following-london-attack-muslims%20contributed-terror . Arabisch mit englischen Untertiteln – der Mann lebt noch, weil in Ägypten die Muslimbrüder verboten und/oder inhaftiert sind – frei gewählt hin oder her. Man sieht auch, dass die Mehrheit der Muslime radikal ist und eben leider nicht liberal. Wen wundert’s? Man muss direkt froh darüber sein, dass in Ä. das Militär regiert und keine „Demokratie“ – horribile dictu.

Kristina
5 Jahre her

Eigentlich hätten die anderen Anwesenden Hamed Abdel-Samad für seine großartigen Worte stehend applaudieren müssen. Da steht jemand, der Personenschutz braucht, weil er – nicht von „bösen Rechten“, sondern von radikalen Glaubensbrüdern mit dem Tod bedroht wird. Und der Bundespräsident „adelt“ solche Leute mit seinen Glückwünschen und die anderen Anwesenden suhlen sich in ihrer Toleranzbesoffenheit gegenüber solchen Radikalen. Es ist beschämend und es macht mir Angst. Was treibt sie an, dass sie all dies schönreden?

Nichzufassen
5 Jahre her
Antworten an  Kristina

Der Deep State