Immer mehr Syrer erhalten den deutschen Pass – weiterer Anstieg in den nächsten Jahren

Lebten Anfang des vergangenen Jahres noch 105.000 als Syrer Registrierte mit einer Aufenthaltsdauer von mindestens sechs Jahren in Deutschland, waren es Anfang 2022 bereits 449.000, also mehr als viermal so viele.

IMAGO / Winfried Rothermel

Immer mehr Zugezogene entscheiden sich, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. So wurden laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) im Jahr 2021 rund 131.600 Ausländer eingebürgert. Das sind 20 Prozent mehr, in absoluten Zahlen 21.700, als im Jahr 2020.

Die überwältigende Zahl machen Personen aus Syrien aus. Mit 19.100 Einbürgerungen waren es fast dreimal so viele wie im Jahr zuvor. Daneben erhielten 12.200 Türken, 6.900 Rumänen, 5.500 Polen und 5.000 Italiener den deutschen Pass. Von den insgesamt 173 unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten, die eingebürgert wurden, stammen drei Viertel aus Nicht-EU Ländern.

Destatis geht davon aus, dass die Anzahl der Syrer, die sich erfolgreich um einen deutschen Pass bemühen, weiter ansteigen wird. Denn die Zunahme liegt in den Entscheidungen der Bundesregierung begründet, insbesondere die der unkontrollierten Massenmigration von 2015. Voraussetzung für die Einbürgerung sind unter anderem ausreichende Deutschkenntnisse, ein gesicherter Lebensunterhalt und in der Regel eine Mindestaufenthaltsdauer von acht Jahren. Da mehr als 80 Prozent aller Syrer erst seit 6,5 Jahren in Deutschland sind, sind in den kommenden Jahren weitaus größere Zahlen zu erwarten, die einen deutschen Pass erhalten.

„Besondere Integrationsleistungen“ verkürzen die geforderte Aufenthaltsdauer

Anwärter des deutschen Passes können die acht Jahre Mindestaufenthalt auf sechs Jahre verkürzen, wenn sie „besondere Integrationsleistungen“ nachweisen können. Dies sind beispielsweise besonders gute Sprachkenntnisse, schulische oder berufliche Leistungen, aber auch „bürgerschaftliches Engagement“. Auch Familienmitglieder können in diesen Fällen ohne Mindestaufenthaltsdauer miteingebürgert werden. In Zahlen machten das 2021 knapp 12.400 Fälle aus, was ebenfalls ein Rekordwert markiert. Auch hier machten Syrer die am häufigsten vertretene Staatsangehörigkeit aus (5.400).

Sicher ist: Die Zahlen werden steigen. Lebten Anfang des vergangenen Jahres noch 105.000 syrische Staatsangehörige (oder als solche ohne Papiere registrierte) mit einer Aufenthaltsdauer von mindestens sechs Jahren in Deutschland, waren es Anfang 2022 bereits 449.000, also mehr als viermal so viele.

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Kommentare ( 76 )

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hansmuc
18 Tage her

Die einzige Hoffnung, die es wohl noch für `schland gibt, ist dass die Sozialsysteme zusammenbrechen – so entsetzlich das für viele indigene, darauf angewiesene Deutsche auch ist! Wenn die Heuschrecken nichts mehr zu fressen finden, werden sie ganz schnell weiter ziehen. Der arme indigene Deutsche mit echtem deutschen Pass muss dann weiter hier sitzen und an der Hungergrenze existieren. So haben es die rot-grünen-„christlichen“- „liberalen“ Parteien bestimmt und so wird es ausgeführt. Geht ja auch, da genau diese zu 85% immer wieder gewählt werden und der Anteil der zermürbten Nicht-Wähler rapide zunimmt.

Deutscher
19 Tage her

Zwei Migranten auf dem Weg nach Europa. Fragt der eine: „Woran merke ich, wenn ich in Deutschland angekommen bin?“ Sagt der andere: „Wenn du leichter rein- als wieder rauskommst.“

Last edited 19 Tage her by Deutscher
Ante
20 Tage her

Das war von Anfang an so geplant. Asylanten und Kriegsflüchtlinge sollten nie zurückgehen. Die BRD volkt um. Auch die Ukrainer sollen nicht zurück. Millionen von Arbeitskräften sollen auf diese Weise der BRD zulaufen. Asylrecht gehört abgeschafft, denn es ist zum Missbrauchsrecht verkommen, das zum Himmel stinkt. Asyl bedeutet Schutz auf Zeit. In Wahrheit ist Asyl das Instrument für Zuwanderung und Bleiberecht für immer. Syrer gehören zurück nach Syrien. Sie sollen ihr Land aufbauen, anstatt hier ihren Islam zu leben. Warum meint dieser Staat, dass Syrer hier dauerhaft leben müssten? Syrer haben ihr eigenes Land. Dort haben sie zunächst einmal zu… Mehr

der_chinese
20 Tage her

„Voraussetzung für die Einbürgerung sind unter anderem ausreichende Deutschkenntnisse, ein gesicherter Lebensunterhalt und in der Regel eine Mindestaufenthaltsdauer von acht Jahren.“

Das ich nicht lache, heißt es nicht das 3/4 aller Syrer Hartz4 empfangen, oder gilt das ebenfalls als gesicherter Lebensunterhalt? Würde mich ja ehrlich gesagt nicht wundern wenn dem so wäre.

Wolfram_von_Wolkenkuckucksheim
20 Tage her

Ich kenne aus meinem Sportverein auch gute Beispiele von Integration, u.a. ein 18-jähriger Junge, bei dem ich überrascht war, dass er aus Syrien kommt, denn er spricht akzentfrei Deutsch. Er hat auch eine jüngere Schwester und die Eltern sind auch hier. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das die Regel ist. Und der „29-jährige“ „Deutsch-Armenier“ vom Breitscheidplatz lässt erahnen, was für Personen den deutschen Pass hintergeworfen bekommen.

Benno Steinhart
20 Tage her

Weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen! Läuft alles nach Plan, kein Grund zur Besorgnis.
Fügen Sie sich, Widerstand ist zwecklos.
Sie leben hier schließlich in der besten aller denkbaren Demokratien, in Freiheit und Wohlstand, da wird nicht gemeckert!
Im Falle der Zuwiderhandlung können ihnen Nachteile bei Ihrer Sozialeinstufung entstehen, sie sind gewarnt worden!
Verunglimpfung des Staates und seiner Repräsentanten wird mit der Einstufung zum Feind der Demokratie und der Freiheit strengstens geahndet.
Erfüllen Sie ihre Pflichten als Bürger, zahlen Sie Ihre Steuern, und seien Sie froh, hier leben zu dürfen.

Mulle67
21 Tage her

Nachtrag: Syrien ist eins der wenigen Länder, wo eine so genannte „Handschuh“ Ehe erlaubt ist. Das ist eine Eheschließung wo keiner der beiden Eheleute anwesend ist
Die meisten jungen Männer die aus Syrien zu uns kommen haben gar keine dort hinterlassene Ehefrau. Sie wird später von den Eltern des Mannes ausgesucht, wenn der junge Mann hier angekommen ist. Gegen in etwa 100 Euro wird das Dokument rückdatiert, so dass es aussieht als wenn es die Ehefrau schon gab als der Mann nach Deutschland ging. Klassischer Geheimtip unter Syrern.

Innere Unruhe
21 Tage her

Das mit der Einbürgerung wurde überhaupt nicht angekündigt.
Wir haben die Leute satt und gesund gekriegt, aber es war nie die Rede davon, dass sie in Positionen gebracht werden, zu wählen oder gewählt zu werden.
Sie werden auch nie als Deutsche gesehen werden. Trotz des Passes und trotz der Betonung, wie Deutsch sie doch seien.
Das sieht man an den vielen Diasporas – sie werden nie als einheimische gesehen.

Fui Fujicato
21 Tage her

BRAVO !!! Die gesamte illegal eingefallene Bagage gehört dahin, woher sie gekommen ist !!! Auch definitiv nicht integrationswillige + integrationsfähige Türken der 1., 2. + 3.Generation, die ihre islamische Ideologie + ihren islamischen Glauben + die Scharia über das Grundgesetz stellen, gehören nach Hause in ihre Heimatländer !!! Wir haben inzwischen einen Bevölkerungsanteil von ca. 20% unserer Gesamtbevölkerung, die – zum überwiegenden Anteil – weder integrationswillig, noch integrationsfähig sind + darüber hinaus unser Sozialsystem – absolut leistungslos – zu Lasten der ursprünglich deutschen Nationalbevölkerung – überproportional belasten !!! Wer sich den ursprünglich einmal in unserem Nationalstaat bestehenden Gesetzen + Regularien… Mehr

Mulle67
21 Tage her

Da viele der hiesigen Syrer palästinensischer Herkunft sind (weshalb die syrische Regierung ihnen die syrische Staatsbürgerschaft verweigert!) gelten sie als staatenlos und können somit bereits nach 6 Jahren deutsche Staatsbürger werden. Ich kenne persönlich Syrer, die genau diese 6 Jahre hier mit einem Studium verbringen, bis sie die Staatsangehörigkeit bekommen und im Anschluss Karriere in Dubai oder ähnlichen Ländern machen wollen – dank deutschem Studium in Strömungslehre, Klimatechnik usw. Ich kann es ihnen nicht verübeln – für sie persönlich sicherlich eine riesen Chance. Für uns Steuerzahler leider nicht…